Singel = Loser?

hallo,
(hatte Goethe eigentlich eine Frau?)

-welche wichtigen Personen der Zeitgeschichte waren richtige Singels?

nichts für ungut
Friedrich

(hatte Goethe eigentlich eine Frau?)

Ja so viel ich weis. Eine „einfach“, bäuerliche gefühlbetonte, wenn man so sagen kann…

-welche wichtigen Personen der Zeitgeschichte waren richtige
Singels?

Ich :wink: Ich hatte/habe/manchmal auch Komplexe deswegen… oder fühlte mich unfähig und sowas.

Neee. Weis ich gerade leider nicht…
aber finde ich eine interessante Fragestellung.

Es wäre doch für Manchersmensch tröstend, wenn sogenannte „wichtige“, eine gleiches „Schicksal“ erlebten.

Gruß Baddi

(hatte Goethe eigentlich eine Frau?)

Ja so viel ich weis. Eine „einfach“, bäuerliche gefühlbetonte,
wenn man so sagen kann…

hieß die nicht Frau (Eva?) von Stein???

Gruß
Frank

Hi Frank,

(hatte Goethe eigentlich eine Frau?)

Ja, hatte er; irgendwann hat er Christiane Vulpius doch noch geehelicht (und sich ein Jahr später in eine andere verguckt *g*).

hieß die nicht Frau (Eva?) von Stein???

Mit Charlotte von Stein hatte er auch mal was, aber die Dame war älter als er und verheiratet. Sie waren auf jeden Fall bestens befreundet und seelenverwandt; wie sonst ließen sich die ca. 1.700 Briefe (uffff!) erklären? BTW: es gibt ein schönes Zitat aus einem Brief von ihr

‚Wir sind nicht mehr zu trennen‘ sagtest du einmal. Du hattest recht. Solange man Dich kennt, wird man auch von mir wissen.

Grüßlis

Tessa

spontan: Kant und Schopenhauer owT.

hallo,
(hatte Goethe eigentlich eine Frau?)

-welche wichtigen Personen der Zeitgeschichte waren richtige
Singels?

JEDE/R!
Denn wenn ich mich auf ein „Werk“ konzentriere, habe ich keine Zeit mehr für eine Frau/Mann.
Es ist eben die Priorität die man setzt - ein/e Frau/Mann kann aber auch ohne weiteres NACH dem Werk kommen.
Sofern die Frau - der Mann - damit zufrieden ist. (auch das gab es).

MfG,

Demetrius

nichts für ungut
Friedrich

Hi Thomas,

für manche Menschen mag es besser für sie und deren Umwelt sein, wenn sie Singles bleiben - wenigstens falls sie in ihrem Denken, Fühlen und Handeln so bleiben wie sie sind.

Welcher Frau hätte eine Partnerschaft, soweit überhaupt möglich, mit Arthur Schopenhauer, gutgetan? Ein wichtiger Philosoph muß noch lange kein guter Ehemann sein. :smile: War er nicht DER Frauenhasser unter den Philosophen? Auch wenn Kant nicht das Ausmaß an Frauen- bzw. Mutterhaß wie Schopenhauer nachgesagt wird, so machte er sich dennoch lustig über Frauen bzw. behandelte sie von oben herab. „Da ich eine Frau brauchen konnte, konnt’ ich keine ernähren; und da ich eine ernähren konnte, konnt’ ich keine mehr brauchen.“ Sein Alkoholkonsum scheint auch nicht gerade für ein allzusehr glückliches und zufriedenes Leben Ausdruck zu sein.

Ergo, es stellt sich die Frage, wieviele Singles leben in absolut innerer und äußerer Freiheit sowie aus reiner Lust und Freude ihr Single-Dasein aus? Und wieviele Menschen sind nur Single aufgrund unbewältigter, (frühkindlicher) Konflikte?

Ciao,
Romana

Queen Elizabeth I. (owt)

falsche Frage
Hallo Romana,

für manche Menschen mag es besser für sie und deren Umwelt
sein, wenn sie Singles bleiben - wenigstens falls sie in ihrem
Denken, Fühlen und Handeln so bleiben wie sie sind.

das würde ich nicht so sehen, denn damit würdest du voraussetzen, dass prinzipiell einer von beiden allein die Schuld hat. Es gibt solche Fälle, sicher, aber die Regel ist das nicht, jedenfalls nicht ohne Weiteres.

