Total erschüttert!

…etwas konfus, aber dennoch:

Hallo an Euch, hab gerade wieder mal BBC gesehen (Thema: „Kinder des
Zorns“) und dabei meine Tochter in ihrem Verhalten 100%ig erkannt.

Zum Thema: ein gewisser Dr. Frederici aus den Staaten hat ein Konzept
(folgt gleich) entwickelt, was allem entgegenspricht, was ich bisher getan hab, mein Freund aber schon immer für die einzige Lösung hielt.

Also: dieser Dr. Frederici sagt sinngemäß, daß Kinder mit solchen
Verhaltensstörungen bindungsunfähig (aus den verschiedensten Gründen)
sind. Sein Konzept sieht vor, dem Kind zuerst strengste Kontrollen
aufzuerlegen: nicht diskutieren, sondern fast militärisch Anweisungen
erteilen, Druck ausüben! Die Kinder sollen nichts mehr ohne Kontrolle
tun, man soll ihnen sozusagen ihre Identität erstmal nehmen, sie sollen lernen, Anweisungen entgegenzunehmen, das schließt auch ein,
dem Kind erstmal alles zu nehmen (Spielzeug etc., Privatsphäre, kein
eigenes Zimmer wohin sie sich zurückziehen können, die s.g. Stufe I seines Programmes). Folgt das Kind nicht auf diese Anweisungen muß es
durch Festhalten mit dem Gesicht nach unten liegen, um sich zu beruhigen. Auf Weinen, Schreien etc. brauch es nicht zu verzichten, aber als Elternteil sollte man nicht drauf reagieren, nur Anweisungen erteilen - ohne Lob, wenn diese erfüllt sind. Wie gesagt Stufe I.
Es soll ein Vertrag unterschrieben werden, an den sich das Kind halten muß, sonst wird Stufe I verlängert. Zur Not sollte man die Tür
zum Kinderzimmer aushängen, um dem Kind keine Rückzugsmöglichkeit zu geben. Keine Entschuldigungen dürfen bei Verletzung des Vertrags angenommen werden, da das Kind meist manipuliert. Man soll auch seine
körperliche Überlegenheit demonstrieren, wenn gar nichts mehr geht (nicht schlagen oder wehtun, sondern festhalten und warten, bis das Kind sich beruhigt).
Stufe II beinhaltet dann die langsame Rückführung in den normalen Alltag.
Er hat 1000 verhaltensgestörte Kinder so behandelt und 80 % davon
mit Erfolg.
Contra: sagt man es würde nicht gehen, einem Kind seine Identität neu zu geben und es gibt viele Gegner dieser Therapie.

Und nun zu meiner Frage: was halten die Psychologen hierzulande davon?
Einiges ist wirklich plausibel. Ich merke ja auch, wenn ich meine
Tochter reglementiere, bricht sie nicht so aus, als wenn ich diskutiere. Aber wenn da (an dieser Therapie) was dran ist, hab ich die letzten vier Jahre alles falsch gemacht. Unsere Psychol. setzte immer auf Verständnis und Nähe und Liebe…es hat nichts gebracht.
Bin ich die „eiskalte“ Mutter und in den Augen meiner Tochter eine
Erpresserin (macht sie keine Hausaufgaben darf sie nicht runter etc.)
klappt es. Ich weiss Kinder brauchen Grenzen, aber es kann doch nicht wirklich wahr sein, daß diese nur mit Drohungen einzuhalten sind?

Gebt mir bitte einen Rat, dieser Beitrag hat mich total verwirrt, weil ich nicht weiss, wie anders mit der Tochter umgehen, aber dennoch erscheint es mir ziemlich furchtbar.

Ich bedanke mich fürs Lesen (ist doch etwas länger geraten und sicher nicht alles in das Posting gepackt) und würde mich über Reaktionen
wirklich freuen.

PS: im Rahmen seiner Untersuchungen ist noch aufgefallen, daß sich Väter meist besser durchsetzen können, Mütter häufiger die „Opfer“
der Aggressionen sin (?)

Ansonsten noch einen sonnigen Sonntag,
d.

