Neue proleten Kultur im Internet

Als Psychologie-Leihe, aber Internetanwender ‚der ersten Stunden‘ fällt mir auf, daß die Umgangsformen im Internet einen merkwürdigen Wandel vornimmt - vor allem bei Foren.

Seiten wie Heise.de aber auch wer-weiss-was.de - Seiten, bei denen privatpersonen ‚Ihren Senf ablassen können‘ - verkommen immer mehr zur ‚Meckerecke‘. Sehr vieles wird extrem negativ runtergeredet, auf den Inhalt wird nur selten eingegangen und Themen werden oft einfach gewechselt.

Kann mir ein ‚Psychologie-Erfahrerner‘ sagen, womit das zu tun haben könnte?

Ist es der Profilierungsdrang der unwissenden?

Gruß
Gunnar

PS: Die Frage ist ernst gemeint - ich verstehs nicht…

Wettermecken
immer noch spannender, als nur übers Metter zu weckern.
Und das diente immerhin auch zur Kommunikationseröffnung.
Etwas obskur bleiben dabei allerdings die die immer nur über die Meckerer meckern.
Am schlimmsten aber, wenn man darüber auch noch eine pissertation machen tut.

moin, Meckermanni

Hallo,

Als Psychologie-Leihe, aber Internetanwender ‚der ersten
Stunden‘ fällt mir auf, daß die Umgangsformen im Internet
einen merkwürdigen Wandel vornimmt - vor allem bei Foren.

Seiten wie Heise.de aber auch wer-weiss-was.de - Seiten, bei
denen privatpersonen ‚Ihren Senf ablassen können‘ - verkommen
immer mehr zur ‚Meckerecke‘. Sehr vieles wird extrem negativ
runtergeredet, auf den Inhalt wird nur selten eingegangen und
Themen werden oft einfach gewechselt.

Naja, es sind ja auch Tag für Tag immer mehr Menschen im Internet unterwegs als vor ein paar Jahren, und da ist es ja dann auch kein Wunder das die „unsymphatischen“ auch immer mehr werden. Und auffallen tun unsymphatische Menshen meist nunmal auch mehr als all die ganz normal höflichen Menschen.

Kann mir ein ‚Psychologie-Erfahrerner‘ sagen, womit das zu tun
haben könnte?

Bin zwar nicht „Psychologie erfahren“, aber habe einfach mal die Frechheit trotzdem zu antworten :wink:

Ist es der Profilierungsdrang der unwissenden?

Profilierungsdrang bestimmt, aber ob das nun unbedingt nur von Unwissenden kommt, wäre ich mir nicht so sicher, wahrscheinlich sind es ganz einfach die gleichen Menschen die auch ausserhalb des Internets immer nur rumnörgeln und versuchen andere schlecht zu machen (und wenn das nur gedanklich passiert). Im Internet tun sie es dann wahrscheinlich einfach nur etwas „ungenierter“. Warum aber wiederrum manche Menschen ausserhalb des Internets immer am rummeckern sind und andere nicht, keine Ahnung. Haben vielleicht nichts besseres zu tun als auf Fehler anderer zu achten, fühlen sich automatisch selbst besser wenn sie über andere meckern konnten oder können sich nicht anders als mit provozierenden Bemerkungen in die Gesellschaft einfügen. Wahrscheinlich ist es bei jedem was anderes. Und solange die „Meckerer“ es nicht übertreiben, sprich allzu persönlich werden mit ihrem Meckern, lass sie doch einfach weiter meckern, wenn’s denn Spass macht ? :wink: Und ansonsten hilft ignorieren meisst ja am besten.

Gruß
Claudia

autsch :frowning: (o.w.t.)
hier steht nix!

immer noch spannender, als nur …
moin, Meckermanni

Danke für dieses Paradebeispiel!

Kann mir jetzt jemand sagen, was der Grund für Postings wie dieses ist? Soziale inkompetenz, Herbstdepression oder einfach lange keinen Sex mehr gehabt?

