Oft habt Ihr mir schon weiterhelfen können, und so wende ich mich auch jetzt hilfesuchend an Euch.
Momentan werde ich von Ängsten und Komplexen geschüttelt. Leicht depressiv bin ich auch…
Ich mach grad eine Ausbildung und hab enorme Probleme, mit meiner Chefin umzugehen. Außerdem drehe ich mich im Kreis - entweder ich arbeite zu viel und mein Gehirn rattert dann immer um alle möglichen Probleme, die ich mir selbst mache - oder ich möchte flüchten.
USW…
Also, kurz gesagt: ich möchte ne Therapie oder was Ähnliches machen.
Da ich aber in den Staatsdienst will und ne Therapie während der Ausbildung ein Hinderungsgrund zur späteren Einstellung sein kann - frag ich Euch:
WIE kann ich trotzdem an eine Therapie kommen? Selbst zahlen ist bei meinem Gehalt nicht möglich.
Oder überhaupt gefragt: Ist es prinzipiell ein Einstellungs-Hinderungsgrund, während der Ausbildung in Therapie gewesen zu sein?
Dann böte sich ja auch noch ne Supervision an… aber wo ist der Unterschied zu einer Therapie? Und gibt es damit Probleme, es anzugeben??
Bitte helft mir, mir gehts langsam einfach so, dass es nicht mehr so weitergehen kann - daher möcht ich schnell was für mich tun!
Leider kenne ich mich mit der Vereinbarkeit von Psychotherapiebedürftigkeit und Staatsdienst gemäß unserer Gesetze nicht aus.
Aber zur Supervision kann ich ´was sagen: Supervision ist die Beratung von (sich in der Ausbildung befindlichen) Psychotherapeuten und -therapeutinnen durch erfahrene Berufskollegen und -kolleginnen. Beratungsgegenstand ist der Verlauf aktueller Therapien.
Aber zur Supervision kann ich ´was sagen: Supervision ist die
Beratung von (sich in der Ausbildung befindlichen)
Psychotherapeuten und -therapeutinnen durch erfahrene
Berufskollegen und -kolleginnen. Beratungsgegenstand ist der
Verlauf aktueller Therapien.
Nicht nur, auch andere Professionen haben Supervisionen! Darin geht es immer um die Beratung von Menschen mit „helfenden“ Berufen. Auch bei Sozialarbeitern z. B. gibt es Supervision, und wenn ein Arbeitgeber, sprich: Chef gut ist, gehört das mit zum Arbeitsplatz! Habe sogar schon erlebt, dass die Bereitschaft, Supervision anzunehmen, mit zur Voraussetzung, eine bestimmte Stelle zu bekommen, gehörte!
Leider kenne ich mich mit der Vereinbarkeit von
Psychotherapiebedürftigkeit und Staatsdienst gemäß unserer
Gesetze nicht aus.
Aber zur Supervision kann ich ´was sagen: Supervision ist die
Beratung von (sich in der Ausbildung befindlichen)
Psychotherapeuten und -therapeutinnen durch erfahrene
Berufskollegen und -kolleginnen. Beratungsgegenstand ist der
Verlauf aktueller Therapien.
Wie schon Renate schrieb, hast Du das Konzept ziemlich eng gefasst.
Ich kenne Supervision in allen Bereichen, wo Menschen regelmässig anderen Menschen helfen/untestützen …, Neben den klasssischen Arzt- Patienten- Vehältnissen (Psychotherap., Psychater, Pflegepersonal), kann es auch bei Erziehungsverhältnissen (z.B. bei Behinderten-Einrichtungen) oder auch bei Rettungskräften (Feuerwehr, Polizei) eingesetzt werden. Es geht i.d.R. darum den ‚Professionals‘ einen professionellen, ausserhalb der beruflichen Hierarchie stehenden Ansprechpartne zu bieten mit dem er seine Patienten/Kunden- beziehung reflektieren kann. Von AG- Seite sollen sie ‚Ausschuss‘ wie z.B. unmenschliches Behandeln der Kunden/patienten, Burnout, innere Kündigung vermeiden helfen.
