Mutterliebe, Vaterliebe, Mutterinstinkt

Da im FF-Brett gerade eine recht emotionale Diskussion über die Begriffe „Mutterliebe“, „Mutterinstinkt“, „Vaterliebe“ läuft, wollte ich hier einmal die Experten fragen. Die aufgetretenen Fragen sind:

  • Liebt eine Mutter ihr Kind anders als ein Vater?
  • Spielt die persönliche die Erfahrung der Schwangerschaft eine Schlüsselrolle in der Liebe zu einem Neugeborenen?
  • Sind diese Erfahrungen immer (bzw. meistens) positiv?
  • Ist für eine Mutter die Trennung vom Kind grundsätzlich schwerer zu verkraften als für den Vater des Kindes?

Im FF-Brett bewegen sich die Beiträge eher auf dem Niveau „Ich habe es so erlebt…“ „Bei meiner Frau war es so…“ „Meine Mutter war so…“

Deshalb würde mich hier im Psychologie-Brett mehr interessieren, ob zu diesem Thema Forschung überhaupt möglich ist, ob die Psychologen dazu eine (einheitliche) Meinung haben (und wie diese ggf. aussieht) oder ob auch hier ein Richtungsstreit zwischen verschiedenen Schulen existiert.

Besonders interessiert mich persönlich die Frage nach der Schwangerschaft als Schlüsselerfahrung zur Mutterliebe (da ich an biologistische Erklärungen für menschliches Verhalten eher nicht glaube). Gibt es dazu wissenschaftliche Erkentnisse?

Mit vielen Grüßen, Stefanie

Hallo Stefanie,

Da im FF-Brett gerade eine recht emotionale Diskussion über
die Begriffe „Mutterliebe“, „Mutterinstinkt“, „Vaterliebe“
läuft,

Instinkt, also der AM (Auslösemechanismus) der die lebens-u.
arterhaltenden Reaktionen steuert, dürfte bei Menschen im
Gegensatz zu Tieren anerzogen sein, also ist der „Mutterinstinkt“ gesellschaftsgeprägt, darum auch die vielen
verschiedenen Meinungen im FF-Brett. Nach meiner Erfahrung ist es einfach so, je weniger „schwierig“ Kinder in einer Gesellschaft aufwachsen um so größer ist auch die Bereitschaft
selber Kinder zu wollen. Da meine ich jetzt nicht die armen
Länder die viele Kinder fürs eigene Überleben brauchen, sondern
schon die Westliche Welt.

wollte ich hier einmal die Experten fragen. Die
aufgetretenen Fragen sind:

ich hoffe du bist nicht verärgert dass du vorneweg mal
eine Laienmeinung bekommst, aber die lieben Experten
scheint mir, reissen sich nicht gerade darum deine Fragen zu
beantworten

  • Liebt eine Mutter ihr Kind anders als ein Vater?

Es liebt ein jeder Mensch anders, Mutter und Mutter genauso unterschiedlich wie Vater und Vater, bei mehreren Kindern
dann auch noch, geringfügig oder gravierend anders.
Gerade bei dem Beispiel im FF-Brett habe ich nicht so recht
verstanden warum einem Vater, der Vaterliebe wie Mutterliebe
lebt einen endlosen Thread angehängt bekommt wo schon die
erste Frage lautet „Was ist eigentlich mit der Vaterliebe?“,
wenns ja eh schon dasteht, dass auch Väter sehr viel Mutterliebe
empfinden können.
Mutter = eine Frau die ein Kind auf die Welt bringt.
Mutterliebe = ein Wesen dass aus Liebe zu einem Kind einen großteil seiner eigenen, persönlichen Bedürfnise zurückstellt.

  • Spielt die persönliche die Erfahrung der Schwangerschaft
    eine Schlüsselrolle in der Liebe zu einem Neugeborenen?

