Total enttäuscht vom E-Mailen

Hallo,
sorry, ich weiß, ich poste gleichzeitig in 2 Foren, konnte Thema aber nicht wirklich zuordnen.

Ich bin momentan vom e-mailen mit Bekannten/Freunden so enttäuscht, ich kann es gar nicht genug betonen.
Ich bin durch alle möglichen Stadien gegangen. Vom e-mail-Anfänger bis hin zum „leidenschaftlichen e-mail-Adressen-Pflegerin“, die stolz war, einige Leutchen im Adreßbüchlein zu haben. (Keine Sorge, jemand, der alle anderen dau-ernd mit ur vielen mails zuschüttet, bin ich nicht, war ich nicht, also von daher weht der Wind eher nicht).
Vorgestern habe ich alle möglichen Leute (auch Freunde!) einfach aus dem Adreßbuch gelöscht. Aus Enttäuschung.

Könnt ihr mich verstehen? Grund:
Das Mailen mit Freunden sieht oft so aus. Sie mailen einem, ich antworte doch „relativ schnell“, meist innerhalb von 1 Tag, max. nach 3 Tagen. Ich gehe auf die Themen des anderen ein (einfach wie bei einem Gespräch) u. erwarte mir eigentlich (wie bei einem Gespräch od. Telefonat) eine Antwort u. zwar nicht erst nach zB 1 Std - Stille - dann Antwort, sozusagen also auch beim mailen nicht erst in 3 Wochen. Ich meine, dass jeder was Besseres zu tun hat, als zu passen, ob eine mail kommt u. gleich zu antworten. - Logisch, steht außer Frage. - Aber wenn man spürt u. meist tue ich das, dass jemand absichtlich nicht antwortet, damit man warten muß, dann ist das nicht ok finde ich. Nur wenn sie ihren Stuß loswerden wollen, mailen sie, oft wird auch auf die Themen nicht eingegangen.

Ich habe auch schon erlebt, ein Bild jemandem sehr eng bekannten geschickt zu haben, das wirklich sehenswert war. Ich habe vorher nicht ganz gecheckt, daß es doch etwas aufwendiger vom Öffnen her ist u. habe dann eine mail zurückbekommen, die mehr als unhöflich war, anstatt, daß es einem mündlich gesagt worden wäre.

Ich möchte nochmal sagen, worin meine große Enttäuschung liegt, ist in dem Verhalten, das die Leute teilweise beim Mailen an den Tag legen. Ich bin so weit, daß ich sage „sch … drauf“ (sorr), u. am liebsten würde ich jedes eingehende mail löschen.

Ich gebe zu, daß sich in letzter Zeit ein wenig eine mail-Abhängigkeit gebildet hatte, dh. ich mailte total gerne etc., aber NICHT SO (unbedingt nochmal betonung darauf), daß ich jemand anderen zur Last gefallen wäre (sicherlich könnte jemand sagen, "wie kannst denn DU das beurteilen (also ich selbst)) … doch ich denke, ich versuchte die Situation möglichst objektiv zu sehen u. sprach auch mit ein paar Vertrauenspersonen u. die sehen es auch so wie ich - auch ohne Einfluß von mir - !
Nun bin ich wie gesagt total enttäuscht u. möchte dieses Medium nicht mal mehr für nützliche Mini-Mitteilungen nutzen, das werde ich in Zukunft telefonisch erledigen. (Vom sinnvollen u. nützlichen Gebrauch im Büroalltag jetzt abgesehen, den ich auch total unterstütze).

Was sind eure Einfälle dazu, kennt ihr auch so ein Gefühl? (Mir ist auch klar, daß ich jetzt in einer sozusagen Extremsituation bin u. sehr enttäuscht, ändert sich sicher auch wieder, aber ich würde mir fast wünschen, es änderte sich nicht mehr.).