Hallo,
fachlich kann ich nichts dazu sagen aber es hört sich für mich wie ein Versuch an längst antiquierte Therapieansätze wiederzubeleben. Ob daraus etwas anderes als eine angepaßte, doch hochgradig emotional gestörte Persönlichkeit resultiert ist fraglich. Nichts neues aber ein Dollar dürften für den Wiederentdecker rausspringen.

Gruss
Enno

Hallo Dilarah,

war schon immer ein radikales machtvolles Mittel um etwas zu erreichen.

) entwickelt, was allem entgegenspricht, was ich

bisher getan hab, mein Freund aber schon immer für die einzige
Lösung hielt.

Ich denke mal dein Freund ist der Meinung du sollst deiner Tochter festere Grenzen setzten und nicht dass dein Kind gefoltert werden soll.

Als Mutter eines Problemkindes bist du komplett verunsichert, was auch natürlich ist, ich habe bei dir einfach das Gefühl dass du von heißer Liebe zu deinem Kind im freien Fall in Verzweiflung und Wut gerätst.
Das spürt dein Kind und deine Unsicherheit überträgt sich auf dein Kind.
Vor lauter „Rauf und Runter“ deiner Gefühle, die Liebe zu deinem Kind, das schlechte Gewissen und die Angst was falsch zu machen, die Wut dass es dir dein Kind so schwer macht und dann wieder das schlechte Gewissen über deine Wut…führt dazu dass dein Mädel deine Unsicherheit falsch einordnet und ebenfalls starke „Rauf und Runtergefühle“ hat und die Agression ungebremst an dir auslässt.

Ich bin auch der Meinung dass Du und dein Mädel feste Regeln und Grenzen brauchen…

  1. Regel: Man liebt auch Menschen, wenn man auf sie wütend ist, man liebt auch Menschen wenn man sie nicht versteht, man liebt auch Menschen selbst wenn man sie gerade hasst.

  2. Grenze… ist deine Grenze, du bist ein Mensch mit deinen Grenzen und wenn man die überschreitet dann hast du ein Recht wütend zu sein und das ganz ohne schlechtem Gewissen.

Sei dir Deiner einfach sicherer, liebe und achte dich und deine Gefühle und sage rechtzeitig bis daher und nicht weiter zu deinem Umfeld, bestimmt und ohne Debatten.

2 Grenze: Das ist die, die das Leben so spielt…also wenn man keine Hausaufgaben gemacht hat, dann kann man nicht runter Spielen gehen…das hat nichts mit dir zu tun. Das ist die freie Entscheidung die deine Tochter für sich treffen kann, macht sie die Aufgaben gleich und flott hat SIE die Zeit für sich geschaffen.
Schule muss sein und Aufgaben auch, dafür gibts sogar Gesetze und wenn man nett fragt, hilft die liebe Mama sogar dabei oder lernt mit dem Kind.

2 Regel: Kinder lernen und lernen jeden Tag dazu…maches lernen sie schneller und manches bereitet ihnen Mühe…die Aufgabe einer guten Mutter ist den Kindern die Fortschritte positiv hervorzuheben und ihnen bei Rückschlägen Mut zu machen und ihnen Vertrauen in sich selber zu geben.

Dazu scheinen mir die Folterpraktiken dieses Dr. Frederici nicht geeignet, die dienen allenfalls stumme Befehlsempfänger heranzuzüchten!

Ach ja und eine Regel die das Leben so schreibt fällt mir jetzt auch noch ein, wenn die Mama vorm PC sitzt und
auf Wichtig schreibt :wink:) muß der Rest der Familie entweder Brote essen oder selber kochen.
Nachdem mir aber der Magen knurrt und der liebe Rest noch satt ist vom späten Frühstück werde ich jetzt in die Küche gehen.

Liebe Grüße an dich
Kerbi

Hallo Enno,

Ob daraus etwas anderes als eine angepaßte,

doch hochgradig emotional gestörte Persönlichkeit resultiert
ist fraglich. Nichts neues aber ein Dollar dürften für den
Wiederentdecker rausspringen.

