Sohn, der seine Mutter verstehen will?!

Hallo Gemeinde!

Mir stellt sich, da gerade Wochende gewesen ist, die Frage nach dem Verhalten meiner Mutter.
Ich bin 2.Geborender. Normal und sehr liebevoll aufgewachsen. Einen normalen und nicht sehr spektakulären SChulweg und Bildung zu DDR Zeiten. Relativ gute Noten in der Schule. Mal ne 3 in Mathe etc. mal den Eintrag ins Muttiheftchen uns sowas halt. Ich hatte einen relativ großen Bekannten/Freundeskreis.
Ich wurde respektiert und geachtet und ebenso freundlich angenommen wie ich es rückgegeben habe.
Meiner Mutter habe ich bis zu einem gewissen Zeitpunkt alles gesagt. War auch nicht weiter schlimm.
Mein Bruder leider durch körperliche Handycaps immer umsorgt und häufig im Krankenhaus (als kleines Junge bis zur 5.Klasse) wurde von meiner Mutter umsorgt. Sie Krankenschwester, später dann Dipl. und dann Lehrerin an einer Beruffachschule für Kinderkrankenschwestern. Sehr strebsam, keine Mühen gescheut und eigentlich die tollste Mutter die ich mir vorstellen kann.
Dann zogen wir innerhalb der Stadt um und ich kam in eine andere Schule, auf die auch mein Bruder ging. Leider war das Niveau der Klasse und der SChule, nicht der Bringer und so hatte ich, ohne mein zutun eigentlich immer Einsen und Zweien.
Dann gings auf Gymnasium. Angeregt durch meine Mutter.
Nun das Niveau dort war völlig anders und ich hatte zu knabbern. Blieb allerdings auch wegen 3 Fünfen sitzen.
Allerdings erfuhr meine Mutter recht spät von meinen schlechten Noten. Sie setzte sich hin und lernte mit mir. Was ich toll fand. Bis auf die 2 -3 Ohrfeigen, wegen meinem Problem die Mathematik zu verstehen. Nun gut, ich wiederholte das Jahr (9.Klasse). Ich hatte große Probleme wirklich intergriert zu werden, als ich auf das Gymnasium kam. In der zurückgestuften neuen Klasse, fiel mir das schon leichter und ich hatte viele Freunde etc.
Meine Leistungen waren nicht berauschend und ich hatte letztlich auch wieder ne 5 aufm Zeugnis. Aber kam dennoch durch. Und hatte niewieder eine Fünf auf dem Zeugnis. Machte Nachhilfe in Englisch.Heute sprechen 95% am Tag Englisch (nie gedacht).
Meine Mutter versuchte natürlich Einfluß auf emine Art des Lernens zu nehmen. So wurden dann IHRE Methoden angewand, die mir nur in wenigen Dingen weitergeholfen hatten. So lernte ich mal für eine Geschichtsklausur. Ich las Bücher sammelte Hintergrundwissen, ich wollte verstehen warum und wieso und weshalb das alles so kam wie es gekommen ist. Meine Mutter legte ich dann treu brav meine Aufzeichungen vor. Ein paar Mintuten später hatte ich ein ca. 14 Seitiges Memorandum vor mir liegen, welches ich AUSWENDIG zu lernen hatte, WORT für WORT.
Ich stopfte mein Kopf mit Texten zu die mir in der Arbeit nichts genützt hatten, da letztlich die Fakten gefehlt haben.
Ich konnte den Text meiner Mutter auswenig(!), aber ein Datum konnte ich nicht hinschreiben. Die Lehrerin meinte, das sei die schlechteste Arbeit gewesen. Da Elterntag war, erfuhr natürlich meine Mutter auch davon.
Ich versuchte immer meinen eigene Lernstil zu finden und hatte ja auch irgendwie Erfolg, denn meine Noten wurden besser.
Mutter versuchte dennoch immer irgendwie Einfluß zu nehmen, was von mir auch gerne mal abgeblockt wurde, da die Geschichtsarbeit nur EIN Beispiel war.
Privat, ging es eigentlich recht gut mit Ihr, meinen Liebeskummer und so verbarg ich, auch wenn das vor Müttern eigentlich unmöglich ist. Ich hatte Geheimnise noch und nöcher, über Dinge die halt nur mich was angingen. Meine Mutter war da nicht verlegen, einen offensichtlichen Brief von einer Freundin mal eben beim Sauber machen zu lesen. Kommentare über meine Freunde ware sowieso gang und gebe, aber das ist wohl normal.
Nun gut, ich hatte eine recht typische Pupertäre Entwicklung ohne gravierende Konflikte mit meiner Mutter oder meinem Vater.
