Ohne bestimmten Titel

Hallo liebe wer- weiß- was- ler,

ich weiß nicht wer sich an das erinnert was ich vor einiger Zeit schrieb. Ich schrieb, dass ich so traurig bin, ich habe einen guten Freund der bald an einer Krankheit sterben wird. Er hat PLM, das ist eine Krankheit wie Kreuzfeld Jakob, nur trifft es meistens den HIV-Postiven. Leider ist er so ungefähr 300 km von meinem Wohnort in ein Sterbehospiz gekommen. Ich kann ihn selten besuchen, aber dafür telefonieren wir oft. Er ist schon so verwirrt, dass er mich manchmal nicht erkennt, er kann auch kaum laufen und er lallt beim sprechen. Ich kann kaum verstehen was er sagt. Das Schlimme an der ganzen Sache ist jetzt, dass er wohl das Haus unbemerkt verlassen hat und seit über 2 Tagen und Nächte verschwunden ist. Die Kripo hat sich eingeschaltet, ich telefoniere schon den ganzen Tag mit ihnen, wir spekulieren und beraten, man denkt, er wolle vielleicht zu mir, weil er doch so Heimweh hat, aber der Arzt von meinem Freund sagte, er wäre nicht fähig eine Stufe des Zuges zu besteigen. Er hat sich sicher verirrt und kann sich nicht artikulieren, laufen kann er auch kaum. Ich bin so verzweifelt bei diesem Gedanken. Ich weiß nicht einmal ob mein Posting hier an der richtigen Stelle ist, aber ich muss mich jemanden mitteilen. Was kann ich nur tun? Lieber Gruß Heike

Hallo Heike,

leider nicht viel, was Du tun kannst. Nur hoffen, es versetzt mich in Tage, an denen ich auch nicht wußte, wo mein Vater ist.
Alles ist besser, als diese Ungewissheit.
Ich würde Dich gern grad in den Arm nehmen, geht ja nun leider nicht.
Aber eine bessere Auskunft kann ich Dir nicht geben. Es gibt einfach nix, was Du jetzt tun kannst und das allein ist ja schon schlimm genug.

Verkrafte es irgendwie, das Sterben ist selten schön, der Tod hingegegen friedlich. Glaub mir.

Bei Dir
d.

ich weiß nicht wer sich an das erinnert was ich vor einiger
Zeit schrieb. Ich schrieb, dass ich so traurig bin, ich habe
einen guten Freund der bald an einer Krankheit sterben wird.
Er hat PLM, das ist eine Krankheit wie Kreuzfeld Jakob, nur
trifft es meistens den HIV-Postiven. Leider ist er so ungefähr
300 km von meinem Wohnort in ein Sterbehospiz gekommen. Ich
kann ihn selten besuchen, aber dafür telefonieren wir oft. Er
ist schon so verwirrt, dass er mich manchmal nicht erkennt, er
kann auch kaum laufen und er lallt beim sprechen. Ich kann
kaum verstehen was er sagt. Das Schlimme an der ganzen Sache
ist jetzt, dass er wohl das Haus unbemerkt verlassen hat und
seit über 2 Tagen und Nächte verschwunden ist. Die Kripo hat
sich eingeschaltet, ich telefoniere schon den ganzen Tag mit
ihnen, wir spekulieren und beraten, man denkt, er wolle
vielleicht zu mir, weil er doch so Heimweh hat, aber der Arzt
von meinem Freund sagte, er wäre nicht fähig eine Stufe des
Zuges zu besteigen. Er hat sich sicher verirrt und kann sich
nicht artikulieren, laufen kann er auch kaum. Ich bin so
verzweifelt bei diesem Gedanken. Ich weiß nicht einmal ob mein
Posting hier an der richtigen Stelle ist, aber ich muss mich
jemanden mitteilen. Was kann ich nur tun? Lieber Gruß Heike