Danke fürs zu"lesen" (zuhören)
liebe Grüße
Michaela

Wenn ich Deinen Beitrag richtig verstanden habe, dann bist Du eigentlich nur deshalb enttäuscht, weil Deine email-Freunde gar nicht oder sehr spät antworten. Aber es ist nun einmal so, daß dies eine bidirektionale Kommunikation ist und wenn die/der andere nicht antworten will oder kann, dann wird es einseitig und das frustriert. Aber wenn ich mit jemandem sprechen will und die/der will nicht, dann kommt keine Kommunikation zustande (maximal ein Monolog).
Es gibt genug Foren (auch dieses hier), wo man Kontakte knüpfen kann und es werden sich bestimmt viele Leute finden, mit denen Du frei von der Leber weg Megabytes an mails versenden kannst. Ich pflege schon lange eine email-Freundschaft mit einer Holländerin und mit einem Kanadier. Wenn jemand kein oder nur mangelndes Interesse daran hat, was Du schreibst, dann soll er/sie doch ohne Dich und Deine mails auskommen(sich in den Acker hauen, wie man in Österreich sagt), wie gesagt, es gibt genug andere.

lG

Wolfgang

Das ist es …
Hi Wolfgang,

nein, es liegt nicht nur daran, daß die mails später oder gar nicht kommen, auch an der Art der Kommunikation. Das es Leute gibt, die zuhören können u. andere nicht ist auch eine alte Erkenntnis, aber beim mailen werden all diese Eigenschaften extrem finde ich u. es kommen die unguten Seiten noch viel mehr durch. Das ist es eigentlich, was mich so beschäftigt!

Ich werde jetzt in Kürze Taufpatin, ok, auch die persönlichen Unterhaltungen mit diesen Bekannten sind nicht immer „beglückend“, bzw. ok, ich gebe Zuneigung, kriege aber nicht mal die Hälfte zurück. Das enttäuscht mich.

Kontaktscheu bin ich sicher nicht, hatte auch schon Mailbekanntschaften, die ewig gedauert haben etc. … daran liegt es nicht, ich habe auch kein Interesse mehr daran, mit jemanden, den ich nicht wirklich kenne mich ewig auszutauschen, hier im Forum finde ich das gut, aber per mail nicht mehr.
Es geht mir wie gesagt hauptsächlich darum, daß das Verhalten so vieler so enttäuschend ist. (Möchte damit nicht behaupten, daß ich immer vorbildlich bin oder so, …).

Recht hast du, hinein in den Graben mit den mails bzw. die Produktion neuer mails ist somit gestoppt. :wink:

Danke dir,
liebe Grüße
Michaela

da fällt mir ein…
Ent-Täuschung; meiner Ansicht nach ist eine Enttäuschung ein freudiges Ereignis, da einer Ent-Täuschung eine Täuschung vorangeht, die Ent-Täuschung ist ja nur das Aufheben der Täuschung. Das heißt, Du wurdest oder hast Dich getäuscht und diese Täuschung besteht jetzt nicht mehr.

lG

WOlfgang

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Hallo Michaela,

ich habe ein wenig das Gefühl, daß das, was Du beschreibst noch nichtmal auf das virtuelle im Netz beschränkt ist.

Auch im RL kann es einem passieren, daß man an einen Punkt kommt, ab dem man selektiert. Ich pflege mittlerweile nur noch die Freundschaften, die wirklich ausgeglichen sind - das sind dann nunmal weniger als vorher, aber auch hier siegt Qualität über Quantität. Oberflächlichere Bekanntschaften gibt’s natürlich auch ein paar, aber in die steck ich dann halt auch nur wenig Energie hinein. Und ich finde das völlig in Ordnung so.

Davon ab: Eine Freundschaft hält es auch ohne Probleme aus, wenn man sich mal ne Weile nichts zu sagen hat. Eine liebe Freundin von mir sehe ich nur alle drei bis vier Monate mal, und dazwischen haben wir auch nicht konstant Kontakt - dennoch, wenn wir uns dann sehen ist sofort „alles wie früher“, soll heißen, auch wenn wir uns natürlich entwickeln, entfremden wir uns nicht.

Deshalb finde ich auch, daß das eigentlich gar nichts ist, was Dich traurig machen muß - wenn jemand Dich nicht zu schätzen weiß, dann muß er oder sie halt auf Dich verzichten. Trotzdem heisst das nicht unbedingt, daß man vereinsamt, den wenn man höhere Ansprüche hat, dann trifft man auch auf einmal irgendwann andere „Gleichgesinnte“ und „alles wird gut“. Und DAS ist dann auch befriedigender und nachhaltiger. Und viiiel besser für’s Gemüt! :smile:

Gruß,

Doc.

PS: Warst oder bist Du zufällig auch in GiMiX sehr aktiv? Deine eMail-Adresse kommt mir bekannt vor…

1 „Gefällt mir“

Hallo Michaela!

