Liebe Dilarah,
also gut, wenn Du sehr bewußt gepostet hast, dann bekommst Du auch öffentlich die sehr bewußt gewählte Antwort.
Angst ist ein Grund von 1000. Manchmal liegt es am Therapeuten ist auch EIN Grund, den Therapeuten kannst Du wechseln.
Es ist nicht meine Absicht Dich anzugreifen und das möchte ich auch nicht. Deine Reaktionen allerdings zeigen mir, dass Du Dich so fühlst.
Ich möchte Dir nur meine Eindrücke schildern, ob das so zutrifft liegt ganz in Deinem Ermessen. Ich sage Dir, wie es bei mir ankommt. Du machst auf mich den Eindruck, dass Du beleidigt bist, dass Du Dich schuldig fühlst, dass Du Dich angegriffen fühlst.
Du machst auf mich den Eindruck, dass Du eine Pause brauchst, um zu verarbeiten.
Dennoch hat mir die ganze Sache nicht viel gebracht. Ich bin
vielleicht zu wenig sensibilisiert dafür.
und
…, dass Du sehr sensibel bist.
Sensibilität ist für mich im Übrigen eine sehr schöne, positive Eigenschaft.
Wenn Du Dich bewußt immer wieder ins Spiel bringst, kann das mehrere Gründe haben, Du wirst es wissen, wenn Du Dich hinterfragst.
Ein weiterer Eindruck, den ich bekommen habe ist, dass Du dazu neigst, Dich zu rechtfertigen. Ich frage mich wofür?
Und noch etwas: Ich kenne ´ne ganze Menge Leute, die immer für Andere da sind, die helfen wollen, wo sie nur können, sich selber aber nichts Gutes tun. Ihnen wird nicht geholfen, weil jeder Den Eindruck hat: Jemand der Anderen helfen kann, braucht selbst keine Hilfe. Sich auf die Probleme Anderer zu konzentrieren, bedeutet manchmal auch, von sich selbst abzulenken. Auch diesen Eindruck hab`ich bei Dir.
Wenn Du für Dich die richtige Entscheidung getroffen hast, die Therapie nicht weiter zu machen, dann wären Deine Reaktionen und meine Eindrücke sicherlich anders.
Ich hatte Angst davor, daß mir jemand die Kontrolle über mein
Leben wegnehmen könnte. Das war dumm, wie ich feststellen
konnte.
Wieso dumm?
Ich möchte gerne in jeder Situation die Kontrolle über mein Leben behalten. Das gelingt mir aber nur dann, wenn ich ehrlich zu mir selbst UND zu meinen Mitmenschen bin. Dann gibt es KEINE Verwirrungen.
PS: Pause von was soll ich mir selber verordnen?
Das Leben macht keine Pause und ich glaub, ich bekomm das
schon hin.
Das Leben braucht Pausen. Wir alle brauchen Pausen, um Luft zu holen, um inne zu halten, um zu sich selbst zu finden, um Kraft zu sammeln, zur Orientierung, zum Neubeginn…auch hierfür gibt es 1000 Gründe.
Wer bestimmt denn das Tempo des Lebens??, hoffentlich nur Du allein, denn es ist Dein Leben. Meines jedenfalls funktioniert nicht OHNE Pausen.
Freunde haben mir im Vertrauen auch gesagt, daß es mir nicht
gut tut. Ja und manchmal liegt es auch tatsächl. am
Therapeuten…
Ich hatte wirkl. immer das Gefühl…aber ich
rede ja nicht mehr über persönliche Dinge.
Warum „im Vertrauen“??
Ich bin dafür, die Dinge offen anzusprechen. Ich weiß wirklich nicht, was Du meinst. Wenn Du nicht über persönliche Dinge sprechen möchtest, o.K. Ich finde es sehr schade. Ich hoffe Du hast nichts dagegen, wenn ich Dir weiterhin meine sehr persönlichen Eindrücke mitteile.
Für MEINE Position, brauch ich jetzt mal ne Pause.
Liebe Grüße
Frank