Hallo Dilarah,

es ist lieb von Dir, dass Du mich in den Arm nehmen willst, es tut gut das zu wissen. - Gerade habe ich bei der Kriminalpolizei angerufen, es gibt nichts neues, man hat ihn noch nicht gefunden. Es ist schon der dritte Tag, wo er verschwunden ist, ich werde fast verrückt vor Ungewissheit. Die Polizei denkt jetzt, weil er doch so verwirrt und nicht einmal allein Stufen steigen kann, dass er nicht weit gekommen ist. Vielleicht liegt er irgendwo im Wald und kann nicht aufstehen. Alle Gedanken schwirren mir im Kopf, ich male mir das Schlimmste aus. Gruß Heike

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Hallo Heike,

versuch Dich etwas abzulenken, mach einfach das, was Du
sonst auch tust um diese Zeit. Schieb die Gedanken beiseite.
Meine Oma (sie war sehr schlau ) sagte immer, es ist immer
dann an der Zeit, zu weinen, wenn der Umstand eingetreten ist.
Soll heißen: denk Dir einfach, wenn etwas sehr schlimmes passiert ist, dann nützt Dir alles nachdenken vorher nix.
Vielleicht ist auch alles ganz anders. Warten ist schwer,
deshalb geh Deinen Dingen nach und „zerdenk“ Di ch nicht.

In Gedanken immer mal bei Euch
d.

Hallo Dilarah,

Deine Oma hatte sicher recht, ich werde versuchen mich abzulenken, Morgen muss ich wieder arbeiten, da muss ich auch an andere Sachen denken. Danke für Deinen Tipp und Deine Gedanken an uns. Lieber Gruß Heike

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mein guter kranker Freund ist ist noch vermisst…

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mein guter kranker Freund ist ist noch vermisst…

Oh man, gib die Hoffnung nicht auf Heike.

LG
(in Gedanken oft bei Dir)
d.

Hallo Heike,

versuch Dich etwas abzulenken, mach einfach das, was Du
sonst auch tust um diese Zeit. Schieb die Gedanken beiseite.
Meine Oma (sie war sehr schlau ) sagte immer, es ist immer
dann an der Zeit, zu weinen, wenn der Umstand eingetreten ist.
Soll heißen: denk Dir einfach, wenn etwas sehr schlimmes
passiert ist, dann nützt Dir alles nachdenken vorher nix.
Vielleicht ist auch alles ganz anders. Warten ist schwer,
deshalb geh Deinen Dingen nach und „zerdenk“ Di ch nicht.

In Gedanken immer mal bei Euch
d.

…es gibt immer noch kein Lebenszeichen. Ich fühle mich so ohnmächtig, ich muss ständig weinen wenn ich an ihn denke…

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weiß auch nicht viel zu helfen, kannst Du den örtl. Radiosender vielleicht anrufen, daß sie die Meldung stündlich durchgeben
(Personenbeschreibung etc.)?
Das hilft oft, weil die Menschen si ch erinnern und dann auch da anrufen.

Nicht weinen, ich drück Dich.

D.

ich werde mich mal schlau machen. Es tut gut, dass Du da bist, ich danke Dir dafür - Heike

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Hallo Heike,

sucht denn die Polizei in der Umgebung seines letzten bekannten Aufenthaltsortes nach ihm? Ist da schonmal eine Hundestaffel losgeschickt worden?

Eine Bekannte von uns ist Mitglied einer Hundestaffel, die sind dauernd bei irgendwelchen Sucheinsätzen nach vermissten und gegebenenfalls auch verwirrten Personen.

Oft wird auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera eingesetzt, mit dieser können Personen im Wald und auch bei Dunkelheit ausfindig gemacht werden.

Es ist also durchaus üblich, in solchen Fällen die Umgebung mit entsprechender Unterstützung abzusuchen. Wenn das bisher nicht geschehen ist, sollte sich jemand darum kümmern, dass es geschieht.

Wenn Ihr vermutet, dass Dein Freund zu Dir wollte - was kann er dann in seiner Verwirrtheit in dieser Richtung unternommen haben? Der Weg zum Bahnhof incl. Umgebung … der Weg zur nächsten Straße, wo er per Anhalter hat fahren wollen … sind denn alle Leute in dieser Umgebung befragt worden, ob ihnen jemand aufgefallen ist? Vielleicht hat die Polizei nicht genügend Personal, um in diesem Fall richtig Arbeit reinzustecken, also würde ich selbst mal dort hinfahren, mich in seine Lage versetzen und überlegen, wo er hingegangen sein könnte - und dann die Leute dort abklappern und befragen. Ein Bild von ihm wäre natürlich hilfreich.

