Hallo Frank,

dass muß ich einfach noch schreiben. Habe die halbe Nacht überlegt und bin dann eben doch noch zum Abschlußgespräch der
Psychologin gegangen: Selbes Muster: ich bin schuld, hab Schuld, bin schuldig. Meine Tochter war schlauer, sie hat den Termin
geschwänzt…weil ich danach immer so traurig bin…
Ich habe es so satt, denn ich weiss ganz genau, daß es nicht
um Schuld für was auch immer geht. Die Kleine vermisst ihren Papa und ich tu was ich kann, aber dafür muß ich das alles doch nicht nochmal erleben.

Jetzt brauchen wir wieder Tage, um ruhig zu werden.

d.

1000 Gründe
Hi! Dilarah,

ich kann und will nicht beurteilen, was da abgeht.
Meine persönliche Meinung kennst Du.

Mit Schuld arbeitet es sich immer schlecht. Egal in welchem Bereich, da gebe ich Dir Recht, ohne zu wissen in welchem Zusammenhang.

Was soll ich also noch dazu sagen? Möchtest Du, dass ich Dir beipflichte und sage: Ja wenn es so ist, dann geh` da nicht mehr hin. ??

Ich sage Dir etwas anderes: Deine Zeilen erinnern mich an die Zeit, als es mir nicht gut ging. Ich habe bestimmt 20 Psychologen und Therapeuten „verbraten“ Keiner konnte mir helfen!! Jedesmal hatte ich das Gefühl: Ich bin schuld!! (jetzt bin ich schon so fertig, dass ich zum Psycho muss, hätte ich doch anders gelebt, dann wäre…)
Wenn, dann habe ich mir die Schuld selbst auferlegt.

Das, was Du schreibst, kommt mir sehr bekannt vor.
Solange ich mich gewehrt habe, kontra gegeben habe, ist bei all dem auch nichts rausgekommen! Meine Zauberformel lautete irgendwann: Jetzt hab ich schon ganze Heerschaften von Psychodocs und Ärzten konsultiert und mir geht es immer noch schlecht, also probier ich mal was anderes. Ich lasse mich auf etwas ein. Ich höre auf, mich zu wehren und nehme das, was der Therapeut sagt an. Ich nehme es einfach an. Ich habe meine Abwehrhaltung aufgegeben und siehe da, es hat funktioniert. Verbunden mit viel Schmerzen, aber das war es allemal wert.

Heute ist es meine Aufgabe Leute in Therapien zu vermitteln, oder zu einem Psychologen zu schicken (dabei geht es keinesfalls nur um Sucht) Den Leuten geht es nicht anders. Ich kann ihnen nur Mut machen, meine Erfahrungen mitteilen, gut zureden…wollen müssen sie letztendlich selbst. Sie haben alle 1000 Gründe NICHT dort hinzugehen.

Sie gehen meistens erst dann, wenn sie so am Ende sind, dass ihnen nichts anderes mehr übrig bleibt. Solange es ja noch irgendwie geht, warum sollte ich was ändern??
Warum soll ich mir freiwillig weh tun, wenn es noch nicht nötig ist?? Der Tag der Endabrechnung kommt aber leider bei allen.

Vielleicht sollten wir mal einen Experten fragen: Warum ist die ANGST vor dem Psychologen so ungewöhnlich groß? (mich würden mal die Meinungen der anderen hier im Brett interessieren)
Ich glaube einfach es hängt damit zusammen, dass wir es nicht gewohnt sind, in uns reinzuschauen, weil es weh tun könnte, weil es fremd ist, weil er Recht haben könnte, weil er richtig liegen könnte??
Dabei steht eins ganz klar fest:
Wenn Du so weiter lebst wie bisher, wird es Dir nicht besser gehen. Wenn Du bereit bist, etwas zu ändern und Dich einzulassen, dann kannst Du NUR GEWINNEN!

Ach ja, ich habe mehr als ein paar Tage gebraucht, um wieder „ruhig zu werden“ aber es hat sich gelohnt.

Liebe Grüße

Frank

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… ich hatte nur beim ersten mal Angst.
Es gibt gute Gründe, Angst zu haben.
Klar weißt Du nicht genau, was da abgeht, könnte Dir
ja sonst was erzählen. Tu ich aber nicht.
Rausgekommen ist nur eins: die Schuld liegt da wo ich sie
liegengelassen hab. Wat eeen Scheiss. Im Ernst.
Ich mußte viel, sehr viel, vo n mir preiss geben. Aber
dafür?
Egal, ich hab mich an Dich gewandt, also muß ich damit
klarkommen, und ich brauch eben „nur“ Tage, aber ich
wünsche diese Tage keinem.

