Liebe ForumskollegInnen
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hallo!
In letzter Zeit „kämpfe“ ich wegen diversester Themen mit mir, es ist so ein Zwischending zwischen inneren Kampf und Grübelei u. Philosophieren in Richtung Sinnsuche und der Frage „was ist Zufriedenheit“.
Ohne jetzt x Details nennen zu wollen ist es so, daß ich ein to-tal glücklicher Mensch sein könnte. Ich bin das auch sehr oft, aber leider neige ich scheinbar zu Depressionen (ich bin auch bei einer Ärztin, die mir sehr hilft).
Meine Grübelthemen:
- „Warum bin ich auf der Welt“?
(Ich sage mal, ich frage mich das, weil das Babythema seit einiger Zeit aktuell ist u. eben noch kein Baby „im Anmarsch“ ist u. daher ist dieses Thema sicherlich auch eher oft mal bei mir im Hirn.
Meine Arbeit im Büro ist ganz ok, obgleich ich diesen Beruf sicherlich jetzt nicht „leidenschaftlich“ ausübe, wie vielleicht mancher Maler oder Schauspieler oder wenns ist auch Buchhalter den Seinen (offenbar glaube ich vielleicht auch, daß man das muß/sollte?!). Daher weht also auch der Wind.
Ich meine, ich bin verheiratet, total glücklich (bis auf eine „unterdrückte“, selbst nicht erkannte Babykriese anfangs dieses Jahres, ich wollte schon, er noch nicht, hatten total viel Arbeit mit Eigenheim … kränkte mich offenbar sehr, wußte ich damals selbst nicht (!!!). Aufgrund von vielen Gesprächen u. auch über die Ärztin sind wir auf das draufgekommen u. haben es aufgearbeitet. Sicherlich ist durch den weiter bestehenden u. auch „in Angriff genommenen Wunsch“ (wir machen das aber jetzt total locker, geht sonst ja gar nicht, war alles viel zu fanatisch), ist das Thema halt manchmal präsent u. auch kann ja eine Frau ihren Zyklus nicht „verleugnen“ u. bekommt alles mit sozusagen, ob Baby diesmal ja oder eben nicht … etc.
Ich habe ein schönes Heim u. mein Mann ist total verständnisvoll …
Das was in den letzten Jahren, wo sich ALLES ums Eigenheim gedreht hat u. wenn das nicht, dann um die Arbeit, oder man war eh total k.o., sicherlich gefehlt hat u. das sich bis jetzt noch nicht wieder eingependelt hat, ist eben, auch mal was für Körper zu tun, also Sport u. zwar regelmäßig … angesprochen wird es öfter, dann plötzlich doch weniger, die Faulheit siegt … Nicht, daß wir zwei total dick wären, aber man merkt halt um den 30er herum, daß es mal Zeit wäre, wieder was für den Body zu tun … auch natürlich sind früher die gesellschaftlichen Themen unwichtiger gewesen, hat sich aber auch schon geändert.
UND jetzt frage ich mich, WIESO frage ich mich dauernd nach dem Sinn des Lebens. Ich habe übrigens Bücher von Viktor Frankl Zuhause liegen, aber bis jetzt konnte ich mich nicht durchringen sie zu lesen, war mir zu mühsam mit seinen ewig aufgezählten Statistiken …
Ich bin doch in Wirklichkeit so ein unwichtiges Staubkorn hier auf der Erde, pfusch u. weg war ich wieder. Dh. mein Leben MUSS vielleicht gar nicht so einen tiefgreifenden Sinn haben … trotzdem grüble ich.
Meine geistigen Kapazitäten im Bereich des Dauergrübelns sind extrem. - LEIDER!!! - Z.B. denke ich manchmal, daß ich für ein Studium zu faul war, bzw. einfach keines machen will u. ich aber für einen „sturen“ Bürojob (ist gar nicht so stur), zu viel Hirnaktivität habe. Ich will damit nicht sagen Hirnaktivität wäre IQ, nein, das nicht, einfach „Hirnaktivität“. Sorry, sehr verwirrend.
