…mal in anderer, mir besser vertrauter Form zum Ausdruck
gebracht, wenn auch nicht mich betreffend:
"Was ist passiert?
Wie ist es passiert. Ich versteh die Welt um mich herum nicht mehr.
Nein, falsch, die Welt ist dunkel.
Bin ständig drauf bedacht, an der Oberfläche zu bleiben.
Hab Angst vorm Ertrinken.
Klammere mich an jeden Halt ohne zu wissen warum.
Wo ist die Frau, die da einmal gewesen sein muß?
Was konnte sie so verrücken?
Nur noch Details, kein Ganzes mehr. Gedanken kreisen im Kopf.
Gedankenkreisel jeden Tag und jede Nacht um was?
Fühle mich unvollkommen. Schöner Mund, tote Augen, schlanke Beine. Doch zusammenbekommen kann ich es nicht.
Wohin führt dies? Wozu?
Erinnerungen an vergangene Zeit wo ich soviel Appetit auf alles hatte, dass der Hunger mir verging. Jetzt hungere ich ohne Appetit.
Abscheu.
Ja, nur auf was. Am Ende auf mich?
Die Tage vergehen in Endlosschleifen.
Reizüberflutung : gleichzeitig Radio, Fernsehen,
Bücher, Telefonate, Gespräche und immer wieder Gedanken,
Denken ohne Sinn.
Nur um die Zeit vergehen zu lassen.
Zu schnelle Übergänge vom jetzt ins da- oder dorthin.
Gedankenlose Fetzen einer Begegnung, eines Gesprächs.
Früher, in einem längst vergangenen Leben gab es Phantasie.
Man konnte sich verwandeln.
Geblieben ist, mich totzustellen.
Wegzugehen.
Weg, nur wohin?
Beobachten ohne Hinzusehen.
Nachtschweiß. Tagträume ohne Zwischenräume zum Verweilen.
Ein Blick in den Spiegel sieht nicht ein Gesicht, nur zersplitterte Einzelteile.
Was ist passiert und warum?"
d.
(Gedanken an jemand, der mir nahe steht)