Zufriedenheit / Sinn im Leben - lang! sorry

Liebe ForumskollegInnen :wink: ,

hallo!
In letzter Zeit „kämpfe“ ich wegen diversester Themen mit mir, es ist so ein Zwischending zwischen inneren Kampf und Grübelei u. Philosophieren in Richtung Sinnsuche und der Frage „was ist Zufriedenheit“.

Ohne jetzt x Details nennen zu wollen ist es so, daß ich ein to-tal glücklicher Mensch sein könnte. Ich bin das auch sehr oft, aber leider neige ich scheinbar zu Depressionen (ich bin auch bei einer Ärztin, die mir sehr hilft).

Meine Grübelthemen:

  • „Warum bin ich auf der Welt“?
    (Ich sage mal, ich frage mich das, weil das Babythema seit einiger Zeit aktuell ist u. eben noch kein Baby „im Anmarsch“ ist u. daher ist dieses Thema sicherlich auch eher oft mal bei mir im Hirn.
    Meine Arbeit im Büro ist ganz ok, obgleich ich diesen Beruf sicherlich jetzt nicht „leidenschaftlich“ ausübe, wie vielleicht mancher Maler oder Schauspieler oder wenns ist auch Buchhalter den Seinen (offenbar glaube ich vielleicht auch, daß man das muß/sollte?!). Daher weht also auch der Wind.
    Ich meine, ich bin verheiratet, total glücklich (bis auf eine „unterdrückte“, selbst nicht erkannte Babykriese anfangs dieses Jahres, ich wollte schon, er noch nicht, hatten total viel Arbeit mit Eigenheim … kränkte mich offenbar sehr, wußte ich damals selbst nicht (!!!). Aufgrund von vielen Gesprächen u. auch über die Ärztin sind wir auf das draufgekommen u. haben es aufgearbeitet. Sicherlich ist durch den weiter bestehenden u. auch „in Angriff genommenen Wunsch“ (wir machen das aber jetzt total locker, geht sonst ja gar nicht, war alles viel zu fanatisch), ist das Thema halt manchmal präsent u. auch kann ja eine Frau ihren Zyklus nicht „verleugnen“ u. bekommt alles mit sozusagen, ob Baby diesmal ja oder eben nicht … etc.
    Ich habe ein schönes Heim u. mein Mann ist total verständnisvoll …
    Das was in den letzten Jahren, wo sich ALLES ums Eigenheim gedreht hat u. wenn das nicht, dann um die Arbeit, oder man war eh total k.o., sicherlich gefehlt hat u. das sich bis jetzt noch nicht wieder eingependelt hat, ist eben, auch mal was für Körper zu tun, also Sport u. zwar regelmäßig … angesprochen wird es öfter, dann plötzlich doch weniger, die Faulheit siegt … Nicht, daß wir zwei total dick wären, aber man merkt halt um den 30er herum, daß es mal Zeit wäre, wieder was für den Body zu tun … auch natürlich sind früher die gesellschaftlichen Themen unwichtiger gewesen, hat sich aber auch schon geändert.
    UND jetzt frage ich mich, WIESO frage ich mich dauernd nach dem Sinn des Lebens. Ich habe übrigens Bücher von Viktor Frankl Zuhause liegen, aber bis jetzt konnte ich mich nicht durchringen sie zu lesen, war mir zu mühsam mit seinen ewig aufgezählten Statistiken …
    Ich bin doch in Wirklichkeit so ein unwichtiges Staubkorn hier auf der Erde, pfusch u. weg war ich wieder. Dh. mein Leben MUSS vielleicht gar nicht so einen tiefgreifenden Sinn haben … trotzdem grüble ich.
    Meine geistigen Kapazitäten im Bereich des Dauergrübelns sind extrem. - LEIDER!!! - Z.B. denke ich manchmal, daß ich für ein Studium zu faul war, bzw. einfach keines machen will u. ich aber für einen „sturen“ Bürojob (ist gar nicht so stur), zu viel Hirnaktivität habe. Ich will damit nicht sagen Hirnaktivität wäre IQ, nein, das nicht, einfach „Hirnaktivität“. Sorry, sehr verwirrend.

Und jetzt kommt das zweite Hauptthema:

  • „Freundinnen / Freunde - Bekannte“ - Umgang …
    Irgendwie (wohl auch aufgrund der Außeneinflüsse von dem her, was die Leute oft reden, ach wie viele Freunde sie nicht hätten … u. auch vom Fernsehen her …) war immer ein großer Traum von mir eine beste Freundin zu haben. Schon früh hörte ich aber eine Aussage von meiner verstorbenen Oma, daß man entweder einen Mann oder eine beste Freundin haben könne.
    Ich finde diesen Spruch u. fand ihn schon als kleines Kind total logisch, jedoch habe ich nie wirklich ruhig u. auf Basis dessen gelebt. Ich meine, ich muß das ja nicht, aber es ist doch was wahres dran u. auch, daß man einfach nicht x super tolle Bekannte haben kann, die man dauernd sieht. Man hat ja auch sein eigenes Leben noch u. so viel Zeit, vor allem auch dann, wenn man Kinder hat, ist da ja gar nicht.

Im Kindergarten hatte ich eine „beste Freundin“, die wurde dann schon zu Volksschulzeiten eigen, stur u. oft trutzig. Jetzt hat sie von einer Schule, wo wir nicht mehr gemeinsam hin gingen eine „beste Freundin“ u. sie ist auch noch sehr krank. In meinem Alter u. hat Polyarthritis! Ich bewundere sie, wie sie ihr Leben meistert, obgleich sie jetzt schon so geht, als wäre sie eine alte Frau. :frowning:((( Abgesehen von den x Operationen, die sie schon hatte.
Dazwischen hatte ich eine Freundin, mit der ich recht eine Gaudi hatte als Teenager, wir hatten die selbe Wellenlänge, hatten uns kurz aus den Augen verlohren, dann wieder getroffen, dann gab es Probleme zwischen ihr u. ihrem Freund, sie trennte sich von ihm. Ich hatte zu dieser Zeit ein total offenes Ohr für sie, versuchte sie zu unterstützen … obgleich mein Mann u. ich ihrer Anfrage, ob sie bei uns wohnen könne (wie lange, hätten wir ja nicht gewußt u. es ist doch ein Einschnitt in die Privatsphäre, ich wußte auch damals schon, daß sie sehr egoistisch sein kann), nicht nachgekommen sind. Wir sahen sie mit ihrem Freund nur mehr einmal, sie meldete sich fast 1 Jahr nicht u. ich habe mich, nachdem es bei den letzten Telefonaten, wo es auch immer so lief, daß sie mir unentwegt erzählte u. mich NIE fragte, wie es mir geht … meldete ich mich auch nicht mehr. Das war mir zu viel. Egoistin bis zum geht nicht mehr.