:wink:
Gruß
Gunnar

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Bin zwar nicht „Psychologie erfahren“, aber habe einfach mal
die Frechheit trotzdem zu antworten :wink:

:wink:

Profilierungsdrang bestimmt, aber ob das nun unbedingt nur von
Unwissenden kommt, wäre ich mir nicht so sicher,

Naja, würden diese Leute etwas als Antwort beitragen können, vermute ich, daß sie dies dem ‚geschwätz‘ vorziehen würden?!

wahrscheinlich sind es ganz einfach die gleichen Menschen die
auch ausserhalb des Internets immer nur rumnörgeln und
versuchen andere schlecht zu machen (und wenn das nur
gedanklich passiert). Im Internet tun sie es dann
wahrscheinlich einfach nur etwas „ungenierter“.

Ich hab den Eindruck es werden sowohl im Netz als auch ausserhalb immer mehr - oder liegt das an meinem Umfeld (auf das ich eigentlich achte).

vielleicht nichts besseres zu tun als auf Fehler anderer zu
achten, fühlen sich automatisch selbst besser wenn sie über
andere meckern konnten oder können sich nicht anders als mit
provozierenden Bemerkungen in die Gesellschaft einfügen.

Wie heisst es so schön, „wer anderen in der Nase bohrt ist auch ein Schwein“ :wink:

Wahrscheinlich ist es bei jedem was anderes. Und solange die
„Meckerer“ es nicht übertreiben, sprich allzu persönlich
werden mit ihrem Meckern, lass sie doch einfach weiter
meckern, wenn’s denn Spass macht ? :wink: Und ansonsten hilft
ignorieren meisst ja am besten.

Wohl wahr - obgleich die Autosuggestion nicht zu verachten ist…

Lieben Gruß
Gunnar

Hallo Gunnar,

Als Psychologie-Leihe, aber Internetanwender ‚der ersten
Stunden‘ fällt mir auf, daß die Umgangsformen im Internet
einen merkwürdigen Wandel vornimmt - vor allem bei Foren.

ich denke, das hängt einerseits mit der - sagen wir mal - Entwissenschaftlichung des Netzes zusammen. Es gibt ja durchaus seriöse Foren in der wissenschaftlichen Welt (freilich fast ausschließlich im Universitätsbereich), und wer-weiss-was ist immer noch das beste nichtwissenschaftliche Forum, das ich kenne.

Ich bedauere das Problem genauso wie du, sehe aber in diesem Forum hier durch die Moderation eine Möglichkeit, den Missbrauch in Grenzen zu halten. Dass ich als Moderator gewisse Beiträge dann doch nicht lösche, hängt damit zusammen, dass in einigen Fällen das Löschen mehr Unbill verursacht als das Nichtlöschen. Manche Beiträge sind auch einfach zu dumm, um sie löschen zu müssen, weil jeder sehen kann (und sehen soll), dass sie dumm sind.

Im Internet fehlt sozusagen die emotionale Komponente, die beim Vis-a-vis ganz natürlich vorhanden ist. Profilierungsdrang sehe ich bei den „Trollen“ weniger, insbesondere deshalb, weil die meisten Spinner sich entweder in der Anonymität verstecken oder die Distanz, die das Netz scheinbar - für sie allerdings anscheinend - bietet, missdeuten als Schutz davor, sich lächerlich zu machen.

Eher würde ich an das Phänomen der Selbstüberschätzung denken. Die Betreffenden haben einerseits in der Realität kein Korrelat und glauben nun andererseits, sich im Internet austoben zu dürfen. Wie man dem Problem entgegenwirken kann, weiß ich auch nicht; wahrscheinlich nur durch konsequent gute Beiträge, so dass die Schmuddelbeiträge in der Minderheit bleiben.