Die von Dir geschilderte Situationen kenne ich aus der jüngsten Vergangenheit auch ganz gut. Krassestes Beispiel: Ich hatte eine Email"freundin", die mir in ihren Mails zu verstehen gab, wie gut ihr unser Kontakt gefalle. Na ja, reden können die Leute viel, aber wenn man 2,5 Monate lang bis zu 10 Mails pro Tag bekommt und einem per Post Geschenke geschickt werden, dann spricht es schon dafür. Irgendwann habe ich bemerkt, daß ich auf einige der von mir angeschnittenen Fragen (z.B. ob schon einmal eine Bestellung über libri.de getätigt wurde, welche Erfahrungen gemacht wurden usw.) keine Antwort mehr bekommen habe. „Macht ja nichts“, dachte ich zuerst und erwähnte die Themen irgendwann noch mal. Trotzdem ging die „Freundin“ nicht mehr auf viele meiner Fragen ein, obwohl die Mails nicht weniger wurden. Schließlich kam die große Überraschung von heute auf morgen: „Brauche mal ´ne Auszeit.“ Begründung: keine. Im Grunde war es das dann. Nach 1,5 Wochen „Auszeit“ wollte ich zwar mal nachfragen, was denn der Grund für diese „Auszeit“ ist, aber das war dann schon zu viel verlangt.

Dieses Beispiel bestätigt mir Deine Erfahrungen. Einige Leute sind halt sehr egoistisch unterwegs und betrachten soziale Beziehungen hauptsächlich als Quelle eigener Vorteile. Oft erlebe ich auch bei Mail-Anfragen von w-w-w, daß viele Fragesteller zwar Zeit haben, seitenlange Mails mit Fragen zu verfassen, aber keine Zeit finden, eine kurze Mail mit „Danke für Deine Mühe“ abzuschicken. Ich werde für solche Fälle eine „Schwarze Liste“ anlegen, auf die die „schwarzen Schafe“ kommen.

Ansonsten schließe ich mich der Meinung an, daß Qualität vor Quantität kommt. Lieber weniger Bekanntschaften, dafür aber gute.

Freundliche Grüße,

Oliver Walter

E-Mails

Da will ich mich meinen „Vorrednern“ unbedingt anschliessen. Daß es so gelaufen ist wie es gelaufen ist liegt nicht am Kommunikationsmittel sondern vielleicht an den Adressaten dieser Mails.
Nur weil man von jemandem vielleicht keine ausreichende Antwort (mündlich" bekommt gibt man auch nicht gleich das reden auf. :wink:
Man wechsel vielleicht nur den Gesprächspartner.

Ich hatte viele sehr oberflächliche e-mail-Bekanntschaften, die eigendlich immer sehr schnell abflachten und eingeschlafen sind.

Es gibt aber eine e-Mail-Freundin, die kenne ich nun seit knapp über 4 Jahren, wir mailen uns täglich und es ist so spannend wie am ersten Tag.

Das ist genau das andere extrem zu den oberflächlichen bekanntschaften, aber vielleicht ein Beispiel dafür das es sich lohnen kann e-mail-Freundschaften zu pflegen und zu behalten

Grüsse

PP

Perlen sind selten …
… das erhöht nur ihren Wert.
Hallo, Michaela, ja, ich kann es Dir nachfühlen, aber leider gibt es eben am Strand viel mehr Kiesel als Edelsteine. Zwar können auch diese Kiesel recht hübsch sein, aber nach einer Zeit merkt man eben, dass sie nichts anderes sind als gewöhnliche Steine.
Deshalb: nicht aufgeben, weitersuchen. Immer die hübschesten aufheben und dafür ein paar weniger hübsche „verlieren“. Irgendwann hast Du dann mal Deine Edelsteinsammlung :smile:
Lieben Gruß
Eckard.

2 „Gefällt mir“

Hallo Oliver Walter!

Ich kann dir nur beipflichten!