Ich persönlich glaube es schon, will mich aber darüber sicher
nicht streiten, weil es da auch sehr unterschiedliche Empfindungen gibt. Ich rede mich da leicht weil meine Schwangerschaft geplant war, mir nicht ein einziges Mal schlecht
war, mich mein Mann auf Händen getragen hat und die ganze Umwelt
mich angelächelt hat wenn ich mein Bäuchlein vor mich her geschoben habe. Ich habe die Schwangerschaft so positiv erlebt,
nicht nur mein Umfeld war mit mir glücklich, wildfremde Menschen haben zurückgestrahlt.

  • Sind diese Erfahrungen immer (bzw. meistens) positiv?

Ich glaube du weisst auch dass das nicht immer so ist.

  • Ist für eine Mutter die Trennung vom Kind grundsätzlich
    schwerer zu verkraften als für den Vater des Kindes?

Kommt darauf an wer sich mehr auf die Fürsorge des Kindes eingelassen hat, gängiger Weise ist es die Mutter…aber
es gibt auch die Ausnahmen von der Regel.
Belastend ist es für beide Teile, am schlimmsten ist es für
das/die Kind/er.

http://home.t-online.de/home/t.wischmann/jung.htm#fn4

http://www.sgipt.org/lit/r_brisch.htm#Teil 1 Die Bindungstheorie und ihre Konzepte

http://www1.kas.de/publikationen/1999/diefrau/9903al…

http://www.isppm.de/

http://www.oif.ac.at/presse/bzw/artikel.asp?Rubrik=3…

Besonders interessiert mich persönlich die Frage nach der
Schwangerschaft als Schlüsselerfahrung zur Mutterliebe (da ich
an biologistische Erklärungen für menschliches Verhalten eher
nicht glaube). Gibt es dazu wissenschaftliche Erkentnisse?

Eine ganze Menge, ich hoffe die Links helfen dir weiter,
Liebe Grüße
Kerbi

Hallo Stefanie,

Da im FF-Brett gerade eine recht emotionale Diskussion über
die Begriffe „Mutterliebe“, „Mutterinstinkt“, „Vaterliebe“
läuft,

Instinkt, also der AM (Auslösemechanismus) der die lebens-u.
arterhaltenden Reaktionen steuert, dürfte bei Menschen im
Gegensatz zu Tieren anerzogen sein, also ist der
„Mutterinstinkt“ gesellschaftsgeprägt, darum auch die vielen
verschiedenen Meinungen im FF-Brett.

Wie kannst du denn ablehnen, daß wir Instinkte haben. Man betrachte sich doch einfach mal nur das Verhalten der Frauen kurz vor der Niederkunft: Nestbautrieb u.ä.

und die Mutterliebe ist eine Erfindung der Gesellschaft? Zeige mir eine Zivilisation auf dieser Welt, in der Frauen keine „Mutterliebe“ verspüren, denn erst dann hättest du recht.

Nach meiner Erfahrung ist

es einfach so, je weniger „schwierig“ Kinder in einer
Gesellschaft aufwachsen um so größer ist auch die Bereitschaft
selber Kinder zu wollen.

Nein ich denke das ist einfacher: die eingebildete Bildung und die Sattheit des Konsumtriebes lassen „echte Werte“ in den Hintergrund treten. (siehe hierzu auch Marx :wink: )

  • Liebt eine Mutter ihr Kind anders als ein Vater?

Ist eine Frau ein Mann? Nein, beide Eltern lieben ihr Kind gleich. Abgesehn von Störungen, die die Fähigkeit zu lieben beeinträchtigen. Da gibt es ja eine Menge von Gründen, die zu solchen Gefühlstörungen führen.

Es liebt ein jeder Mensch anders, Mutter und Mutter genauso
unterschiedlich wie Vater und Vater, bei mehreren Kindern
dann auch noch, geringfügig oder gravierend anders.

siehe wie vor.