Meine Freundin, dich ich jetzt auch als sozusagen meine letzte beste Freundin nennen möchte, kenne ich von der berufsbildenden höheren Schule. Wir vertrugen uns sehr gut, tuschelten, … wies nach Spanien ging, 2 Wochen Sprachaufenthalt, waren ihre Eltern einfach dagegen, sie hatte immer eine sehr enge Bindung zu ihren Eltern, die mir aber meist relativ komisch vorkamen, wenn ich sie sah. Z.B. trafen wir sie beim Nachhauseweg von einer Schulexkursion in der Bahn. Sie saßen in der Bahn mit uns zusammen u. haben nicht mal ein Wort rausgebracht. Eigenartig, ich fragte mich, wie sie das aushält. Natürlich sind sie zu Hause anders, aber trotzdem komisch u. eher primitiv. Ok, nichts dagegen zu sagen, habe sie in der Zwischenzeit auch etwas näher kennengelernt, tauen offenbar schwer auf, aber trotzdem war das ganze immer komisch. Dann gab es auch Funkstille zwischen uns. Ich lud sie zu meiner Hochzeit ein u. ich war so blöd, nicht dezitiert zu erwähnen, daß NATÜRLICH (!) ihr damaliger Freund, den ich aber auch noch nicht kannte, weil schon vorher der Kontakt eher dürftig war, zur Hochzeitstafel eingeladen war. Ich wartete ewig auf ihre Antwort, ob sie nun käme oder nicht, war nämlich dezitiert in der Einladung darum gebeten worden. - Nichts. - Nicht mal zur Kirche erschien sie. Ok, sie war verunsichert, wollte alleine nicht kommen … Zwei Jahre später (mir läßt so eine Funkstille, wo man nicht weiß, warum es so ist, nie eine Ruhe) kontaktierte ich sie per e-mail, das ich durch eine Suche im Internet fand. Sie freute sich, wir trafen uns, alles so, als ob keine Zeit dazwischen gewesen wäre. Die Gespräche taten mir gut, jemandem zum Reden, ohne dauernd den Ehemann bequatschen zu müssen, ohne dauernd die eigene Mama anrufen zu müssen, einfach noch jemand als sozusagene Vertrauensperson.
Sie hatte viel mit ihrem Freund mitgemacht, wohnte nun wieder bei den Eltern, hat chronischen Bluthochdruck, muß starke Pulver nehmen … wir redeten u. redeten u. e-mailten hin- u. her u. auch von den letzten Monaten, in denen es mir nicht gut ging, erzählte ich ihr alles. Es tat gut, sie hatte, auch wenn sie oft sehr einfältig u. vielleicht sogar naiv wirkt, oft so gute Antworten u. Worte, fast weise möchte ich sagen.
Da sie seit einem Unfall bedingt durch ihren Bluthochdruck ewig nicht mehr alleine mit dem Auto gefahren ist, spürte ich irgendwie, es läge an mir, sie zu ermutigen, animieren, ihr Mut zuzusprechen. Es gelang. Sie freute sich, sie dankte mir u. war froh, wieder ein wenig Selbständigkeit zurückgewonnen zu haben. Ich sagte ihr immer u. ich meinte es ernst, daß SIE es ALLEINE wieder geschafft hätte. Es war einfach schön, insofern, weil wir uns gegenseitig anvertrauen konnten (natürlich nicht die intimsten Details oder so, daß ist etwas zwischen meinem Mann und mir!), aber alltägliche Dinge, wo es mir einfach un-heimlich gut tut, darüber zu sprechen, mailen hilft da nicht so.
Da sie noch immer alle möglichen Zustände hatte wg. der Beziehung mit ihrem Freund, der Behandlung durch dessen Eltern, demütigend … wollte ich ihr helfen u. erzählte ihr auch von meiner Ärztin, die MIR (!) u. ich habe das immer betont (auch, daß sie, wenn sie einmal dort war u. es ihr nicht taugt oder so, nicht mehr gehen braucht, das ist ja ihre Entscheidung, ich habe das oft betont u. auch ehrlich gemeint), viel geholfen hat jedenfalls bis jetzt, möchte nichts verschreien. Sie ging hin, bekam Pulver verschrieben u. wurde 3 Wochen krankgeschrieben, sie bräuchte Zeit für sich u. mußte endlich zur Ruhe kommen, lt. der Ärztin.
Nun passierte in meinen Augen das Eigenartige, ihr Vater nahm sich die erste Woche Pflegeurlaub. Ich dachte mir „na super, da hat sie wieder keine Ruhe“. (Ich muß noch dazusagen, daß sie bis dahin auch nie alleine Zuhause war, sie fürchtete sich in allen möglichen Situationen … Das war aber eigentlich nichts, was sie nach dem Arztbesuch erwähnte, wir brachten sie nämlich mit den Auto dorthin).
In der ersten Woche hörte ich von ihr nur 1 x etwas, sie vertrug offenbar die Pulver nicht, hatte eine Art Anfall, sie glaubte, ihr Kopf zerspringt, u. sie glaubte, es sei der Blutdruck. Ich nehme an, die Pulver haben sich einfach mit den Blutdruckpulvern nicht vertragen. ICH an ihrer Stelle hätte diese sofort abgesetzt u. versucht die Ärztin zu erreichen (u. wenn man wirklich will, dann geht das). Sie sagte mir, sie hätte sie einmal am Handy angerufen, auf die Mailbox was gesagt u. die Ärztin hätte sich bis jetzt nicht mehr gemeldet (das ist schon 4 Wochen nachher!). Sie ging zum Hausarzt, der sagte, die Pulver vertrage sie nicht, verschrieb ihr andere. Sie blieb alle 3 Wochen Zuhause, in der 2. Woche nahm sich ihre Mutter Pflegeurlaub u. in der 3. ihr Vater Urlaub. - Krank finde ich. - In der 2. Woche rief ich sie an, ich machte mir schon Sorgen, ihre Mutter ließ sie nicht mal 2 Minuten reden. In der 3. Woche hätte sie zur Kontrolle zur Ärztin gehen sollen, da ging sie natürlich nicht hin, erfuhr ich auch nur, weil ich fragte, sie traute es mir offenbar nicht, es zu sagen.
Sie weiß, ich habe es so oft betont, daß mir Ehrlichkeit total wichtig ist u. daß ich auch ihre Entscheidung respektiere, wer bin ich denn schon! Ich wollte ihr lediglich helfen, es kann ja sein, daß für sie ein ganz anderer Weg der richtige ist.
Was ich nun nicht verstand, war ihr eigenartiges Verhalten, daß sie nicht mal mit der Ärztin ernstlich versucht hatte, Kontakt aufzunehmen u. daß sie sich mir gegenüber so komisch verhielt.
Ich investiere - leider - in Menschen, die ich gerne mag Energie, weil ich es gut meine u. ich finde, ich habe das Recht, daß man dann mit mir auch wenigstens fair u. ehrlich umgeht. Sie hielt mich ja für blöd, bzw. schottete sich total ab. Ich habe sie nicht dauernd bearbeitet oder so. Wenn das so gewesen wäre, ok, klar, was sollte sie sonst tun, um ihre Ruhe zu haben, ok, ihr hört auch hier nur meine Meinung, meine „Story“, versucht mir nachzufühlen, wie ihr euch gefühlt hättet.
Gestern jedenfalls habe ich mich derartig geärgert, ich konnte das ganze nicht vergessen, es ging mir im Hirn um, weil ich auch noch nicht wußte, was nun wirklich los war!!! Sie hatte es ja noch immer nicht für nötig befunden mich mal 3 Minuten anzurufen, obwohl ich sie per mail darum gebeten hatte, daß sie mich mal anrufen, wenn sie FREI (!!! u. da geht ja bei ihr nicht immer) reden kann.
Gestern erfuhr ich nun alles u. ich bin der Meinung, jede Energie, die ich investiere, nein, nicht jede, aber es tut einfach weh, so viel Herz wo hineinzulegen u. dann so ein Verhalten. Ich finde, es zeugt nicht von Wertschätzung ihrerseits an mich. Ich ärgere mich auch darüber, daß das was ihr Vater sagt das Evangelium ist u. das was ich sage offenbar nur ein Gebrabbel. Ok, ich bin auch nicht ihr Vater, aber ich finde, wenn man um die 30 ist, sollte man ein wenig selbstständig sein.

Was weiß ich, vielleicht verlange ich auch zu viel. Ich bin jedenfalls sehr enttäuscht u. stehe nun wieder ohne „beste Freundin“ da. Ich meine, es gibt so viele, die nicht mal noch den richtigen Lebenspartner gefunden haben. Ich bin eine undankbare Göre!!! Ich habe so viel u. kriege (jetzt kommt wieder das erstere Thema zum tragen) eine Sinnkriese, wenn es mit den Beziehungen zu anderen Menschen nicht so läuft, bzw. wenn ich eben nicht eine beste Freundin habe. Was will ich eigentlich??? :frowning:((((((((((((((((((((((((((((((((( Was will ich noch alles??? Mir kommt manchmal vor, ich kriege einfach nicht genug u. sehe immer nur die schlechten Dinge.