Ich wünsche Dir Kraft und viel Erfolg!

Grüße
Sebastian

Hallo Sebastian,

danke für die Tipps, aber ich glaube nicht, dass die Polizei auf dieser Art und Weise nach ihm suchen. Als ich gestern wieder bei der Polizei anrief, sagte man mir, dass man ihn gesucht hat und auch noch suchen wird. Wie weiß ich nicht. Er ist in Frankfurt, da kann es möglich sein, dass es nichts nützt ihn mit der Hundestaffel zu suchen oder mit dem Hubschrauber. In Frankfurt gibt es viele Möglichkeiten nicht gesehen zu werden. Vielleicht hat er es bis zum Bahnhof geschafft, aber die Ärzte sagen selbst, dass er eigentlich zu schwach dazu ist und per Anhalter wird er nicht gefahren sein. Wer würde ihn mitnehmen? Er sieht es verwarlost aus und durch seine Krankheit bewegt er sich nicht normal und kann auch sich nicht artikulieren, er lallt. Es ist schon der 6. Tag. die Hoffnung schwindet… Lieber Gruß Heike

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Hallo Heike,

Als ich gestern
wieder bei der Polizei anrief, sagte man mir, dass man ihn
gesucht hat und auch noch suchen wird. Wie weiß ich nicht.

„Wir suchen nach ihm.“ heißt in meinen Augen, dass er zur Fahndung ausgeschrieben ist, mehr nicht. Wenn er also irgendwo auffällt oder in eine Personenkontrolle gerät, dann wird man ihn finden, sonst nicht.

Er
ist in Frankfurt, da kann es möglich sein, dass es nichts
nützt ihn mit der Hundestaffel zu suchen oder mit dem
Hubschrauber. In Frankfurt gibt es viele Möglichkeiten nicht
gesehen zu werden.

Ja, allerdings, dann ist es natürlich sinnlos mit Hundestaffel und Hubschrauber. Ich hatte da aus irgendeinem Grund eine ländliche Gegend vor dem geistigen Auge. Oh weia …

Ratlose Grüße
Sebastian

Tja Sebastian,

gerade rief ich wieder bei der Polizei an und fragte nach dem Ergebnis, der Polizist sagte mir, dass es sehr gut sein kann, dass er sich im Obdachlosenmilieu aufhalten könnte, am Bahnhof oder im Park und sie nicht jeden obdachlosen, der da rumliegt, überprüfen können. Es kann sein, dass er ja, weil er doch auch verwirrt ist, einfach mit jemanden mitgegangen ist… Was soll ich denn nur machen? Ich bin ziemlich am Ende, die Polizei tut meiner Meinung nicht viel, Du hast schon recht, dass mit der Personenkontrolle… Gruß Heike

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Hallo Heike!

Ich kann Dir zwar auch nicht helfen, und alle schlauen Tips, die mir einfallen hast Du schon bekommen, aber ich drücke von Herzen alle Daumen, die ich habe, daß sich Dein Freund wohlbehalten findet… Nicht verzweifeln und den Kopf hängen lassen - vielleicht geht es ihm besser als es im Moment den Anschein hat…

Ach ja - wie wärs denn mit Flyern - Foto drauf und aushängen oder verteilen? (Auch wenn Frankfurt verdammt groß ist, weiß ich selbst, denn ich komme daher… )… Vielleicht wäre das was???

