Hallo Findus,
von Tee mit Honig über „Sorgen nicht mit ins Bett nehmen“, ein heißes Bad…Schlaftabletten??
Es gibt hunderte Tipps und Ratschläge, die Du in hunderten von Klatschblättern nachlesen kannst.
Zu einer Zeit, als es mir nicht gut ging, es jede Menge Probleme in meinem Leben gab, haben alle diese guten Ratschläge nichts genutzt. Ich konnte das Grübeln nicht abstellen, es sei denn mit einer hohen Dosierung an Schlafmitteln.
Sorgen, oder Probleme gehören nicht mit ins Bett, sollte IMHO nicht so verstanden werden, dass man sie vor der Schalfzimmertür abstellt. Wie wäre es, wenn wir sie gänzlich beseitigen??
Das geht nicht immer?? ja, kann sein, aber ich kann ORDNEN.
Persönlich habe ich festgestellt, dass ich wesentlich besser und ruhiger schlafe, seitdem ich ORDNUNG in meinem Leben habe. Dazu gehört für mich: keine unangenehmen Dinge aufzuschieben, sondern sie gleich zu erledigen, keine wichtigen Gespräche aufzuschieben, Planungen nie länger als einen Tag voraus zu machen. Ich kann nichts für nächste Woche planen und grübeln, aus dem einfachen Grund, weil ich nicht weiß was dann ist, ob ich überhaupt noch lebe?? Die Sichtweise auf das Wesentliche konzentrieren: Leben ist HEUTE und nicht in der Zukunft, Grübeln über die Vergangeheit lohnt nicht, weil Du sie nicht mehr ändern kannst.
ORDNUNG geht ganz einfach, wenn ich mir bewußt bin, das HEUTE wichtig ist. Ich kann EINEN Tag in meinem Leben gut ordnen: Das ist wichtig, das weniger…geht meine Sichtweise unsinnig zu weit voraus, habe ich logischerweise auch viel zu wälzen…
Kurzum, meine Botschaft an Dich wäre, nicht nach irgendwelchen Hilfsmittelchen zum Einschlafen zu fragen, sondern Deine Lebens- weise im Allgemeinen zu hinterfragen.
Auch Sport bis zum Umfallen, oder Arbeit bis zur Erschöpfung, beseitigen keine Ursachen, sondern sind Hilfsmittel, die ähnlich wie Schlaftabletten im Laufe der Zeit nach höherer Dosierung schreien…
Vor einiger Zeit habe ich schon mal in einem Art. geschrieben, dass ich es für sehr wichtig halte ein KÖRPERGEFÜHL zu entwickeln: Wenn wir Schmerzen haben, fragen wir gewöhnlich nicht „warum habe ich Schmerzen? Was hat meinen Körper verletzt, in welche Lage habe ich meinen Körper gebracht, dass er jetzt mit Schmerzen reagiert?“, sondern wir fragen, „wo liegt das Schmerzmittel?“
so ist es auch mit dem Schlaf: Wir fragen nicht:„was habe ich mit meinem Körper gemacht, dass er keine Ruhe mehr findet“, sondern wir fragen, mit welchen Mitteln, bekomme ich wieder Schlaf?
Liebe Grüße
Frank
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]