Eine Gabe ist mir auch noch abhanden gekommen, die ich vor den hektischen letzten Jahren hatte. Ich liebe zB Bücher (auch da frage ich mich manchmal, was bringt es jetzt, wenn du (also ich) dieses Buch lese, das ist doch so unwichtig, als ob ich danach suche, etwas sinnvolles zu tun … das was mir abhanden gekommen ist, ist, einfach mir ein Buch (meist war es früher ein Kochbuch) zur Hand zu nehmen u. mich glücklich u. total gedankenverlohren hineinsinken lasse, das Buch, die Bilder, die kurzen Texte, die ich vielleicht lese einfach zu genießen).

Was ist nur mit mir los. Ich finde mich selbst unmöglich.
Michaela

Liebe Michaela,

hm, das, was Du geschrieben hast, habe ich mir mehrmals durchgelesen.

Du schreibst, daß Du in Behandlung bist. Hast Du mit Deiner Ärztin, die Dich ja sicherlich mittlerweile ziemlich gut kennt, mal darüber gesprochen? Ich halte es schon für wichtig, denn sie scheint ja Dein Vertrauen zu genießen und es hilft Dir ja offenbar auch weiter. Von hier aus - ohne Dich zu kennen, ohne zu wissen wie alt Du bist etc. - halte ich es für schwierig, eine „Ferndiagnose“ zu geben. Es ist so ein bißchen wie das berühmte „Stochern im Nebel“.

Trotzdem versuche ich jetzt einmal, Dir ein paar Fragen zu stellen, die Dir evtl. zu ein wenig Klarheit verhelfen:

Kann es sein, daß Deine Freundinnen den Eindruck haben, als würdest Du Dich zu sehr um „ihr Leben“ kümmern?
Und kann es weiterhin sein, daß Du Dich deshalb so gerne in einer Freundschaft einbringst, weil es Dich von Dir selber ablenkt bzw. Dir ein gutes Gefühl vermittelt?
Wenn Du Dich so intensiv mit der Frage nach dem Sinn Deines Lebens auseinandersetzt könnte es daran liegen, daß Du irgendetwas vermißt bzw. eine Leere in Dir verspürst, die Du durch andere Aktivitäten - in diesem Falle Freundschaft - ausgleichen möchtest. Und dies wiederum kann zu einer Überforderung der jeweiligen Freundin führen.

Ist aber alles nur hypothetisch und kann in Wirklichkeit ganz andere Gründe haben. Ich bin keine Psychologin, habe aber ein wenig versucht, mich in Dich hineinzufühlen.

Ich wünsche Dir alles Liebe und vorn allem, daß Du Deinen Weg findest!
Marlene

Klare Antwort nicht wirklich möglich
Liebe Marlene!

Es gehört dir schon ein Orden fürs Durchlesen …! Ich weiß nicht, was mich geritten hat, aber ich mußte es einfach loswerden.

Natürlich spreche ich auch darüber mit meiner Ärztin, nur der nächste Termin ist erst in 3 Wochen u. so schlimm ist es nicht, daß ich ihn deswegen vorverlegen lasse. Daher hier meine Bitte um Info/Rat/Eindrücke/Erfahrungen etc.

Natürlich ist es schwer „von Ferne“ einen Rat zu stellen, eine Diagnose, weiß nicht, ob mans überhaupt so medizinisch nennen sollte …

Kann es sein, daß Deine Freundinnen den Eindruck haben, als
würdest Du Dich zu sehr um „ihr Leben“ kümmern?

Mit nein kann ich das nicht beantworten, genausowenig wie mit ja. Bei der 2. erwähnten Freundin, die Probleme mit ihrem Freund hatte, war sie es, die sich mit Sorgen/Ängsten/Gedanken an mich wandte, ich „quetschte sie nicht aus“. Leider lege ich aber meist u. da hast du ziemlich Recht in mein Mitgefühl u. in meine Antworten u. Überlegungen zu viel der Energie, als ob es um mich ging, … vielleicht wird das auch ihnen zu viel, wenn ich es auch nur gut meine. Wie man sah, wirds ja auch mir zu viel.
Ergo daraus ist momentan, daß ich mich zurückgezogen habe, mails kaum schreibe, jedenfalls an die 3. Freundin u. mich zurückhalten werde, es wird allerdings schwer, denn sie kennen mich so wie ich immer war u. wenn ich plötzlich „für meinen Begriff“ eher distanziert bin, weniger offen, werden, bzw. wird diese eine Freundin möglicherweise doch eigenartig reagieren. Ich weiß halt nicht, wie ich mich in Zukunft anders aber doch nicht überkomisch für den anderen verhalten kann und auch so, daß es für mich noch ok ist, dh. nur mehr übers Wetter reden ist halt schwer u. total oberflächlich ist halt auch nicht meines, da rede ich leider lieber halt gar nicht. Antwort daraus, ich finde scheinbar keinen Mittelweg?! Ist aber auch schwer, wenn man mit jemandem vertraut sprechen kann, es reißt mich einfach mit.

Und kann es weiterhin sein, daß Du Dich deshalb so gerne in
einer Freundschaft einbringst, weil es Dich von Dir selber
ablenkt bzw. Dir ein gutes Gefühl vermittelt?

Klar freue ich mich u. es gibt ein gutes Gefühl, wenn man das Gefühl hat jemand anderen zu helfen/zu unterstützen. Da ist sicherlich auch Egoismus dabei :wink:
Ablenken von mir, ja, sicher auch, wer möchte schon den ganzen Tag nur mit sich beschäftigt sein, überhaupt dann, wenn man eh grade schwerere Zeiten hinter sich hat. (U. auch noch sozusagen auf ein Baby hofft …)

Wenn Du Dich so intensiv mit der Frage nach dem Sinn Deines
Lebens auseinandersetzt könnte es daran liegen, daß Du
irgendetwas vermißt bzw. eine Leere in Dir verspürst, die Du
durch andere Aktivitäten - in diesem Falle Freundschaft -
ausgleichen möchtest.

Ja, aber das sprach ich ja auch in meinem ersten Beitrag an.

Ich danke dir fürs Hineinfühlen u. sende dir liebe Grüße
Michaela
P.S. Vielleicht fällt dir ja noch etwas ein.

Liebe Michaela,

aus eigener Erfahrung kenne ich das „Helfersyndrom“. Mittlerweile weiß ich, daß es oftmals ausreicht, zuzuhören, wenn es um Probleme geht. Früher fühlte ich mich oft für die Lösung des Problems verantwortlich und habe es deshalb als Aufgabe angesehen, mit tausend gutgemeinten Tipps und Ratschlägen daherzukommen.

Letzteres habe ich in meinem Posting gemeint, ich glaube, Du hast es auch so verstanden:smile:

Was kannst Du also tun? Als erstes würde ich ganz offen mit der Freundin darüber reden. Also genau über die Dinge, die Du als Befürchtung ansiehst und die Dich belasten. Vielleicht empfindest Du es lediglich so und ihr könnt die Situation gemeinsam klären. Sage ihr einfach, daß Du den Eindruck hast, Deine Hilfe könnte ihr zuviel werden. Oder frage sie, wenn sie Dich das nächste Mal anspricht, ob sie einen Rat von Dir haben möchte. Wenn sie sich lediglich „ausheulen“ möchte, dann ist es auch gut. Dann leih ihr Deine Schulter und höre ihr zu. Das alleine ist schon sehr wichtig.

Glaube mir, wenn sie einen Rat von Dir haben möchte, dann wird sie es Dir auch sagen.

Hilft Dir das ein wenig weiter? Ich bin mir sicher, daß es sich - auch für Dich - entspannen wird. Und denke immer daran, daß Du nicht für alle Unbillen des Lebens (anderer) verantwortlich bist. Jeder trägt die Verantwortung für sein Leben!

