wie kann er sich auch im Alter noch auswirken (angenommen, man
wäre die ersten Lebensjahre im Krankenhaus und das wegen ansteckenden KKH zumeist allein, durfte die Eltern 2 x /Woche
(Besuchszeiten waren Mittw. u. Sonntags hier im Osten)nur
hinter Glas sehen, wurde fixiert (Beckengips) und anschließend,
weil nicht „perfekt“ von der Mutter abgelehnt und vom Vater
vergöttert und gefördert?
Ich weiss, eine schwierige Frage. Das Ziel einer Antwort würde
dem nahekommen, diesem Menschen zu vermitteln, daß es zu seinem
Leben gehört und er es annehmen kann, ohne zu verbittern.
eine Antwort hab ich nicht: da muesste ich mich selbst beurteilen. Denn die Geschichte klingt ja so bekannt.
Ich war mit 6 Monaten im Krankenhaus, 2 Monate lang. Mit Beingips bis zur Huefte (Klumpfuss). Mein Eltern durften mich einmal in der Woche hinter Glas sehen (das war im Westen, vor vierzig Jahren).
Ich wurde von den Eltern und den aelteren Schwestern verwoehnt und verzogen (sagen meine Schwestern heute).
Aber wie mich das heute noch beeinflusst? Wie will man das isolieren koennen?
Oder von einer ganz anderen Seite gesehen: ich habe zwei Adoptivsoehne. Beide mit einer relativ aehnlichen Geschichte. Einer davon hat heute Probleme, die man auf seine Erlebnisse waehrend seiner ersten Lebensmonate zurueckfuehren kann. Sein Bruder hatte aber aehnliche Erlebnisse ueber einen laengeren Zeitraum und intensiver (von aussen betrachtet). Warum zeigt er diese Verhaltensmuster nicht? Ich glaube, unser Wesen ist so kompliziert aus Gegebenem (Ererbtem) und Erfahrenen (Gelerntem) zusammengesetzt, die Wechselbeziehungen so vielschichtig, dass eine Aufdroeselung m.E. einfach nicht moeglich ist.
Du schreibst nicht, ob du fuer dich fragst - ich hoffe, dass du (oder er oder sie) die Annahme findest (findet), auf die gehofft wird.
entschuldige, ich konnte aus Zeitgründen gestern nicht intensiver antworten.
Ich kann nur sagen, ich würde Dir alle Sternche n des www geben, wenn ich könnte.
Du hast mit Deinem, diesem:
ich hoffe, dass
du (oder er oder sie) die Annahme findest (findet), auf die
gehofft wird.
Satz genau richtig gelegen. Es war wundervoll, nicht nur an der
Substanz kratzen zu müssen, sondern zu erleben wie man endlich
an einen Menschen rankommt, sprich wie sich eine Spannung löst.
Hut ab, Du hast einiges in Gang gebracht und alles Liebe für
Deine Familie (ich kann nicht näher drauf eingehen, aber es hat
z.T. freilich auch mit mir zu tun).