Liebe Aufmunterungs- und Daumendrückgrüße
Kari

Hallo…
Ist Dir schonmal in den Sinn gekommen, daß Dein Freund oder Bekannter einfach nur würdig sterben will, statt zu einem Wesen ohne Gehirn und Erinnerungen zu werden?
Das klingt hart, aber wenn das so ist, dann laß ihm seine Würde.
Wenn er sich entscheidet, in einem klaren Moment, zu gehen, dann ist es meiner Ansicht nach sein Recht.
Ansonsten: Personensuche mit Polizei, Hundestaffel, Feuerwehr!
Dich grüßt tröstend,

Marcus

vorbei…

Hallo liebe wer- weiß- was- ler,

heute Nachmittag hat man mich angerufen, mein lieber, bester Freund lebt nicht mehr, er ist im Stadtwald von Frankfurt tot aufgefunden worden, er ist an Schwäche und Unterkühlung schon am Montag gestorben. Ich bin in tiefer Trauer, aber ich bin auch gleichzeitig froh, dass er nicht mehr leiden muss, er vegetierte zuletzt nur noch vor sich hin. Ich vermisse ihn so sehr, so dass ich denke, ich halte das nicht aus…

ich weiß nicht wer sich an das erinnert was ich vor einiger
Zeit schrieb. Ich schrieb, dass ich so traurig bin, ich habe
einen guten Freund der bald an einer Krankheit sterben wird.
Er hat PLM, das ist eine Krankheit wie Kreuzfeld Jakob, nur
trifft es meistens den HIV-Postiven. Leider ist er so ungefähr
300 km von meinem Wohnort in ein Sterbehospiz gekommen. Ich
kann ihn selten besuchen, aber dafür telefonieren wir oft. Er
ist schon so verwirrt, dass er mich manchmal nicht erkennt, er
kann auch kaum laufen und er lallt beim sprechen. Ich kann
kaum verstehen was er sagt. Das Schlimme an der ganzen Sache
ist jetzt, dass er wohl das Haus unbemerkt verlassen hat und
seit über 2 Tagen und Nächte verschwunden ist. Die Kripo hat
sich eingeschaltet, ich telefoniere schon den ganzen Tag mit
ihnen, wir spekulieren und beraten, man denkt, er wolle
vielleicht zu mir, weil er doch so Heimweh hat, aber der Arzt
von meinem Freund sagte, er wäre nicht fähig eine Stufe des
Zuges zu besteigen. Er hat sich sicher verirrt und kann sich
nicht artikulieren, laufen kann er auch kaum. Ich bin so
verzweifelt bei diesem Gedanken. Ich weiß nicht einmal ob mein
Posting hier an der richtigen Stelle ist, aber ich muss mich
jemanden mitteilen. Was kann ich nur tun? Lieber Gruß Heike

Hallo,

heute Nachmittag hat man mich angerufen, mein lieber, bester
Freund lebt nicht mehr, er ist im Stadtwald von Frankfurt tot
aufgefunden worden, er ist an Schwäche und Unterkühlung schon
am Montag gestorben.

Mein Beileid.
Unterkühlung soll - wenn man wissenschaftlichen Untersuchungen glauben schenken kann - eine recht sanfte und angenehme Art sein, um in die nächste Dimension zu wechseln.

Alles Gute,
Tommy

Hallo,

heute Nachmittag hat man mich angerufen, mein lieber, bester
Freund lebt nicht mehr, er ist im Stadtwald von Frankfurt tot
aufgefunden worden, er ist an Schwäche und Unterkühlung schon
am Montag gestorben.

Mein Beileid.
Unterkühlung soll - wenn man wissenschaftlichen Untersuchungen
glauben schenken kann - eine recht sanfte und angenehme Art
sein, um in die nächste Dimension zu wechseln.

Einmal das, und falls der Stadtwald wirklich ein Wald ist, ist es auch nicht der schlimmste Ort zum sterben, auch wenn sich das vielleicht ein wenig makaber anhört.

Gruß,

Doc.

Hallo Heike,
mein Beileid. Ich weiss, daß Du in tiefer Trauer bist. Aber akzeptiere dass der Tod zum Leben gehört. Dein Freund ist gestorben, was bitter ist. Aber er war ja nicht allein. Du hast intensiv an ihn gedacht und da hast Du einiges für ihn getan. Mehr konntest du ohnenhin nicht tun.
Wirklich traurig ist wenn man die Erde verlassen muss ohne Spuren zu hinterlassen. Wenn Dein Freund Spuren in Deinem Herz hinterlassen hat ist das schön.
Gruß elmore