Und jetzt kommt das zweite Hauptthema:
- „Freundinnen / Freunde - Bekannte“ - Umgang …
Irgendwie (wohl auch aufgrund der Außeneinflüsse von dem her, was die Leute oft reden, ach wie viele Freunde sie nicht hätten … u. auch vom Fernsehen her …) war immer ein großer Traum von mir eine beste Freundin zu haben. Schon früh hörte ich aber eine Aussage von meiner verstorbenen Oma, daß man entweder einen Mann oder eine beste Freundin haben könne.
Ich finde diesen Spruch u. fand ihn schon als kleines Kind total logisch, jedoch habe ich nie wirklich ruhig u. auf Basis dessen gelebt. Ich meine, ich muß das ja nicht, aber es ist doch was wahres dran u. auch, daß man einfach nicht x super tolle Bekannte haben kann, die man dauernd sieht. Man hat ja auch sein eigenes Leben noch u. so viel Zeit, vor allem auch dann, wenn man Kinder hat, ist da ja gar nicht.
Im Kindergarten hatte ich eine „beste Freundin“, die wurde dann schon zu Volksschulzeiten eigen, stur u. oft trutzig. Jetzt hat sie von einer Schule, wo wir nicht mehr gemeinsam hin gingen eine „beste Freundin“ u. sie ist auch noch sehr krank. In meinem Alter u. hat Polyarthritis! Ich bewundere sie, wie sie ihr Leben meistert, obgleich sie jetzt schon so geht, als wäre sie eine alte Frau.
((( Abgesehen von den x Operationen, die sie schon hatte.
Dazwischen hatte ich eine Freundin, mit der ich recht eine Gaudi hatte als Teenager, wir hatten die selbe Wellenlänge, hatten uns kurz aus den Augen verlohren, dann wieder getroffen, dann gab es Probleme zwischen ihr u. ihrem Freund, sie trennte sich von ihm. Ich hatte zu dieser Zeit ein total offenes Ohr für sie, versuchte sie zu unterstützen … obgleich mein Mann u. ich ihrer Anfrage, ob sie bei uns wohnen könne (wie lange, hätten wir ja nicht gewußt u. es ist doch ein Einschnitt in die Privatsphäre, ich wußte auch damals schon, daß sie sehr egoistisch sein kann), nicht nachgekommen sind. Wir sahen sie mit ihrem Freund nur mehr einmal, sie meldete sich fast 1 Jahr nicht u. ich habe mich, nachdem es bei den letzten Telefonaten, wo es auch immer so lief, daß sie mir unentwegt erzählte u. mich NIE fragte, wie es mir geht … meldete ich mich auch nicht mehr. Das war mir zu viel. Egoistin bis zum geht nicht mehr.
Meine Freundin, dich ich jetzt auch als sozusagen meine letzte beste Freundin nennen möchte, kenne ich von der berufsbildenden höheren Schule. Wir vertrugen uns sehr gut, tuschelten, … wies nach Spanien ging, 2 Wochen Sprachaufenthalt, waren ihre Eltern einfach dagegen, sie hatte immer eine sehr enge Bindung zu ihren Eltern, die mir aber meist relativ komisch vorkamen, wenn ich sie sah. Z.B. trafen wir sie beim Nachhauseweg von einer Schulexkursion in der Bahn. Sie saßen in der Bahn mit uns zusammen u. haben nicht mal ein Wort rausgebracht. Eigenartig, ich fragte mich, wie sie das aushält. Natürlich sind sie zu Hause anders, aber trotzdem komisch u. eher primitiv. Ok, nichts dagegen zu sagen, habe sie in der Zwischenzeit auch etwas näher kennengelernt, tauen offenbar schwer auf, aber trotzdem war das ganze immer komisch. Dann gab es auch Funkstille zwischen uns. Ich lud sie zu meiner Hochzeit ein u. ich war so blöd, nicht dezitiert zu erwähnen, daß NATÜRLICH (!) ihr damaliger Freund, den ich aber auch noch nicht kannte, weil schon vorher der Kontakt eher dürftig war, zur Hochzeitstafel eingeladen war. Ich wartete ewig auf ihre Antwort, ob sie nun käme oder nicht, war nämlich dezitiert in der Einladung darum gebeten worden. - Nichts. - Nicht mal zur Kirche erschien sie. Ok, sie war verunsichert, wollte alleine nicht kommen … Zwei Jahre später (mir läßt so eine Funkstille, wo man nicht weiß, warum es so ist, nie eine Ruhe) kontaktierte ich sie per e-mail, das ich durch eine Suche im Internet fand. Sie freute sich, wir trafen uns, alles so, als ob keine Zeit dazwischen gewesen wäre. Die Gespräche taten mir gut, jemandem zum Reden, ohne dauernd den Ehemann bequatschen zu müssen, ohne dauernd die eigene Mama anrufen zu müssen, einfach noch jemand als sozusagene Vertrauensperson.
