Sinn des Lebens (Antriebslosigkeit)

Hallo,

ich weiß, sorry, in letzter Zeit ist hier etwas viel von mir zu lesen, ich werde mich „nach diesem Artikel wieder etwas mehr zurücknehmen“ :wink:

Warum bin ich schon wieder hier?
Nun, ich habe ja so meine Problemchen mit meinen Freundinnen, die eine war total egoistisch, der anderen geht es nicht gut u. der Kontakt ist auch hier jetzt eher abgebrochen. Ich glaubte immer, eine enge Freundin haben zu müssen, die habe ich jetzt nicht. Das macht mich ein bisserl traurig.

Ok, war das alles, werdet ihr euch denken, warum ist sie hier?
Ich bin glücklich verheiratet (ja, echt, wirklich glücklich!), Kinder lassen auf sich warten.
Ich habe starkes Bauchweh seit gestern, genaue Diagnose vom Arzt noch nicht vorhanden. Dh. ich bin momentan in einem eher schwächeren Zustand, down, Wetter ist trübe. Gestern habe ich erfahren, daß mein Vater an einer speziellen Knochenkrankheit leidet.

Es geht mir an sich gut, wirklich, trotzdem frage ich mich, was ist der Sinn im Leben für andere? Was ist dein Sinn im Leben?

Vielleicht helfen mir diese Antworten. Ich bin so grüblerisch momentan, antworten hier wären mir fast lieber als per mail.

Danke euch, liebe Grüße von
Michaela - snief - ich finde das Leben schon irgendwie sehr hart

Hallo,

dieser Art machen wir alle mehr oder weniger durch. Das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen ist halt nicht einfach und
fast noch schwieriger ist es, eine konstante Mitte zu finden.
Viele suchen ein Leben lang nach dem Sinn ihres Daseins ohne zu begreifen, daß man nur selbst dem Leben einen Sinn geben kann.
Ein Leben ist ein langer Weg aus Erfahrungen, Erfahrungen die es zu nutzen gilt. Da bleiben auch Verwirrungen und Irrungen nicht aus. Aber all das macht uns zu dem individellen Menschen, der
wir dann sind.
Man ist immer auf dem Weg und das schönste wäre, wenn man am
Ende seines Lebens sagen könnte/kann/darf: es hat sich gelohnt zu leben, teilzunehmen am Großen und Ganzen.
Klingt evtl. etwas dramatisch, aber ich seh es halt so und wenn
alles gesundheitl. gut geht, bin ich so in der Mitte meines Lebens und freu mich auf die nächste Hälfte, wenn auch Ängste
da sind.
Und noch eins: Grübeln ist nicht an sich verkehrt, Du darfst Dich nur nicht drin verlieren, vor allem nicht in Sachen, die
nicht mehr zu ändern sind. Viele Hinterher-Fragen nach dem legendären „Warum“ (mußte mir/meinen Freunden/Eltern das passieren z.B.) sind einfach unbeantwortbar.

  • snief - ich finde das Leben schon irgendwie sehr
    hart

Hat Dir jemand versprochen, daß Leben leicht ist…:smile:, traue
keinem, der dies tut.

Gute Besserung für Deinen Bauch.

d.

Hallo Dilarah,

Das Leben

mit all seinen Höhen und Tiefen ist halt nicht einfach und
fast noch schwieriger ist es, eine konstante Mitte zu finden.

Stimmt!!! Hast du sie gefunden? Wenn ich zu indiskret bin, dann bitte, einfach nicht antworten.

Viele suchen ein Leben lang nach dem Sinn ihres Daseins ohne
zu begreifen, daß man nur selbst dem Leben einen Sinn geben
kann.

Ja, nur welchen hast du deinem zB gegeben? Kannst/möchtest du es mir verraten (schon wieder Indiskretion meinerseits :frowning: ).

Und noch eins: Grübeln ist nicht an sich verkehrt, Du darfst
Dich nur nicht drin verlieren, vor allem nicht in Sachen, die
nicht mehr zu ändern sind. Viele Hinterher-Fragen nach dem
legendären „Warum“ (mußte mir/meinen Freunden/Eltern das
passieren z.B.) sind einfach unbeantwortbar.

So klar es auch klingt, es ist wieder etwas für meine „Merken-Liste“ …!

Hat Dir jemand versprochen, daß Leben leicht ist…:smile:, traue
keinem, der dies tut.

Äh, zu Boden schau, nein, nicht wirklich, da hast du recht … ich sollte vermutlich statt einer Liste der negativen Dine, eine Liste der positiven Dinge machen.

Danke für die Besserungswünsche, liebe Grüße
M

Hallo Michaela,

Das Leben

mit all seinen Höhen und Tiefen ist halt nicht einfach und
fast noch schwieriger ist es, eine konstante Mitte zu finden.

Stimmt!!! Hast du sie gefunden? Wenn ich zu indiskret
bin, dann bitte, einfach nicht antworten.

Ach was (indiskret)! Meine Mitte, teilweise hab ich gefunden,
was ich dafür halte, aber halt nicht konstant…

Ja, nur welchen hast du deinem zB gegeben? Kannst/möchtest du
es mir verraten (schon wieder Indiskretion meinerseits :frowning: ).

Ich hab Kinder, die zu erziehen ist schon viel, ich kümmere mich auch um mich, versuche meine Fehler zu akzeptieren, zumindest
bis zu einem gewissen Grad, damit es MIR besser geht und ich gebe gern (Liebe). Ich sehe meinen Sinn darin, soviel wie nur möglich zu lernen (man kann gar nicht genug lernen) und Menschen zu verstehen.

Du siehst, ich will nicht die Welt retten oder so, nur den
kleinen (und doch großen) Dingen des Lebens die Bedeutung zu
entlocken, die ihnen zusteht.

Liebe Grüße
d.

Hallo Michaela,

Deine Antwort auf mein letztes Posting unter der selben Überschrift " Sinn des Lebens" hatte bei mir den Eindruck hinterlassen, dass Du ein wenig böse mit mir bist. Es ist nicht meine Absicht Dich zu verärgern. Nochmal, mein Eindruck war, dass Du nach den Erwartungen Anderer lebst und ich habe heute auch wieder den Eindruck, dass Du etwas erwartest, so als wenn doch noch irgend etwas in Deinem Leben passieren müsste. Das kann es ja sonst nicht gewesen sein??

Du schreibst, dass es dir wirklich!! gut!! geht.
Du hast starke Bauchschmerzen, Dein Vater ist krank, Kontakt zur Freundin weg, das Leben ist hart, Du bist schwach und das Wetter ist sche…

Wie, um alles in der Welt, kann es Dir dabei gut gehen??
Wie, um alles in der Welt, kann es Dir wirklich mit Ausrufzeichen gut gehen??
Wie schaffst Du es: „echt, wirklich glücklich“ zu sein, unter solchen Bedingungen??

Ich würde mich sehr saumäßig bescheiden fühlen.

Das mit der Erwartungshaltung hat sich heute für mich nochmal bestätigt. Ich habe den Eindruck weiterhin, dass Du nicht den realistischen Blick für Dein Leben hast und wieder suchst Du Orientierung bei Anderen. Nach dem Motto: Sagt mir doch wie es mit Eurem Sinn im Leben ist.

Es wird Dich frustrieren, wenn Dir andere sagen wie glücklich sie sind und es wird Dich auch frustrieren, wenn Dir andere sagen, wie traurig sie sind. Also, was soll das? Du bist Du. Was für andere gut ist, muss doch nicht für Dich gelten. Jeder Mensch ist (Gott sei dank!!) anders.