Ein Problem ist sicher auch, dass es als „normal“ angesehen wird, anonym (BTW: Du hast deine Vika auch nicht ausgefüllt) und kostenlos die Angebote des Internet zu nutzen. Dieser eigentliche Vorteil wird durch die Entwissenschaftlichung vorangetrieben.

Wie gesagt bedauere ich das Problem genauso wie du, aber wir dürfen, denke ich, auch nicht vergessen, dass das der Preis von Freiheit und Offenheit des Netzes ist.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo Gunnar,

Kann mir jetzt jemand sagen, was der Grund für Postings wie
dieses ist? Soziale inkompetenz, Herbstdepression oder einfach
lange keinen Sex mehr gehabt?

Dein Posting kann viele Gründe haben, denk mal selber darüber nach. :wink:
Gruß
Kerbi

hallo!!

ganz einfach: weil die anonymität des internet es einem möglich macht „dampf abzulassen“, d.h. sich ohne negative folgen abreagieren zu können.

irgendein posting bringt das fass zum überlaufen-dann lässt mann/frau/? seinen frust ab und kann am nächsten tag wieder seinen mitmenschen gekünstelt anlachen.

früher gab`s duelle-die sind verboten-also sucht man sich was anderes.

warum auch ausserhalb des internets?: hatte gestern das „vergnügen“ die nachrichten in voller länge zu hören (antenne bayern). es waren 5 meldungen:

  1. der mörder eines 9 jahre alten kindes hat gestanden
  2. ein mehrfacher vergewaltiger wurde verurteilt
  3. in washington wurde jemand erschossen
  4. eine massenkarambolage mit 8 toten in österreich
  5. war irgendwas „harmloses“ (wetter, stau, …)

wer kann da noch normalbleiben?

tschüss

matthias

… als Moderator … gewisse Beiträge … lösche

Ja, wobei ich da eher Ursachenforschung betriebe :wink: (erinnert mich an die Medizin)

Im Internet fehlt sozusagen die emotionale Komponente, die
beim Vis-a-vis ganz natürlich vorhanden ist.

Das klingt interessant! Die Frage wurde mir vor Jahren schon mal gestellt und ich verneine sie noch heute.

Ich meine es gibt Personen im Leben, zu denen ich serh wohl eine emotionale Komponente entwickelt habe und sie seit jahren (ja teilweise noch nie) gesehen habe.

Ich glaube das ist eher ein Grundeinstellung dem Medium gegenüber - solange man ‚weiss‘ das auf der anderen Seite auch Menschen sitzen, geht es sehr wohl - obgleich es natürlich wesentlich weniger Emotionen sind als im direkten Kontakt.

Profilierungsdrang sehe ich bei den „Trollen“ weniger,
insbesondere deshalb, weil die meisten Spinner sich entweder
in der Anonymität verstecken oder die Distanz, die das Netz
scheinbar - für sie allerdings anscheinend - bietet,
missdeuten als Schutz davor, sich lächerlich zu machen.

Aber wenn Schutz - dann doch besser gar nichts sagen?!?

Eher würde ich an das Phänomen der Selbstüberschätzung denken.

Hmm, ok.

Die Betreffenden haben einerseits in der Realität kein
Korrelat und glauben nun andererseits, sich im Internet
austoben zu dürfen. Wie man dem Problem entgegenwirken kann,
weiß ich auch nicht; wahrscheinlich nur durch konsequent gute
Beiträge, so dass die Schmuddelbeiträge in der Minderheit
bleiben.

Hmm, ist ein schwerer Weg, denn der Spass geht schnell verloren…

Ein Problem ist sicher auch, dass es als „normal“ angesehen
wird, anonym (BTW: Du hast deine Vika auch nicht ausgefüllt)

Ich hab das Gefühl, mich kennt auf dem Server eh jeder +g+

und kostenlos die Angebote des Internet zu nutzen. Dieser
eigentliche Vorteil wird durch die Entwissenschaftlichung
vorangetrieben.

Wie gesagt bedauere ich das Problem genauso wie du, aber wir
dürfen, denke ich, auch nicht vergessen, dass das der Preis
von Freiheit und Offenheit des Netzes ist.