Übrigens, ich muß gestehen, bei mir war es umgekehrt, hatte eine e-mail Bekannte sehr lange, anfangs war es sehr nett, der große Altersunterschied war dann aber wohl doch ein Problem, denn sie belehrte plötzlich, das wurde immer mehr. Ich wollte nicht unhöflich sein, schrieb ihr, weil es mir mit so einem Umgang (Tipps nehme ich gerne an, aber nicht 3 x die Woche Belehrungen, die auch noch besserwisserisch gemeint waren) zu viel wurde, daß ich jetzt nicht mehr pro Woche 4-5 mails schreiben möchte, sondern halt ein bißchen weniger. Sie war so-fort eingeschnappt, wurde noch pamperter, woraufhin ich ihr, da wir uns anfangs schrieben, wir sind immer ehrlich u. offen zueinander, schrieb, daß ich mit der Art, die sie in letzter Zeit an den Tag legt, nicht mehr zurechtkomme. Ich formulierte das sehr sehr sehr vorsichtig, höflich u. schrieb auch noch, daß sie es ja nur gut meinte u. das Problem vielleicht bei mir läge … schon fast zu viel des Entgegenkommens in meinen Augen jetzt im Nachhinein.
Nunja, wie reagierte sie, noch böser, meinte, ich schmierte ihr Honig ums Maul u. im selben mail würde ich sie der u. der Verhaltensweise bezichtigen u. ich solle ihr wenigstens aufgrund des Altersunterschiedes das Recht geben „das letzte Wort zu haben“. Sie hat mir sozusagen sogar verboten, ihr nochmal zu Antworten. Ich finde, hier geht es nicht um das letzte Wort oder so, sondern darum, wann es für einem paßt u. man sich sagt, ok, so bin ich bereit, es jetzt stehen zu lassen, ich habe nichts mehr dazu zu sagen. Aber wenn einem das vorgeschrieben wird, sehr nett, sehr nett kann ich nur sagen - und das übrigens auch bei einer e-mail-Bekanntschaft, wo auch Päckchen hin- u. hergeschickt wurden etc.
Umso mehr kann ich dich wieder verstehen, eine Frechheit, daß einfach keine Antwort kam! Aber es klang halt auch sehr kommerzig „hast du dort u. dort schon bestellt“ etc. … obgleich ich mir denke, es ist doch eine relativ aufwendige Art u. Weise so womöglich „Kunden zu werben“, da so eine e-mail-Schreiberei ja immense Zeit kostet, wenn man sie so INTENSIV macht!

Liebe Grüße, ich hoffe, wir beide lernen aus unseren Fehlern, für mich gilt das jedenfalls so, daß ich das im Auge behalten muß, denn ich vergesse solche Dinge leider schnell wieder …

Liebe Grüße von
Michaela

Die von Dir geschilderte Situationen kenne ich aus der
jüngsten Vergangenheit auch ganz gut. Krassestes Beispiel: Ich
hatte eine Email"freundin", die mir in ihren Mails zu
verstehen gab, wie gut ihr unser Kontakt gefalle. Na ja, reden
können die Leute viel, aber wenn man 2,5 Monate lang bis zu 10
Mails pro Tag bekommt und einem per Post Geschenke geschickt
werden, dann spricht es schon dafür. Irgendwann habe ich
bemerkt, daß ich auf einige der von mir angeschnittenen Fragen
(z.B. ob schon einmal eine Bestellung über libri.de getätigt
wurde, welche Erfahrungen gemacht wurden usw.) keine Antwort
mehr bekommen habe. „Macht ja nichts“, dachte ich zuerst und
erwähnte die Themen irgendwann noch mal. Trotzdem ging die
„Freundin“ nicht mehr auf viele meiner Fragen ein, obwohl die
Mails nicht weniger wurden. Schließlich kam die große
Überraschung von heute auf morgen: „Brauche mal ´ne Auszeit.“
Begründung: keine. Im Grunde war es das dann. Nach 1,5 Wochen
„Auszeit“ wollte ich zwar mal nachfragen, was denn der Grund
für diese „Auszeit“ ist, aber das war dann schon zu viel
verlangt.

Dieses Beispiel bestätigt mir Deine Erfahrungen. Einige Leute
sind halt sehr egoistisch unterwegs und betrachten soziale
Beziehungen hauptsächlich als Quelle eigener Vorteile. Oft
erlebe ich auch bei Mail-Anfragen von w-w-w, daß viele
Fragesteller zwar Zeit haben, seitenlange Mails mit Fragen zu
verfassen, aber keine Zeit finden, eine kurze Mail mit „Danke
für Deine Mühe“ abzuschicken. Ich werde für solche Fälle eine
„Schwarze Liste“ anlegen, auf die die „schwarzen Schafe“
kommen.

Ansonsten schließe ich mich der Meinung an, daß Qualität vor
Quantität kommt. Lieber weniger Bekanntschaften, dafür aber
gute.