Sie hatte viel mit ihrem Freund mitgemacht, wohnte nun wieder bei den Eltern, hat chronischen Bluthochdruck, muß starke Pulver nehmen … wir redeten u. redeten u. e-mailten hin- u. her u. auch von den letzten Monaten, in denen es mir nicht gut ging, erzählte ich ihr alles. Es tat gut, sie hatte, auch wenn sie oft sehr einfältig u. vielleicht sogar naiv wirkt, oft so gute Antworten u. Worte, fast weise möchte ich sagen.
Da sie seit einem Unfall bedingt durch ihren Bluthochdruck ewig nicht mehr alleine mit dem Auto gefahren ist, spürte ich irgendwie, es läge an mir, sie zu ermutigen, animieren, ihr Mut zuzusprechen. Es gelang. Sie freute sich, sie dankte mir u. war froh, wieder ein wenig Selbständigkeit zurückgewonnen zu haben. Ich sagte ihr immer u. ich meinte es ernst, daß SIE es ALLEINE wieder geschafft hätte. Es war einfach schön, insofern, weil wir uns gegenseitig anvertrauen konnten (natürlich nicht die intimsten Details oder so, daß ist etwas zwischen meinem Mann und mir!), aber alltägliche Dinge, wo es mir einfach un-heimlich gut tut, darüber zu sprechen, mailen hilft da nicht so.
Da sie noch immer alle möglichen Zustände hatte wg. der Beziehung mit ihrem Freund, der Behandlung durch dessen Eltern, demütigend … wollte ich ihr helfen u. erzählte ihr auch von meiner Ärztin, die MIR (!) u. ich habe das immer betont (auch, daß sie, wenn sie einmal dort war u. es ihr nicht taugt oder so, nicht mehr gehen braucht, das ist ja ihre Entscheidung, ich habe das oft betont u. auch ehrlich gemeint), viel geholfen hat jedenfalls bis jetzt, möchte nichts verschreien. Sie ging hin, bekam Pulver verschrieben u. wurde 3 Wochen krankgeschrieben, sie bräuchte Zeit für sich u. mußte endlich zur Ruhe kommen, lt. der Ärztin.
Nun passierte in meinen Augen das Eigenartige, ihr Vater nahm sich die erste Woche Pflegeurlaub. Ich dachte mir „na super, da hat sie wieder keine Ruhe“. (Ich muß noch dazusagen, daß sie bis dahin auch nie alleine Zuhause war, sie fürchtete sich in allen möglichen Situationen … Das war aber eigentlich nichts, was sie nach dem Arztbesuch erwähnte, wir brachten sie nämlich mit den Auto dorthin).
In der ersten Woche hörte ich von ihr nur 1 x etwas, sie vertrug offenbar die Pulver nicht, hatte eine Art Anfall, sie glaubte, ihr Kopf zerspringt, u. sie glaubte, es sei der Blutdruck. Ich nehme an, die Pulver haben sich einfach mit den Blutdruckpulvern nicht vertragen. ICH an ihrer Stelle hätte diese sofort abgesetzt u. versucht die Ärztin zu erreichen (u. wenn man wirklich will, dann geht das). Sie sagte mir, sie hätte sie einmal am Handy angerufen, auf die Mailbox was gesagt u. die Ärztin hätte sich bis jetzt nicht mehr gemeldet (das ist schon 4 Wochen nachher!). Sie ging zum Hausarzt, der sagte, die Pulver vertrage sie nicht, verschrieb ihr andere. Sie blieb alle 3 Wochen Zuhause, in der 2. Woche nahm sich ihre Mutter Pflegeurlaub u. in der 3. ihr Vater Urlaub. - Krank finde ich. - In der 2. Woche rief ich sie an, ich machte mir schon Sorgen, ihre Mutter ließ sie nicht mal 2 Minuten reden. In der 3. Woche hätte sie zur Kontrolle zur Ärztin gehen sollen, da ging sie natürlich nicht hin, erfuhr ich auch nur, weil ich fragte, sie traute es mir offenbar nicht, es zu sagen.
