Hallo Jana,
Es gibt zahlreiche Ansätze, um ein Gefühl der übermächtigen Angst unter Kontrolle zu bringen. Du hast eine Möglichkeit für Dich gefunden, mit Deiner Flugangst klar zu kommen.
Möchte dennoch ein paar Infos beisteuern, damit nicht der Eindruck entsteht, was für Dich, oder mich gut war, kann auch Majo nicht schaden.
Mediziner versuchen oft die Angst durch Psychopharmaka zu lindern, Verhaltenstherapeuten bemühen sich darum, die Automatismen der Angstentwicklung zu unterbrechen und sie der eigenen willentlichen Kontrolle zu unterwerfen. Psychodynamische Therapien unternehmen den Versuch, das was Angst auslöst, als bisher ungelebte Möglichkeit zu verstehen und integrieren zu lernen. Dabei ist es wichtig festzustellen, was die Angst auslöst (vielschichtige Ängste). Die verschiedenen Bewältigungsmechanismen, die unterschiedliche Menschen wählen, um mit dieser Angst umzugehen (Verleugnung von Gefahr, Verleugnung, Verdrängung etc.) sind auch ausschlaggebend für die Wahl der Angstbewältigungsstrategie.
Aus verhaltenstherapeutischer Sicht gibt es zwei Hauptstrategien, um die Angststörung zu behandeln:
Systematische Desensibilisierung: Beginnt mit der geringsten Angststufe und dann langsam steigernd. Hier muss sich der Patient bei dem Angstbewältigungsversuch in einem entspannten Zustand befinden, der größer ist als die zu erwartende Angst
Reizüberflutung: bewusstes hervorrufen einer Angstsituation (Intensität: 100%) und solange in der Situation verweilen, bis die körperlichen Symptome abklingen
Letzteres (verweilen in der Situation), oder wie auch schon in meiner Antwort an Majo zu lesen- DURCHSTEHEN, AUSHALTEN, halte ich im alltäglichen Leben für sehr gefährlich (Im Selbstversuch), solange nicht geklärt ist, was es genau mit der Angst auf sich hat.
Das sollte schon ein Fachmann (Arzt) diagnostizieren.
So gesehen halte ich es persönlich auch nicht für gut, „Etwas in den Griff“ zu kriegen. (nicht persönlich gegen Dich- bin da etwas allergisch, bei der Formulierung)
Es gibt sehr viele verschiedene Formen der Angst und daher auch die verschiedensten Behandlungsmöglichkeiten, daher ist in Zusammenarbeit mit dem Therapeuten wichtig, die angstauslösenden Situationen und Katastrophengedanken genau kennenzulernen.
Hierzu ist die Selbstbeobachtung des Patienten (z.B. in Form eines Tagebuches) sehr wichtig.
LG
Frank