Freundliche Grüße,

Oliver Walter

Hallo Eckard,

-))))))

… meinst du … du bist ein Optimist :wink:

Danke u. liebe Grüße von
Michaela

Taufpatin?! :frowning:((((
Hallo DocValde,

danke, ja, ich weiß schon, was du meinst, mich macht halt momentan das so traurig, daß u.a. auch grade die Bekannte (ehemals Freundin genannt), von deren noch ungeborenen Kind ich Taufpatin werden soll, genauso ist.
Ich nehme das so ernst, ich habe schon Söckchen für den Kleinen, … natürlich ist das Materielle nebensächlich, aber auch daran denke ich, noch mehr freue ich mich schon auf den kleinen Menschen. Ich denke mir Taufpatin ist etwas sehr besonderes u. dann gerade von den Bekannten, die einem als solche haben wollen, sozusagen nicht wirklich geschätzt u. so behandelt zu werden, tut weh.

Momentan kommt es mir wieder so vor, als gäbe es max. 2-3 Menschen, die wirklich „meine Perlen“ sind, der Rest …?! :frowning:
Auch grade noch ne Enttäuschung mit meiner besten Freundin hinter mir …

Es macht mich vielleicht so traurig, daß ich jetzt nicht mehr aus kann sozusagen - mit der Taufpatenschaft - mich aber so viel gramperlt, daß ich fast platze.

Danke dir, ja, ich war vor ca. 1 Jahr sehr viel im GiMiX, jetzt so gut wie nicht mehr.
Liebe Grüße
Michaela

Hallo Wolfgang,
ja, du hast Recht, ich wurde „Ent-Täuscht“ - du hast mich zum Lachen gebracht. :wink:

Ich kann nur leider nicht so aus (siehe Posting „Taufpatin?“).

LG
Michaela

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo PP!

Da will ich mich meinen „Vorrednern“ unbedingt anschliessen.
Daß es so gelaufen ist wie es gelaufen ist liegt nicht am
Kommunikationsmittel sondern vielleicht an den Adressaten
dieser Mails.

Ich glaube aber schon, daß mailen ein Medium ist, wo man sich leicht mehr herausnehmen kann.

Nur weil man von jemandem vielleicht keine ausreichende
Antwort (mündlich" bekommt gibt man auch nicht gleich das
reden auf. :wink:

Man kann aber leichter nachfragen, merkt die Reaktionen des Partners, es ist nicht so ein kaltes Medium, wo auch noch derartig leicht total viele Mißverständnisse entstehen können.

Liebe Grüße
Michaela

Hallo Michaela!

Deine Erfahrung scheint mir sehr aufschlußreich. Wenn meine Situation so ähnlich gewesen wäre wie Deine, dann hätte ich es vielleicht noch „verstanden“. Bei mir war es aber tatsächlich von heute auf morgen und es gab keinen Anlaß.

Aber es klang halt auch sehr
kommerzig „hast du dort u. dort schon bestellt“ etc. …
obgleich ich mir denke, es ist doch eine relativ aufwendige
Art u. Weise so womöglich „Kunden zu werben“, da so eine
e-mail-Schreiberei ja immense Zeit kostet, wenn man sie so
INTENSIV macht!

Hm… Interessanter Gedanke, aber meine ehemalige Email"freundin" kannte mich gut genug, um zu wissen, daß ich kein Vertreter bin. Und über 2,5 Monate bis zu 10 Mails täglich und mehrere stundenlange Telefonate sich über Persönliches auszutauschen, um schließlich ein englischsprachiges Psychologie-Buch für 18 Euro anzupreisen (das habe ich mir nämlich dort bestellt), ist in der Tat der Mühe nicht wert.

Liebe Grüße, ich hoffe, wir beide lernen aus unseren Fehlern,
für mich gilt das jedenfalls so, daß ich das im Auge behalten
muß, denn ich vergesse solche Dinge leider schnell wieder …

Ja, hoffentlich lernen wir daraus. Ein paar Anzeichen für die „Katastrophe“ gab´s schon, aber man(n) glaubt´s ja immer erst, wenn sie eintritt.

Liebe Grüße von
Michaela

Herzliche Grüße,

Oliver

Hallo Michaela,

Momentan kommt es mir wieder so vor, als gäbe es max. 2-3
Menschen, die wirklich „meine Perlen“ sind, der Rest …?! :frowning:

DAS finde ich total normal. Ist das nicht bei jedem so?
Das liest sich sogar für mich selbst ein wenig wie abgehobenes blabla, aber:

Ist nicht wirkliche Freundschaft so etwas Besonderes und mitunter auch aufwendiges, daß es gar nicht anders geht? Auch von einem selbst aus?