Liebe Grüße und wenn Du noch Fragen hast, nur zu!

Marlene

…auch etwas länger;O)
Hallölli!!

Jetzt klinke ich mich auch mal ein in dieses wikrlich interessante Thema!

Beim Durchlesen ist mir gleich eine Sache aufgefallen.Nämlich, dass du ERWARTEST , dass du was zurückbekommst von den vermeindlichen Freunden.
In irgendeiner Form ist das auch verständlich, denn was man gibt,dass hätte man auch gerne erwiedert, vor allem, wenn einem was an der Beziehung liegt!

Leider geht das nicht so einfach!
Und du kannst dich auch nie und nimmer drauf verlassen, dass jemand dir genau das entgegen bringt, was du ihm gegeben hast!
In einer Freundschaft muß man den anderen „kommen lassen“, man muß auf die Reaktion des anderen warten, und nicht versuchen zu viel dabei zu erwarten.
Das ist schwer.

Ich hatte mal eine freundin( mit der ich übriegnds auch n och ganz gut berfeundet bin, jetzt wieder), da war es ähnlich. Ich habe mich gekümmert und gemeldet und irgendwannk am von ihr nichts mehr.
Ich war traurig und wütend und enttäuscht!
Und nach ein paar Jahren, haben wir uns zufällig in einer Disco wiedergetroffen. Wi rhaben uns in den Armen gelegenund geheult, weil wir so glücklich waren, uns endlich wiederzusehen.
Sie hat sich entschuldigt und hat gesagt, das sie sich jetzt öfter melden würde…-nichts kam! Aber ich war ihr nicht mehr böse darum, weil es auch keine beste Freundin mehr war!

Eine wirklich „beste freundschaft“, die entwickelt sich einfach so, ohne, dass man wirklich selber was tut, und doch tut mans ehr viel-…hihi…klingt verwirrend was?!;O)
Will damit sagen, dass man sich nicht den Hintern aufreißen muß, sondern man tut es, weil man weiß, dass da auch was zurück kommt, und wenns nicht gleich heute ist, dann eben morgen oder übermorgen!

Jetzt habe ich aber noch eine Frage, zu etwas, dass mir auch noch aufgefallen ist!
Und zwar hat dir ja schon jemand geschrieben, dass du warscheinlich auch vom „Helfersyndrom“ befallen bist;O)
Aber kann es auch sein, dass dieses Helfersyndrom jetzt grade auftrat, als du dir ein Kind gewünscht hast??

Wäre mal eine interessante These!

Viele Grüße und Kopf hoch, bei mir hat es auch lange gedauert eine beste Freundin wieder zu finden, und da sliegt daran, dass man als erachsener Mensch nciht mehr so offen und zugänglich ist, wie als Kind;O)

Berlind

ein kleiner Kick im Leben wirkt Wunder
Hallo,

nach meiner Einschätzung suchst Du etwas in Deinem Leben, um das Du Dich mit aller Leidenschaft kümmern kannst. Da paßt sowohl ein Baby als auch eine Freundin. Sich um jemanden kümmern wollen, kann auch bedeuten, dass man wieder ein Gefühl für sich selbst erlangen will, was etwas mit Einschätzung seines Selbstwertes oder mit Suche nach einem erfüllteren Leben bedeuten kann.
Ich würde dann auch nicht so sehr nach dem eigenen Stellenwert im Universum suchen, denn es nimmt jedes Lebewesen sich und sein Leben als besonders wichtig, und darin ist manchmal eine Raupe geschickter als wir Menschen.

Als Mutter mit einer pupertierende Tochter weiß ich, dass man schon nach kürzester Zeit sich von seinen Kinder Stück für Stück verabschieden muß. Sie lernen Laufen und entfernen sich immer mehr, sie nehmen Dein Wissen an, aber das reicht ihnen nicht, so dass man ihnen die Tür aufmachen muß, damit ihr Lebenshunger und ihr Wissensdurst gestillt wird. Eltern sind nur dafür da, ihre Kinder auf den Weg zu schicken. Und der Dank dafür? Ist nichts weiter, als zu sehen, dass es ihnen gut geht. Eine Medaille gibt es nicht, und auch keine Garantie, dass dieses Band zwischen Mutter und Kind immer spürbar ist.

Damit will ich sagen: Wahrscheinlich suchst Du so eine Art symbiotische Beziehung, wofür ein Kind absolut ungeeignet ist. Im Gegenteil, Eltern sollten im günstigsten Fall so sehr mit sich im Reinen sein, dass sie ohne jeglichen Selbstzweck und damit unbelastet ihre Kinder erziehen können (naja, wer ist das schon!).

Da taugt eine Frauenfreundschaft schon eher dazu. Doch Deiner „besten Freundin“ scheint es nicht besonders gut zu gehen. Wahrscheinlich ist ihr eher der Sinn danach, sich in ein Loch zu verkriechen, und dort abzuwarten, bis alles vorüber ist. Vielleicht ist ihr Deine Bemühung um sie einfach zu viel, weil sie schon genug mit den Bemühungen ihrer Eltern zu tun (kämpfen?) hat. Darum würde ich das an Deiner Stelle nicht absolut persönlich nehmen, sondern dies einfach nur als eine unausgesprochene Bitte um Funkstille auffassen.

So möchte ich Dir raten die Gunst der Stunde zu nutzen, und ein wenig in der eigenen Unzufriedenheit zu schmoren. Das ist eine gute Voraussetzung, um sich die richtigen Gedanken für sein Leben zu machen. Wenn Du andere Menschen (Freunde oder Ehemann) zum Ausgleich Deiner Lebensunzufriedenheit hernimmst, dann entgehen Dir realistische Erkenntnisse.
Vielleicht braucht Dein Job einen neuen Kick: Fortbildung, Wechsel in eine andere Abteilung, Fortbildung auf eigene Kappe mit Karriereplanung (egal ob Kind kommt oder nicht).
Vielleicht braucht Deine Ehe einen Kick: Tanzkurs, gemeinsamer Beitritt in einen Kegelverein, Theaterabo für 10 Abende im Jahr, oder nur ein schnöder VHS-Kurs für Partnerschaftsmassage
Vielleicht gibt es ein Hobby, das Dich schon lange juckt, und Du überlegst Dir ein “warum eigentlich nicht”: afrikanische Kulttanzkurs, Arabische Schriftzeichen erlernen, Kurs für Archäologie mit anschließendem Besuch in Kairo…

So schöpfe doch die Zeit der Kinderlosigkeit aus, ohne dass Du diesen Lebensplan aufgeben mußt. Mit jedem Start eines Projekts lernt man neue Leute kennen. Und vielleicht ist da auch eine Freundin für Dich dabei, mit der Du außerdem ein gemeinsames Interesse teilen kannst.

Viele Grüße
Claudia

Du bist nicht allein :smile:
Liebe Michaela,

hallo!
In letzter Zeit „kämpfe“ ich wegen diversester Themen mit mir,
es ist so ein Zwischending zwischen inneren Kampf und Grübelei
u. Philosophieren in Richtung Sinnsuche und der Frage „was ist
Zufriedenheit“.

Ich möchte es jetzt nicht auf den Herbst schieben, kann aber Mitauslöser sein für Deine Stimmung und Deine Gedanken.
So viel kann ich jetzt gar nicth dazu sagen, aber hier hab ich einen Liedtext von Travis für Dich:

Why Does It Always Rain On Me?

I can’t sleep tonight
Everybody saying everything’s alright
Still I can’t close my eyes
I’m seeing a tunnel at the end of all these lights
Sunny days
Where have you gone?
I get the strangest feeling you belong
Why does it always rain on me?
Is it because I lied when I was seventeen?
Why does it always rain on me?
Even when the sun is shining
I can’t avoid the lightning
I can’t stand myself
I’m being held up by invisible men
Still life on a shelf when
I got my mind on something else
Sunny days
Where have you gone?
I get the strangest feeling you belong
Why does it always rain on me?