Liebe Grüße
d.

Hallo Frank,

ich stimme dir voll zu und habe dasselbe bereits vor Jahresfrist Dilarah haargenauso mit fast identischen Worten gesagt. Aber…

und damit komme ich zu deiner Frage:

Vielleicht sollten wir mal einen Experten fragen: Warum ist
die ANGST vor dem Psychologen so ungewöhnlich groß? (mich
würden mal die Meinungen der anderen hier im Brett
interessieren)

Wir verbergen ja unseren Konflikt! Er soll ja nicht zutage treten. Damit würden wir uns gegenüber anderen als „schwach“ offenbaren, wo wir doch so gerne einen starken Eindruck machen.
Und einem Psychologen unterstellen wir erstmal, daß der uns bestimmt auf die Schliche kommt. Laß es mich so sagen: die Therpeutin hat Dilarah dahin gebracht, wo es weh tut. Das will sie nicht eingestehen, daß dort ihr Knackpunkt ist. Reaktion: „Jetzt reicht es aber. Ich weiß was los ist. Also Schluß jetzt“ (So in etwa ja Dilarahs Worte)

Ich glaube einfach es hängt damit zusammen, dass wir es nicht
gewohnt sind, in uns reinzuschauen, weil es weh tun könnte,
weil es fremd ist, weil er Recht haben könnte, weil er richtig
liegen könnte??

Genauso ist das!

Wenn ich an diese Stelle kam, wo es anfing, daß die schlichte Erinnerung weh getan hat, versuchen wir natürlich wie im Reflex diesen Punkt zu vermeiden. Der Therapeut ist dann der Täter der uns weh tut. Erst wenn wir die Umkehrung schaffen zu sagen, daß das Geschehene den Schmerz verursacht und erst wenn wir imstande sind, das Verdrängte zu be- und verarbeiten, dann erst können wir den Schmerz loslassen. In den Gruppentherapien sind das immer die Momente, wo Rotz und Wasser geheult wird.

Dabei steht eins ganz klar fest:
Wenn Du so weiter lebst wie bisher, wird es Dir nicht besser
gehen. Wenn Du bereit bist, etwas zu ändern und Dich
einzulassen, dann kannst Du NUR GEWINNEN!

Leider habe ich die Erfahrung gemacht, daß diese wahren und offenen Worte nie ankommen.

beste Grüße
winkel

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Schade,
Frank und Winkel,
wenn ihr auch beide absolut recht habt und auch ich Euch in Eurer Einschätzung absolut folge, selbst wenn ihr mit Engelszungen redetet, Ihr werdet nicht durchdringen, wenn Dilarah nicht von selbst will. Offenbar ist der Leidensdruck bei ihr noch immer nicht hoch genug.

Auch beim Zahnarzt tut es weh, ehe es wieder besser wird. Auch der kann nur helfen, wenn man den Mund aufmacht. Und wie bei einem unbehandelten Zahn wird auch dieses Leiden nicht nur auf einen Infektionsherd begrenzt bleiben, sondern auch noch den Rest des Lebens infizieren (was er ja offenbar bereits getan hat).

Es tut weh, zusehen zu müssen, wie jemand mehr als nötig leidet, nur weil er keine Hilfe annehmen will, weil sie temporär Schmerzen bereitet.

Gruß
Eckard.

Hallo Frank,

Vielleicht sollten wir mal einen Experten fragen: Warum ist
die ANGST vor dem Psychologen so ungewöhnlich groß? (mich
würden mal die Meinungen der anderen hier im Brett
interessieren)

Das ist wohl eine Sache, die ich nicht verstehe.

Aus einem Grund: Ich bin immer gerne zu meiner Therapeutin gegangen, habe mich richtiggehend auf meine Stunde gefreut. Ich bin für diese Veranstaltung auch 350 km weit gefahren.

Warum?

Weil ich wußte, daß ich da Hilfe bekam.
Weil ich wußte: auch wenn es mir in den ersten Stunden direkt nach der Therapiesitzung vielleicht beschissen geht, aber ein paar Tage danach, wenn ich das Gehörte verarbeitet habe ist mein Befinden wesentlich besser als vor dem Termin.