Ich bestand das Abi mit einer nicht besonders tollen 3 aber ich war Stolz wie Oskar.
Nach ein paar vergeblichen Bewerbungsversuchen und dem Drängen mütterlicherseits einen Bürojob anzunehmen, bekam ich einen Job, als (das war mein Wunsch,zumindest die Richtung) als Physiklaborant.
Meine Mutter kontrollierte meine Bewerbungen, es war eigentlich immer so, daß die Sachen die ich reingeschrieben habe und völlig korrekt waren, immer rausgestrichen wurden und letztlich sowieso nur IHRE die richtige war. Mag sein, daß man es erst mitbekommt, wenn man versucht seine eigenen Persönlichkeit einzubringen, daß Sie immer nur einen Weg sah und der der einzig richtige sein mußte…-IHR Weg. Egal wo, sei es beim Lernen, bei Jobsuche oder recht persönlichen Dingen. Sie hätte mir ja sogar die Liebesbriefe diktiert, wenn sie gekonnt hätte.
Und somit ware Kollisionen nicht mehr zu vermeiden. Ich hatte meine Ausbildung, die Ihren Vorstellungen überhaupt nicht entsprachen, mein Vater war mehr als happy und Stolz. Diese fand z.T . in einem anderen Bundesland statt, wo man eben Zimmer suchen mußte und auf eigenen Beinen stehen mußte. Es gelang mir, als ob ich es schon immer gemacht hatte.
Auch an der dortigen Schule gab es Problem bei den Noten, da Mathe und Physik ja nun doch irgendwie korrelierten. Aber es war nie so, daß man sich dafür schämen mußte. Und immer mehr merkte ich, wie ich in den Augen meiner Mutter als „Versager“ da stand. Es wurde alles vorgeschrieben, die einfachsten Handgriffe, wurden „diktiert“ (Eierkochen z.B. wie ich nun wann den Löffel zu halten habe oder so was), peinliche Vorfälle, wie im Kaufhaus dazwischen reden und einem das Wort abschneiden um letztlich den selbes Text zu bringen. Halt alles solche Zeichen, für: er kann das nicht, der macht das falsch, der hat keine Ahnung. Gewisse Seitenhieben gab auch für die anderen meiner Familie.
Es gab nach wie vor nur IHREN Weg als den einzig Richtigen.
Irgendwann zog ich mit meiner Freundin aus. Und komme sehr gut alleine zurecht.
Aber auch hier darf ich mir in gewissen häufigen Abständen irgendetwas von meiner Mutter anhören. Und wenns nur die Entscheidung ist einen ollen Kleiderschrank zu verschrotten. Oder die Wahl meines Bettes etc. Meine Freundin bekommt das natürlich mit und ist selbst auch mit dran. Ich habe über die ganzen Jahren irgendwann begriffen (oder begreifen müssen), daß man Luft auch noch sinnvoller einsetzen kann, als sich zu Zoffen und ständig zu wiedersprechen und das gerade eben bei einer Person, welche nicht zurücknehmen kann. Mein Vater, dem ich doch recht ähnlich bin, praktiziert genau die Gleiche Lebenseinstellung und sagt nichts mehr und ist wie ich passiv. Ich lebe eher nach dem Prinzip (nur bezogen auf Mutters Attacken) „laß sie doch reden, ich habe mein Leben, mein Vorstellungen und ich komme gut klar und alles was ich mache ist MEINE Entscheidung“
Und dennoch nerven diese Kommentare und eben das Wissen um das was dahinter zu stecken scheint. Denn wer will schon als Versager von der eigenen Mutter abgestempelt werden? Wenn man auf eine Spitze reagiert und zurück schießt oder mit BESTIMMTEN aber nie respektlosen Ton antwortet und seinen Standpunkt klar macht, reagiert Sie eigenschnappt und ist angesäuert. Das hält dann ca. einen Tag oder ne Woche und dann geht mit dem selben Thema wieder los. Mein Bruder (eher nach ihr geraten) ist durch sein Handycap doch recht stark an sie gebunden, allerdings läßt er sich nichts sagen oder vorschreiben! Er schießt zurück, das die Schwarte kracht und DAS wirkt dann. Er hatte eine Ausbildung, dann das Abi auf dem Kolleg und jetzt studiert er mit großem Erfolg.
Meine Mutter sagt zu seinem Werdegang nichts, das ist genau das was sie sich vorgestellt hatte für ihn.

