Instinktverhalten - Theorien

Hallo zusammen,

in der Schule bekommen wir immer öfter zu hören, wir wären wie die Pawloschen Hunde. Ungefähr weiss ich, worum es sich dabei handelt, aber nicht genau.
Jemand erzählte mir, es hätte was mit Instinktverhalten zu tun. Also habe ich mich mal daran gesetzt und versucht, etwas darüber rauszufinden.
Ist mir zu Teil auch geglückt, aber eben nur zum Teil, weil es eben massig Informationen gibt. Deshalb meine Frage, wo ich ansetzen muss bzw sollte im Bezug auf das Instinktverhalten oder kann mir einer von euch etwas dazu schreiben? Wäre wirklich super :smile:
slue

Hallo Slue!

Die Instinkttheorien findet man in der wiss. Psychologie in der Lehre der Emotionen (Emotionspsyhologie). Ein Eindruck vermittelt z.B. :

http://www.geocities.com/SoHo/Lofts/5072/Emotionen.htm

Pawlow beschäftig sich größtenteils mit dem Reiz-Reaktions-Verfahren. Also der klassischen Konditionierung, dem sog. "Reiz-Reaktions-Verfahren:

http://www.psy.unibe.ch/l_g/homepagerolf/eth_deutsch…

Vielleicht erstmal eine geläufige Instinkettheorie, die von McDougall (PDF-Format):

http://wwwhomes.uni-bielefeld.de/mniepel/lek_alt/doc…

Folgendes entnommen aus:
http://www.psychologie.uni-freiburg.de/fachschaft/pr…

McDougall (1908): genetisch verankerte “Instinkte”. Emotionale Reaktionen stellen die eigentlichen “Invarianten” dar des genetisch fundierten Verhaltens. (Auslösende Reize und und instrumentelle Verhaltensweisen sind dagegen meist variant, an die Lernegschichte gebunden.)
McDougall (1928) zählt sieben “Hauptinstinkte” mit jeweils einer charakteristischen Emotion:

(1) Fluchtinstinkt (Furcht)
(2) Abwehr (Ekel)
(3) Neugier (Staunen)
(4) Kampfinstinkt (Zorn)
(5) Selbstbehauptung (positives Selbstgefühl)
(6) Selbsterniedrigung (negatives Selbstgefühl)
(7) Pflegeinstinkt (Fürsorglichkeit).

Dagegen nimmt Scott (1958, 1980) neun Klassen von Verhaltensweisen an: Nahrungs-, Flüssigkeits- und Sauerstoffaufnahme, Schutzsuche, Exploration, Sexualverhalten, Fürsorge für Nachkommen, Suche nach Fürsorge und Betreuung, agonistisches Verhalten, Nachahmung, Ausscheidung (ebenfalls jeweils mit zugehöriger Emotion).

Nach McDougall und Scott nimmt Plutchik (1962, 1980) primäre Eomtionen an, die vorrangig durch spezifische Verhaltensweisen identifiziert werden. Kette: Wahrnehmung Þ
Bewertung gut / schlecht Þ Annäherung / Vermeidung Þ basale Emotion (S. 409).

Wenn Du magst, schau doch auch in folgenden Link rein (ab Seite 32):

http://wwwpsy.uni-muenster.de/fachschaft/allg2.doc

Erstmal ein Anfang?

Liebe Grüße
Bettina