Du wirst Dir nichts „abgucken“ können. Glück, Zufriedenheit kannst Du nur bei DIR SELBST finden, dazu musst Du auch bei DIR SELBST SUCHEN!

Viele Menschen die ich kenne, behaupten von sich, dass sie ein „gutes Leben“ führen. Zu einem „guten Leben“ gehört in dieser Gesellschaftsform: Glücklich verheiratet, schnuckelige Kinder, eine schöne Wohnung, Auto, Urlaub.
Das ist das, was die Gesellschaft für gut befindet.
Viele von uns haben es so für sich verinnerlicht, dass sie ihren eigenen Unmut, Groll, Ärger, Wut, Unzufriedenheit und was sonst noch, nicht mehr realistisch „wahrnehmen“
Mir darf es doch nicht schlecht gehen, woch ich doch glücklich verheiratet bin, Kinder, Auto, Urlaub…
Mir darf es doch nicht schlecht gehen, Andere sind doch noch schlechter dran. Und wieder richtet sich unser Blick auf die Anderen, vielleicht auf Menschen, die eine schwere Krankheit haben, denen es sichtlich schlecht geht und wir schämen uns beinahe, dass wir uns erlauben auch schlecht drauf zu sein.

Welch eine verlogene, betrügerische, selbstbetrügerische Ansicht!

Ich sage Dir etwas von mir: Wenn es mir schlecht geht, dann interessiert mich nicht im Geringsten, ob es anderen noch schlechter geht.
Wenn es mir gut geht, dann weiß ich, dass ich für mein Glück und meine Zufriedenheit selbst gesorgt habe. Darum kann ich es auch so genießen!

Liebe Michaela, komm mir bitte nicht mit den „wir müssen Kompromisse machen“ und „wir sind nicht alleine auf der Welt“- Sprüchen und all diesen (ich sag es mal ganz hart!) AUSREDEN!

Eine Partnerschaft funktioniert ME nur dann, wenn ich NICHT für meinen Partner lebe, d.h. wenn ich NICHT nach seinen Erwartungen lebe. Ich habe Bedürfnisse und Wünsche, die kann ich äußern und mein Partner kann sie mir erfüllen, aber doch nur, wenn er es auch wirklich möchte. WÜNSCHEN nicht FORDERN.

Es ist einfach ehrlicher und natürlicher, wenn ich mit meinem Leben bei mir bin. Mein Gesicht bekommt eine Maske, wenn ich die Erwartungen Anderer befriedige, obwohl ich eigentlich gar keinen Bock habe. Wie oft essen wir das Gericht was unsere Liebste gekocht hat, obwohl es uns nicht schmeckt? Wenn wir ehrlich wären, würden wir es riskieren, den Partner zu verletzen, er könnte ja beleidigt sein, wo er sich doch so viel Mühe mit dem Kochen gegeben hat!
Und wieder sage ich: Verlogen und betrügerisch.

Der Kunde in der Firma, in der wir arbeiten, ist unsymphatisch, unhöflich, ein widerlicher Kerl, aber ich muß ihn anlächeln, ich muß ihn bedienen. Ich habe wieder meine Maske und wieder entferne ich mich ein Stück von mir selbst.

Verlogen, Betrug, Selbstbetrug

Auf diese Art und Weise entfernen wir uns täglich in den verschiedensten Situationen zu Hause, am Arbeitsplatz, bei Freunden, immer mehr von uns selbst.
Wo bin ich angelangt wenn ich 70 Jahre alt bin??
Es ist dann natürlich klar, dass wir Schwierigkeiten haben, unser Befinden zu analysieren, unsere Gefühle festzustellen. Geht es mir gut, oder doch eher schlecht??
Kein Wunder, wenn ich nicht bei mir bin.

Mein ganz persönliches Glück, liebe Michaela, habe ich nur bei mir gefunden, daher wünsche ich Dir, dass Du auch bei Dir suchst.
Mit den Fragen: Wer bin ICH, was tue ICH, wie verhalte ICH mich. Nicht: Was machen die Anderen?

Ob Du mir den Wunsch erfüllst, liegt ganz bei Dir.
Vielleicht verwundert es Dich, wenn ich Dir sage, dass ich NICHTS, gar NICHTS erwarte?

Liebe Grüße

Frank

Hallo Dilarah!

Vielen vielen Dank!!! Deine Worte tun sehr gut, jetzt echt, nicht geschleimt! Danke!
Ich sehe auch einen großen Teil meines Lebenssinns in Kindern, nur bis jetzt haben sich noch keine eingestellt, muß aber auch sagen, daß wir noch nicht ewig „planen“. Bin halt auch ein bisserl ungeduldig.

Liebe Grüße!
Michaela

Hi Michaela!

Im Moment hast Du eine harte Zeit, stimmt´s? Ja, solche Zeiten gibt es im Leben. Die hat jeder Mal. Obwohl jeder das weiß, nützt dieses Wissen während der harten Zeiten oft wenig. Man will ja als Betroffener keine Reden darüber hören, daß das alles meistens nicht so schlimm ist und meistens von selbst wieder vorbeigeht. Oder sind bei Dir solche harten Zeiten meistens nicht wieder von selbst weggegangen?

Du sprichst Deine Freundinnen an. Findest Du Freundschaften generell einfach? Ich meine, daß man irgendwie seine Freunde gern hat und an ihnen hängt, aber oftmals gibt es auch Probleme. In solchen Situationen ist man traurig oder verärgert. Fändest Du es nicht seltsam, wenn man eine gute Freundin auf irgendeine Weise verlöre und nicht traurig wäre?

Wenn man in schlechter Stimmung ist, dann schlägt es sich bei vielen auch im Körperlichen nieder. Zum Beispiel macht es sich durch Bauchschmerzen bemerkbar. So etwas gibt es doch auch in anderen schwierigen Situationen, oder? Wenn ich an Prüfungen denke, dann erinnere ich mich an einige Leute, die vorher ständig auf die Toilette rennen müssen. Nach der Prüfung ist es aber meistens damit vorbei.

Wenn ich daran denke, was es alles an Problemen gibt, mit welchen ich selbst fertig werden muß, welche vielleicht auftauchen könnten, wo der Lebensweg hinführt, dann sehe ich immer mehr Fragen als Antworten. Die Zukunft ist offen - sage ich mir und mit Optimismus und aus Erfahrung sage ich, daß mein Lebensweg erst dadurch entsteht, daß ich ihn gehe. Damit will ich sagen, daß es nicht DEN Sinn des Lebens gibt, sondern daß jeder seinem Leben einen eigenen Sinn gibt. Welchen? Diese Frage beantwortet man sich am besten am Schluß :wink:

Das Leben ist hart, da hast Du Recht. Wenn man down ist, dann bemerkt man dies besonders. Aber wenn man aus dem Tief heraus ist, dann wundert man sich, warum man das Leben so schwarz gesehen hat. Geht es Dir manchmal auch so? Seltsam, wie das Gedächtnis einem solche Streiche spielen kann …

Herzliche Grüße,

Oliver

hallo frank

Hallo Frank,

Deine Antwort auf mein letztes Posting unter der selben
Überschrift " Sinn des Lebens" hatte bei mir den Eindruck
hinterlassen, dass Du ein wenig böse mit mir bist.

Tut mir leid, daß du es so empfunden hast, es war etwas emotional geschrieben, schade, daß du mir nicht direkt dort eine Antwort gegeben hast, hätte mich brennend interessiert!