Nur was kann man tun, damit diese Spitzen aufhören? Warum macht sie sowas? Worin liegt diese Verhalten begründet?

Es geht mir einfach auf den Nerv. Auch wenn ich es mir Äußerlich nicht anmerken lassen und ich ein paar Spitzen von meiner Freundin bekomme, warum ich immer so passiv bin und mir das gefallen lasse. Ich sehe nicht den Erfolg dabei, sie ändert sich nicht…

Vielleicht habt ihr auch sowas erlebt und erklärt mir wie ihr damit umgeht.

Gruß und Danke
Frank

die Beziehung hat sich verändert
Hallo Frank,

weil mir das bekannt vorkommt, antworte ich darauf:
Es hat eine Zeit gegeben, da hat sich Eure Mutter um Euch Kinder kümmern müssen und wollen, vielleicht mehr als Euch allen (einschl. Mutter) gut getan hat.
Nun kommt sie von Ihrer Kümmerschiene nicht mehr weg, und Du hast Dich weiterentwickelt, und bist nun in jeder Hinsicht ein Erwachsener, mit einem Recht auf Eigenständigkeiten und den dazugehörigen Geheimnissen (Intimität). Weil Du aber Deiner Mutter sehr dankbar für ihre Anteilnahme bist, und sie von Herzen magst, tut es Dir leid, sie zeitweise mit ihrer „Anteilnahme“ wegzuschieben. Sie muß das Gefühl haben, abgeschoben zu werden. Und Du hast den Eindruck, nachdem sie ihren Dienst tat, ihr ein Gefühl von Überflüssigkeit zu vermitteln.
Die ganze Familie muß lernen, mit der veränderten Situation klarzukommen. Sprich, die Bande zwischen Euch ist genauso fest wie eh und je, Blut ist dicker als Wasser, Familie kann man immer brauchen, egal wie alt man ist. Aber die Aufgaben haben sich verändert, allein schon durch ihre Intensität.

Du mußt jetzt für Dich selbst gerade stehen, Bauchlandungen machen, mit Ärger klarkommen, Dich am eigenen Zopf hochziehen. Und Deine Mutter hat gefälligst sich da rauszuhalten, schon allein, weil sie sich das selbst schuldig ist. Sie hat bestimmt genug Aufgaben, die sie erfreuen oder ärgern.
Aber man kann trotzdem füreinander dasein, die Sorgen des anderen anhören, mitleiden, Mut machen, trösten, ablenken - alles was man als nahestehender Mitmensch für den anderen tun kann. Und das ist manchmal mehr, als ein Freund für einen tun würde.

Ich würde Deiner Mutter gegenüber offen sein, und ihr mitteilen, was Du von ihr wünschst. Zur Not braucht es ein wenig Funkstille zwischen Euch, so dass Ihr dann erst wieder zusammenkommt, wenn Ihr Euch wirklich braucht.
Sie muß sich abnabeln, und Du solltest Dich von den heißgeliebten schlechten Gewissen verabschieden. Wer auch immer von Euch dieses Ziel anstrebt, wird es im Laufe der Zeit und mit viel Geduld auch erreichen.