mit wem auch immer du über deine chefin sprichst, er/sie wird nur projektionswand sein können und nie deine chefin selbst. beim nächsten gespräch wird er/sie zwischen euch stehen. gut ist, wenn sie spürt, wie es dir geht. kannst du mit ihr nicht offen sprechen, wird auch euer gemeinsames produkt nur stückwerk bleiben. mir hat oft geholfen, meine chefin mit meiner mutter zu verwechseln. sobald ich sie als schwester erlebt hatte, stieg der konkurrenzdruck zu sehr. ich sah dann mehr handlungsbedarf, als mir gut tat. wenn dir allerdings zu hause ein gespräch mit deinem vater über sprachlosigkeit deiner mutter gegenüber hinweg geholfen hat, siehst du in einem supervisor vielleicht auch den chef deiner chefin. den visualisiere ich allerdings als zufall: ist er da, ist das zufall. jedenfalls niemand, mit dem ich von vornherein rechne.
auch ich habe keine Ahnung wie das ist, im Staatsdienst. Kann mir aber gar nicht vorstellen, dass es überhaupt irgendjemand erfahren kann, bzw. erfahren darf, wenn ich beispielsweise eine AMBULANTE Therapie bei einem niedergelassenen Therapeuten mache. Dazu solltest Du Dir im Klaren sein, welche Art der Therapie, um entsprechende Möglichkeiten auszumachen.
Wenn nicht, dann würde ich ganz einfach dafür sorgen, dass es mein Arbeitgeber nicht erfährt. Da gibt es sicher Tricks.
Gerne möchte ich die bereits gemachten Ausführungen zur Supervision ergänzen.
Supervisionen werden sehr gerne in den so genannten „helfenden Berufen“ getätigt, da hier ja auch oft eine besondere „psychische Anforderung“ besteht. Grundsätzlich sollten sie ME zur “Entlastung bei beruflich bedingten psychischen Anforderungen“ beitragen. Ein regelmäßiger Austausch der Mitarbeiter mit unterschiedlichen Sichtweisen und Arbeitspraktiken sollte zu einem besseren Arbeitsklima im Team und zu einem hilfreichen Umgang mit den Patienten beitragen.
Warum aber, wird es nicht überall praktiziert, wo Menschen miteinander arbeiten müssen und miteinander auskommen müssen?
Leider wohl deshalb, weil viele Chefs es als eine sinnlose Freizeitpalaverei empfinden, dabei hätte doch während dieser Zeit die Produktion gesteigert und der Umsatz verbessert werden können. ME falsch gedacht.
Ein gut funktionierendes Team, das die Möglichkeiten hat, Differenzen (wie in Deinem Fall Verhältnis zur Chefin) zu beseitigen und gegenseitig von dem Austausch gemachter Erfahrungen profitiert, ist IMHO weitaus leistungsfähiger und wesentlich entspannter.
Warum also gehen nicht die Arbeitnehmer hin und regen so einen sinnvollen Austausch untereinander an? Möglichkeiten gibt es sicher in vielen Betrieben!
Hallo,
wie soll ein späterer Arbeitgeber von einer Therapie erfahren, wenn du es ihm nicht erzählst. Der einzige Nachteil, der sich ergeben könnte ist, wenn du aus irgendwelchen Gründen einmal in eine private Krankenversicherung willst (aber das ist ein anderes Thema).
Weiter: Wer in Not ist darf sich Hilfe holen. Es gibt bei den Wohlfahrtsverbänden Beratungsstellen, die nichts oder wenig kosten.
Geld ist natürlich ein Faktor. Meine Erfahrung ist: Geld ist oft nicht das vordringliche Problem, sondern wie jemand seine Prioritäten setzt sein Geld auszugeben. Ich habe keine (damals noch) Mark bereut, die ich in mich im Rahmen der Therapie investiert habe (ich fahre allerdings auch einen alten Kadett).
Supervision ist für den beruflichen Bereich, kostet auch Geld, und scheint mir bei den Symptomen die du beschreibst nicht der passende Weg.
Gruß, Birgit
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