Ich lebe nach den Erwartungen anderer meinst du, ja, vielleicht, ich nannte es bisher Muster.

Das mit der Erwartungshaltung hat sich heute für mich nochmal
bestätigt. Ich habe den Eindruck weiterhin, dass Du nicht den
realistischen Blick für Dein Leben hast und wieder suchst Du
Orientierung bei Anderen. Nach dem Motto: Sagt mir doch wie es
mit Eurem Sinn im Leben ist.

Die Antwort von Dilarah hat mir sehr gut getan, hat Dinge/Überlegungen in mir angesprochen, es geht mir hier darum, nicht so zu leben WIE JEMAND ANDERER, sondern mir Inspirationen zu holen, um MEINE ÜBERLEGUNGEN fortzusetzen!
Und ich meine es noch immer so, mir wäre es lieber, du würdest mir hier statt um den Brei herumzureden :wink: DEINEN SINN im Leben zu sagen. Aber vielleicht willst du das nicht. Ist auch dein Recht.

Es wird Dich frustrieren, wenn Dir andere sagen wie glücklich
sie sind und es wird Dich auch frustrieren, wenn Dir andere
sagen, wie traurig sie sind.

Ich würde das ehrlich nicht so sagen!

Du wirst Dir nichts „abgucken“ können. Glück, Zufriedenheit
kannst Du nur bei DIR SELBST finden, dazu musst Du auch bei
DIR SELBST SUCHEN!

Ja, ja, ich will ja auch nix abgucken, siehe oben. :wink:

Ich sage Dir etwas von mir: Wenn es mir schlecht geht, dann
interessiert mich nicht im Geringsten, ob es anderen noch
schlechter geht.

Gefällt mir, sehr ehrlich.

Wenn es mir gut geht, dann weiß ich, dass ich für mein Glück
und meine Zufriedenheit selbst gesorgt habe. Darum kann ich es
auch so genießen!

Ja, stimme dir zu. Aber darf ich mir nicht von außen Inspiration holen, wenn ich fühle, daß ich sie gerade brauche?!?!? (-> schade wie gesagt, daß du nicht auf meine Antwort im unteren Beitrag direkt geantwortet hast).

Liebe Michaela, komm mir bitte nicht mit den „wir müssen
Kompromisse machen“ und „wir sind nicht alleine auf der Welt“-
Sprüchen und all diesen (ich sag es mal ganz hart!) AUSREDEN!

Möglich, aber wie gesagt, ich kann auch nicht meinem Chef ins Gesicht „pfurzen“, weil mir grade danach ist. Hart gesagt jetzt, vielleicht klingt es auch ein wenig tief, es GIBT diesen Rahmen der Höflichkeit, glücklich, wenn du einen Beruf hast, in dem du dich N I E einer Maske bedienen mußt. Ich glaube dir das trotzdem nicht. Es gibt für mich eine Grenze, welche ich nicht überschreiten will. Maske ok, manchmal ist das gut so, ich habe darüber mal mit einer Therapeutin gesprochen, IMMER - NEIN!

Eine Partnerschaft funktioniert ME nur dann, wenn ich NICHT
für meinen Partner lebe, d.h. wenn ich NICHT nach seinen
Erwartungen lebe. Ich habe Bedürfnisse und Wünsche, die kann
ich äußern und mein Partner kann sie mir erfüllen, aber doch
nur, wenn er es auch wirklich möchte. WÜNSCHEN nicht FORDERN.

Ok, ok, ok, habe ich was anderes gesagt?

Wie oft essen wir das Gericht was unsere

Liebste gekocht hat, obwohl es uns nicht schmeckt? Wenn wir
ehrlich wären, würden wir es riskieren, den Partner zu
verletzen, er könnte ja beleidigt sein, wo er sich doch so
viel Mühe mit dem Kochen gegeben hat!
Und wieder sage ich: Verlogen und betrügerisch.

Nun, ich bin in DIESER Hinsicht IMMER ehrlich, ob du es jetzt glauben magst oder nicht. Scheinbar hast du das einige male getan, ich verleugne mich in einer Partnerschaft nicht so, das geht auf Dauer nicht gut.

Mein ganz persönliches Glück, liebe Michaela, habe ich nur bei
mir gefunden, daher wünsche ich Dir, dass Du auch bei Dir
suchst.

„Kram, kram, kram“

Liebe Grüße
Michaela

Hallo und guten morgen…

schön, wieder von dir zu lesen:smile:
wir haben in unserem leben thematiken zu lösen, dazu bekommen wir die entsprechenden situationen, die scheinbar willkürlich auf uns zutreten und uns das leben schwer machen.
aber eben nur scheinbar. wenn du einmal genauer hinschaust, wirst du zusammenhänge erkennen, die alle mit dir zu tun haben. irgendeine thematik, die du bis dato noch nicht für dich gelöst hast.
sieh diese situationen nicht als strafe, sondern als zeichen, als hilfe um dieses muster das dahintersteht zu lösen.
solange das nicht geschieht, werden sie dir immerwieder begegnen.
dein bauchweh ist nur der äußere ausdruck davon, daß du nicht in deiner mitte bist. vermutlich wird dein arzt nichts finden. du bist die einzige, die dich heilen kann.
du fragtest nach dem persönlichen sinn des lebens…
mein persönlicher sinn ist das leben selbst. achtsam und wertschätzend zu sein, allen dingen und wesen gegenüber, die mir begegnen und jeden moment anzunehmen und mit freude zu leben.
mich meinen aufgaben zu stellen und an mir zu arbeiten um zu-frieden, in frieden zu leben.
nicht immer einfach, aber lohnend:smile:
glück ist eine entscheidung, nicht irgendetwas, was von außen kommt.
in diesem sinne wünsch ich dir viel kraft und alles liebe

lunatics-wife

Hi Michaela,

Du lässt wohl nicht locker?? Mit Deinem „Sinn des Lebens“??
Bei Deinem ersten Posting wußte ich nicht so recht geht es ihr jetzt „echt wirklich gut“, oder gehts ihr nicht gut?
Leider bist Du nicht näher darauf eingegangen, auf das Allerwichtigste, sonst hast Du mich aber auseinandergenommen. (sag ich immer so, wenn man auf jeden Satz eine Antwort gibt)
Also, das Wichtigste und das Einzige, was mich wirklich interessiert hätte, ist weiter ungeklärt. Keine klare Aussage von Dir.

Du „fühlst“, dass Du Inspiration brauchst. Da weiß ich aber immer noch nicht, wie es Dir geht. Wenn ich nun wüßte, wie es Dir geht, könnte ich versuchen Dich z.B. zu trösten, Dir ein paar richtig nette Zeilen schreiben, vielleicht ein Gedicht, Dich aufmuntern… Ich würde mich wirklich richtig anstrengen und mir Mühe geben, aber ich weiß ja nicht wie es Dir geht.

Du denkst ich schreibe wieder um den Brei rum?

Ich denke das die ganze Zeit von Dir. Du bist nicht bei Dir. Sag mir, wie es um Dich steht und Du bekommst alles von mir, was ich in diesem Rahmen geben kann!!

Dumm, ich habe wieder den Eindruck, dass Du ERWARTEST, dass die Leuten wissen müssten, dass es Dir nicht gut geht. Das muss man doch irgendwie merken. ???
Nein, die Leute können Dich nur „streicheln“ wenn Du sagst: Mir geht es nicht gut, ich wünsche mir, dass Du mich tröstest, hilf mir bitte , oder sonst was.
Das meinte ich mit: Ich muß mir mein Glück, meine Zufriedenheit holen. Wenn ich meine Gefühle mitteilen kann, dann bekomme ich etwas zurück. Du tust das zumindest hier im Moment nicht. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter, wenn ich genau hinsehe, sind Deine Aussagen sehr verwirrend von: „echt gut“ bis „das Leben ist hart“

Woher soll ich wissen, was Du brauchst?