viele Grüße
Claudia

Hallo Frank.
Meine Beziehung zu meiner Mutter ist auch problematisch, wenn auch ein wenig in anderer Richtung. Aber so, dass ich immer darüber nachgedacht habe, ob man das nicht mal professionell aufarbeiten muss. Meine Schwestern und sind und waren immer nach kürzester Zeit bei Gesprächen auf dem Thema „Mutter“. Meine Mutter hat sich nicht so wie deine in meine Schulausbildung ( da hatte ich keine wesentlichen Probleme ) eingemischt, dafür umso mehr in mein Privatleben. Das betraf in erster Linie Kleidung und Freunde,Partys und Hobbies. Ich war immer Außenseiter, weil meine Kleidung nie der Mode entsprach, weil ich nie auf oder in Discos durfte, weil ich kaum Freunde nach hause einladen durfte.
Im Laufe meines Lebens habe ich genauso eine Einstellung wie du entwickelt: Lass sie reden, du änderst sie nicht mehr. Es tut mir jetzt weh, dass meine Kinder keine Beziehung zur ihr entwickeln, weil sie halt immer alles besser weiß und niemanden zum Zuge kommen lässt. Sie verteidigt in Diskussionen noch Dinge, von denen ich weiß, dass sie sie eigentlich blöd findet. Meine Schwestern haben streckenweise versucht, sie in gewissen Dinge ( z.B. Kindererziehung ) zur Einsicht zu bringen - ohne wirklichen Erfolg. Ab einem bestimmten Alter, sie ist jetzt 74, hilft alles sowieso nicht mehr. Aber schade finde ich, dass die Beziehung Mutter-Kind auf die Dauer so leidet, aber ich sehe wenig Chancen, das zu ändern.
Du bist da mit diesem Problem nicht allein.
Mein Vater reagierte immer übrigens genauso wie deiner. Bei Problemen verschwand er in seinem Zimmer, bis die Luft wieder rein war.
Gruß
R.

Mutterbeziehung
Hallo Rabchen,

bis vor einigen Jahren war die Beziehung zu meiner Mutter so unerträglich, dass ich ihr einen ziemlich zornigen Brief geschrieben habe. Ich habe sie wahrscheinlich damit gekränkt, und es ging mir nicht gut danach (kann also diese Methode nicht weiterempfehlen :smile:, aber sie verhielt sich nach einigen Monaten Wiedersehen anders. Es müssen meine Vorwürfe wie ein Schuß vorm Bug gewesen sein, so dass sie ihr Fahrwasser änderte.
Ihre Marotten hat sie nicht abgelegt, aber sie sind weniger massiv geworden. Vielleicht hat sie auch mit einer Freundin darüber geredet, ich weiß es nicht, und ich bin auch froh, dass ich nicht alles von ihrem Leben weiß.
Mittlerweile bekommen wir diese Nähe/Distanzspielereien immer besser hin. Gott-sei´s-betrommelt-beflötet.
Mein Fazit: im nachhinein bin ich über diesen Brief froh, er war immer noch besser, als gar nichts zu tun, und sich mit der Mutter herumzuplagen, die mir alles andere als unwichtig ist.

viele Grüße
Claudia

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Hallo, Claudia und Rabchen,
dass das nicht nur Töchtern, sondern auch Söhnen so ähnlich geht beweist je das Posting des Fragers.
Mir ging es ähnlich. Meine Mutter maßte sich an, rigoros in die Haushaltsführung meiner Frau hineinzubestimmen, meine Lebensführung und meine Ehe managen zu wollen. Das führte z.T. zu sehr unerfreulichen Szenen, Einsicht war nicht zu erwarten und mit keinen Mitteln zu erzielen. Als sie dann auch noch die Kindererziehung bestimmen wollte, war das Maß übervoll. Ich verbot ihr kurzerhand das Haus und brach jeglichen Umgang mit ihr ab. Nach Jahren ohne irgendeinen Kontakt kam es dann wieder zu einer vorsichtigen Annäherung, die sich heute in einem losen Distanzkontakt (telefonisch, brieflich) verfestigt hat.
Bedauerlich, aber es scheint in dieser Form die einzige Möglichkeit zu bestehen miteinander konfliktfrei umzugehen.
Unserem Frager möchte ich auch zu größerer Distanz raten. Abstand ist offenbar das einzige, das diesen Konflikt in Grenzen halten kann. Wie weit man diesen Abstand wählt, ist sicher in jedem Fall unterschiedlich. So rigoros wie in meinem Fall ist es sicherlich nicht notwendig.
Grüße
Eckard.

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Danker erstmal an alle die mit mir fühlen…

Hallo!