Noch was zum Thema Ablehnung: Sicher hätte ich durch die strikte Ablehnung der Psychologenmeinung nichts erreicht. Allerdings habe ich meine PT immer auf Bedenken meinerseits, was ihr Urteil über mich oder Ihre „Problemlösungsvorgehen“ betraf hingewiesen und mit ihr darüber gesprochen.
Ich habe auch eine andere Psychotherapeutin nach der Probestunde und einer geraumen Bedenkzeit meinerseits schlichtweg abgelehnt - nicht weil sie unbequeme Dinge aussprach, sondern weil sie ihr Urteil offensichtlich schon gebildet hatte, als sie die Diagnose „Säufer“ gehört hat. (Ich war nicht wegen meines Suchtproblems bei ihr).

Späte Grüße
HylTox

Hallo Eckard & Winkel,

Ich finde es nicht sonderlich freundlich (ein besserer Ausdruck fällt mir gerade nicht ein) hier irgendwelche Dinge über jemanden in aller Öffenlichkeit zu bereden.

Entweder mit der entsprechenden Person oder garnicht.

Grüße
HylTox

wie man behandelt wird. Ich wollte Frank nur die Reaktion beschreiben. Auch wenn ich vielleicht nicht ganz adäquat handle,
und alle zufrieden sind mit allem. Ich halt nicht, das war das
Einzige, was ich ausdrücken wollte, weil ich mit Frank drüber
sprach.

Gut, ich bin selber Schuld, und werde nun hier nichts mehr posten, was mich persönlich betrifft. Ist zu kompliziert, sich
auf diesem Gebiet gut zu bewegen.

Ich danke Euch dennoch allen, denn es hat mir oft sehr geholfen.

Herzliche Grüße
d.

Hallo Winkel,

gerne würde ich die Diskussion weiterführen, ohne Dilarah in den Mittelpunkt zu stellen, es ist ja ein allgemeines Problem.

Wir verbergen ja unseren Konflikt! Er soll ja nicht zutage
treten. Damit würden wir uns gegenüber anderen als „schwach“
offenbaren, wo wir doch so gerne einen starken Eindruck
machen.

Das ist das, was mich am meisten erschreckt! Du bestätigst meine Ahnung. Wir sind schwach und NICHT stark.(Als EIN Beispiel)

Wir tragen eine Maske. Diesen Gedanken darf ich gar nicht weiterspinnen. Das würde ja bedeuten, dass ich NICHT ehrlich zu meinen Mitmenschen bin, zu mir selbst.
Ich kenne Leute, die tragen diese Maske schon so lange, dass sie selbst glauben, dass sie so sind. Sie tragen sie, vor sich selbst und vor den Menschen, denen sie täglich begegnen, selbst dem Lebensgefährten. Wenn das nun bei mehreren Menschen so ist, dann begegnen wir uns, als Menschen, die wir NICHT sind. Das führt zu wahren Konflikten, zu Mißverständnissen.
Wir fühlen uns unverstanden, mißverstanden, ungerecht behandelt.
Wir „zeigen“ von uns nur das, von dem wir annehmen, es gefällt unseren Mitmenschen. Wir spielen ein falsches Spiel. Wir leben, um unseren Mitmenschen zu gefallen! Wir erfüllen ihre Erwartungen.

Und einem Psychologen unterstellen wir erstmal, daß der uns
bestimmt auf die Schliche kommt.

D.h. Wir haben Angst, dass uns jemand entdeckt?? Das ist ja furchtbar! Ein Mensch lernt mich kennen. Ist das etwas, wovor ich mich schämen sollte, oder Angst haben sollte?

Ich bin heute dankbar dafür, zu wissen, wer ich bin. Meine Therapeutin hat mir dabei geholfen, insofern kann ich auch die Aussage von HylTox gut verstehen. Ab einem bestimmten Punkt hat es Spaß gemacht. Ich bin gerne hingegangen, weil es beinahe spannend war, zu erfahren, dass ich ein ganz „normaler“ Mensch bin.

Wenn ich an diese Stelle kam, wo es anfing, daß die schlichte
Erinnerung weh getan hat, versuchen wir natürlich wie im
Reflex diesen Punkt zu vermeiden. Der Therapeut ist dann der
Täter der uns weh tut. Erst wenn wir die Umkehrung schaffen zu
sagen, daß das Geschehene den Schmerz verursacht und erst wenn
wir imstande sind, das Verdrängte zu be- und verarbeiten, dann
erst können wir den Schmerz loslassen. In den Gruppentherapien
sind das immer die Momente, wo Rotz und Wasser geheult wird.