Angenommen, Dir geht es nicht so gut und ich schreibe Dir wie wunderbar es mit meinem „Sinn im Leben“ ist, was bringt Dir das?? Ich würde wahrscheinlich neidisch, ich würde mich noch mehr ärgern. Mir gehst nicht gut und Andere kommen gut zurecht??

Ich biete Dir etwas an, was ich für viel wichtiger und wirkungsvoller halte:
Ein paar liebe Worte, Trost, Aufmunterung
Aber Du musst es Dir wünschen, Du musst es Dir schon holen.

Damit ich keinen Ärger bekomme, wegen am Thema vorbei und so…

Sicher hast Du mal in meine Vika geschaut. Du kannst Dir vielleicht vorstellen, wie das ist, wenn man über zwanzig Jahre abhängig war. Ich möchte nicht näher darauf eingehen, nur soviel: Ich habe wahrscheinlich einen ganz großen Vorteil, im Gegensatz zu Dir, mein Leben konnte garantiert nur besser werden. Ich habe ein komplett neues Leben angefangen. Ich bin sozusagen ein Zweites Mal geboren worden. Jeder Tag ist für mich wertvoll, jeder Tag ist einzigartig, ein Geschenk.

Es gibt den „Sinn des Lebens“ so für mich nicht.
(Halte es da ganz mit Oliver. Das weiß ich erst zum Lebensende.)

Meine Ziele beschränken sich auf die sehr nahe Zukunft. Ich denke Bestenfalls bis Morgen. Das ist schon fast zu weit.
Meine Ziele werden manchmal auch zwei, drei Mal am Tag neu definiert, je nach Lust und Laune…
Ich mache nur das, was ich auch wirklich möchte, ob Du es nun glaubst, oder nicht, aber wie gesagt ich habe einen Vorteil und es ist sehr einfach, wenn man im hier und jetzt ist.

Gedanken über die Zukunft möchte ich gar nicht machen, denn sie behindern mich doch beim Genießen des HEUTE. Sie verwirren, rufen Ängste herbei, dann kommt doch alles anders…Es ist sinnlos, darüber zu grübeln. Heute findet das Leben statt. Wenn Du so willst, dann ist das mein „Sinn des Lebens“. Ich würde es lieber „mein Lebensmotto“ nennen.

Es hat absolut nichts mit verheiratet, Kinder, Urlaub, oder sonst etwas zu tun. Gar nichts.
Ich sorge dafür, dass meine natürlichen Bedürfnisse befriedigt werden. Ich hole mir Trost, wenn ich ihn brauche, lasse mich streicheln, wenn es mir nicht gut geht und hole mir ein Lächeln, Freude, je nach dem. Dazu brauche ich aber keinen Partner, kein Auto, keine Kinder, kein Geld, kein…

Es ist jeder Tag, den ich genieße. Im hier und jetzt. Würde ich nach einem Sinn suchen, wäre das für mich a.) anstrengend, b) zeitraubend, c) uninteressant
Es würde vielleicht auch bedeuten, dass ich mich mit meiner Vergangenheit und mit meiner Zukunft beschäftigen müßte. Das wiederum bringt auch gar nichts: Die Vergangenheit kann ich nicht ändern, die Zukunft nicht bestimmen und ich will es auch gar nicht.

Ich lebe heute und wenn mir danach ist, hole ich mir heute alles, was ich für einen schönen Tag brauche.

Verzeih mir, wenn ich ein wenig provoziert habe, würde mir wünschen, dass Du mehr auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben achtest, als nach dem Sinn des Lebens zu fragen.

Nicht böse gemeint und mit meinen Gedanken bei Dir,

Frank

Der Sinn des Lebens,
ist bei jedem Menschen ein anderer.

Hallo Andrea,

Ich glaubte immer, eine enge Freundin haben zu müssen,

Müssen, wer behauptet den das?
Ich hatte auch die „müssen“-Krankheit.
Die Antwort meines Vaters darauf war: Sterben müssen wir, sonst nichts.
Ich weiß nicht, wie oft er das sagte, bis ich von ihr geheilt war.

die habe ich jetzt nicht.

Du kannst niemanden zwingen, eine enge Freundin zu sein. so etwas kann nur freiwillig entstehen, und braucht seine Zeit. So wie auch ein Baum seine Zeit braucht, bis er soweit gewachsen ist, daß er Früchte trägt. Erst dann kannst du die Frucht „enge Freundin“ geniesen. Also setze dich und deine Freundinnen nicht unter Druck, sondern geniese ihre Freundschaft und warte ab.

Das macht mich ein bisserl traurig.

Warum? Weil du eine Forderung, die du an dich selbst gestellt hast, noch nicht erfüllt hast?

Ok, war das alles, werdet ihr euch denken, warum ist sie hier?
Ich bin glücklich verheiratet (ja, echt, wirklich glücklich!),
Kinder lassen auf sich warten.

Gib auch ihnen die Zeit, dann zu kommen, wenn es für euch alle am besten ist.

Ich habe starkes Bauchweh seit gestern

Diagnose eines Laien: Der Wunsch nach einem Kind hat sich verselbständigt. Hauptsache, ich habe etwas im Bauch, auch wenn es Schmerzen sind.

Es geht mir an sich gut, wirklich, trotzdem frage ich mich,
was ist der Sinn im Leben für andere? Was ist dein Sinn im
Leben?

Mein Sinn des Lebens?
Nun soweit ich herausgefunden habe:
Erfahrungen verschiedenster Art zu sammeln, zu lernen, zu experimentieren, wie ich mit meinen Problemen am besten zurechtkomme, wie ich mit meinen Mitmenschen und der restlichen Natur umgehe. Wie ich am besten mit Menschen umgehe, die ich, aus welchen Gründen auch immer, nicht mag. Ignorieren hilft nicht weiter, da diese Charaktergruppe, solange ich das Problem nicht gelöst habe, immer wieder über den Weg läuft. Was ich tun kann, mich selbst und mein Äußeres zu mögen und zu akzeptieren.
Anders ausgedrückt, ja zu mir selbst zu sagen.
Ich weiß, daß das nicht alles ist, aber im Laufe der Zeit werde ich immer mehr erkennen, was noch alles der Sinn meines Lebens ist.

