Hallo zusammen,
Ich weiss nicht mehr, ob ich lachen oder weinen soll aber deshalb schreibe ich ja hier und hoffe auf Eure Hilfe bei der Beantwortung der Frage. Und da hier ja die Psychologen sind bin ich hier wohl besser aufgehoben als in „Job“.
Bei uns (Dienstleister im IT Bereich, ca. 20 Leute, keine Gleitzeit, keine Zeiterfassung) ist um 8.00h Arbeitsbeginn. Das steht zwar weder im Arbeitsvertrag noch habe ich es irgendwann schriftlich bekommen, aber egal. Punkt 7.58h fängt Chef an, seine Runde zu drehen um zu sehen wer da ist. Eigentlich sind die meisten immer um 7.45h oder schon um 7.30h da, also ist für etwaige Kundenanrufe IMMER schon jemand da (auch in meiner Abt.) Der Rest trudelt dann so gegen 7.55 ein. Ich habe aber die Angewohnheit, dass ich morgens nicht hochkomme und alles auf den letzten Drücker mache. Vorgestern z.B. war ich erst um 8.02 (ja, richtig gelesen: zwei (!) Minuten nach 8) im Büro und prompt hatte mein Chef dem AL gesagt er solle doch mal mit mir reden, warum ich nicht pünktlich sein kann. Schliesslich „sind das alle anderen auch“ - ausser natürlich der Gesandte unseres Mutterkonzerns. Da er wohl nicht „Alle“ ist darf der um 8.45 kommen, da hat Chef nichts gegen. Und auch wenn ich bis 17.30h im Büro bin und auf meine Mittagspause verzichtet habe weil viel zu tun war oder ihm um 17.45 (um 16.30h ist Feierabend) noch einen Gefallen tue oder die Anrufe entgegennehme die um kurz nach Feierabend reinkommen (wenn die anderen Kollegen schon weg sind) - wenn ich am nächsten Morgen nicht um 8.30h im Büro bin dann lässt er sich bei den AL’s aus. Und da das häufiger vorkommt dass ich eine/zwei Minuten „Später“ reinkomme, hat er das auch schon häufig zu den Kollegen gesagt. Nur mir noch nie persönlich. Am Anfang war’s noch Trödelei, dass ich mal 2 Minuten später im Büro war. Aber jetzt mache ich das teilweise extra, dass ich „später“ komme, weil ich es einfach nicht einsehe jeden Tag mind. 30 Minuten länger zu bleiben, Einsatz zu zeigen während alle anderen schon weg sind (weil die ja „schon so früh da sind“), dafür vom Chef gelobt zu werden („Finde ich toll, dass sie die Arbeit fertig machen wollen bevor sie nach Hause gehen“) aber morgens auf die Sekunde pünktlich zu sein. Ich kann abends einfach besser arbeiten! Morgens bin ich halt müde! Und jedesmal war er schon bei seiner morgendlichen Runde bei irgendjemandem um ihm zu saqen, dass er mir mal sagen soll… Was soll ich nur machen? Einfach „Pünktlich“ zu sein wäre mir zu einfach, dann hätte er ja seinen Willen 
Nebenbei (nicht dass ein falscher Eindruck entsteht):
Mir macht mein Job irre viel Spass, ich habe tolle Kollegen und ich fühle mich nicht ausgenutzt wenn ich abends als letzter gehe im gegenteil: Ich mach’s total freiwillig! Aber von dieser Sache weiss ich echt nicht, was ich davon halten soll.
Danke für Hinweise zur Beantwortung meiner o.g. Frage sagt
L.
Ach so: Heute war ich um 8.00 Uhr und 43 Sekunden (Funkuhr) an meinem Schreibtisch und ratet mal wer schon beim Kollegen war und ihm gesagt hat, dass er mir mal sagen soll, dass… 