Das Lied finde ich wunderschön, und der, der es geschrieben hat, kennt diese Deine Stimmung sicher auch ganz genau…

Und jetzt kommt das zweite Hauptthema:

  • „Freundinnen / Freunde - Bekannte“ - Umgang …
    Irgendwie (wohl auch aufgrund der Außeneinflüsse von dem her,
    was die Leute oft reden, ach wie viele Freunde sie nicht
    hätten … u. auch vom Fernsehen her …) war immer ein großer
    Traum von mir eine beste Freundin zu haben.

Meiner auch, aber man kann nichts erzwingen. Denn das Kunststück dabei ist, dass sie nicht nur für Dich beste Freundin sein sollte, sondern Du auch für Sie. Und meine Erfahrung ist diese: Wenn man es nicht zu Schulzeiten „geschafft“ hat - so wie ich (es gab insgesamt 3-4 beste Freundinnen, und zu keiner von ihnen habe ich mehr Kontakt), dann ist es ultraschwer und man sollte von diesem Anspruch abkommen. Wähle Dir doch lieber die „Freundin des Jahres“ - sprich, für den Moment. Die, die Dich am besten versteht, mit der Du den intensivsten oder auch entspannendsten Kontakt hast - und erwarte gar nichts. Ich glaube, das haben hier auch meine Vorgänger(innen) shcon geschrieben - nichts erzwingen sozusagen.

Was ist nur mit mir los. Ich finde mich selbst unmöglich.

Selbstzweifel gehören nun mal zum Leben…, und ich kenne sie auch sehr stark von mir… Man sollte versuchen, drüber zu stehen.

Lieben Gruß,
Mathilde

Liebe Mathilde,

vielen Dank für deine Antwort, ich habe mich sehr gefreut :smile:

Ja, du hast Recht, ich bin - sicher - nicht die Einzige, die so manchmal mit Problemen zu kämpfen hat, das Lied hilft, wenn ich nur die Melodie wüßte, ich komme aber sicher drauf!!!

An „Winterbluse“ dachte ich auch schon, aber dafür geht das schon zu lange, aber Licht, Helligkeit tut natürlich sehr gut, zum Glück war heute ein schöner Tag!

Selbstzweifel gehören nun mal zum Leben…, und ich kenne sie
auch sehr stark von mir… Man sollte versuchen, drüber zu
stehen.

Danke! Ich werde es versuchen!!!
Michaela

Hallo Claudia,

vielen Dank für deine Antwort!

Ich würde dann auch nicht so sehr nach dem eigenen Stellenwert
im Universum suchen, denn es nimmt jedes Lebewesen sich und
sein Leben als besonders wichtig, und darin ist manchmal eine
Raupe geschickter als wir Menschen.

Du weißt gar nicht, wie sehr ich dir damit Recht gebe, ich denke mir oft, ein Tier, das nicht so „denkt“ ist viel intelligenter …!

Als Mutter mit einer pupertierende Tochter weiß ich, dass man
schon nach kürzester Zeit sich von seinen Kinder Stück für
Stück verabschieden muß. Sie lernen Laufen und entfernen sich
immer mehr, sie nehmen Dein Wissen an, aber das reicht ihnen
nicht, so dass man ihnen die Tür aufmachen muß, damit ihr
Lebenshunger und ihr Wissensdurst gestillt wird. Eltern sind
nur dafür da, ihre Kinder auf den Weg zu schicken. Und der
Dank dafür? Ist nichts weiter, als zu sehen, dass es ihnen gut
geht. Eine Medaille gibt es nicht, und auch keine Garantie,
dass dieses Band zwischen Mutter und Kind immer spürbar ist.

Tja, da hast du mich nachdenklich gemacht. Hm, stimmt, ja, ist vermutlich so. Ich meine, ich will mich auch nicht einmal 100 %ig auf ein Kind konzentrieren, ich möchte nachher halbtags arbeiten gehen, weil ich auch weiß, daß eben Kinder auch einmal gehen u. dann steht man vor noch einer fürchterlicheren Leere vermutlich. Dessen war ich mir bewußt, jedoch hast du mir das noch deutlicher aufgezeigt. Ich denke mir jetzt stärker als vorher, „das Kind kommt, wann es so weit ist“ u. ich mache mir keinen Streß u. möchte die Zeit jetzt wirklich für mich nutzen!

Damit will ich sagen: Wahrscheinlich suchst Du so eine Art
symbiotische Beziehung, wofür ein Kind absolut ungeeignet ist.
Im Gegenteil, Eltern sollten im günstigsten Fall so sehr mit
sich im Reinen sein, dass sie ohne jeglichen Selbstzweck und
damit unbelastet ihre Kinder erziehen können (naja, wer ist
das schon!).

Ich weiß gar nicht, ob ich wirklich was symbiotisches suche, so könnte man ja vielleicht noch am ehesten die Beziehung zum Partner nennen, nicht?!
Worauf ich mich freue, ist die Schritte im Leben des Kindes mitzuerleben, auch darauf, daß sich neue Erkenntnisse, fast Welten auftun u. auch darauf, es einfach uneingeschränkt lieben zu können. Aber auch das ist vermutlich nicht so einfach, wenn sich möglicherweise schon ein Kleinkind weigern könnte von der Mami einen Kuß vor dem Kindergarten anzunehmen … :wink:
Hast du es vermutlich auch so gemeint, nicht?!

Da taugt eine Frauenfreundschaft schon eher dazu. Doch Deiner
„besten Freundin“ scheint es nicht besonders gut zu gehen.

Ja, vermutlich, obgleich sie nach unserem letzten Gespräch gemeint hat, die 3 Wochen Krankenstand hätten ihr gut getan u. sie wäre auch „schon ein paar Stunden ohne ihre Eltern gewesen“ was früher undenkbar war …

Vielleicht ist ihr Deine Bemühung um sie einfach zu viel, weil
sie schon genug mit den Bemühungen ihrer Eltern zu tun
(kämpfen?) hat.

Ich denke, die Eltern u. alle anderen enger vertrauten Leute um sie rum, haben schon „aufgegeben“ u. da hat sie eher Ruhe.
Daß es ihr zu viel geworden ist, ist schon möglich, aber da ich mir ja jetzt meines Helfersyndroms bewußt geworden bin, ist es hoffe ich, auch für mich leichter, dieses Syndrom zusagen zu steuern.

Darum würde ich das an Deiner Stelle nicht

absolut persönlich nehmen, sondern dies einfach nur als eine
unausgesprochene Bitte um Funkstille auffassen.

Wir haben uns ausgesprochen, trotzdem ist ihr letztes mail eher karg gewesen, ich muß aber sagen, ich war auch sehr ehrlich zu ihr u. offen, ich wäre sonst eingegangen denke ich.

Weißt du, das Schlimme ist auch irgendwie, daß mir manchmal einfach so in den Sinn gekommen ist (ich möchte mich hiermit nicht versündigen oder so, aber es ist einmal ganz plötzlich von alleine in meinen Gedanken gegeistert, habe es aber weggeschoben), daß ihr Vater sie möglicherweise in sexueller Hinsicht belästigt?!

Vielleicht braucht Dein Job einen neuen Kick: Fortbildung,
Wechsel in eine andere Abteilung, Fortbildung auf eigene Kappe
mit Karriereplanung (egal ob Kind kommt oder nicht).
Vielleicht braucht Deine Ehe einen Kick: Tanzkurs, gemeinsamer
Beitritt in einen Kegelverein, Theaterabo für 10 Abende im
Jahr, oder nur ein schnöder VHS-Kurs für Partnerschaftsmassage
Vielleicht gibt es ein Hobby, das Dich schon lange juckt, und
Du überlegst Dir ein “warum eigentlich nicht”: afrikanische
Kulttanzkurs, Arabische Schriftzeichen erlernen, Kurs für
Archäologie mit anschließendem Besuch in Kairo…

Danke für die Anregungen! An sich war ich in sowas eh immer aktiv, Bauchtanzkurs, jetzt Qi Gong - mit Partner - nur leider auch mit einer anderen Freundin, die offenbar jetzt gekränkt ist, weil sie zuerst dachte, es gingen nur wir zwei, dann kam mein Mann mit, meine Mutter u. auch meine ehemalige „beste Freundin“, die schon x mal nicht war. Sie verliert auch so schnell an etwas die Begeisterung u. zieht mich damit - fast (!) - mit.