Gerade bei dem Beispiel im FF-Brett habe ich nicht so recht
verstanden warum einem Vater, der Vaterliebe wie Mutterliebe
lebt einen endlosen Thread angehängt bekommt wo schon die
erste Frage lautet „Was ist eigentlich mit der Vaterliebe?“,
wenns ja eh schon dasteht, dass auch Väter sehr viel
Mutterliebe
empfinden können.
Mutter = eine Frau die ein Kind auf die Welt bringt.
Mutterliebe = ein Wesen dass aus Liebe zu einem Kind einen
großteil seiner eigenen, persönlichen Bedürfnise zurückstellt.

Falsch, hier ist der Fehler in der Diskussion insgesamt: Das materialistische Denken, daß man verzichtet, wenn man sich biologisch fortpflanzt und der Arterhaltung nachgeht und frau leidet, da sie Mutter ist. Das ist sorry „emanzenquatsch“.

  • Spielt die persönliche die Erfahrung der Schwangerschaft
    eine Schlüsselrolle in der Liebe zu einem Neugeborenen?

Hier werden die ersten Bindungen zu neuen mitgeboren. Im Krankheitsfall, können hier natürlich ebenso die ersten abneigungen entstehen.

Ich persönlich glaube es schon, will mich aber darüber sicher
nicht streiten, weil es da auch sehr unterschiedliche
Empfindungen gibt. Ich rede mich da leicht weil meine
Schwangerschaft geplant war, mir nicht ein einziges Mal
schlecht
war, mich mein Mann auf Händen getragen hat und die ganze
Umwelt
mich angelächelt hat wenn ich mein Bäuchlein vor mich her
geschoben habe. Ich habe die Schwangerschaft so positiv
erlebt,
nicht nur mein Umfeld war mit mir glücklich, wildfremde
Menschen haben zurückgestrahlt.

  • Sind diese Erfahrungen immer (bzw. meistens) positiv?

Bei gesunden Menschen ja´!

Ich glaube du weisst auch dass das nicht immer so ist.

  • Ist für eine Mutter die Trennung vom Kind grundsätzlich
    schwerer zu verkraften als für den Vater des Kindes?

Viele Frauen empfinden: " Das Kind ist Teil von mir ", das sagt meiner Meinugn alles. Betrachte hierzu auch die vielen Störungen die mit dem Wort Abnabelung (vom Kind und/oder von den Eltern)
beschrieben werden.

Kommt darauf an wer sich mehr auf die Fürsorge des Kindes
eingelassen hat, gängiger Weise ist es die Mutter…aber
es gibt auch die Ausnahmen von der Regel.

Vergesst hierbei nicht die „natürliche“ Rollenteilung Nesttrieb bei der Mutter, Beschützer- und Versorgertrieb beim Vater.

gruss
winkel

1 „Gefällt mir“

Hallo Kerbi,

Instinkt, also der AM (Auslösemechanismus) der die lebens-u.
arterhaltenden Reaktionen steuert, dürfte bei Menschen im
Gegensatz zu Tieren anerzogen sein, also ist der
„Mutterinstinkt“ gesellschaftsgeprägt, darum auch die vielen
verschiedenen Meinungen im FF-Brett. Nach meiner Erfahrung ist
es einfach so, je weniger „schwierig“ Kinder in einer
Gesellschaft aufwachsen um so größer ist auch die Bereitschaft
selber Kinder zu wollen.

Danke erstmal für die vielen Links. Stimmt, die meisten argumentieren in diese Richtung. (Außer vielleicht dem letzten.)

ich hoffe du bist nicht verärgert dass du vorneweg mal
eine Laienmeinung bekommst, aber die lieben Experten
scheint mir, reissen sich nicht gerade darum deine Fragen zu
beantworten

Vermutlich gibt es darüber tatsächlich nicht allzu viele gesicherte Erkenntnisse.
Natürlich bin ich nicht verärgert :smile:
Ich hatte die Mahnung, hier keine Diskussion wie im FF-Brett neu aufzurollen eher geschrieben, um nicht selbst Ärger zu bekommen. Denn ich vermute, das wäre hier fehl am Platz. (Und außerdem dann doppelt.)