Ja, so ist es. Es gibt wohl kaum einen Menschen, dem es gelingt OHNE Schmerzen durchs Leben zu kommen.
Das Problem war bei mir aber nie der Schmerz. Das Problem war, dass ich ihn nicht ZULASSEN konnte. Ich wußte ja nicht, wie er sich ANFÜHLT, dieser Schmerz, bestenfalls nur ansatzweise. Ich wußte ja nicht, ob ich ihn ertragen konnte. Der Schmerz hatte letztendlich bei mir etwas erlösendes, ja fast etwas schönes. Das Problem war, ihn NICHT ZULASSEN zu können.
Das bestätigt noch mal meine Aussagen, in den vorangegangenen Postings: Wir sind uns selbst abhanden gekommen, fremd geworden!

Liebe Grüße

Frank

Hi Dilarah,

ein wenig ist es auch meine Schuld, ich hätte gerne die Meinungen der Anderen gehört, zu einem ganz allgemeinem Problem, nämlich der Angst vorm Psychodoc. Das wollte ich vollkommen unabhängig von Dir. Ich hätte es besser, als ein NEUES Thema definieren sollen. Sorry, ich wollte Dich nicht zum Mittelpunkt machen.

Solche Sachen haben aber auch immer etwas Positives: Du könntest Dir mal überlegen, warum Du ÖFFENTLICH MIR eine Reaktion mitteilen wolltest und warum Du jetzt (überraschned?) im Mittelpunkt stehst? Du hast selbst für die BEWEGUNG gesorgt, vielleicht nur im Unterbewußtsein?

Ich fände es wirklich sehr schade, wenn Du Dich nun aus Trotz zurückziehst. Ich schätze Deine Postings, wenn es darum geht anderen Mut zu machen und Trost zu spenden. Eine schöne Eigenschaft von Dir. Es ist etwas PERSÖNLICHES, was ich von Dir kenne und diese STARKE Seite gehört zu Dir, wie Deine schwache. Ich fände es persönlich schade, nicht BEIDE zu kennen, denn das macht den Menschen ja aus! Es ist nichts, was Dir peinlich sein sollte, sondern worauf Du stolz sein kannst!
Wie wäre es mit einer Pause, die Du Dir selbst verordnest? Könnte mir vorstellen, dass es eine ganze Menge zu „verarbeiten“ gibt.

Liebe Grüße

Frank

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Hallo Eckard & Winkel,

Ich finde es nicht sonderlich freundlich (ein besserer
Ausdruck fällt mir gerade nicht ein) hier irgendwelche Dinge
über jemanden in aller Öffenlichkeit zu bereden.

Entweder mit der entsprechenden Person oder garnicht.

Hi,

ich habe nicht ÜBER Dilarah geredet.

Über jemanden zu reden, heißt zu werten und zu bewerten. Das habe ich nicht getan, sondern nur versucht, Reaktionen zu beschreiben, warum Abwehrhaltungen ggüber PT bestehen.

Ich habe lediglich das, was gesagt wurde noch eimal zur Verdeutlichung zitiert, bzw. habe ich gesagt, daß ich dasselbe bereits auch Dilarah, (damals ging es jedoch um die Beschreibung, was in meiner Therapie passiert) gesagt.

gruss
winkel

wie man behandelt wird. Ich wollte Frank nur die Reaktion
beschreiben. Auch wenn ich vielleicht nicht ganz adäquat
handle,
und alle zufrieden sind mit allem. Ich halt nicht, das war das
Einzige, was ich ausdrücken wollte, weil ich mit Frank drüber
sprach.

Gut, ich bin selber Schuld, und werde nun hier nichts mehr
posten, was mich persönlich betrifft. Ist zu kompliziert, sich
auf diesem Gebiet gut zu bewegen.

Hi Dilarah,

so kann man das natürlich drehen:

du führst einen privaten Mailverkehr mit jemandem und gehst plötzlich mit einer Mail an die öffentlichkeit, um dich dann schlecht behandelt zu fühlen.

Jetzt ziehst du dich wieder in deine „Keiner versteht Mich“-Ecke zurück und willst nix mehr sagen und bist beleidigt.

Wir haben nicht ÜBER dich gesprochen und dich nicht schlecht behandelt. sondern dein Posting nur benutzt um etwas zu beschreiben. Daß es mir genauso ging und ich es dir schonmal so gesagt habe, ist doch keine Wertung.

Dieses Katze-Wolle-Spiel was du da treibst ist nicht fair!

gruss
winkel

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…und auch nicht unter- sondern sehr bewußt gepostet.