Liebe Claudia, vielen Dank nochmals!!! Es tat sehr gut.
Michaela

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Hallöli Pia!

Beim Durchlesen ist mir gleich eine Sache aufgefallen.Nämlich,
dass du ERWARTEST , dass du was zurückbekommst von den
vermeindlichen Freunden.
In irgendeiner Form ist das auch verständlich, denn was man
gibt,dass hätte man auch gerne erwiedert, vor allem, wenn
einem was an der Beziehung liegt!

Ja! Wenigstens verlange ich, daß man mich nicht wochenlang im Unwissen läßt, aber ich sagte das vor kurzem derjenigen Person auch direkt.

Ich wußte auch immer, daß was zurückkommt, das ging ganz von alleine. Obgleich ich jetzt im Rückblick auch oft die rosarote Brille aufhatte. Meine Freundin war immer eher verschlossen, bevor sie direkt sprach, wenns um einen Zwist oder eine Kränkung oder so ging, hätte sie sich eher auf die Zunge gebissen. Selbst wenn von mir die Initiative ausging, war ihr das eher unangenehm u. wenn ich noch so verständnisvoll vorging.
Sie hat, was dessen eigentlich widerspricht eine innere Härte, die ihresgleichen sucht. Sie sagte zwar, es läge daran, daß sie von sich immer auf andere schließe u. bei der Geschichte mit der Ärztin meinte sie, sie wäre an meiner Stelle sauer gewesen, wenn sie mir eine Ärztin empfohlen hätte u. ich diese nicht weiterhin konsultiert hätte. ICH JEDOCH sagte ihr vorher x mal, daß es ihr frei stehe u. ich NICHT u. sicher nicht beleidigt sei!!! Sie tat genau das Gegenteil, ließ mich schmoren, machte mich sorgend, dann wütend irgendwann über so viel möglicher „Egalität“ (von egal, also „Wurstigkeit“) …
Auch jetzt ist sie noch eher distanziert, … Ich denke/fürchte, die von mir im Helfersyndrom aufgebrachte Energie war sie nicht wert, nunja, so will ich es nicht sagen, war einfach von mir zu viel investiert, wodurch ich mich fast in ein Loch gestürzt hätte … Das war dann wohl doch zu viel der Aufforderung.

Aber was mir halt jetzt im Magen liegt ist der weitere Umgang. Ich weiß nicht ganz, wie ich mich da verhalten soll. Denn meine mails an sie werden sicherlich kürzer u. nicht so ausführlich sein, auch werde ich vielleicht nicht immer sofort antworten. Allerdings wird mir das ja wohl frei stehen das zu tun. Wozu mich derartig öffnen, wenn sie doch nichts aufnimmt u. mich offenbar nur ausfratscheln will. Schwer ist es, weil eine Nähe da war, von der Schulzeit an, ein sich doch in manchen Belangen Kennen. Ich will sie halt jetzt damit auch nicht kränken, nur muß ich mir zuliebe ein wenig auf Distanz gehen, nur weiß ich eben nicht, wie viel, wie u. wie lange. Ich fürchte, sie wird rückfragen „was ich denn habe“, „ob was sei“, vermutlich sowas von harmlos auch noch u. ich habe einfach scheinbar Angst oder Sorge, es könnte total abreißen, obgleich ich das auch irgendwie will!!! Nun, ich denke mir, es ist an der Zeit, sich dessen zu stellen in der Art u. Weise, daß ich das dann auch einfach „verkraften“ muß…

Danke vielmals Berlind! Die Überlegungen taten gut u. ich glaube, sie werden mir helfen, ich hoffe es wenigstens, ich scheine nämlich nicht nur am Helfersyndrom zu „leiden“, sondern auch am Syndrom, Fehler immer wieder zu wiederholen.

Liebe Grüße
Michaela

Hallo Michaela…

ich lese zwei unabhängige thematiken und möchte auch getrennt auf sie eingehen.
thema unzufriedenheit: du machst einen job, der dich nicht wirklich zufriedenstellt und ich frage mich, warum? warum tust du nicht etwas, was dir freude macht, oder nimmst diese arbeit an und betrachtest sie nicht als verschwendete zeit?
letztendlich ist es immer unsere entscheidung was wir tun und vor allem WIE wir etwas tun.
unzufriedenheit kommt vor allem daher, wenn wir nicht achtsam sind und nicht im jetzt leben. wir bedauern das vergangene, hoffen in der zukunft was zu ändern ( sport, etc. ), aber das jetzt wird nicht gelebt.
jetzt hast du eben noch kein kind und jetzt hast du diesen job. warum versuchst du nicht, dem moment mit freude und wertschätzung zu begegnen? glück und zufriedenheit ist nicht gestern und nicht morgen zu erreichen, sondern heute - jetzt in diesem moment. und nur du kannst dein leben verändern, es dir so gestalten, daß es für dich passt.
du sagtest, du würdest gerne wieder sport machen. ich sag dir, NEIN möchtest du nicht, denn wenn das so wäre, hättest du es schon lange getan. wenn man etwas wirklich will, dann macht man es einfach, ohne es vor sich hinzuschieben. im moment ist es wohl eher so, daß du dich in deinem körper nicht attraktiv genug fühlst und daher meinst, du MÜSSTEST sport machen, also die motivation nicht von innen heraus, sondern durch äussere dinge. wie du vermutlich einiges aus diesem grund machst und das kann nicht zur zufriedenheit führen.

zum thema freundin:
irgendjemand hier hat es schon angerissen. es ist nicht deine freundin, die dich verletzt, sondern deine erwartungshaltung.
vielleicht meldet sie sich genau aus diesem grund nicht.
es ist ihre entscheidung zum arzt zu gehen, nimm sie als solche an. du kannst ihr jederzeit deine sorge um sie mitteilen, aber nicht in erwartung, daß sie so handelt, wie es für dich richtig wäre.
erwartungen sind wohl die hauptthematik in beziehungen/freundschaften. wir „investieren“ energie und erwarten dafür eine entsprechende reaktion von dem anderen, anstatt ihn einfach so anzunehmen, so zu lieben wie er ist und teilhaben an seinem leben, ohne sich einzumischen. ein schwieriges unterfangen, aber lohnend.
wertschätzung heißt den anderen anzunehmen. liebe ist ein geschenk und liebe ist einseitig. liebe schenken, ohne zu erwarten daß und wie sie zurückkommt.
wertschätzung ist NICHT den erwartungen des anderen zu entsprechen.
ich wünsch dir alles liebe und ein bißchen grübelfreie zeit

liebe grüße
lunatics wife

Hallo lunatics,

danke für deine Antwort!

letztendlich ist es immer unsere entscheidung was wir tun und
vor allem WIE wir etwas tun.

Ja das ist wohl sehr wahr - einpräg - einpräg - einpräg!

unzufriedenheit kommt vor allem daher, wenn wir nicht achtsam
sind und nicht im jetzt leben. wir bedauern das vergangene,
hoffen in der zukunft was zu ändern ( sport, etc. ), aber das
jetzt wird nicht gelebt.