Es ist ja nicht unbedingt so, daß ich ihr vor den Bug schießen will, obwohl es schienbar kein anderen Weg gibt.
Ich habe das schon ein paar mal gemacht, aber geändert hat sich nichts.
Der Auslöser war eigentlich dieses Wochende, wo ich von der Arbeit erzählte. Und da ich in der wissentschaftl. Physik arbeite und mein Chef und guter Kollege seinen Habil. gemacht hat, erzählte ich von dieser Vorlesung, das ich erstaunt war wer alles gekommen ist u.s.w.
Da kam dann der Spruch (nicht zum ersten mal):"… und das hast Du verstanden?"; „warst sicher nur aus Solidarität und zum RAUMFÜLLEN da…!“ Naja sowas halt, wo man, ohne sich groß in der Sprache der Diplomatie auskennen zu müssen, mit einem solchen Hammer abfinden muß und gesagt bekommt, das man bescheuert ist und nichts zu wege bringt. Meinen Job habe ich wie schon die 2 davor auch nur durch „Beziehungen“ bekommen.
Was absolut nicht stimmt! Das ich die Experimente die er vorgeführt hatte mit organisiert habe etc. (ich bin sein ,vorsichtig ausgedrückt,„Assistent“)ist für meine Mutter undenkbar.
Sie wurde in ihrer Lehre mal von einem Dr. oder Prof. zusammengeschissen und kann sich nicht vorstellen das ich beklopter Sohn, jetzt enger mit denen zusammenarbeitet als sie es jemals geschafft hat. Auch so die Frage des „Du´tsen“ der Chefs ist bei ihr ein unvorstellbars Ding, und mir wird immer gesagt, das man das nicht macht. ABer es ist ganz einfach unhöflich es auszuschlagen, wenn es von einem derer kommt.
Oder meine Freunde vom Gymnasium. Waren alles irgendwie Leute die sehr viel besser waren im Notendurchschnitt als ich. Nur das hatte meine Mutter interessiert. Persönlichkeit, Charakter Wesenszüge alles Nebensache, hauptsache die Note stimmt, wobei sie sich dabei immer wiedersprach. Ich machte dießbezüglich keinerlei Unterschiede, aber hing ich mit Leuten rum, die meine Noten hatten, war das nicht gut blabla…hing ich aber mit den anderen rum (also die mit Einsen etc.; die die Mehrheit darstellten) kam gerne mal der Spruch: „Und die akzeptieren dich?“
Da fragt man sich schon wo man sich einzuordenen hat.

Und so geht das weiter…
Meine Arbeit, die mir viel bedeutet, meine Interessen, meine Umwelt.
Mein Bruder und mein Vater stehen hinter mir, aber sind auch machtlos.
Auch das Thema Bugschuß, ist so eine SAche, denn dann fahren die Mütter Ihren Speicher an und erinnern sich an Sachen die man mal getan hat, von denen weiß man selbst nicht mal mehr etwas.
Was mich eben auch „bedrückt“ ist, daß ich vor meiner Freundin stehe und nicht weiß wie ich ihr meine Passivität erklären soll. Es ist ja eigentlich „Resignation“, aber ich kann ihr auch nicht begreiflich machen das ständiges Reden und Dauerfeuer nichts bringt, und damit ja letztlich die „Lektion“ die meine Mutter endlich verstehen soll, nur auf eine Art „Jahrhundertkonflikt“ hinausläuft.Und das ist nun auch nicht das was ich will…
Eine KLärung und gut ist und nicht jedesmal wenn wir da sind, immer und immer wieder diese Sache rausholen und schlechte Stimmung machen. Soll dabei nicht heißen, daß ich kneifen will ihr vor den Bug zu schießen, aber ich sehe das als letzten Weg.

Gruß und danke für euer Verständnis
Frank

Hallo Frank!!

Das ist ein ziemlich hartzukauendes Brot, diese Situation!
Aber ich denke, die Beziehungen innerhalb deiner Familie spiegelt auch die vieler Menschen wieder.
Du bist also Gottseidank nicht alleine!!!

Nun aber zu deinem Problem!
Das deine Mutter eine sehr dominante Person ist, muß ich glaube ich nicht mehr schreiben.
Da dein Bruder durch sein handycap sehr stark hilfebedürftig ist, hat sie vielleicht auch auf dich übertragen, weil sie zwischen ihren Kindern vielleicht nicht so sehr unterscheidet, was ihre Aufmerksamkeit für euch beide angeht!