  • snief - ich finde das Leben schon irgendwie sehr hart

Jeder von uns hat immer wieder im Laufe des Lebens mit diesem Problem zu kämpfen.
Zum Schluß ein anderer Spruch meines Vaters, wenn ich niedergeschlagen war.
Kopf hoch, wenn der Hals auch dreckig ist

Viele aufmundernde Grüße
Monika

im Loch ist es dunkel
Hallo Michaela,

ich weiß, sorry, in letzter Zeit ist hier etwas viel von mir
zu lesen, ich werde mich „nach diesem Artikel wieder etwas
mehr zurücknehmen“ :wink:

warum eigentlich? schlimmstenfalls kommt keine Reaktion, was ja bisher nicht der Fall war. Paßt schon, sagt man bei uns hier in Bayern :wink:))

Als ich mir Deinen Text durchgelesen habe, ist mir etwas eingefallen, was ich hier gerne aufschreiben möchte.
Wenn die eigene Stimmung unten ist, dann ist man bei schlechten Nachrichten (Krankheit des Vaters) oder unguten Erfahrungen (Zoff mit den Freundinnen) besonders empfindlich, dass man sich am liebsten davor in Schutz nehmen möchte, man schiebt sie irgendwie undurchdacht nach hinten, und beschließt automatische diese dann hervorzukramen, wenn es einem besser geht, um damit dann auch besser umgehen zu können. Und um sich rechtzeitig vor der nächsten Hiobsbotschaft schützen zu können, ist die psychische Wahrnehmung auf „Achtung, gleich kommt die nächste schlechte Nachricht“ eingestellt. Ein Teufelskreis beginnt. „Die Welt ist so schlecht, und ich mittendrin.“

So ist es mir vor kurzem gegangen. Aber ich hatte die Gelegenheit mich mit jemanden über meine letzte Auseinandersetzung zu unterhalten, und kam zum dem Schluß, dass einem das Leben im Endeffekt zu gleichen Teilen gute und schlechte Ereignisse beschert. Manchmal häufen sich die schlechten. Und manche dieser sollte man gar nicht erst bewertet werden, weil sie eigentlich nichts mit einem zu tun haben.
Ich denke da an die Krankheit Deines Vaters. Das ist wirklich furchtbar für Dich, und Du machst Dir nicht wenig Sorgen um ihn, stelle ich mir vor. Aber seine Krankheit haben nichts auf Deinem Lebens-Sinn-Konto zu suchen. Das ist eine der vielen „shit-happens“.
Damit will ich sagen, dass Du momentan wohl in so einem Loch hockst und den blauen Himmel nicht mehr siehst, alles ist dunkel und grau. Du solltest Dein Niveau anheben, um Deine Aussicht zu verbessern.

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Joggen gemacht (wenn mich keiner hört, dann fluche mir den Frust von der Seele :smile: ). Pumpe Dich voll mit frischem Obst, Nüssen, Schokolade, Aromen wie Orange, Lavendel und Zitrone sorgen ebenfalls für gute Stimmung.
Vielleicht brauchst Du auch psychologische Betreuung, einen bezahlten Profi, der Dir zuhört und Dir richtigeren Fragen stellt, die Dir eher weiterhelfen, als ein noch so guter Freund es vermag.

Die persönliche Einstellung zum Sinn des Lebens ändert sich mit jeder Stimmung und mit jedem Ereignis. Denke daran, wie Du in die Schule gekommen bist, Schule abgeschlossen, Mann kennengelernt und geheiratet, ins Berufsleben eingestiegen und das erste eigene Geld verdient… Man macht andauernd neue Pläne. Aber so mancher Lebensplan entwickelt sich dann doch anders. Ab da hat man zwei Möglichkeiten: entweder sich ins Loch setzen und darüber weinen, weil der Plan scheiterte, oder einen neuen erreichbaren Plan schmieden, mit besseren Erfolgsaussichten. Genau, vielleicht solltest Du weniger nach Idealen als nach persönlichen Erfolgen suchen, und daraus Deine Ideale entwickeln.
Sei ein wenig netter zu Dir, gib Deinem Seelenhintern einen Tritt, hopse aus Deinem Novemberloch, und fange an Dich nach den schönen Dingen in Deinem Leben umzusehen.
Und dann hast Du auch Kraft für Deinen Vater…

mit ganz lieben Grüßen
von der manchmal ziemlich depressiven
Claudia

Genau, vielleicht solltest Du weniger nach
Idealen als nach persönlichen Erfolgen suchen, und daraus
Deine Ideale entwickeln.

Hallo, Claudia, Michaela,
ich kann das nur dick unterstreichen. Es drückt mit anderen Worten das aus, was ich Dir schon unter Dein anderes Posting geschrieben habe http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
Du packst das schon, auch der längste Weg muß Schritt für Schritt bewältigt werden.
Grüße
Eckard.

Hallo Grilla,

ich weiss nicht so recht. Alles was Du sagst und Deine Empfehlungen sind ganz ganz sicher richtig.
Aber wenn Du vom dunklen Loch redest, möchte ich noch etwas
einfügen. Auch Eckard möchte ich dies sagen und freilich allen,
die in einem solchen mal waren.
Das eigentliche Problem ist doch dies, ist man erstmal in so einem Loch, kann man nicht so einfach raus. Unsere Psychologin
hat geredet wie Du (das soll k e i n Kompliment sein).
Sie hat einfach nicht begreifen können, dass es etwas diffuses, nicht zu benennendes Unwohlsein, Angst, was auch immer ist, was einen davon abhält, zu handeln. So wie Michaela es beschreibt:
eigentl. geht es ihr gut, aber sie fühlt sich nicht gut.
Rauszufinden was mit einem da passiert, brauch seine Zeit. Hier
hat mir genau dieses Forum geholfen (ich war regelrecht masochistisch, alles auf einmal bewältigen wollen, konnte nur schief gehen). Erst dadurch hab ich meinen Weg wieder vom Umweg
unterscheiden können und gehe wieder weiter.
So Sachen, wie Obst essen etc. sind sicher hilfreich wenn man einen Schritt weiter ist, aber i.M. einfach nur …

…du weisst was ich meine, hoffe ich.

Na ja, Du und ich und viele andere wissen, man kommt da wieder raus, aber es ist ein hartes Stück Arbeit.
Wenn man das eigentl. Problem erst mal manifest gemacht hat, ist es einfacher, da geb ich Dir völlig recht, was die Angreifbarkeit von Ereignissen betrifft.

Liebe Grüße
d.

ich weiß, sorry, in letzter Zeit ist hier etwas viel von mir
zu lesen, ich werde mich „nach diesem Artikel wieder etwas
mehr zurücknehmen“ :wink:

warum eigentlich? schlimmstenfalls kommt keine Reaktion, was
ja bisher nicht der Fall war. Paßt schon, sagt man bei uns
hier in Bayern :wink:))

Als ich mir Deinen Text durchgelesen habe, ist mir etwas
eingefallen, was ich hier gerne aufschreiben möchte.
Wenn die eigene Stimmung unten ist, dann ist man bei
schlechten Nachrichten (Krankheit des Vaters) oder unguten
Erfahrungen (Zoff mit den Freundinnen) besonders empfindlich,
dass man sich am liebsten davor in Schutz nehmen möchte, man
schiebt sie irgendwie undurchdacht nach hinten, und beschließt
automatische diese dann hervorzukramen, wenn es einem besser
geht, um damit dann auch besser umgehen zu können. Und um sich
rechtzeitig vor der nächsten Hiobsbotschaft schützen zu
können, ist die psychische Wahrnehmung auf „Achtung, gleich
kommt die nächste schlechte Nachricht“ eingestellt. Ein
Teufelskreis beginnt. „Die Welt ist so schlecht, und ich
mittendrin.“

So ist es mir vor kurzem gegangen. Aber ich hatte die
Gelegenheit mich mit jemanden über meine letzte
Auseinandersetzung zu unterhalten, und kam zum dem Schluß,
dass einem das Leben im Endeffekt zu gleichen Teilen gute und
schlechte Ereignisse beschert. Manchmal häufen sich die
schlechten. Und manche dieser sollte man gar nicht erst
bewertet werden, weil sie eigentlich nichts mit einem zu tun
haben.
Ich denke da an die Krankheit Deines Vaters. Das ist wirklich
furchtbar für Dich, und Du machst Dir nicht wenig Sorgen um
ihn, stelle ich mir vor. Aber seine Krankheit haben nichts auf
Deinem Lebens-Sinn-Konto zu suchen. Das ist eine der vielen
„shit-happens“.
Damit will ich sagen, dass Du momentan wohl in so einem Loch
hockst und den blauen Himmel nicht mehr siehst, alles ist
dunkel und grau. Du solltest Dein Niveau anheben, um Deine
Aussicht zu verbessern.

