Wie lerne ich zu vertrauen?

Hallo,

ich habe eine wichtige Frage:

Was bedeutet Vertrauen in einer Liebesbeziehung und vor allem wie und wodurch wird es aufgebaut?

Seit fast einem Jahr bin ich nun mit meinem Freund zusammen und stelle immer wieder fest, dass ich ihm einfach nicht vertrauen kann. Manchmal versuche ich dann über verschiedene Wege etwas über ihn rauszufinden, weil ich ihm einfach nicht glauben kann wenn er`s mir selbst erzählt. Diese Schnüffelei widert mich furchtbar an, aber es ist das einzige, was mein Verlangen nach Gewissheit stillt.

Wisst Ihr Rat?

Bin dankbar für jede Antwort,

Sandrine!

genußvolle Ungewißheit
Hi Sandrine

Diese Schnüffelei … ist das einzige, was mein Verlangen nach Gewissheit stillt.

dann ists doch ok, wenn sie dein Verlangen befriedigt …

Wonach schnüffelst du genau?
Nach welchen Merkmalen suchst du?
Macht es dich nervös, daß du nicht fündig wirst?
Suchst du nach Bestätigung deines Mißtrauens?
Würde die Bestätigung die Sucht des Suchens beschwichtigen?

Grüße

Metapher

Hallo Sandrinchen,

Du sprichst von einem Vertrauen zu einem Du. Vorab frage ich Dich, traust Du Dir selbst? Wie sehr kannst Du Dich auf Dich selbst verlassen, Dir selbst trauen?

Ciao,

Romana

Hi Sandrine!

Vertrauen ist ein Gefühl und Gefühle kann man nicht lernen nur erkennen.

Wenn sich in deiner Beziehung dieses Gefühl nicht einstellt, gibt es zwei Möglichkeiten.

  1. Irgend ein anderes Gefühl warnt dich vor dem anderen

  2. Du hast negative Erfahrungen, die darauf beruhen, daß dein Vertrauen missbraucht wurde (oder du übermäßig oft belogen wurdest) und dich somit hemmen, Vertrauen aufzubauen.

gruss
winkel

Vertrauen lernen?!
Hallo Sandrinchen,

Vertrauen sollte der Grundpfeiler in einer Beziehung sein. Es wird aufgebaut dadurch, dass man sich auf den Partner absolut verlassen kann, dass er ehrlich ist, kurzum dass er nichts tut was das Vertrauen beeinträchtigt.

Fängt man an zu zweifeln, merkt man dass das Vetrauen nicht gerechtfertigt ist, geht es dann auch schon so weit dass man dem anderen nachschnüffelt, ist das der Anfang vom Ende.

Das was man am wenigstens für sich selbst möchte ist ja schliesslich, belogen und betrogen zu werden. Ist das auf Dauer nicht gewährleistet, wird sich die Beziehung kaum halten lassen.

Und das ist nicht DEIN Problem, nämlich dass du LERNEN musst zu vertrauen - wo nichts zu vertrauen ist kann man auch in 100 Jahren nicht vertrauen - sondern das Problem deines Partners der dein Vertrauen missbraucht. Lasse es dir nicht bieten!

Gruß von Carolin

Würde die Bestätigung die Sucht des Suchens beschwichtigen?

Sehr spannend diese Frage Metapher.
Noch spannender wohl die Antwort. Falls möglich.

Gruss

Hi Sandrine

Diese Schnüffelei … ist das einzige, was mein Verlangen nach Gewissheit stillt.

dann ists doch ok, wenn sie dein Verlangen befriedigt …

Tatsächlich? Welche Rolle spielt _er_ dabei? Ist es „ok“, wenn die Konsequenzen tragisch wären?

Klar: Das bezieht sich nur sekundär auf sie, und ist eine dieser „hätte könnte würde sollte“-Geschichten. Aber ungesagt wollt ich’s trotzdem nicht lassen.

Gruß,

-doc

Vielen Dank an Euch alle, die mir geschrieben haben. Ich hoffe immer noch, durch irgendwelche gemeinsamen Erlebnisse oder ähnliches dauerhaft Vertrauen zu gewinnen.

Vielleicht könnt Ihr ja von Euren Erfahrungen berichten, von Situationen, in denen Ihr viel Vertauen zu Eurem Partner gewonnen habt?!

Würde mich sehr freuen,

Sandrine!

Andersherum wird ein Schuh daraus.

Vielen Dank an Euch alle, die mir geschrieben haben. Ich hoffe
immer noch, durch irgendwelche gemeinsamen Erlebnisse oder
ähnliches dauerhaft Vertrauen zu gewinnen.

Vielleicht könnt Ihr ja von Euren Erfahrungen berichten, von
Situationen, in denen Ihr viel Vertauen zu Eurem Partner
gewonnen habt?!

Ich denke, Vertrauen gewinnt man nicht, man kann es gar nicht wirklich gewinnen, man kann es nur verlieren.

Gruß,

-doc

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Hallo Sandrinchen,

Vielleicht könnt Ihr ja von Euren Erfahrungen berichten, von
Situationen, in denen Ihr viel Vertauen zu Eurem Partner
gewonnen habt?!

Eine Art Abmachung treffen, jeder sagt die Wahrheit und sich darauf einlassen.
Ich geb zu, auch mir fällt dies hin und wieder schwer, aber ich
bin dahingehend noch nie enttäuscht worden (auch nicht in unangenehmen Situationen).

Es ist ein schönes Gefühl (das Vertrauen), aber es wächst halt
langsam. Dafür aber stetig.

Herzl. Grüße
d.

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was man nicht erst hatte???

fragt sich
dilara

Vorschuß.

was man nicht erst hatte???

Wenn ich mich verliebe, wenn ich liebe, dann vertraue ich ohne Grund, einfach so, als Vorschuß. Ohne das könnte ich mich nicht verlieben. Also habe ich von Anfang an. Dieser Vorschuß kann verbraucht werden, und einen zweiten gibt es nicht. Er kann aber in kleineren Schritten wohl auch wieder aufgefüllt werden, und er kann gestärkt und bestätigt werden.

Ich gestehe jedem zu, das anders zu sehen, aber es wurde ja nach Erfahrungsberichten gefragt.

Gruß,

-doc

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…aus dem Urvertrauen an sich, gut. Das ist durchaus
gut.
Du hast recht, jeder erlebt dies anders.

LG
d.