Psychotherapie

Hallo,

wie ist das eigentlich, wenn eine angehende Lehrerin (noch nicht im Referendariat) wegen Panikattacken eine Therapie machen möchte, um ihren Beruf ausüben zu können?

Bei jemandem, der Lehrer werden möchte, darf so etwas ja nicht in der Krankenakte auftauchen, weil „psychisch Labile“ offenbar nicht eingestellt werden, geschweige denn zum Beamten gemacht werden.

Welche Möglichkeiten gibt es, trotzdem eine Behandlung der Panikattacken durchzuführen? Oder geht das zur Not auch ohne Therapie?

Viele Grüße & danke!
Hubert

Hallo,

auch wenn ich nicht direkt auf diese Frage antworten kann, möchte ich doch mal anmerken, dass es sehr viele psychisch labile Lehrer(innen) an deutschen Schulen geben muss. Ich habe selbst schon einige kennen gelernt.

Ich denke viel wichtiger als die Sorge um Einträge in irgendwelchen Krankenakten sollte sein, dass sie selbst mit der Situation in der Schule zurecht kommt. Schüler können furchtbar grausam sein, sie spüren sehr schnell bei wem sie sich was erlauben können, spüren die Angst und Scham der Lehrer genau so wie Tiere die Angst der Menschen wittern können.

Daher ist die Frage, ob dieser Wunsch überhaupt so klug ist. (Natürlich kommt es auf die Fähigkeiten, auf bestimmte Situationen adäquat zu reagieren an. Jeder hat schließlich irgendwo das ein oder andere Problem und nicht jedes ist direkt pauschal ein Hinderungsgrund. Dennoch würde ich Zweifel für angebracht halten)

Gruß

Michael Minke

Hy,
also erstens mal gibt es ja die ärztliche Schweigepflicht. Wie soll daher die Schule erfahren, dass jemand eine Therapie gemacht hat.
Und zum zweiten, dass mal ganz allgemein, dass jemand eine Psychotherapie macht, sagt nichts darüber aus, ob oder wie krank derjenige ist. Die Mehrzahl sind sog. „Gesunde“ (wer bestimmt schon ob Macken krankhaft sind oder eben nur eine Macke).
Von daher denke ich, dass eine Therapie in keiner Weise dem Lehrberuf gegenüber steht.

Raul