Ich stimme Dir in nahezu allen Punkten zu! Das, was mich wundert ist nur die „Falschheit“ oder nennen wir es „Feigheit“.

Ich meine, wenn jemand motzen möchte, ist das sein gutes Recht, aber ausser im TV (in Comedy Sendungen) sehe ich in der „realen“ WElt niemanden, der sich hinstellt und z.B. in der Fussgängerzone Leute anpöbelt.

Besteht da ein Zusammenhang, daß die ‚Proleten‘ feige sind?

Gruß
Gunnar

(PS: der Name ist echt :wink:

Dein Posting kann viele Gründe haben, denk mal selber darüber
nach. :wink:

Ich glaube Du meinst „Sein Posting“.

Wenn das so ist - nein, ich weiss es nicht. Erklär’s mir bitte - würde mich interessieren, was die Gründe dafür sind (ich wiederhole mich…).

Gunnar

Aber ist das nicht ein Armutszeugnis, daß man sich selber damit schreibt?

Wenn man nicht in der Lage ist die negativen Dinge (durch positive Erlebnisse) zu kompensieren?

Und überhaupt, wie kommt die Mentalität zu stande, andere anzuschnautzen, nur weil man selber mit Problemen (Alltag etc) nicht klar kommt.

Ich halte es für primitiv und assozial (im wahrsten Sinne des Wortes).

Gruß
Gunnar

Hí Gunnar,

zunächst gilt, daß so wie es in den Wald hineinruft, es auch herausschalt.

Jeder Mensch ist meiner Philosophie nach auch mal ein Arschloch und das ist okay so. Es hängt halt von der Menge ab. :smile:

Was Du und andere in dieser unserer Gesellschaft bemängeln, liegt an selbiger und deren Erkrankung.

Die Gründe für unsere kranke Gesellschaft sind mannigfaltig. Hier könnten wir sicherlich Endlosdiskussion führen, doch was brächte es? Jeder Mensch ist ein Individuum und zieht dementsprechend unterschiedliche Menschentypen mit indivuellen Stärken und Schwächen an.

Zwar gibt es „Krankheitsbilder“ die auf viele Menschen in unserer Gesellschaft zutreffen, wie z.B. daß die Menschen immer mehr unter Streß stehen, psychosomatischen Erkrankungen mehr und mehr zunehmen, doch nicht jede Störung trifft auf eine breitere Masse zu.

Jeder kann nur sich selbst ändern. Ergo, kannst Du nur als gutes Beispiel vorausgehen und eine Vorbildfunktion einnehmen. Du bist für Deine psychosoziale, physische und mentale sowie finanzielle Gesundheit selbst verantwortlich! Dazu gehört auch, Dich gegen das was Dir nicht gut tut, abgrenzen zu können.

Was Du und andere bemängeln, kann ich sehr gut nachempfinden, auch wenn man sieht, jeder hat andere Prioritäten bei den Mängeln. :smile: Doch, und das ist jedes Menschen’s eigenes Ding, Du mußt nicht auf gleicher Ebene antworten, Du hast Wahlmöglichkeiten. Wenn Du gesünder, angemessener reagierst und agierst, gibst Du auch anderen eine Chance dazu zu lernen. :smile:

Ciao,
Romana

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

wie wahr

hallo!!

hallo

ganz einfach: weil die anonymität des internet es einem
möglich macht „dampf abzulassen“, d.h. sich ohne negative
folgen abreagieren zu können.

naja, und mal kurz ein ausgleich, ders bringt, sich größer zu fühlen, als man das im direktkontakt tagsüber praktizieren kann …illusionär, aber ganz hübsch für den moment :smile:

irgendein posting bringt das fass zum überlaufen-dann lässt
mann/frau/? seinen frust ab und kann am nächsten tag wieder
seinen mitmenschen gekünstelt anlachen.