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Joggen gemacht (wenn mich
keiner hört, dann fluche mir den Frust von der Seele :smile: ).
Pumpe Dich voll mit frischem Obst, Nüssen, Schokolade, Aromen
wie Orange, Lavendel und Zitrone sorgen ebenfalls für gute
Stimmung.
Vielleicht brauchst Du auch psychologische Betreuung, einen
bezahlten Profi, der Dir zuhört und Dir richtigeren Fragen
stellt, die Dir eher weiterhelfen, als ein noch so guter
Freund es vermag.

Die persönliche Einstellung zum Sinn des Lebens ändert sich
mit jeder Stimmung und mit jedem Ereignis. Denke daran, wie Du
in die Schule gekommen bist, Schule abgeschlossen, Mann
kennengelernt und geheiratet, ins Berufsleben eingestiegen und
das erste eigene Geld verdient… Man macht andauernd neue
Pläne. Aber so mancher Lebensplan entwickelt sich dann doch
anders. Ab da hat man zwei Möglichkeiten: entweder sich ins
Loch setzen und darüber weinen, weil der Plan scheiterte, oder
einen neuen erreichbaren Plan schmieden, mit besseren
Erfolgsaussichten. Genau, vielleicht solltest Du weniger nach
Idealen als nach persönlichen Erfolgen suchen, und daraus
Deine Ideale entwickeln.
Sei ein wenig netter zu Dir, gib Deinem Seelenhintern einen
Tritt, hopse aus Deinem Novemberloch, und fange an Dich nach
den schönen Dingen in Deinem Leben umzusehen.
Und dann hast Du auch Kraft für Deinen Vater…

mit ganz lieben Grüßen
von der manchmal ziemlich depressiven
Claudia

… Erkenntnisse … interessant …
Hallo Frank,

Du lässt wohl nicht locker?? Mit Deinem „Sinn des Lebens“??

Ä, ja, da hast du Recht :smile: :wink:

Mir gehts jetzt - momentan - sehr gut.

Ich glaube nicht, daß ich um den Brei herum geschrieben habe. Ich habe Fakten genannt, warum es mir grade nicht so gut geht u. ich sah auch selbst eine Möglichkeit, für „Inspiration“, darum mein Beitrag hier, ein Gefühl von mir für mich.
(Ich möchte hier auch nicht, das tut niemand, soweit ich das hier mitgekriegt habe, mein ganzes Leben zerpflücken u. darlegen … na da würden ja die Beiträge hier endlos sein. Ich schreibe über das was mich bewegt u. wo ich „Inspiration“ brauche, Gedanken von außen, Sichtweisen anderer, die ich dann annehmen/teilen kann oder nicht. Es geht mir vermutlich nicht so schlecht, wie du vielleicht angenommen hast.)

Dumm, ich habe wieder den Eindruck, dass Du ERWARTEST, dass
die Leuten wissen müssten, dass es Dir nicht gut geht.

Hey, nein, ich habe doch Ereignisse genannt u. gesagt, daß es mir nicht gut geht, das sind doch Tatsachen u. Dinge aus meinem Leben, ich weiß nicht, was du gerne hören möchtest.

Angenommen, Dir geht es nicht so gut und ich schreibe Dir wie
wunderbar es mit meinem „Sinn im Leben“ ist, was bringt Dir
das??

Inspiration, Sichtweisen, Eindrücke!!! Die oft sehr sehr gut tun, auch wenn es einem anderen grade besser geht als mir, - echt - ! Ich verkrafte das :smile:

Sicher hast Du mal in meine Vika geschaut. Du kannst Dir
vielleicht vorstellen, wie das ist, wenn man über zwanzig
Jahre abhängig war. Ich möchte nicht näher darauf eingehen,
nur soviel: Ich habe wahrscheinlich einen ganz großen Vorteil,
im Gegensatz zu Dir, mein Leben konnte garantiert nur besser
werden. Ich habe ein komplett neues Leben angefangen. Ich bin
sozusagen ein Zweites Mal geboren worden. Jeder Tag ist für
mich wertvoll, jeder Tag ist einzigartig, ein Geschenk.

Ja, ich habe auf deine VK geschaut, du hast das super geschafft! Und du hast auch vollkommen Recht, du hast eine vollkommen andere Sicht u. vermutlich auch Einstellung zum Leben als ich. Es war sicher schwer, aber jetzt bist du in einer gewissen Art u. Weise sicher weise!!! Da hast du mir absolut etwas voraus! Ich meine das total ernst u. ehrlich, ich kann mir vorstellen, daß sich da viel relativiert.

Es gibt den „Sinn des Lebens“ so für mich nicht.
(Halte es da ganz mit Oliver. Das weiß ich erst zum
Lebensende.)

Weißt du, daß DAS unheimlich gut tut, ich brauche keine verbalen „Streicheleinheiten“, DAS tut gut, weil ich auch von deinen Erfahrungen lernen kann! Ja, das hilft mir. :smile:

Meine Ziele beschränken sich auf die sehr nahe Zukunft. Ich
denke Bestenfalls bis Morgen. Das ist schon fast zu weit.

Mhm ja, mhm, grübel, aber schwer ist das schon, aber ich weiß wie du es meinst.

Meine Ziele werden manchmal auch zwei, drei Mal am Tag neu
definiert, je nach Lust und Laune…

Das gefällt mir :smile: Ich bin vielleicht wirklich zu streng mit mir. Ich bin irgendwie auch so erzogen worden.
„Man muß schon folgen“. „Sei brav“. „Du bist gar nicht dankbar“. „Zeig doch deine Freude“. „Du mußt dich schon mit mehr Leuten als nur mit deinem Partner treffen“. … Lauter „ein-injizierte Gedanken u. Sichtweisen“, die ich leider scheinbar verinnerlicht habe. Aber ich bin ja am Lernen …

Gedanken über die Zukunft möchte ich gar nicht machen, denn
sie behindern mich doch beim Genießen des HEUTE. Sie
verwirren, rufen Ängste herbei, dann kommt doch alles
anders…Es ist sinnlos, darüber zu grübeln.

Ja, und das tue/tat ich dau-ernd. Weil andere lt. ihren Aussagen ja auch so viel erreicht haben, ach so erfolgreich sind, ach so (du merkst es an meiner Ausdrucksweise, es geht mir aber sowas von richtig auf den „Zeiger“), ach so ihren Traumberuf haben, ach soviele Freunde haben, ach so viele tolle - natürlich unbedingt Auslandsurlaube machen (wer sagt denn zB daß das jeder will) - … Heiße Luft, Dampf, heiße Luft, nix als heiße Luft u. meist zu 90 % oder mehr übertrieben. (Weißt du, wie ich es meine, die anderen impfen mich damit, ich lasse mich vermutlich impfen, ja, ich höre gerne zu, ich sauge auf wie ein Schwamm, statt daß ich manchmal meine Ohren zuklappe, nach außen bin ich viel zu gutmütig, leider, ich habe es noch nicht geschafft, es mir abzugewöhnen.
Ich brauchte lange bis ich das irgendwie mal kapiert habe (also das mit der heißen Luft), ich glaube ich brauche nochmal so lange um mich selbst davon zu distanzieren u. meine eigene Ruhe u. innere Zufriedenheit zu haben, denn ich glaube echt, ich hatte die bevor ich da weiter u. intensiver (über zB Beruf, bzw. Entwicklung u. hinaushören in die „weite Welt“) hinausging u. sie tatsächlich verlor, wie einen Regenschirm.