Zu Deiner eigentlichen Frage, woher die Angst kam (ich hatte sie vorm ersten Termin damals auch) kann ich nur für mich antworten:
Ich hatte Angst davor, daß mir jemand die Kontrolle über mein Leben wegnehmen könnte. Das war dumm, wie ich feststellen konnte.
Dennoch hat mir die ganze Sache nicht viel gebracht. Ich bin vielleicht zu wenig sensibilisiert dafür. Meine engsten Freunde haben mir im Vertrauen auch gesagt, daß es mir nicht gut tut. Ja und manchmal liegt es auch tatsächl. am Therapeuten…:smile: Ich hatte wirkl. immer das Gefühl…aber ich rede ja nicht mehr über persönliche Dinge.:smile:

Herzliche Grüße
d.

PS: Pause von was soll ich mir selber verordnen?
Das Leben macht keine Pause und ich glaub, ich bekomm das
schon hin.

Hi Winkel,

so kann man das natürlich drehen:

du führst einen privaten Mailverkehr mit jemandem und gehst
plötzlich mit einer Mail an die öffentlichkeit, um dich dann
schlecht behandelt zu fühlen.

Das versteh ich nun wirklich nicht!

Jetzt ziehst du dich wieder in deine „Keiner versteht
Mich“-Ecke zurück und willst nix mehr sagen und bist
beleidigt.

Überhaupt nicht beleidigt.

Wir haben nicht ÜBER dich gesprochen und dich nicht schlecht
behandelt. sondern dein Posting nur benutzt um etwas zu
beschreiben. Daß es mir genauso ging und ich es dir schonmal
so gesagt habe, ist doch keine Wertung.

Ich hab Dir damals nicht geglaubt, warum sollte ich es heute tun?
Jeder hat seine eigene Methode. Deine war für Dich richtig und meine für mich. So einfach ist das.

Dieses Katze-Wolle-Spiel was du da treibst ist nicht fair!

:wink: Katze-Wolle …na vielleicht sagst Du MIR mal,
worauf Du hinauswillst.

Und was mich ehrlich pikiert ist, daß jeder der hier irgendwann mal (bis auf 2 Ausnahmen: Hyltox und Easy) aus irgendeinem Grund eine Therapie gemacht hat, denkt, er ist nun prädistiniert dafür, allen zu vermitteln, daß es nichts besseres gibt. Das mag ja für den einzelnen stimmen, ich kann mich halt da nicht zuzählen. Deshalb wollte ich ja hier so vieles wissen.

Ich hoffe nun, damit keinen zu beleidigen, denn das liegt mir wirklich fern, aber ich steh zu meiner Meinung.

Grüße
d.

Liebe Dilarah,

also gut, wenn Du sehr bewußt gepostet hast, dann bekommst Du auch öffentlich die sehr bewußt gewählte Antwort.
Angst ist ein Grund von 1000. Manchmal liegt es am Therapeuten ist auch EIN Grund, den Therapeuten kannst Du wechseln.

Es ist nicht meine Absicht Dich anzugreifen und das möchte ich auch nicht. Deine Reaktionen allerdings zeigen mir, dass Du Dich so fühlst.
Ich möchte Dir nur meine Eindrücke schildern, ob das so zutrifft liegt ganz in Deinem Ermessen. Ich sage Dir, wie es bei mir ankommt. Du machst auf mich den Eindruck, dass Du beleidigt bist, dass Du Dich schuldig fühlst, dass Du Dich angegriffen fühlst.
Du machst auf mich den Eindruck, dass Du eine Pause brauchst, um zu verarbeiten.

Dennoch hat mir die ganze Sache nicht viel gebracht. Ich bin
vielleicht zu wenig sensibilisiert dafür.

und
…, dass Du sehr sensibel bist.

Sensibilität ist für mich im Übrigen eine sehr schöne, positive Eigenschaft.
Wenn Du Dich bewußt immer wieder ins Spiel bringst, kann das mehrere Gründe haben, Du wirst es wissen, wenn Du Dich hinterfragst.
Ein weiterer Eindruck, den ich bekommen habe ist, dass Du dazu neigst, Dich zu rechtfertigen. Ich frage mich wofür?

Und noch etwas: Ich kenne ´ne ganze Menge Leute, die immer für Andere da sind, die helfen wollen, wo sie nur können, sich selber aber nichts Gutes tun. Ihnen wird nicht geholfen, weil jeder Den Eindruck hat: Jemand der Anderen helfen kann, braucht selbst keine Hilfe. Sich auf die Probleme Anderer zu konzentrieren, bedeutet manchmal auch, von sich selbst abzulenken. Auch diesen Eindruck hab`ich bei Dir.
Wenn Du für Dich die richtige Entscheidung getroffen hast, die Therapie nicht weiter zu machen, dann wären Deine Reaktionen und meine Eindrücke sicherlich anders.