man kanns ihnen ja abends wieder zeigen :smile:

früher gab`s duelle-die sind verboten-also sucht man sich was
anderes.

warum auch ausserhalb des internets?: hatte gestern das
„vergnügen“ die nachrichten in voller länge zu hören (antenne
bayern). es waren 5 meldungen:

  1. der mörder eines 9 jahre alten kindes hat gestanden
  2. ein mehrfacher vergewaltiger wurde verurteilt
  3. in washington wurde jemand erschossen
  4. eine massenkarambolage mit 8 toten in österreich
  5. war irgendwas „harmloses“ (wetter, stau, …)

wer kann da noch normalbleiben?

das spricht mir aus der seele - auf den punkt gebracht.

tschüss

matthias

gruß,
laura

nicht nur im Internet
Hallo Gunnar,

Ich meine, wenn jemand motzen möchte, ist das sein gutes
Recht, aber ausser im TV (in Comedy Sendungen) sehe ich in der
„realen“ WElt niemanden, der sich hinstellt und z.B. in der
Fussgängerzone Leute anpöbelt.

Dieses Phänomen scheint immer dann aufzutreten, wenn kein direkter Kontakt besteht, wenn irgendein Medium dazwischen geschaltet ist.

Zum Beispiel Autofahrer:
Wenn ich in der Fußgängerzone langsam gehe, würde dann jemand hinter mir sagen „Jetzt aber ein bißchen schneller, sonst knallt’s“ ??
Auf der Autobahn geht’s plötzlich.

Klio

Hallo Thomas!

Im Internet fehlt sozusagen die emotionale Komponente, die
beim Vis-a-vis ganz natürlich vorhanden ist.

Angesichts der heftigen Auseinandersetzungen, die schon manches Mal in w-w-w stattgefunden haben (inkl. der mit eigener Beteiligung *g*), glaube ich nicht, daß im Internet die emotionale Komponente fehlt. Nicht nur im Forum, sondern auch „hinter den Kulissen“ sind mir schon einige Male Kommunikationen aufgefallen, die ganz deutlich emotional „angereichert“ waren - sowohl positiver als auch negativer Art.

Eher würde ich an das Phänomen der Selbstüberschätzung denken.
Die Betreffenden haben einerseits in der Realität kein
Korrelat und glauben nun andererseits, sich im Internet
austoben zu dürfen.

Das ist gut gesagt.

Freundliche Grüße,

Oliver

Hi
Ich mache ab und an Pharma-Tests. In der ausführenden Fa steht den Probanden (an die 100 wenn es voll ist) ein Computerraum mit Internetzugang zur Postbearbeitung etc zur Verfügung. Ich würde das Probanden-Volk in etwa 40% Studenten jeglicher Fachrichtung, 40% ältere normalos aller Schichten und 20% A- oder Dissoziale, die aus irgendwelchen Gründen als Menschenmaterial genommen werden. Wenn dieses Pack sich in prollenden Grüppchen an einem oder mehreren Rechnern befindet, wird klar was Gunnar meint. Internet ist für die: Titten, Vo…, Abartige Bilder gucken, Kommentare „boah, wat is die hässlich, also, alle vergasen diese Abartigen“ wobei sie nicht etwa sich selbst meinen, nein, die auf den von ihnen begafften Abbildungen sind gemeint. Hirnamputierte, cerebral entkernte oder Hirntote? Meist können sie noch nichtmal ihren eigenen Namen schreiben und die Uhr lesen. Ihr 2tes Lieblingshobby ist in Chatrooms andere Chatteilnehmer zu beschimpfen „eij, eij schreeeeeibbb mmal, >ich wüll düsch függeln, tu zau“ höööhöhöhö[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo

Angesichts der heftigen Auseinandersetzungen, die schon
manches Mal in w-w-w stattgefunden haben (inkl. der mit
eigener Beteiligung *g*), glaube ich nicht, daß im Internet
die emotionale Komponente fehlt.