Welcher Frau hätte eine Partnerschaft, soweit überhaupt
möglich, mit Arthur Schopenhauer, gutgetan? Ein wichtiger
Philosoph muß noch lange kein guter Ehemann sein. :smile:

Den letzten Satz kann ich nur unterstreichen. :smile: Aber die vorangehende Frage ist aus dem Blickwinkel des 20./21. Jahrhunderts geschrieben und geht an der Wirklichkeit des frühen 19. Jahrhunderts vorbei. Die Frauen eines Hegel oder wessen sonst hat es bestimmt auch nicht so leicht gehabt - und war damit aus ihrer Sicht auch zufrieden (jedenfalls im Rahmen des Möglichen). Ausnahmen sind hier eher nicht die Regel, spontan fällt mir nur Caroline Schelling, geschiedene Schlegel ein, die aber ein ausgesprochenes Selbstbewusstsein hatte.

War er nicht DER Frauenhasser unter den Philosophen?

Nein, das würde ich nicht so sehen, seine Äußerungen sind ganz auf der „Höhe“ der Zeit.

„Da ich eine Frau brauchen
konnte, konnt’ ich keine ernähren; und da ich eine ernähren
konnte, konnt’ ich keine mehr brauchen.“ Sein Alkoholkonsum
scheint auch nicht gerade für ein allzusehr glückliches und
zufriedenes Leben Ausdruck zu sein.

Also das mit dem Alkohol bei Kant müsste man mal genauer untersuchen, ob das so die Ausnahme war, bezweifle ich (Alkoholische Getränke waren z. T. wesentlich sauberer als das Trinkwasser.).

Ergo, es stellt sich die Frage, wieviele Singles leben in
absolut innerer und äußerer Freiheit sowie aus reiner Lust und
Freude ihr Single-Dasein aus? Und wieviele Menschen sind nur
Single aufgrund unbewältigter, (frühkindlicher) Konflikte?

Single-Dasein ist in den seltensten Fällen eine Frage der Lust und Freude, denke ich. Das aber gleich auf die Konfliktschine zu schieben, halte ich für übertrieben. Gerade bei der konkreten Ursachenfindung ist die Psychoanalyse nicht unfehlbar.

Herzliche Grüße

Thomas

hallo,

-welche wichtigen Personen der Zeitgeschichte waren richtige
Singels?

fast alle chirurgen. die sind zwar verheiratet, kennen ihre frauen aber meist nur vom foto.

gruß

hallo Biggi,
das war eine nix Antwort.
cu
Friedrich

ein oder zwei hab ich noch
Hallo Friedrich,

-welche wichtigen Personen der Zeitgeschichte waren richtige
Singels?

da wären z. B. noch Nietzsche, Spinoza und Hume. Außerdem natürlich alle diejenigen, die aufgrund ihres Priestertums ehelos bleiben mussten: Thomas von Aquin usw.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

vielleicht

… sollte man auch die unerfüllten Liebesdramen dazuzählen?

Abaelard und Heloise
Dante und Beatrice
Hölderlin und Diotima (Susette Gontard)
Petrarca und die (imaginierte) Laura

und die vom christlichen Mob geschlachtete Mathematikerin Hypatia ist ja schließlich auch single geblieben.

Animaly

hallo,

das war eine nix Antwort.

ungut?

gruß

biggi entwickelt humor? :smile: (o.w.t.)
.

Hi Thomas,

falsche Frage… Hm…

Hallo Romana,

für manche Menschen mag es besser für sie und deren Umwelt
sein, wenn sie Singles bleiben - wenigstens falls sie in ihrem
Denken, Fühlen und Handeln so bleiben wie sie sind.

das würde ich nicht so sehen, denn damit würdest du
voraussetzen, dass prinzipiell einer von beiden allein die
Schuld hat. Es gibt solche Fälle, sicher, aber die Regel ist
das nicht, jedenfalls nicht ohne Weiteres.

Hier habe ich mich wohl mißverständlich ausgedrückt. Selbstverständlich haben in einer sich befindlichen Beziehung beide Partner ihren Anteil zum Gelingen oder Mißlingen einer Beziehung gleichermaßen beigetragen. Ich sprach jedoch von Menschen die solo sind, nicht in Beziehung zu einem Partner stehen. Und da bin ich durchaus noch der Ansicht, manche Menschen sollten lieber Single bleiben.