Ich hatte Angst davor, daß mir jemand die Kontrolle über mein
Leben wegnehmen könnte. Das war dumm, wie ich feststellen
konnte.

Wieso dumm?
Ich möchte gerne in jeder Situation die Kontrolle über mein Leben behalten. Das gelingt mir aber nur dann, wenn ich ehrlich zu mir selbst UND zu meinen Mitmenschen bin. Dann gibt es KEINE Verwirrungen.

PS: Pause von was soll ich mir selber verordnen?
Das Leben macht keine Pause und ich glaub, ich bekomm das
schon hin.

Das Leben braucht Pausen. Wir alle brauchen Pausen, um Luft zu holen, um inne zu halten, um zu sich selbst zu finden, um Kraft zu sammeln, zur Orientierung, zum Neubeginn…auch hierfür gibt es 1000 Gründe.
Wer bestimmt denn das Tempo des Lebens??, hoffentlich nur Du allein, denn es ist Dein Leben. Meines jedenfalls funktioniert nicht OHNE Pausen.

Freunde haben mir im Vertrauen auch gesagt, daß es mir nicht
gut tut. Ja und manchmal liegt es auch tatsächl. am
Therapeuten…:smile: Ich hatte wirkl. immer das Gefühl…aber ich
rede ja nicht mehr über persönliche Dinge.:smile:

Warum „im Vertrauen“??
Ich bin dafür, die Dinge offen anzusprechen. Ich weiß wirklich nicht, was Du meinst. Wenn Du nicht über persönliche Dinge sprechen möchtest, o.K. Ich finde es sehr schade. Ich hoffe Du hast nichts dagegen, wenn ich Dir weiterhin meine sehr persönlichen Eindrücke mitteile.
Für MEINE Position, brauch ich jetzt mal ne Pause.

Liebe Grüße

Frank

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Hallo Frank,

auch hier möchte ich etwas erzählen:

Vielleicht sollten wir mal einen Experten fragen: Warum ist
die ANGST vor dem Psychologen so ungewöhnlich groß? (mich
würden mal die Meinungen der anderen hier im Brett
interessieren)

Vor 3 Jahren habe ich einen Psychologen oder Therapeuten gesucht.
Die meisten sind per Anrufbeantworter zu erreichen gewesen. Da rief einer von 5 Angerufenen zurück, hatte aber keine Zeit. Eine erreichte ich direkt, und lehnte mich ab, obwohl sie Platz hätte, weil: „mit Fällen, wie den Ihren, beschäftige ich mich schon lange nicht mehr“ - mein Fall sei so ein Wald-und Wiesenfall - nichts Extremes.
Dann fand ich eine Verhaltenstherapeutin, die erklärte mir, dass die Krankenkasse die ersten 5 Stunden auf jeden Fall bezahlt. Nach den 5 Stunden rief mich die Krankenkasse an, dass sie nicht bezahlt, weil die Gute nicht zugelassen ist (ich wußte nicht, dass man als Patient darauf achten muß, ich weiß, schön blöd von mir). Als Reaktion der Therapeutin bekam ich zu hören, dass ich zu wenig Durchsetzungsvermögen habe, ich soll gleich mal etwas für´s Leben lernen, und mich auf einen Streit mit der Kra.Kasse einlassen.
Eine Psychologin in unserem Bekanntenkreis hat den Ruf in Partystimmung von ihren Fällen zu erzählen.

wirklich, es gibt 1000 Gründe…

Ich würde nicht so sehr das Problem darin suchen, dass unser Menschenschlag seinem Seelenleben zu wenig Bedeutung beimißt, sondern dass es noch einige andere Widrigkeiten gibt, warum manche den Weg zum Psychologen/Therapeuten/Psychater meiden, denn manche haben sich auf den Weg gemacht.

Wie das Verhältnis umgekehrt zwischen Patient und deren Arzt bzw. Therapie ist, das ist ein eignes Thema.

viele Grüße
Claudia

Frank und Winkel,

…wenn X nicht von selbst will. Offenbar ist der Leidensdruck

bei ihr noch immer nicht hoch genug.