Richtig. Es wird nur mangels visueller Übertragung der Emotion unglaublich viel MISSverstanden, falsch interpretiert und entsprechend fehlbeantwortet :smile:
Davon abgesehen, manche emfinden es schon als beleidigend, wenn sich ein MIEStipper kurz fasst… einfach um Zeit zu sparen.

HH

Hallo Helge,

bis auf die Nichterfüllung der Auflagen für die Tests und eventuell stattgefundenen Kinder- oder Tierpornografie-Vorfälle habe ich nichts gegen solche Prolls, insbesondere nicht wenn sie das Internet bevölkern. Sie kaufen PCs, konsumieren Internetseiten und bezahlen (direkt oder indirekt) den weiteren Ausbau des Netzes und die Weiterentwicklng von Hardware. Dadurch wird es für uns alle billiger.
Natürlich sind diese Leute unangenehm, aber sie werden sowieso nicht die gleichen Kommunikationskanäle nutzen wie ich, zumindest nicht lange: entweder wirds ihnen zu „langweilig“, oder ich suche mir ein anderes Forum.

Wenn Du Dich des öfteren mit solchen Leuten in real herumschlagen musst, hast Du aber mein ehrliches Mitleid.

Menschenmaterial

Für diesen Begriff habe ich aber kein Verständnis! Da Du zweimal in deinem Posting Menschen mit Material bezeichnest, scheidet die Möglichkeit aus, dass Du einfach nicht nachgedacht hast, was das impliziert. Ich hoffe Du wirst in der Gruppe des „Materials“ bleiben und nie zum Durchführenden solcher Tests werden.

Peace,
Kevin.

Hallo Gunnar,

obwohl ich auch nur Leihe bin, möchte ich Dir trotzdem antworten.
Ich hoffe, dass Du mich nicht schon zu den Leuten zählst, die nicht auf den Inhalt eingehen, denn Du wünschst Dir ja eine Erfahrenen- Meinung.??

Da ich nicht von Erster Stunde an dabei bin, kann ich nicht beurteilen, wie die Entwicklung im Internet ist. Aber für mich ist im Allgemeinen eines auffällig: Die Menschen sehen die negativen Dinge, die negativen Entwicklungen in unserer Gesellschaft mit einer ganz besonderen Vorliebe.
Ich bin häufig längere Zeit in Spanien und in Griechenland. Im Gegensatz zu den Eindrücken, die ich dort bekomme, scheint der Deutsche es zu lieben, über jeden und alles zu motzen. Die teilweise primitive Ausdrucksweise einiger nicht sonderlich gebildeter Leute wird durch die Medien, wie BLÖD- Zeitung und RTL- Talkshows munter vorangetrieben.
Der Deutsche liebt es meinen Eindrücken nach auch, Positives zu unterschlagen, schwarz zu sehen, oder positive Entwicklungen schlecht zu reden. Ihm fehlt die Objektivität, der Blick für die Realität.

Ein schönes Beispiel ist eine Umfrage unter einer Großstadtbevölkerung zur Kriminalität.
Eine große Anzahl von Leuten fühlt sich auf der Strasse nicht mehr sicher. Sie beklagen sich über zunehmende Kriminalität und fordern hartes Durchgreifen der Polizei.
Die Kriminalität in dieser Stadt ist tatsächlich seit vier Jahren rückläufig. Die selbe Umfrage hat vor drei Jahren, also als die Kriminalität noch höher lag ergeben, dass die Leute sich in einer wesentlich geringeren Prozentzahl nicht sicher fühlten.

Die Umgangsformen in Deutschland sind mit Spanien, Griechenland und vielen anderen Nationen verglichen, einfach schlecht.