Sie weiß, ich habe es so oft betont, daß mir Ehrlichkeit total wichtig ist u. daß ich auch ihre Entscheidung respektiere, wer bin ich denn schon! Ich wollte ihr lediglich helfen, es kann ja sein, daß für sie ein ganz anderer Weg der richtige ist.
Was ich nun nicht verstand, war ihr eigenartiges Verhalten, daß sie nicht mal mit der Ärztin ernstlich versucht hatte, Kontakt aufzunehmen u. daß sie sich mir gegenüber so komisch verhielt.
Ich investiere - leider - in Menschen, die ich gerne mag Energie, weil ich es gut meine u. ich finde, ich habe das Recht, daß man dann mit mir auch wenigstens fair u. ehrlich umgeht. Sie hielt mich ja für blöd, bzw. schottete sich total ab. Ich habe sie nicht dauernd bearbeitet oder so. Wenn das so gewesen wäre, ok, klar, was sollte sie sonst tun, um ihre Ruhe zu haben, ok, ihr hört auch hier nur meine Meinung, meine „Story“, versucht mir nachzufühlen, wie ihr euch gefühlt hättet.
Gestern jedenfalls habe ich mich derartig geärgert, ich konnte das ganze nicht vergessen, es ging mir im Hirn um, weil ich auch noch nicht wußte, was nun wirklich los war!!! Sie hatte es ja noch immer nicht für nötig befunden mich mal 3 Minuten anzurufen, obwohl ich sie per mail darum gebeten hatte, daß sie mich mal anrufen, wenn sie FREI (!!! u. da geht ja bei ihr nicht immer) reden kann.
Gestern erfuhr ich nun alles u. ich bin der Meinung, jede Energie, die ich investiere, nein, nicht jede, aber es tut einfach weh, so viel Herz wo hineinzulegen u. dann so ein Verhalten. Ich finde, es zeugt nicht von Wertschätzung ihrerseits an mich. Ich ärgere mich auch darüber, daß das was ihr Vater sagt das Evangelium ist u. das was ich sage offenbar nur ein Gebrabbel. Ok, ich bin auch nicht ihr Vater, aber ich finde, wenn man um die 30 ist, sollte man ein wenig selbstständig sein.
Was weiß ich, vielleicht verlange ich auch zu viel. Ich bin jedenfalls sehr enttäuscht u. stehe nun wieder ohne „beste Freundin“ da. Ich meine, es gibt so viele, die nicht mal noch den richtigen Lebenspartner gefunden haben. Ich bin eine undankbare Göre!!! Ich habe so viel u. kriege (jetzt kommt wieder das erstere Thema zum tragen) eine Sinnkriese, wenn es mit den Beziehungen zu anderen Menschen nicht so läuft, bzw. wenn ich eben nicht eine beste Freundin habe. Was will ich eigentlich???
((((((((((((((((((((((((((((((((( Was will ich noch alles??? Mir kommt manchmal vor, ich kriege einfach nicht genug u. sehe immer nur die schlechten Dinge.
Eine Gabe ist mir auch noch abhanden gekommen, die ich vor den hektischen letzten Jahren hatte. Ich liebe zB Bücher (auch da frage ich mich manchmal, was bringt es jetzt, wenn du (also ich) dieses Buch lese, das ist doch so unwichtig, als ob ich danach suche, etwas sinnvolles zu tun … das was mir abhanden gekommen ist, ist, einfach mir ein Buch (meist war es früher ein Kochbuch) zur Hand zu nehmen u. mich glücklich u. total gedankenverlohren hineinsinken lasse, das Buch, die Bilder, die kurzen Texte, die ich vielleicht lese einfach zu genießen).
Was ist nur mit mir los. Ich finde mich selbst unmöglich.
Michaela