Eine ganze Menge, ich hoffe die Links helfen dir weiter,
Liebe Grüße
Kerbi

Ja, tun sie. Ebenfalls liebe Grüße, Stefanie

Aber das hatten wir doch schon!
So, und jetzt geht die gleiche Diskussion von vorne los.
Neues Brett, alte Argumente.

Wer im FF-Brett mitgelesen hat weiß, daß winkel eine ideologisch festgefügte Meinung(!) zu diesem Thema hat, von der er sich wider aller Argumentation unter gar keinen Umständen abbringen läßt.

Nur warum auf einem wissenschaftlichen Brett wie dem Psychologieboard die Diskussion auf dem gleichen unwissenschaftlichen Niveau geführt werden muß, wie es nur auf einem Meinungs- und Erlebnisbrett wie dem Feminismusboard angebracht ist, will mir wirklich nicht einleuchten.

Auch wenn es einigen schwer fällt, sollten wir uns doch alle angewöhnen, nur zu der jeweils aufgeworfenen Frage Stellung zu nehmen. Und die war in diesem Board eindeutig nach wissenschaftlichen Erkenntnissen (und eben nicht nach Privatmeinungen) gestellt.
Und wer keine wissenschaftlichen!!! Informationen beisteuern kann, der möge doch bitte nicht auch noch diesen Artikelbaum aufblasen.

Grüße
agil

Hallo Stefanie,

hier lassen uns die Experten wohl leider im Stich. Schade drum, hätte mich natürlich auch interessiert, was es auf diesem Gebiet so an Untersuchungen und Expertenmeinungen gibt.

Über das Thema Liebe im Allgemeinen gibt es ja wohl einige Untersuchungen, z.B.

http://www.quarks.de/liebe/liebe.pdf

wo auch kurz auf das Thema Mutterliebe eingegangen wird.

Einen Link hatte ich ja schon im Brett F&F gepostet, der vielleicht in der ganzen Diskussion etwas untergegangen ist:

http://www.members.aon.at/henzinger/geburt/geisel200…

Ich finde diesen Artikel sehr interessant und irgendwie faszinierend, da hier sehr schön versucht wird zu zeigen, was die Natur sich so alles „einfallen läßt“, zum Schutz des Schwächeren.
Natürlich wäre es interessant und hilfreich, Untersuchungen zu kennen, die zu anderen Ergebnissen kommen. Vielleicht meldet sich ja doch noch ein Experte, der uns da weiterhelfen kann.

Gruß und schönes Wochenende
Roland

Wer im FF-Brett mitgelesen hat weiß, daß winkel eine
ideologisch festgefügte Meinung(!) zu diesem Thema hat, von
der er sich wider aller Argumentation unter gar keinen
Umständen abbringen läßt.

Und dieser Umstand führt dazu, daß meine Meinung, bzw. meine Anmerkungen zu den Fragen grundsätzlich falsch sind? oder was willste sagen?

Nur warum auf einem wissenschaftlichen Brett wie dem
Psychologieboard die Diskussion auf dem gleichen
unwissenschaftlichen Niveau geführt werden muß, wie es nur auf
einem Meinungs- und Erlebnisbrett wie dem Feminismusboard
angebracht ist, will mir wirklich nicht einleuchten.

Den wissenschaftlichen Beitrag vermisse ich ebenfalls in diesem deinem Posting!

Auch wenn es einigen schwer fällt, sollten wir uns doch alle
angewöhnen, nur zu der jeweils aufgeworfenen Frage Stellung zu
nehmen. Und die war in diesem Board eindeutig nach
wissenschaftlichen Erkenntnissen (und eben nicht nach
Privatmeinungen) gestellt.

Hast meine antworten eigentlich gelesen? Verweise auf Naturtriebe bzw. von jeher angelegte Verhaltensweisen sind keine Meinung sondern Tatsachen, die immer wieder erforscht und diskutiert werden.

Und wer keine wissenschaftlichen!!! Informationen beisteuern
kann, der möge doch bitte nicht auch noch diesen Artikelbaum
aufblasen.

Hättest du das vor absenden deines Beitrages nur selbst beachtet!

gruss
winkel