Ich glaube, aufgrund meiner Depression, die jetzt zwar schon besser ist, aber „stabil“ bin ich lt. meiner Ärztin nicht wirklich, daher kommen manchmal noch so „Wellen“ u. die bringen mich insoferne zum Grübeln, daß ich mir denke, liebe ich meinen Partner noch so? Wie wird die Zukunft …? Mein Gott, war ich an unserem Hochzeitstag unbeschwert, werde ich das je wieder so sein? …
Du hast vollkommen Recht, nur wie macht man das, wirklich im Hier u. Jetzt leben, immer wird nicht gehen, aber im Großteil. Ich werde es versuchen! Danke!

jetzt hast du eben noch kein kind und jetzt hast du diesen
job. warum versuchst du nicht, dem moment mit freude und
wertschätzung zu begegnen?

Ich versuche es eh …

du sagtest, du würdest gerne wieder sport machen. ich sag dir,
NEIN möchtest du nicht, denn wenn das so wäre, hättest du es
schon lange getan. wenn man etwas wirklich will, dann macht
man es einfach, ohne es vor sich hinzuschieben.

Das ist möglich … ich denke mir halt, wenn ich so manche Leute joggen sehe, die meisten machen das wg. der Figur, bzw. „weil man einfach joggen geht, wenn man was auf seinen Körper hält“. Ich denke mir, es gibt sicher auch viele, die es einfach tun, weil es ihnen gut tut. Ich meine, oft wird beides vielleicht sich irgendwann vermischen, plötzlich spürt man, „oh, das tut mir ja gut“ u. man macht es nicht nur mehr aus Pflicht sondern als Vergnügen. Ich glaube schon, daß es ineinander greift.
Aber sicher hast du auch da Recht, entweder ich mache Sport oder ich mache keinen, lamentiere aber dann auch nicht deswegen. Ich denke mir halt auch, wenn ich vergesse „daß ich Sport machen müßte“, vergesse ich es irgendwann u. liege nur mehr herum wie eine Faule …
Aber da bin ich wohl jetzt auch wieder statt hier, in der Zukunft gewesen.

im moment ist

es wohl eher so, daß du dich in deinem körper nicht attraktiv
genug fühlst

ja, bzw. halt manchmal einfach undefinierbar unwohl - siehe Depressionen -

zum thema freundin:
irgendjemand hier hat es schon angerissen. es ist nicht deine
freundin, die dich verletzt, sondern deine erwartungshaltung.

Vermutlich ja

vielleicht meldet sie sich genau aus diesem grund nicht.

Erwartungshaltung hin- oder her. Wenn ich ihr eine Ärztin empfehle, diese sie 3 Wochen krank schreibt, es ihr in der 1. Woche nicht gut geht - medikamentenbedingt - ich sie anrufe, kaum normal mit ihr reden kann, auch weil Vater/Mutter dauernd lauschen, sie nicht mal 1 (!!! krank !!!) Minute in Ruhe reden lassen, dann mache ich mir Vorwürfe, bzw. ich hatte Angst, daß es falsch gewesen sein könnte, sie zu der Ärztin zu schicken.
Ich fand es einfach nicht FAIR von ihr, mich „blöd sterben zu lassen“. Einfach nicht FAIR. Hat jetzt nicht unbedingt mit Liebe oder so für mich etwas zu tun.

es ist ihre entscheidung zum arzt zu gehen

Klar, aber ICH habe ihr ja die Adresse gegeben, also wollte ich wenigstens wissen, WIE es ihr geht …! Ich denke, das ist nicht zu viel verlangt gewesen.

, nimm sie als

solche an. du kannst ihr jederzeit deine sorge um sie
mitteilen, aber nicht in erwartung, daß sie so handelt, wie es
für dich richtig wäre.

Eh nicht, ich wollte nur, daß sie mir kurz ERKLÄRT WARUM sie so handelt, damit ich sie ein bisschen vielleicht VERSTEHEN kann.

Danke dir!
Liebe Grüße u. dir auch alles Liebe!
Michaela

Hallo Michaela nochmal…
es ist unnötig, dir vorwürfe zu machen. es ist nie verkehrt einen rat zu geben und die entscheidung des anderen, dieses anzunehmen oder eben nicht.
vielleicht ist sie im moment einfach nicht in der lage mit dir zu reden. gib ihr einfach zeit und warte ab, auch wenns sicher schwer fällt.
ansonsten fühl einfach mal hin, meist reicht das aus, um zu wissen, wie´s dem anderen geht.

alles liebe
lunatics-wife

Hallo Michaela,

obwohl es schon gesagt wurde, möchte ich es auch noch mal unterstreichen. Es erstaunt mich schon, wie groß Deine Erwartungen an andere Menschen sind. Ich schreibe bewusst andere Menschen und nicht beste Freundin. Auch die Allerbeste hat das Recht so zu leben, wie sie es für richtig hält.

Du scheinst Dein Leben so einzurichten, dass Du nach den Erwartungen der anderen lebst. Du verhältst Dich gegenüber anderen so, wie Du glaubst, dass sie es erwarten. Eine Freundin braucht Hilfe, also helfe ich ihr. Das wird von mir erwartet, das ist selbstverständlich. Dazu sind Freundinnen da??.
Ich weiß nicht so recht. Kannst Du auch Nein sagen, wenn Du keinen Bock hast??
Wir erfüllen oftmals die Erwartungen anderer, weil wir ihnen gefallen möchten, weil wir keinen Streit wollen, weil wir positives zurückerwarten: Lob, Liebe, Zuneigung.
Du hast auch eine Erwartungshaltung: Du möchtest geschätzt werden. „Sie könnte doch wenigstens mal für 3 Min. anrufen“

Deine Freundin hat das Recht für Dein Verhalten, für Deine Gefühle und für Deine Probleme NICHT verantwortlich zu sein.!!

Dein sehr, sehr langes Posting befasst sich überwiegend mit dem Leben anderer Menschen und ihrem Verhalten Dir gegenüber. Schade.
Ich habe mich teilweise ein wenig gelangweilt, Dein Leben hätte mich schon mehr interessiert.

Dein Blick richtet sich auf andere, Du kritisierst ihren Lebensstil, ihr Verhalten. Du kannst es nicht verstehen.
Ich frage mich wo ist Dein Blick für Dein Leben??
Kein Mensch ist auf der Welt um so zu sein, wie andere es gerne hätten. Du wirst andere Menschen, einschließlich der Allerbesten Freundin nicht ändern können. Und das ist gut so.
Du bist nicht geboren um anderen zu gefallen und so zu handeln wie andere es gerne hätten, sondern Du bist auf diesem Erdboden , um Dein Leben zu leben. Zuerst komme ich, dann lange gar nichts und dann…
Ich bin zuständig für mein Glück, für meine Zufriedenheit, niemand anders. Es liegt ausschließlich in meiner Macht mein Leben zu bestimmen.
Mein Eindruck ist, Du machst Dein Leben abhängig von anderen Menschen und von Ereignissen, die Du einfach so erwartest. So wirst Du ME nicht glücklich und zufrieden.

Ich bekomme etwas immer dann, wenn ich es mir hole, nicht wenn ich erwarte, das andere es mir bringen.
So ist es auch mit Glück und Zufriedenheit. Das fällt nicht vom Himmel und andere Menschen werden es Dir nicht bringen. Du musst aktiv werden und es Dir holen!!
Das was jetzt ist, kann ich ganz allein beeinflussen, nicht was vergangen ist. Was morgen ist, weiß kein Mensch .
Das Leben findet jetzt statt. Immer in der Gegenwart.

Liebe Grüße

Frank

Hallo Michaela und Frank,
bei Franks Posting fiel mir ein:

Glück ist wie ein Wiesenblumenstrauß. Er fällt uns nicht auf einmal in den Schoß, wir müssen die Blumen und Blümchen schon einzeln zusammensuchen.
Erst gesammelt ergeben die vielen kleinen Glücksmomente ein glückliches Leben.

Grüße
Eckard.

Hallo Frank

obwohl es schon gesagt wurde, möchte ich es auch noch mal
unterstreichen. Es erstaunt mich schon, wie groß Deine
Erwartungen an andere Menschen sind. Ich schreibe bewusst
andere Menschen und nicht beste Freundin. Auch die Allerbeste
hat das Recht so zu leben, wie sie es für richtig hält.