Auch beim Zahnarzt tut es weh, ehe es wieder besser wird. Auch
der kann nur helfen, wenn man den Mund aufmacht. Und wie bei
einem unbehandelten Zahn wird auch dieses Leiden nicht nur auf
einen Infektionsherd begrenzt bleiben, sondern auch noch den
Rest des Lebens infizieren (was er ja offenbar bereits getan
hat).

…nur weil er keine Hilfe annehmen will…

Hallo Eckard,

ich habe zwar den Thread verfolgt, kenne aber bei weitem nicht alle Hintergründe, weiß auch nicht ob das was ich sage genau hier zutrifft.
ABER es gibt Lebensumstände, Lebenssituationen in denen das Wort „WILL“ welches Du 2 mal benutzt hast überhaupt nicht zutreffen kann.
Ein Leidensdruck kann diesen Willen IMHO nicht besträrken er kann nur den Willen weiter lähmen…

Den Vergleich mit dem Zahnarzt finde ich besonders schlimm,
die Seele, der Schmerz, Trauer oder Angst, oder was immer es ist, ist nicht auszubohren oder herauszureissen.
Sollte jemand Trauern, dann ein kleines Loch in den Kopf, die entsprechende Stelle des Gehirnes entfernt, und schwupps sind alle wieder fröhlich???
… Sich nicht helfen lassen will…

Es ist oftmals so, daß Menschen einfach nicht können…
Sage einen gelähmten er solle sich zusammenreissen und endlich laufen „Ich stütze dich auch, nimm doch meine Hilfe an“
Es geht oftmals einfach nicht.

Ich bin glücklicherweise von dieser Situation des „nichtkönnens“ verschont geblieben, kenne aber Menschen denen das passiert ist und habe ebenso falsch reagiert. „Kopf hoch, wird schon; sieh mal die Sonne scheint;Du willst dir ja nicht helfen lassen“
Es war ein langer Lernprozess das „wenigstens in Ausschnitten“ zu begreifen was eigendlich unbegreiflich ist.

Dies ist eine eher allgemeine Antwort auf die allgemeinen Äußerungen von Eckard (den ich hiermit nicht angreifen möchte).
( ich lass das mal so stehen…)

Grüsse
PP

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Hallo nochmal…:smile:

also gut, wenn Du sehr bewußt gepostet hast, dann bekommst Du
auch öffentlich die sehr bewußt gewählte Antwort.

Versteh mich nicht falsch, ich hab auf die von Dir angesprochene
Frage geantwortet.

Angst ist ein Grund von 1000.

Stimmt und Angst ist schrecklich.

Es ist nicht meine Absicht Dich anzugreifen und das möchte ich
auch nicht.

Aber das weiss ich doch.

Deine Reaktionen allerdings zeigen mir, dass Du

Dich so fühlst.

Dann deutest meine Reaktionen falsch oder ich drück mich falsch aus, ich weiss es nicht, hab aber schon mal nachgefragt und auch dahingehend die Bestätigung (*g*) erhalten, dass es wohl schwierig mit mir ist. Das tut mir leid.

Ich möchte Dir nur meine Eindrücke schildern, ob das so
zutrifft liegt ganz in Deinem Ermessen. Ich sage Dir, wie es
bei mir ankommt. Du machst auf mich den Eindruck, dass Du
beleidigt bist, dass Du Dich schuldig fühlst, dass Du Dich
angegriffen fühlst.

Beleidigt - nein! Schuldig im ersten Moment - aber bei näherem Hinsehen: NEIN!

Du machst auf mich den Eindruck, dass Du eine Pause brauchst,
um zu verarbeiten.

Gut.

und
…, dass Du sehr sensibel bist.

stimmt und ehrlich gesagt, dafür schäm ich mich, denn mir wurde beigebracht, k e i n Gefühlsdussel zu sein. Ich hab mich anders entschieden und dafür muss ich jetzt arbeiten. Das hast Du sehr richtig erkannt.

Wenn Du Dich bewußt immer wieder ins Spiel bringst, kann das
mehrere Gründe haben, Du wirst es wissen, wenn Du Dich
hinterfragst.

Ich wollte mich in kein Spiel bringen, nur fragen. Ich hab zuviele Fragen wahrscheinlich.

Ein weiterer Eindruck, den ich bekommen habe ist, dass Du dazu
neigst, Dich zu rechtfertigen. Ich frage mich wofür?

Das frag ich mich auch!
Aber das mußte ich halt immer tun (mein Papa).

Ich hatte Angst davor, daß mir jemand die Kontrolle über mein
Leben wegnehmen könnte. Das war dumm, wie ich feststellen
konnte.

