Ads/adhs

hallo,

ich arbeite mit kindern, die aufgrund einer ADS/ADHS-störung unter einer mangelnden impulskontrolle leiden. wer kennt spezielle computerspiele, die konzentation und impulskontrolle trainieren ?

ich warte auch
auf Antworten, Stevie…
waere toll, wenn jemand was haette.
Aber meine Erfahrung (als Mutter, nicht Erzieher) ist eher, dass Computergames zappelig machen. Das sind aber, zugegebenermassen, Kurzzeiteffekte, vielleicht gibt’s ja doch positive Langzeiteffekte.
Also, bitte nicht haengen lassen, wenn ihr was wisst.

Tschuess, Elke

ADS
Hi

kann dir leider zu deiner Anfrage auch nichts sagen.

Aber:
Ich kann die Voraussetzung nicht teilen,

  1. daß man bei Kindern mit Computerspielen Impulskontrolle und Konzentration „trainieren“ kann. Bzgl Computerspielen generell wird genau die gegenteilige Wirkung vermutet.
  2. daß man ADS bei Kindern überhaupt mit „Trainings“ solcher Art therapieren kann. Die Theorie, daß bei ihnen etwas zu trainieren wäre, kommt aus der Voraussetzung, daß es sich umd ein „D“ - also Defizit - handelt. Das wird aber von einigen bezweifelt

Allerdings habe ich mit der Erscheinung, die von anderen „ADS“ genannt wird, nur bei Erwachsenen Erfahrung, nicht bei Kindern. Bei einem Jugendlichen hatte ich einmal „Erfolg“ mit dem Spiel „Master-Mind“. Das lag aber nicht an der Struktur des Spiels selbst …

Gruß

Metapher

Hallo Stevielove,

ein bisschen habe ich meine Zweifel, dass gerade Computerspiele für ADS-Kindern gut sind, weil das vor´m PC sitzen oder fernsehen die Unfähigkeit zum Stillsitzen verstärken soll - warum, kann ich jetzt auch nicht erklären, ich habe das so gelesen und auch von betroffenen Eltern gehört.

Gruß
Claudia

Hi!

Meine werten Vorredner haben mehr an Computerspiele im Sinne von „Counterstrike“ etc. gedacht und diese plausibel als wenig hilfreich zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung eingestuft. Allerdings ist der Begriff „Computerspiel“ weiter zu fassen: Es existiert ein Therapieverfahren namens Göttinger Feedback, das auf dem Prinzip des Neurofeedbacks beruht. Bei diesem Verfahren wird ein Computerspiel eingesetzt, das „Göfi“ heißt. Die jungen Patientinnen und Patienten sitzen dabei vor dem Monitor und helfen der Maus aus der „Sendung mit der Maus“ u.a. beim Stabhochsprung - und zwar nur mit ihren „Gedanken“! Psychokinese und ähnliches muß man dazu nicht annehmen, weil die Maus im Computerspiel durch die per EEG gemessenen Hirnströme der Kinder gesteuert wird. Bestimmte Veränderungen im EEG, die mit Konzentration einhergehen, steuern die Maus. Bei EEG-Veränderungen in der gewünschten Richtung werden die Kinder positiv verstärkt (sie können der Maus erfolgreich helfen, die Maus freut sich, es gibt Punkte u. dgl.). Die Entwickler des Therapieprinzips erhoffen sich, daß die Kinder auf diese Weise lernen, sich zu konzentrieren und weniger impulsiv zu handeln.

Das Ganze ist keine Esoterik, sondern eine Variante der seit langem bekannten und eingesetzten Biofeedback-Verfahren aus der Verhaltenstherapie, die z.B. auch in der Migräne- und Spannungskopfschmerztherapie eingesetzt werden. In den USA wird das Neurofeedback für Kinder mit hyperkinetischen Störungen seit längerem und relativ häufig angeboten. Allerdings gibt es bis heute keine qualitativ hochwertige Studie, die die Wirksamkeit dieses Verfahrens geprüft hat. Deshalb ist unklar, ob Neurofeedback bei ADHD wirksam ist. An der Universität Göttingen arbeit man aber derzeit an einer solchen Studie, die klären soll, ob Neurofeedback bei ADHD eine positive Wirkung hat.

Dieses und weiteres findet ihr unter http://www.nationalgeographic.de/php/magazin/redakti….

Freundliche Grüße,

Oliver Walter

leicht offtopic
hallo!

mein posting bezieht sich nur marginal auf deine frage-könnte aber für die anderen hilfreich sein:
http://www.observer.co.uk/uk_news/story/0,6903,90119…
http://news.bbc.co.uk/1/hi/england/2792009.stm

ich sag jetzt nicht dass die alle kriminell werden-aber man sieht wie die nahrung die funktion unseres gehirns beeinflusst.
bin mir sicher dass man auch bei oben genannten problemen da etwas machen kann.

tschüss

matthias

Hallo!

Noch ein Link dazu:
http://www.adhs.ch/add/neurofeedback.htm

Wer noch mehr wissen will, der sollte unter „neurofeedback“ googlen.

Gruß,

Oliver Walter