Welcher Frau hätte eine Partnerschaft, soweit überhaupt
möglich, mit Arthur Schopenhauer, gutgetan? Ein wichtiger
Philosoph muß noch lange kein guter Ehemann sein. :smile:

Den letzten Satz kann ich nur unterstreichen. :smile: Aber die
vorangehende Frage ist aus dem Blickwinkel des 20./21.
Jahrhunderts geschrieben und geht an der Wirklichkeit des
frühen 19. Jahrhunderts vorbei. Die Frauen eines Hegel oder
wessen sonst hat es bestimmt auch nicht so leicht gehabt - und
war damit aus ihrer Sicht auch zufrieden (jedenfalls im Rahmen
des Möglichen). Ausnahmen sind hier eher nicht die Regel,
spontan fällt mir nur Caroline Schelling, geschiedene Schlegel
ein, die aber ein ausgesprochenes Selbstbewusstsein hatte.

Stimmt. Das hatte ich nicht bedacht, andere Zeit, andere Werte, andere gesellschaftlichen Normen und Strukturen… ich kenne durch Gespräche Schopenhauer einfach immer als DEN Frauenhasser. Ich habe ihn ja nicht persönlich kennengelernt. :smile:)

Hierzu haben mich vor Jahren besonders Bücher von Alice Miller beeindruckt. Ich weiß nicht mehr ob alles in „Am Anfang war Erziehung“ stand, da ich einige Bücher von ihr gelesen hatte. Doch wie sie beschreibt welche Einflüsse die Kindheit prägend auf das spätere Verhalten hat, und hierzu Beispiele bekannter Menschen aufführt, macht das nicht nur intellektuell klar, sondern es ist sehr gut nachzufühlen. Sie schreibt hier von Hitler, Nietzsche, Christiane F., Ceausescu…

Sie schreibt irgendwo sinngemäß, daß die meisten Künstler immer von einer glücklichen oder auch mal unglücklichen Kindheit in ihren Biografien schreiben würden. Nur ein Bildhauer habe geschrieben als kleiner Junge habe er seiner Mutter oft den Rücken gewaschen. Dies erklärte Alice Miller, so ich mich recht erinnere, weshalb die Rücken der Skulpturen des Künstlers einen überdimensional großen Rücken hatten. Sie wurden aus der Sicht der früheren Kinderpersektive modelliert.

So erklärt sich doch einfach einmal mehr wie und daß die Erziehung, das soziale Umfeld prägend sind. Und wenn die Frauen alter Philosophen mit weniger glücklich waren, heißt das ja nicht, daß dies besser bzw. gleich gut war. Sie wußten es nur nicht besser. :smile:

War er nicht DER Frauenhasser unter den Philosophen?

Nein, das würde ich nicht so sehen, seine Äußerungen sind ganz
auf der „Höhe“ der Zeit.

„Da ich eine Frau brauchen
konnte, konnt’ ich keine ernähren; und da ich eine ernähren
konnte, konnt’ ich keine mehr brauchen.“ Sein Alkoholkonsum
scheint auch nicht gerade für ein allzusehr glückliches und
zufriedenes Leben Ausdruck zu sein.

Also das mit dem Alkohol bei Kant müsste man mal genauer
untersuchen, ob das so die Ausnahme war, bezweifle ich
(Alkoholische Getränke waren z. T. wesentlich sauberer als das
Trinkwasser.).

Aha, so kann man sich Gründe zum Trinken schaffen. Gutes Desinfektionsmittel außerdem. :smile:

Ergo, es stellt sich die Frage, wieviele Singles leben in
absolut innerer und äußerer Freiheit sowie aus reiner Lust und
Freude ihr Single-Dasein aus? Und wieviele Menschen sind nur
Single aufgrund unbewältigter, (frühkindlicher) Konflikte?

Single-Dasein ist in den seltensten Fällen eine Frage der Lust
und Freude, denke ich. Das aber gleich auf die Konfliktschine
zu schieben, halte ich für übertrieben. Gerade bei der
konkreten Ursachenfindung ist die Psychoanalyse nicht
unfehlbar.

Das möchte ich auch nicht pauschaliesieren. Mögen durchaus manche Menschen selbstgenügsam sein und mit sich und der Welt zufrieden sein, bzw. mehr Gewinn mit sich selbst haben als sie es in einer Partnerschaft haben könnten. Und es gibt sicherlich auch Phasen in denen eine Du-Beziehung nicht angesagt ist, weil man die „alte“ Beziehung noch verdauen muß oder weil gerade andere Themen vorrangig zu behandeln sind, z.B. Job, Midlife Crisis… Dennoch sehe ich eher die Menschen, die zwar einerseits gerne wollen würden mögen täten, doch zuviel Ängste da sind, die Erwartungshaltungen an den „Traumpartner“ völlig illusorisch sind.

Dies ist halt nur eine - meine - Sichtweise. :smile:

Herzliche Grüße

Thomas

Ciao,
Romana