Wieso dumm?
Ich möchte gerne in jeder Situation die Kontrolle über mein
Leben behalten. Das gelingt mir aber nur dann, wenn ich
ehrlich zu mir selbst UND zu meinen Mitmenschen bin. Dann gibt
es KEINE Verwirrungen.

Glaubst Du wirklich, ich wäre nicht ehrlich? Ich bin es, falls Du eine Frage versteckt hast. Ich bin es und das ist mir sehr wichtig.

Warum „im Vertrauen“??

ganz einfach: weil nicht jedes Gespräch so tief geht.

Wenn Du nicht über persönliche Dinge

sprechen möchtest, o.K. Ich finde es sehr schade. Ich hoffe Du
hast nichts dagegen, wenn ich Dir weiterhin meine sehr
persönlichen Eindrücke mitteile.

Ich hab gar nix dagegen, aber ich muß mich auch beschützen.
Siehe Winkels Posting - was hab ich gemacht?, daß er so was schreibt. Eine antwort von ihm werd ich nicht bekommen.

Für MEINE Position, brauch ich jetzt mal ne Pause.

Ich gönn Dir von Herzen diese Pause und genau so meinte ich es,
mit nicht mehr persönl. Probleme hier zu posten.

Liebe Grüße

d.

Hallo Claudia,

Du sprichst mir aus dem Herzen. Das ist mir sehr bekannt, von mir selbst und von meinen Leuten, die ich vermitteln möchte. Es ist ein großes Problem.
Die Vermittlung in eine Therapie- oder zum Psychologen- beides ist schwierig- u.a. aus den Gründen die Du beschrieben hast. Für ein Land- mit dem sichersten sozialen Netz Europas- angeblich, mit einem Gesundheitsapparat, der jede Grundversorgung garantiert. Es ist zum Heulen.
Besser- es ist zum Heulen für Kassenpatienten!!
Schwarze Schafe, Untersuchungen, die bis zu fünf mal wiederholt werden, weil es Kohle bringt, Unendliche Wartezeiten, Kostenträger, die sich nicht zuständig fühlen, Kostenträger, die Verantwortung an andere Kostenträger weiterschieben. Bei Therapien einsame Spitzenreiter für Fehlentscheidungen: LVA und BFA, damit wir sie auch direkt beim Namen nennen.
Patienten für die Therapieeinrichtungen ausgesucht werden (von Sachbearbeiter Müller, Johann, Zi.33). Der weiß ja am Besten wohin mit Patient X. Vorschläge vom Behandelnden Hausarzt werden ignoriert. Selten kommt ein Patient dorthin, wo ihn sein Hausarzt gerne mit dem diagnostizierten Krankheitsbild untergebracht hätte.
Und die einfachste Grundversorgung, die Zahlung von Übergangsgeld, oder Unterhaltsgeld wird mit bis zu 14 Wochen Verspätung gezahlt. Kostenzusagen werden gemacht und nicht eingehalten…
Ich schreibe regelmäßig Beschwerden an diese „Institutionen“ Selten bekomme ich eine Antwort, niemals eine einleuchtende Erklärung.
In den wenigen Klagen, die von Leuten gemacht werden- Der ewige Sieger BFA, LVA zur Not auch mit Unwahrheiten vor Gericht. Zur Not, solange bis Dir die Puste ausgeht, bzw. der Zaster. So ist es hier zu Lande.

Ich könnte mit den mir bekannten Fällen Bücher schreiben!!
Resignation aber, ist fehl am Platze. Ich werde nicht aufhören diese Missstände anzusprechen - ich werde weiter meine Beschwerden schreiben. Leider bin ich da so ziemlich alleine.

Das wirklich traurige aber ist, dass viel Arbeit investiert wird und manchmal Jahre vergehen, bis sich der Betreffende endlich entscheidet, etwas zu unternehmen, bis er endlich bereit ist diesen Weg zu gehen- und dann auf diese Schwierigkeiten stößt. Schade, aber so ist es hier zu Lande.
Mir ist auch ein Fall bekannt, wo ein Dip(pe)l. sich nach fünf!! Ich wiederhole in Worten FÜNF „Sitzungen“ dafür entscheidet, dass das nun nicht sein Gebiet ist. So mancher Patient hat schon sein Päckchen zu tragen!

Meine Suche hat sich über Jahre hingezogen, warum ich damals nicht den Richtigen für mich gefunden Habe?? Ich hatte 1000 Gründe, unter vielen anderen, auch die von Dir und mir beschriebenen.

Liebe Grüße

Frank