Allerdings sehe ich auch einen ganz heftigen Trieb in ihrem Verhalten, alls kontrollieren zu wollen, und da fängt genau das an, was du machen mußt in dieser Situation, nämlich das ganze zu unterbinden, in dem du ihr ganz klar und unmißverständlich zu verstehen gibst, wo die Grenzen liegen! Anders wirst du warscheilnlich keine Chance haben.

Wie vor mir auch schon einige geantwortet haben, denke ich, dass so eine keine Einschränkung des Kontaktes auch ganz hilfreich seinen würde…

Was ich allerdings sehr bemerkenswert finde ist, dass du nicht unselbstständig geworden bist, denn solch ein mütterliches verhalten führt meist dazu!
Und die Mütter bringend ann solche Argumente:" Ich will doch nur dein bestes"
Was sie aber nicht bedenken dabei ist, dass die eigenen Kinder auch ihre eigenen Wege finden müssen.
Sonst sind sie nicht lebensfähig.

Und diese Situationen sind von vielen Eltern, Mütter oder Vätern unbewußt gewollt, damit sie ihre Kinder an sich binden können, für immer, damit die Kinder nicht groß werden, und nicht weggehen, die Eltern nicht verlassen!

Ein weiträumiges Problem!!
Deine freundin hat Recht damit, dass du dich dagegen endlich wehren sollst.
Hol dir deinen Freiraum, so wie es dein Bruder macht!!!

Ich hoffe, ich habe dir ein wenig geholfen!

Tschüssle
Pia

Schlechtes Gewissen!!
Hallo nochmal!!

Sie wurde in ihrer Lehre mal von einem Dr. oder Prof.
zusammengeschissen und kann sich nicht vorstellen das ich
beklopter Sohn, jetzt enger mit denen zusammenarbeitet als sie
es jemals geschafft hat.

Das ist aber ihr Problem und nicht deines!
Wenn sie versucht dir ds mies zu machen, würd ich ihr mal nen Elfer verpassen.
Allerdings zeigt das auch, dass sie versucht, dich von denen vernzuhalten, oder/und eben es dir nicht gönnt,weil du etwas geschafft hast, was sie sich vielleicht immer erträumt hat.

Auch das Thema Bugschuß, ist so eine SAche, denn dann fahren
die Mütter Ihren Speicher an und erinnern sich an Sachen die
man mal getan hat, von denen weiß man selbst nicht mal mehr
etwas.

Sachen die Vergangen sind, zählen nicht mehr als Druckmittel, und das solltest du dir immer wieder vor Augen halten!Du bist ihr nichts Schuldig!!!Und wenndu das begriffen hast, kann sie dich nicht mehr erpressen mit irgendwelchen Situationen, die sie aus der Versenkung holt. Und ein Schlechtes Gewissen wird von Müttern sehr sehr gerne als Druckmittel und als Einschleichgang benutzt! Deshalb, immer schön abschalten!!

Was mich eben auch „bedrückt“ ist, daß ich vor meiner Freundin
stehe und nicht weiß wie ich ihr meine Passivität erklären
soll. Es ist ja eigentlich „Resignation“, aber ich kann ihr
auch nicht begreiflich machen das ständiges Reden und
Dauerfeuer nichts bringt, und damit ja letztlich die „Lektion“
die meine Mutter endlich verstehen soll, nur auf eine Art
„Jahrhundertkonflikt“ hinausläuft.

Eben genau das ist nicht der Punkt!!!
Es geht darum, dass du dich wehrst und ihr mal zeigst, dass sie dich falsch einschätztund sie dich endlich mal mit anderen Augen betrachten muß!!!
Es geht nicht darum, einen Jahrhundertkonflikt anzuzetteln!!! Was sie letztendlich mit deiner Reaktion anfängt, das ist ihr Problem!
Aber du mußt dich endlich wehren, irgendwo den Anfang machen! Sonst kommst du da erstens nicht raus und zweitens immeriweder in solche Situationen, wo du dich wehren sollst!!