Auch grade noch ne Enttäuschung mit meiner besten Freundin
hinter mir …

Enttäuschungen haben immer mit einem selbst zu tun, das wurde ja schon geschrieben. Insofern kannst Du Dich fragen, warum Du Dich bei so vielen Leuten so sehr „ins Zeug gelegt“ hast, wenn das doch nicht zurückkommt. Und versuch mal, Dir das wirklich zu beantworten.

Danke dir, ja, ich war vor ca. 1 Jahr sehr viel im GiMiX,
jetzt so gut wie nicht mehr.

Wusst ich’s doch! Vor ca. einem Jahr hab ich auch aufgehört, mich da rumzutreiben, und war vorher auch sehr viel dort unterwegs. :smile:

Gruß,

Doc.

Hallo Doc,

Momentan kommt es mir wieder so vor, als gäbe es max. 2-3
Menschen, die wirklich „meine Perlen“ sind, der Rest …?! :frowning:

DAS finde ich total normal. Ist das nicht bei jedem so?

Vermutlich ja, nur zugeben tun es wenige.

Ist nicht wirkliche Freundschaft so etwas Besonderes und
mitunter auch aufwendiges, daß es gar nicht anders geht? Auch
von einem selbst aus?

Ja sicher, so viel Zeit hat man ja gar nicht, um wirklich gute Freundschaften massenweise zu pflegen. Nur meine Perlen liegen halt sogar „nur“ in der Familie … drum habe ich mir kurzzeitig „Sorgen“ gemacht.

Enttäuschungen haben immer mit einem selbst zu tun, das wurde
ja schon geschrieben. Insofern kannst Du Dich fragen, warum Du
Dich bei so vielen Leuten so sehr „ins Zeug gelegt“ hast, wenn
das doch nicht zurückkommt. Und versuch mal, Dir das wirklich
zu beantworten.

Grübel …
grübel …
Ja, stimmt, klingt logisch. Mmmhh vermutlich ist dahinter das „ich will anerkannt sein“, „ich will „geliebt/gemocht““ werden, was mehr oder weniger eh alles aufs gleiche läuft. Tja, das könnte schon passen. WER ist schon mit sich IMMER total eins u. im klaren u. immer so stabil, daß er nicht auch mal „Zusprache“ von außen bräuchte. Und da hast du mir jetzt die Augen geöffnet, ja, in der letzten Zeit, brauchte ich das aufgrund verschiedenster Umstände vermutlich … wo ich es jetzt weiß, kommt es mir vor, daß ich es gar nicht mehr so braucht … schon eigenartig. DANKE DIR :smile:

Wusst ich’s doch! Vor ca. einem Jahr hab ich auch aufgehört,
mich da rumzutreiben, und war vorher auch sehr viel dort
unterwegs. :smile:

Aber als Doc warst du dort nicht unterwegs, oder??? Ich müßte mich ja an dich auch erinnern können.

Grüße
Michaela

Hallo Doc,

Momentan kommt es mir wieder so vor, als gäbe es max. 2-3
Menschen, die wirklich „meine Perlen“ sind, der Rest …?! :frowning:

DAS finde ich total normal. Ist das nicht bei jedem so?

Vermutlich ja, nur zugeben tun es wenige.

Vielleicht, weil manche das Gefühl haben, man „müsste“ aus gesellschaftlichen Zwängen heraus einen großen Freundeskreis haben - Wie kann jemand ein toller Mensch sein und nicht viele Freunde haben, also viele Leute, die ihn toll finden? Ergo muß jemand, der eben nicht viele Freunde hat, wohl ein gar nicht toller Mensch sein.

Echt Quatsch, oder?

Ist nicht wirkliche Freundschaft so etwas Besonderes und
mitunter auch aufwendiges, daß es gar nicht anders geht? Auch
von einem selbst aus?

Ja sicher, so viel Zeit hat man ja gar nicht, um wirklich gute
Freundschaften massenweise zu pflegen. Nur meine Perlen liegen
halt sogar „nur“ in der Familie … drum habe ich mir
kurzzeitig „Sorgen“ gemacht.

Ich finde es auch wichtig, daß man sich auch im Umfeld selbst mal anschaut. Aber es liegt eben auch an einem selbst, sich selbst zu ändern, wenn man mit sich unzufrieden ist - oder eben die Unzufriedenheit zu ändern. Es ist nicht die Welt, die mit Dir zufrieden sein muß…

Enttäuschungen haben immer mit einem selbst zu tun, das wurde
ja schon geschrieben. Insofern kannst Du Dich fragen, warum Du
Dich bei so vielen Leuten so sehr „ins Zeug gelegt“ hast, wenn
das doch nicht zurückkommt. Und versuch mal, Dir das wirklich
zu beantworten.