So wie wir uns in diesem Land täglich begegnen, dass ist für mich nahezu erschreckend. „Guten Tag, wie geht es? Mir geht es gut“
Ich glaube 90% der Roboterköpfe (ich meine uns Menschen) haben es so gespeichert.
Habe hier 2 Jahre in einem großen Unternehmen gearbeitet, von 10 Leuten, die morgens mein Büro betraten, wohlbemerkt mein Büro, halten es 8 für nicht nötig überhaupt zu grüßen. Intelligente Menschen, keineswegs Primitivlinge. Menschen aus gutem Hause, die doch Umgangsformen kennen sollten. Nein, es sind nicht nur die Prolls.

Hier wird gesiezt, um möglichst sofort einen gewissen Abstand zu halten. Bloß`nicht zu nah an andere herankommen. Die sollen ihr Ding gefälligst alleine machen. Jeder schaut nur bis zu seinem Gartenzaun. Grenzen werden genaustens eingehalten.
Wer nicht bereit ist, an dem Leben Andere teilzuhaben, wird auch wenig positives erfahren. Die eigene, einsame Welt hat ja auch nicht viel zu bieten.

Ich erlebe einen Großteil der Menschen in diesem Land als Kopfmaschinen, die unabhängig vom Rest ihres Körpers, agieren. Menschliche Gefühle werden nicht zugelassen, dazu hat man keine Zeit und wenn sie doch auftauchen, werden sie mit Medikamenten abgeschaltet. Gefühle werden nicht gebraucht, sie machen das Leben nur unnötig schwer.
Der Deutsche lebt nach den Regeln die sein Cheffe inne Fierma aufstellt: Sei pünktlich und fleißig und opfere Dein Leben für die Firma. So erlebe ich es. Er lebt mehr für den Chef, von Angst getrieben seinen Job verlieren zu können, als für den Ehepartner. Da ist ja auch wenig Zeit für Nettigkeiten, für Umgangsformen, für Zwischenmenschliches.
Die Sehnsucht danach, auch einmal gestreichelt zu werden, etwas positives zu erfahren, geliebt zu werden, besteht aber im Unterbewusstsein. Es ist das Grundbedürfnis des Menschen.
Dieses Grundbedürfnis wird in diesem Land imho nicht, oder nur in sehr geringem Maße, erfüllt. Wer es also nicht erfährt und kennenlernt, wird es selber auch nicht weitergeben können. So einfach ist meine Erklärung.

Eltern erziehen ihre Kinder nicht mehr. Sie haben keine Zeit. Sie müssen arbeiten. Der Staat sorgt dafür, dass die Mütter arbeiten gehen können. Wir geben unsere Kinder ab. Zur Betreuung. Keine Zeit für Kinder. Geld verdienen. Wie sollen Kinder ausreichend gestreichelt und geliebt werden, wenn keiner Zeit hat??

Die Deutschen haben eine ungewöhnliche Neigung in ihren Mitmenschen immer zuerst das zu sehen, was unangenehm auffällt. Sie sehen die guten Eigenschaften weder bei sich selbst, noch bei Ihren Mitmenschen. Das macht sie misstrauisch, ängstlich, verschlossen.

Daher befürworte ich die Stimmen, die hier sagen: Lebe es vor, in Vorbildfunktion, so wie man in den Wald reinruft…

Mein Fazit ist simpel: wer das Einfachste Grundbedürfnis nicht erfüllt bekommt, für den ist es kein Kunststück zu motzen, schwarz zu malen, runterzureden.
Wer die einfachsten Regeln menschlichen Zusammenkommens nicht erfährt und nicht erlernt, muss ganz einfach schlechte Umgangsformen haben.
Es ist sehr EINFACH alles, oder jeden schlecht zu machen, es ist eine KUNST andere Menschen zu loben, sie zu streicheln, sie zu respektieren und zu lieben.

Dort, wo viele Menschen zusammenkommen, sei es in einem großen Unternehmen, auf einer Versammlung, oder beispielsweise in irgendeiner Form im Internet, hält man sich mit Vorliebe an das, was man kennt, im täglichen Leben vorgelebt bekommt.

So einfach ist das. (Für mich)

Liebe Grüße!!

Frank