-((((((((((((((((( Irgendwie ist das jetzt sehr interessant, ich analysiere u. es schaut irgendwie was dabei raus, neue Erkenntnisse, durch deine Antwort auf meine letzte Antwort :wink:

Danke!

sonst etwas zu tun. Gar nichts.
Ich sorge dafür, dass meine natürlichen Bedürfnisse befriedigt
werden. Ich hole mir Trost, wenn ich ihn brauche, lasse mich
streicheln, wenn es mir nicht gut geht und hole mir ein
Lächeln, Freude, je nach dem. Dazu brauche ich aber keinen
Partner, kein Auto, keine Kinder, kein Geld, kein…

Ja, aber zB Freunde, zu denen man gehen kann, bei denen man sich Trost holt, da sind wir wieder mal bei den Freunden … nur so zB, klar kann das auch wer anderer sein.

Ich lebe heute und wenn mir danach ist, hole ich mir heute
alles, was ich für einen schönen Tag brauche.

Überlegst du nie, ob du was versäumst, anders machen könntest, einen Kurs zB für deine Zukunft machchen solltest … etc. etc. etc.

Liebe Grüße
Michaela

Aber wenn Du vom dunklen Loch redest, möchte ich noch etwas
einfügen. Auch Eckard möchte ich dies sagen und freilich
allen,
die in einem solchen mal waren.
Das eigentliche Problem ist doch dies, ist man erstmal in so
einem Loch, kann man nicht so einfach raus. Unsere Psychologin
hat geredet wie Du (das soll k e i n Kompliment sein).
Sie hat einfach nicht begreifen können, dass es etwas
diffuses, nicht zu benennendes Unwohlsein, Angst, was auch
immer ist, was einen davon abhält, zu handeln. So wie Michaela
es beschreibt:
eigentl. geht es ihr gut, aber sie fühlt sich nicht gut.
Rauszufinden was mit einem da passiert, brauch seine Zeit.

Hallo Dilarah & Michaela,

meine persönliche Erfahrung ist eine andere. Für mich gibt es das nicht: eigentlich geht es mir gut, ich fühl mich aber nicht gut.
Da fängt es ja schon an: Es geht mir NIEMALS GUT, oder SCHLECHT.
Was ist das denn für ein Gefühl?? Gut, oder schlecht.
Gefühle sind für mich: traurig, wütend, ärgerlich, glücklich, zufrieden und tausend andere mehr.
Wenn ich lediglich weiß, dass es mir gut geht, dann bin ich sehr weit von mir selbst entfernt.
Ich weiß, was Du sagen möchtest: Das Leben, dass ich führe ist das, was man im allgemeinen ein gutes Leben nennt. Mir fehlt es an nichts, es könnte schlechter sein…

Ihr zwei Lieben, es geht doch NUR ausschließlich darum, wie ich mich FÜHLE. Und bitte: ES PASSIERT NICHTS mit einem. Das gibt es einfach nicht. Es macht Eure Orientierung an Anderen deutlich und Eure ERWARTUNGSHAlTUNG. Nichts passiert einfach. Dafür, wie ich mich fühle, bin ICH alleine zuständig. Alles was ich mache hat Auswirkungen. Nichts passiert!! In JEDER Lebenssituation ist das, was ich tue entscheidend, niemals das was Andere machen. Wenn mich der große, gelbe Bus streift, dann ist das NICHT PASSIERT, sondern ich HABE IHN NICHT GESEHEN. Ich war UNACHTSAM.
Ich weiß wirklich nicht, wie ich es besser verständlich machen soll.
Du bist auf dem denkbar ungünstigsten Pfad, wenn Du herausfinden möchtest, was mit Dir PASSIERT. Du solltest Dir wünschen herauszubekommen, was Du GETAN hast und warum Du Dich so FÜHLST.
Jedes Gefühl kann ich benennen, wenn ich meinen Blick nach innen richte. Ich konnte es erlernen und es dauerte natürlich seine Zeit, bis ich diese Sichtweise angenommen habe.

Nehmt es mir bitte nicht übel, aber wenn ich sage: „mit mir passiert was“
dann habe ich es sehr einfach: ich brauche nicht nach mir zu schauen, brauche nichts zu verändern, habe keine Verantwortung, kann nichts tun …alles ist abhängig von???

Aber es erklärt bei vielen Menschen: UNZUFRIEDENHEIT, sie hindern sich bewußt, oder unbewußt an Ihrem eigenen Glück, weil sie passieren lassen wollen.

Bitte, nicht so eine Einstellung, dass fände ich nun wirklich schade.

Liebe Grüße

Frank

2 „Gefällt mir“

lieber Frank,

jeder hat seine ureigene subjektive Empfindung und die magst Du zumindest mir lassen, bitte.

Wenn ich lediglich weiß, dass es mir gut geht, dann bin ich
sehr weit von mir selbst entfernt.

Gilt für mich ganz anders, schon allein deshalb, weil ich mit „gut“ 100%ig was anderes meine, als Du.

Ich weiß, was Du sagen möchtest: Das Leben, dass ich führe ist
das, was man im allgemeinen ein gutes Leben nennt. Mir fehlt
es an nichts, es könnte schlechter sein…

So seh ich es überhaupt nicht, siehste…:smile:)
Was ich mit gut aber unwohl bezeichnen würde ist eine Wahrnehmung, die ich nicht beschreiben kann. Ich kann mit
meinem Liebsten telef., alles ist in Ordnung, es gibt die große
Vorfreude auf Weihnachten z.B. etc. und dennoch ist eine Traurigkeit im Herzen (dramatisiert ausgedrückt), die mir schon
mal Tränen in die Augen jagt. Also besser kann ich das Gefühl
jetzt nicht beschreiben. Geht so in die Richtung diffus, nicht
genau wissend, was eigentl. ist. Verstehst Du?

Ihr zwei Lieben, es geht doch NUR ausschließlich darum, wie
ich mich FÜHLE. Und bitte: ES PASSIERT NICHTS mit einem.

Doch es passiert etwas. Nur halt was?

Dafür, wie ich mich fühle, bin ICH alleine zuständig.

Nein, das stimmt so einfach nicht. Es passieren viele Dinge mit
einem, die man nicht beeinflussen kann, jedenfalls nicht sofort.

Alles was ich mache hat Auswirkungen.

Eben.

In JEDER Lebenssituation ist das, was ich tue entscheidend, : niemals das was Andere machen.

Richtig, aber das muß man erstmal begreifen lernen.

Wenn mich der große, gelbe Bus streift,

dann ist das NICHT PASSIERT, sondern ich HABE IHN NICHT
GESEHEN. Ich war UNACHTSAM.

Ach und wenn Dich ein Geisterfahrer umbringt, dann übernimmst Du auch dafür die Verantwortung. Das ist gelinde gesagt unsinnig.

Jedes Gefühl kann ich benennen, wenn ich meinen Blick nach

innen richte. Ich konnte es erlernen und es dauerte natürlich
seine Zeit, bis ich diese Sichtweise angenommen habe.

Siehste, also warst Du auch mal auf der Suche. Warum auch sonst Deine Abhängigkeitsgeschichte. Sich jetzt auf den Sockel zu stellen, ist nicht zu Dir passend…oder ich müßte mich sehr
täuschen. Du hast für Dich großes geleistet, aber bitte lass den anderen auch ihre Zeit, um sich dessen bewußt zu werden, was genau fehlt.