Es wird warscheinlich keinen anderen Weg geben, es sei denn du findest bei ihr eine wunde Stelle, wo du mit ihr ein Gespräch anfängst!
Oder du schaffst es ohne den Wunden Punkt und versuchst es in Ruhe!

Grüßle
Pia

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leben und leben lassen
Hallo Frank,

dein Thema ist mir teilweise persönlich, teilweise aus dem Freundeskreis bekannt.

Es ist ja nicht unbedingt so, daß ich ihr vor den Bug schießen
will, obwohl es schienbar kein anderen Weg gibt.
Ich habe das schon ein paar mal gemacht, aber geändert hat
sich nichts.

Meine Meinung ist, dass es seltenst eine endgültige Lösung gibt. Deine Mutter wird sichwahrscheinlich nicht mehr gross charakterlich ändern. Soll heissen, die Spitze kommen immer wieder, die frage ist nur, wie oft und wann:
bei jedem Gespräch
einmal im Quartal oder
wenn sie mal ein Glas Wein getrunken hat.

Was absolut nicht stimmt! Das ich die Experimente die er
vorgeführt hatte mit organisiert habe etc. (ich bin sein
,vorsichtig ausgedrückt,„Assistent“)ist für meine Mutter
undenkbar.

Ja, die techn. Asistenten können die Seele vom Institut sein.

Auch so die Frage des „Du´tsen“ der Chefs ist bei ihr ein
unvorstellbars Ding, und mir wird immer gesagt, das man das
nicht macht. ABer es ist ganz einfach unhöflich es
auszuschlagen, wenn es von einem derer kommt.

Richtig und bedenke (zugunsten deiner Mutter), dass es in der DDR sehr patriarchalisch/hierarchierorientiert zuging, dies galt sowohl am Arbeitsplatz als auch im Schulhof. Sie scheint nach der Wende nicht wieder Tritt gefasst zu haben ?

Und so geht das weiter…
Meine Arbeit, die mir viel bedeutet, meine Interessen, meine
Umwelt.
Mein Bruder und mein Vater stehen hinter mir, aber sind auch
machtlos.

Ganz wichtig: Lebe dein eigenes Leben. So wie ich dein Posting verstanden habe, tust Du dies. Pflege die Beziehungen zu jedem Familienmitglied einzeln.

Auch das Thema Bugschuß, ist so eine SAche, denn dann fahren
die Mütter Ihren Speicher an und erinnern sich an Sachen die
man mal getan hat, von denen weiß man selbst nicht mal mehr
etwas.

Analysiere ml die Situationen. Dies dürfte auf drei-vier Themen betreffen: Freundin, Arbeit, (Wohnung) mit einigen wenigen Variationen. Probe für jedes Thema eine Antwort/Reaktion (am besten mit deiner Freundin zusammen). Diese schiesst Du ab, wenn Sie damit anfängt. Dies kann von einer Reaktion auf eine Floskel (Ich mich ja nicht einmischen, aber- (scharf) Dann tu es nicht!) über das demonstrative Ignorieren (während Sie spricht, deine Freundin nach der Uhrzeit fragen), den Raum verlassen bis hin zum Wohnung verlassen (v.a. bei Angriff auf Freundin) mit anschliessender Kontaktsperre bis zur Entschuldigung reichen.
Wenn Sie vom Trip runter ist, Ihr jeweils dass Verhalten (in Standartsätzen) erklären (Ich lasse meine Freundin nicht beleidigen, deshalb ziehe ich mich zurück.)

Was mich eben auch „bedrückt“ ist, daß ich vor meiner Freundin
stehe und nicht weiß wie ich ihr meine Passivität erklären
soll.

Sie kennt anscheinend so eine Situation nicht oder sie will durch die Wand.

Es ist ja eigentlich „Resignation“, aber ich kann ihr
auch nicht begreiflich machen das ständiges Reden und
Dauerfeuer nichts bringt, und damit ja letztlich die „Lektion“
die meine Mutter endlich verstehen soll, nur auf eine Art
„Jahrhundertkonflikt“ hinausläuft.Und das ist nun auch nicht
das was ich will…

Eben, solange es im Rahmen bleibt, sollte man die Kontakte pflegen. Abstinenz kann die Qualität der Kontakte verbessern.

Tschuess Marco.

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