Grübel …
grübel …
Ja, stimmt, klingt logisch. Mmmhh vermutlich ist dahinter das
„ich will anerkannt sein“, „ich will „geliebt/gemocht““
werden, was mehr oder weniger eh alles aufs gleiche läuft.

Klar. Bestätigung braucht ja auch jeder. Liebe braucht jeder. Aber inwieweit man sich davon abhängig macht, liegt immer an einem selbst.

Eine sehr liebe Freundin von mir hat mir mal sinngemäß gesagt:

„Man muß sich erst selbst lieben, um jemand anderen lieben zu können.“

Daran scheitert es schon bei den meisten, ist ja auch schwierig, sich selbst mit allen Komplexen und Fehlern lieben zu können, ohne selbstverliebt zu sein. Aber ich finde das wahr, und ich finde sogar, daß man eigentlich sogar auch nur geliebt werden kann, Liebe auch annehmen kann, wenn man sich selbst liebt.

(CAVE: „Liebe“ heisst hier nicht Narzißmus und heisst hier auch nicht „romantische“ Liebe.)

Tja, das könnte schon passen. WER ist schon mit sich IMMER
total eins u. im klaren u. immer so stabil, daß er nicht auch
mal „Zusprache“ von außen bräuchte.

Eben, wohl kaum jemand. Diejenigen sind so mit sich eins, die eben Liebe bekommen, und die bekommen Liebe, weil sie so mit sich eins sind, weil sie Liebe bekommen, weil sie mit sich eins sind, weil…

Ist vielleicht ein überzeichnetes Bild, aber im Grundsatz kommt’s hin, denke ich.

Und da hast du mir jetzt
die Augen geöffnet, ja, in der letzten Zeit, brauchte ich das
aufgrund verschiedenster Umstände vermutlich …

Zuviel der Ehre…:smile: Das hast Du schon selbst getan, indem Du die Frage hier gepostet hast. :smile:

wo ich es
jetzt weiß, kommt es mir vor, daß ich es gar nicht mehr so
braucht … schon eigenartig. DANKE DIR :smile:

Ist n cooles Gefühl, Selbsterkenntnis, nicht? :smile:

Wusst ich’s doch! Vor ca. einem Jahr hab ich auch aufgehört,
mich da rumzutreiben, und war vorher auch sehr viel dort
unterwegs. :smile:

Aber als Doc warst du dort nicht unterwegs, oder??? Ich müßte
mich ja an dich auch erinnern können.

Doch, auch da war ich DocValde. Zuletzt musste ich mich aber i.w. mit WBS70 rumärgern, was dann auch der Tropfen war, der mich dazu bewogen hat, die Community zu wechseln. Ich erinnere mich auch noch an die GiMiX Hools, Naschwerk & Co, die ich zwar grundsätzlich ganz gut fand, aber ihre Mittel waren mir dann doch zu dolle und irgendwann wird’s halt auch langweilig.

Gruß,

Doc.

von sich preisgeben
Hallo DocValde!

Wie meinst Du das:

Enttäuschungen haben immer mit einem selbst zu tun, das wurde
ja schon geschrieben. Insofern kannst Du Dich fragen, warum Du
Dich bei so vielen Leuten so sehr „ins Zeug gelegt“ hast, wenn
das doch nicht zurückkommt. Und versuch mal, Dir das wirklich
zu beantworten.

Mir geht es ähnlich wie Michaela - wenn ich glaube, jemand im Netz gefunden zu haben, mit dem man auf einer Wellenlänge schwimmt, oder einfach „die Worte/Wortwahl passt“, dann „lege ich mich ins Zeug“, also es wird sehr privat (was man jemand Fremdes im RL nie sofort erzählen würde).
Was man gemacht hat, woher man kommt, wie es einem so ergeht.
Meist kommt auch selbe Resonanz zurück, aber dann versackt die Kommunikation, das enttäuscht, obwohl man sich damit abfindet.
Was macht man denn da falsch?
Ich „lege mich so ins Zeug“, weil ich die Hoffnung habe, jemand Nettes kennenzulernen, evtl. jemand später als Freund zu titulieren.
Aber irgendwie scheint es noch schwerer als im RL, da merkt man sofort, ob man jemand riechen kann, oder nicht.
Sollte man am besten gar nichts, oder nur sehr langsam von sich preisgeben?