Das habe ich ihr nicht abgesprochen!

Du scheinst Dein Leben so einzurichten, dass Du nach den
Erwartungen der anderen lebst. Du verhältst Dich gegenüber
anderen so, wie Du glaubst, dass sie es erwarten.

Nunja, wenn du meinst.

Eine

Freundin braucht Hilfe, also helfe ich ihr. Das wird von mir
erwartet, das ist selbstverständlich. Dazu sind Freundinnen
da??.

Ich mache es, weil sie sich mir geöffnet hat, ihr hat meine Antwort gefallen u. daraufhin gab ich ihr die Adresse des Arztes. Das war kein Opfer für mich oder so. Ja, was ich erwarte ist keine mir entgegengebrachte Wurstigkeit, wenn ich mir Vorwürfe mache, ich möchte eine Antwort u. das sagte ich ihr jetzt auch.

Ich weiß nicht so recht. Kannst Du auch Nein sagen, wenn Du
keinen Bock hast??

Ich denke ja.

Wir erfüllen oftmals die Erwartungen anderer, weil wir ihnen
gefallen möchten, weil wir keinen Streit wollen, weil wir
positives zurückerwarten: Lob, Liebe, Zuneigung.
Du hast auch eine Erwartungshaltung: Du möchtest geschätzt
werden. „Sie könnte doch wenigstens mal für 3 Min. anrufen“

Du kannst mir nicht erzählen, daß du immer nur das machst, was du jetzt gerade willst. (Rülpsen, Schasen, umdrehen u. gehen, wenn einem jemand was ins Gesicht sagt, was einem vielleicht nicht so paßt u. du aber grade zum umdrehen u. gehen Lust hast. Vogel deuten …). Es KANN einfach nicht gehen, daß jeder IMMER das macht, was er jetzt gerade WILL. Da hätten wir Anarchie u. nichts wäre mehr in einem gewissen Rahmen. Auch Rahmen der Höflichkeit möchte ich es jetzt mal so nennen.

Deine Freundin hat das Recht für Dein Verhalten, für Deine
Gefühle und für Deine Probleme NICHT verantwortlich zu sein.!!

Klar hat sie das Recht. Ich habe aber auch das Recht, zu sagen, „du hast mich dadurch verletzt“ … Das ist mein Recht u. wenn das für mich nicht ok ist, dann werde ich in Zukunft diese Freundschaft von mir aus nicht mehr pflegen/führen/lebendig halten …

Dein sehr, sehr langes Posting befasst sich überwiegend mit
dem Leben anderer Menschen und ihrem Verhalten Dir gegenüber.

Ja, weil das im Moment gerade für mich aktuell ist. Ich wollte hier auch keine Autobiographie schreiben.

Dein Blick richtet sich auf andere, Du kritisierst ihren
Lebensstil, ihr Verhalten. Du kannst es nicht verstehen.

Das mag schon sein.

Ich frage mich wo ist Dein Blick für Dein Leben??

Vielleicht ist das meine Art zu leben. Aufgrund der Freiheiten die du anderen gibst, wirst du diese ja genauso mir zuteilen denke ich doch. Dh. was ist, wenn das die Art ist, wie ich einfach lebe. Möchtest du jetzt behaupten, das sei schlecht?
Ich möchte jetzt nicht streiten oder so, aber es würde mich schon sehr interessieren. Ich verstehe nämlich, vielleicht auch aufgrund MEINER (offenbar „eigenartigen“ Sichtweise, wie du mir erklärt hast u. ja, vielleicht hast du ja Recht?!) Sichtweise dein mail nicht wirklich. Ich weiß nicht, was ich anders machen sollte … Es ist für mich alles irgendwie zu allgemein, auch das Beispiel des Nachfolgeposters mit den Wiesenblumen ist sehr schön, klingt herrlich u. erstrebenswert, aber es ist nicht so einfach u. vielleicht bin ich wirklich zu verbohrt, um es zu verstehen.

Kein Mensch ist auf der Welt um so zu sein, wie andere es
gerne hätten.

Ich weiß!

Du wirst andere Menschen, einschließlich der

Allerbesten Freundin nicht ändern können.

Ändern nicht, aber ich kann sagen, wenn MICH etwas kränkt, verwundert … oder auch ärgert, das ist wie gesagt meine Freiheit, wie sie darauf reagiert ist ihre Freiheit.

Du bist nicht geboren um anderen zu gefallen und so zu handeln
wie andere es gerne hätten, sondern Du bist auf diesem
Erdboden , um Dein Leben zu leben. Zuerst komme ich, dann
lange gar nichts und dann…

Ok, wenn ich zB mit einem Partner zusammenlebe, ok, da gibt es mich, dann gibt es aber auch „irgendwo“ :wink: meinen Partner u. dann gibt es uns beide zusammen. Auch hier gehören Gespräche, Abstimmen, manchmal vielleicht auch „sogar“ Kompromisse einzugehen. Ob man das nun als schlecht, anstrebenswert … hinstellt, sei jedem überlassen.

Ich bin zuständig für mein Glück, für meine Zufriedenheit,
niemand anders. Es liegt ausschließlich in meiner Macht mein
Leben zu bestimmen.

Drum muß ich mich wohl auch rühren, wenn etwas für MICH nicht ok ist. Die Auswirkungen davon, wird man wohl zu tragen haben, das habe ich mir in der Zwischenzeit schon klar gemacht.

Mein Eindruck ist, Du machst Dein Leben abhängig von anderen
Menschen und von Ereignissen, die Du einfach so erwartest. So
wirst Du ME nicht glücklich und zufrieden.

Da hast du sicher Recht. Das ist mein Problem. Ich gehe, wenn ich jemandem Zuneigung schenke mit so viel Herz daran, daß ich daran fast zerbreche, wenn ich auf Verhalten mir ggü. stoße, über die ich mich kränke.

Ich bekomme etwas immer dann, wenn ich es mir hole, nicht wenn
ich erwarte, das andere es mir bringen.

Ich glaube NICHT, daß man sich ALLES im Leben HOLEN muß. Zum Glück nicht, wenn ich jemandem etwas schenke (zB Zuneigung, Zeit …) dann bekomme ich oft tausendmal mehr zurück, auch oft, ohne daß man es überhaupt merkt …!

So ist es auch mit Glück und Zufriedenheit. Das fällt nicht
vom Himmel und andere Menschen werden es Dir nicht bringen. Du
musst aktiv werden und es Dir holen!!

Glaube mir, das weiß ich schon, aber vielleicht war es mir gerade in dem Punkt, FREUNDE betreffend überhaupt nicht klar.
Ich bin halt auch mit der Erziehung aufgewachsen, nicht dauernd FORDERND zu sein …

Bin schon neugierig, Frank, was du dazu sagst, denn wirklich schlauer bin ich jetzt auch nicht.
Danke dir, liebe Grüße
Michaela

Ich bin halt auch mit der Erziehung aufgewachsen, nicht
dauernd FORDERND zu sein …

ich denke darin liegt der schlüssel. alles was wir erwarten, aber nicht klar fordern, verwirrt den anderen.
die lösung darin besteht wohl klar zu fordern, was man möchte, aber ohne erwartung an den anderen, daß dieser die forderung erfüllt.
ist wohl eine eher weibliche thematik:smile:
man wünscht, hofft und geht davon aus, daß der andere das automatisch wissen muss. dem ist aber oft nicht so.

es ist sicherlich deine entscheidung, deiner freundin die freundschaft zu kündigen, wenn es dich zu sehr belastet.
vielleicht kannst du sie ja in liebe loslassen, ohne groll oder schlechten nachgeschmack.
ich finde, man sollte grundsätzlich situationen ändern, in denen man leidet. entweder in dem man an sich selbst arbeitet, oder aber die äußeren umstände ändert.

in diesem sinne
alles liebe
lunatics-wife

danke dir,

liebe grüße
michaela