@Diana: Antwort auf eine alte Frage

… die Du neulich gestellt hast, der Thread ist aber schon fast weg: Es ging um die Liebhaber übler Gerüche.
Der Name dafür könnte im folgenden Posting stehen, daß ich zufällig fand:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/www/service.fpl?..

„Khakosmie“

Wenn dem so ist, kannst Du dem Poster „Wolfgang“ ja ein Sternchen stiften, er war der Wissende.

Lieber Gruß
Bernd

Leider nicht ganz
Hallo Bernd,

danke für’s drauf-aufmerksam-machen :smile:)

Leider funktioniert der bei Dir angegebene Link leider nicht.

Kakosmie (schreibt sich ohne h) bezeichnet etwas anderes als das von mir gesuchte, nämlich eine „Geruchsstörung“: D.H. es werden üble Gerüche wahrgenommen, wo keine sind oder Gerüche plötzlich als unangenehm/widerlich empfunden (auch wenn sie es per se nicht sind).

Ich such(t)e ja nach dem Begriff für die merkwürdige Vorliebe, mehrheitlich als widerlich/ekelerregend empfundene Gerüche zu lieben bzw. als angenehm wahrzunehmen.

Trotzdem vielen Dank!

und viele Grüße
Diana

Hallo Diana,

Ich such(t)e ja nach dem Begriff für die merkwürdige Vorliebe,
mehrheitlich als widerlich/ekelerregend empfundene Gerüche zu
lieben bzw. als angenehm wahrzunehmen.

Es gibt Gerüche, die sind ganz objektiv - nicht nur subjektiv - ekelhaft. Das sind die Gerüche die z.B. bestimmte Wanzen bei Gefahr absondern. Es ist teil ihrer Überlebensstrategie dass dieser Geruch von praktisch jedem Tier als ekelhaft empfunden wird.

Ganz anders sieht es damit aus, dass uns anerzogen wird, dass wir bestimmte Dinge und Gerüche als eklig empfinden sollen. Schon den Babys wird Pfui oder AA zu den Fäkalien gesagt. Fäkalien, um nur ein Beispiel zu nennen, sind aber anscheinend nicht objektiv sondern nur anerzogenerweise übelriechend. Nicht nur dass einige Tiere sie wieder fressen, es gibt auch Menschen, bei denen sie zum Sex dazugehören.

Das nicht eklig finden, von mehrheitlich anerkannten ekligen Gerüchen bedeutet also, dass man sein eigenes Urteils- und Geschmacksvermögen benutzt um anerzogenes in Frage zu stellen und möglicherweise als ‚falsch‘ zu erkennen. Weder Knoblauch noch Käse, Fisch oder Fäkalien riechen objektiv eklig. Das wurde uns nur so eingebläut. Das heisst noch lange nicht, dass diese Dinge deshalb angenehm riechen. Es bedeutet dass sie frei disponierbar sind, also dem einen können sie gefallen, der andere kann sie abstoßend finden, der dritte findet nichts besonderes an ihnen, weder in die eine noch in die andere Richtung. Und nun kommt es wahrscheinlich auf die individuellen Erfahrungen an, die man mit diesen Gerüchen gemacht hat, wie man die Gerüche wahrnimmt.

Beispiel: Ein Junge wird regelmäßig von seinem stockbesoffenen Vater, der eine Alkoholfahne vor sich herschiebt verdroschen. Kann sein ihm wird später von Alkoholgeruch übel.
Lernt er dagegen Alkohol als gemütliches Hefeweizen im Biergarten an einem heißen Sommertag kennen oder als leckeren Wein in der Weinstube oder als Ouzo beim netten griechischen Essen, so kann er alkoholgeruch auch mögen.

Meine Meinung also, wenn jemand Stinktiere angenehm findet, dann stimmt was nicht, wenn jemand aber sagt, Du sollst nicht duschen, weil er Dich so gerne verschwitzt riecht, dann ist das sogar ein Kompliment. Gerade in der Partnerschaft ist der Geruch des anderen (sagen wir mal in gewissen Grenzen) eigentlich eine Bereicherung des Liebeslebens, wenn nicht, hat man womöglich den falschen Partner.

Gruß

unimportant

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abseitig
Hi Unimportant,

Und nun kommt es wahrscheinlich auf die individuellen Erfahrungen an, die man mit diesen Gerüchen gemacht hat, wie man die Gerüche wahrnimmt.

Um diesen Punkt ging es mir bei der Ausgangsfrage gar nicht. Ich stell mal den urspünglichen Thread wieder rein:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Nichtsdestotrotz vielen Dank für Deine Ausführungen + viele Grüße
Diana