Aber „schön“ zu lesen, dass es anderen auch so ergeht.
Neulich war hier doch ein Artikel über „Verfall der Sitte im w-w-w“, war sehr interessant.
(Zitat: Aldi-PC Käufer die Chatrooms vollstopfen)
Oder der Artikel von F. Hartroth war sehr treffend.

Wie dem auch sei, viel Glück beim Perlen suchen, wenn ihr sucht.
-Nicole

Hallo Kroeti,

Wie meinst Du das:

Enttäuschungen haben immer mit einem selbst zu tun, das wurde
ja schon geschrieben. Insofern kannst Du Dich fragen, warum Du
Dich bei so vielen Leuten so sehr „ins Zeug gelegt“ hast, wenn
das doch nicht zurückkommt. Und versuch mal, Dir das wirklich
zu beantworten.

Mir geht es ähnlich wie Michaela - wenn ich glaube, jemand im
Netz gefunden zu haben, mit dem man auf einer Wellenlänge
schwimmt, oder einfach „die Worte/Wortwahl passt“, dann „lege
ich mich ins Zeug“, also es wird sehr privat (was man jemand
Fremdes im RL nie sofort erzählen würde).

Mit „ins Zeug legen“ meine ich nicht unbedingt „viel von sich preisgeben“ - auch wenn ich es ählich erlebe, ich tu das schon schneller als im RL. Ich meine hier mehr die Frequenz der Kommunikation - klar ist ne Mail schnell geschreiben, aber trotzdem muß es auch von Anfang an (oder zumindest nach dem ersten Hype) okay, sein, wenn man ein paar Tage nichts vom anderen hört bzw. von sich hören lässt. Sonst entsteht halt schnell eben dieses Gefühl der Verpflichtung, sofort antworten zu müssen, immer was zu sagen haben zu müssen - mich bringt das eher dazu, zu mauern. Also auch mal Luft lassen. Fällt mir selbst manchmal schwer, wie gesagt, ne Mail ist schnell geschrieben, da kann der andere doch auch mal eben… Nein, nicht unbedingt.

Was man gemacht hat, woher man kommt, wie es einem so ergeht.
Meist kommt auch selbe Resonanz zurück, aber dann versackt die
Kommunikation, das enttäuscht, obwohl man sich damit abfindet.
Was macht man denn da falsch?
Ich „lege mich so ins Zeug“, weil ich die Hoffnung habe,
jemand Nettes kennenzulernen, evtl. jemand später als Freund
zu titulieren.
Aber irgendwie scheint es noch schwerer als im RL, da merkt
man sofort, ob man jemand riechen kann, oder nicht.
Sollte man am besten gar nichts, oder nur sehr langsam von
sich preisgeben?

Hm… vielleicht sollte man besser dosieren, ja. Mehr Zeit lassen. Zurück zur Langsamkeit? Keine Ahnung, ist für mich auch grad ein neuer Gedanke :smile:

Generell hilft’s vielleicht schon, sich immer mal wieder vorzuhalten:

„…die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden…“

Oder so ähnlich.

In diesem Sinne,

Doc.

Hallo Doc,

oh, alles klar, das meintest Du, wie häufig man sich „verpflichtet“ fühlt zu antworten.
Ich hatte bis jetzt nur eine Bekanntschaft, wo es so war, dass der Mensch (wir kannten uns persönlich, und er wollte was von mir) eine ellenlange mail am Abend verfasste, und ich gefälligst am anderen Tag genauso lang+schnell zurückzuschreiben hatte.
Sonst war er beleidigt, und da ich nichts von ihm wollte, bzw. ihn nicht von den Kopf stossen wollte, machte ich mit.
Es nervte irgendwann so sehr, aber der Kontakt ist auch aus anderen Gründen Gott-sei Dank abgebrochen.

Ich weiss nicht, ob der Vergleich gestattet ist, aber mit dem „verpflichtet sein zum schnellen mail schreiben“, ist es fast so, wie wenn man eingeladen wurde (Essen, Kino…), und dies dann auch in irgendeiner Form „erkenntlich“ zeigen muss.
Oder mit teueren Geschenken ist es auch so. Da muss man der „geliebten“ Tante noch wochenlang hinterher rutschen.
Sind diese Verpflichtungen „deutsch“? Hm, ich weiss es nicht, habe keine Vergleichsmöglichkeiten.

erwartungsfreie Grüsse, :smile:
-Nicole