Nehmt es mir bitte nicht übel, aber wenn ich sage: „mit mir
passiert was“
dann habe ich es sehr einfach: ich brauche nicht nach mir zu
schauen, brauche nichts zu verändern, habe keine
Verantwortung, kann nichts tun …alles ist abhängig von???

Das z.B. hat niemand hier behauptet.

Aber es erklärt bei vielen Menschen: UNZUFRIEDENHEIT, sie
hindern sich bewußt, oder unbewußt an Ihrem eigenen Glück,
weil sie passieren lassen wollen.

Und Du weisst das und ich und viele viele andere, aber wieder andere müssen es erst herausfinden. Da nützen keine Predigten was. Das sind Erfahrungen, die nötig und wichtig sind. Sehr wichtig.

Bitte, nicht so eine Einstellung, dass fände ich nun wirklich
schade.

So wie ich Deine selbstgerechte Art, die ich so noch nie bei Dir wahrgenommen habe. Und schade ist hier gar nix. Es ist eine
Entwicklung, die Michaela sehr bewußt wahrnimmt und wir können eine Hilfestellung geben oder auch nicht. Ich hab sehr lange vorher hier gelesen, bis ich meine erste Frage gestellt habe und bewundere Menschen, die das tun- hab auch heute noch oft ein
seltsames Gefühl dabei, aber wie schon mal gesagt, mir hat es damals sehr geholfen. Ich wäre längst nicht so weit mit mir und meinem Kind, wie ich es jetzt bin. Bin halt wieder die „alte“
Dilarah, die nix so schnell umschmeisst und in der Lage, endlich wieder zuzuhören, o h n e zu predigen.

Aber ich mag an Dir sehr, wie Du versuchst, Deinen Standpunkt klar zu machen. Nur solltest Du wissen, es ist D E I N E R und was für Dich klar und richtig erscheint, muß nicht für einen anderen Menschen gelten.

LG
d.

höchst Persönliches
Hallo Dilarah,

Das eigentliche Problem ist doch dies, ist man erstmal in so
einem Loch, kann man nicht so einfach raus. Unsere Psychologin
hat geredet wie Du (das soll k e i n Kompliment sein).

Über die Unzulänglichkeit meiner Empfehlung bin ich mir bewußt. Und wenn eine Psychologin keine besseren Ideen auf Lager hat als ich, dann spricht das nicht für die Psychologin.

Sie hat einfach nicht begreifen können, dass es etwas
diffuses, nicht zu benennendes Unwohlsein, Angst, was auch
immer ist, was einen davon abhält, zu handeln. So wie Michaela
es beschreibt:
eigentl. geht es ihr gut, aber sie fühlt sich nicht gut.
Rauszufinden was mit einem da passiert, brauch seine Zeit.

Das Problem ist doch auch, dass wir uns hier alle nicht kennen. So können auch Vorschläge kommen, die vielleicht sogar eher nervig sind (Obst usw.), weil sie zum „sichZopfhochziehen“ auffordern, und man hat Mühe seine Hand zu heben, oder man so manche Maßnahme als unwirksam erachtet.

Hier
hat mir genau dieses Forum geholfen (ich war regelrecht
masochistisch, alles auf einmal bewältigen wollen, konnte nur
schief gehen). Erst dadurch hab ich meinen Weg wieder vom
Umweg
unterscheiden können und gehe wieder weiter.
So Sachen, wie Obst essen etc. sind sicher hilfreich wenn man
einen Schritt weiter ist, aber i.M. einfach nur …

…du weisst was ich meine, hoffe ich.

Ich denke schon…

Na ja, Du und ich und viele andere wissen, man kommt da wieder
raus, aber es ist ein hartes Stück Arbeit.

Und diese Arbeit kann man dem anderen nicht abnehmen. Das dumme daran ist, dass ein Lebensunlustiger dazu eigentlich keine Lust hat, es fehlt die Antriebskraft, so wie es Michaela als Überschrift geschrieben hat. Oh ja, das kenne ich sehr gut.

Mir helfen Leute in meiner Umgebung (im Forum nicht), die mit einer unvermuteten Warmherzigkeit (z.B. Frage nach meinem Ergehen) mich ein wenig anschupsen. Und bin ich erst einmal in Bewegung (eigentlich könnte ich mal wieder zum Frisör, vielleicht kaufe ich mir was Schönes zum Anziehen, jetzt gönne ich mir was Leckeres zum Essen…) dann kann meine Lebenslust Eigendynamik entwickelt. So habe ich das gemeint. Manchmal braucht es nur einen kleinen Schups, man fängt mit Kleinigkeiten an etwas in seinem Alltag zu regeln, und landet zum Schluß bei umsetzbaren Lebensplänen - so funktioniert das bei mir. Anderes kann ich nicht raten.

viele Grüße
Claudia

1 „Gefällt mir“

Marquardt/Borges/Blake - eine Antwort in Gedichten
Hallo Michaela,

diesen Satz „eigentlich müßte es mir doch gut gehen…“ solltest Du schnellstens aus Deinem Vokabular streichen. Den Seelenfrieden finden die wenigsten durch das Erreichen von ‚äußerlichen‘ Zielen…

Axel Marquardt Ende der Dreissiger

_Was hält vom Leben, Marquardt, dich noch ab?

Zerreiß den Schein, vernichte die Verträge,
Lös deine Konten auf, leg Feuer an dein Haus,
Kapp die Systeme der Sozialversorgung,
mißtrau dem guten Rat von guten Freunden,
Verweigere die Wärme, die den Schlaf dir bringt,
Vernichte die, die planvoll dich verwöhnen,
Erwürg die Vögel, Katzen, Hunde und Verwandten
Und deine kranken Nachbarn auch
Und reservier dir ein kommodes Grab.

Was, Marquardt, hält vom Leben dich noch ab?_

So bleiben zwei Möglichkeiten: Der radikale Bruch oder sich einzurichten und das beste aus dem zu machen, was IST:

„…After Peron’s deposition Borges was appointed Director of the National Library (1955-1973). Borges, who had long suffered from eye problems, become totally blind in his last decades…“

Jorge Luis Borges Poema de los dones

_Nadie rebaje a lágrima o reproche
esta declaración de la maestría
de Dios, que con magnífica ironía
me dio a la vez los libros y la noche.

(Gedicht von den Gaben

Niemand schmähe durch Träne oder Hader
diese Offenbarung der Meisterschaft Gottes
der mit großartiger Ironie
mir gleichzeitig die Bücher und die Nacht gab.)_

Kennst Du diese Menschen? Egal, was sie trifft, sie bewahren ihre gelassene Heiterkeit. Andere wiederum leben in den glücklichsten Umständen und wälzen dennoch Zweifel und schwarze Gedanken:

Wiiliam Blake Auguries of Innocence

_Every night and every morn’
Some to misery are born.
Every morn’ and every night
Some are born to sweet delight.

Some are born to sweet delight,
Some are born to endless night._

Die kleinen Schritte zählen:

To see a world in a grain of sand
And a heaven in a wild flower,
Hold infinity in the palm of your hand
And eternity in an hour.

Und mein Sinn (nach dem Du ja gefragt hattest)?

Zu erkennen, daß ich zu den auf der Nachtseite Geborenen zähle, immer im Fluß zu bleiben und heitere Gelassenheit zu gewinnen :wink:

In diesem Sinne
Diana