…wenn der Therapeut nicht so sympathisch gewesen wäre und doch
Erfolg hatte, wäre dies genau meine Meinung. Das ist ja das Verwirrende daran. Ich war immer der Ansicht, mein Kind zu lieben - egal wie es ist, Hauptsache kein angepasster Zombie…
Eigenständigkeit…wenn es aber zu nichts führt, als viell. Drogen,
sie ist 11, hatte schon Ärger mit der Polizei, knutscht mit ihrem
13jährigen Freund, lügt sehr oft, fälscht Unterschriften und das
alles, obwohl ich 24 h für sie da bin (es ginge auch nicht anders,
nebenher zündelt sie noch mal gern in ihrem Zimmer, statt aufzuräumen…:frowning: ). Und Enno, ich bin wirklich für sie da. Nicht nur
körperlich anwesend. Ich hab alles aufgegeben. Vielleicht verstehst
Du etwas besser, warum mich dieser Beitrag so berühert hat?

Herzl. Dank für Deine Stellungnahme, ich weiss auch nicht, was ich davon halten soll, bin ganz traurig jetzt.

d.

Gruss
Enno

war schon immer ein radikales machtvolles Mittel um etwas zu
erreichen.

Du hast ja auch recht, aber ich weiss nicht mehr, was Recht und Unrecht ist.

Ich denke mal dein Freund ist der Meinung du sollst deiner
Tochter festere Grenzen setzten und nicht dass dein Kind
gefoltert werden soll.

Um Himmels Willen, nein! Aber Verhaltensregeln sieht sie nicht für
sich als machbar an. Keine Diskussionen helfen, heute z.B. (Sonntag ist eigentl. Mutter/Tochter-Tag) les ich im Hausaufgabenheft, sie
hat für eine Mitschülerin einen Eintrag geschrieben (als lehrerin sozusagen), um 10 Euro für das Mädchen zu erschwindeln. Ich kann ihr einfach nicht klar machen, daß dies ein falsch verstandener Freundschaftsdienst ist. Sie gibt diesem anderen Mädchen die Schuld, obwohl ich ihr klar mache, daß sie die ist, die einen groben Fehler gemacht hat, und das auf jedwede Art.
Ja ich bin zutiefst unsicher, weil ich nicht weiss wo dies mal endet und nochmal ja, ich liebe sie, auch wenn das für sie nicht wichtig erscheint. Irgendwann vielleicht.
Aber vieles in diesem BBC-Beitrag entspricht einfach meinen Erfahrungen: Ich bin die Böse, weil ihr Papa sie nie mehr kontaktiert.
Ich hasse ihn dafür! Wirklich. Grad eben wieder war Ostern: nichts,
Weihnachten: nichts, Geburtstag der Kleinen: nichts! Nicht das ich materielle Dinge verlange würde oder auch nur wollte, aber eine Karte, eine sms - irgendwas, daß ihr zeigt, der Vater denkt wenigstens an sie. Ich aber muß trösten, Aggressionen, die auf jedes solches Ereignis folgen ausbaden, da sein und das geht einfach manchmal über meine Kraft.
Es macht uns alle sehr unglücklich, obwohl es schon viel viel besser geworden ist. Aber eben nur durch „Erpressung“. Sie versteht einfach nicht, daß sie es sich selber aussuchen kann, ob sie ihre Aufgaben
macht und dann Freizeit hat, nein sie macht erstmal (früher Stunden lang) Theater, was ja von ihrer Zeit abgeht. Sie v e r s t e h t es
nicht.

Vor lauter „Rauf und Runter“ deiner Gefühle, die Liebe zu

deinem Kind, das schlechte Gewissen und die Angst was falsch
zu machen, die Wut dass es dir dein Kind so schwer macht und
dann wieder das schlechte Gewissen über deine Wut…führt
dazu dass dein Mädel deine Unsicherheit falsch einordnet und
ebenfalls starke „Rauf und Runtergefühle“ hat und die
Agression ungebremst an dir auslässt.

Nein, Kerbi, dieses Rauf und runter hab ich gelernt zu beherrschen
(Psychologin). Aber immer nur „hart sein“ ist schwer.
:

  1. Regel: Man liebt auch Menschen, wenn man auf sie wütend
    ist, man liebt auch Menschen wenn man sie nicht versteht, man
    liebt auch Menschen selbst wenn man sie gerade hasst.

Aber sicher! Auch dieses versuchte ich meinem geliebten und manchmal
gehassten Kind zu vermitteln, sie sagt nur immer wieder: lass mich in Ruhe und wenn ich dies tun würde, wäre alles vorbei. Also wieder Druck ausüben…

  1. Grenze… ist deine Grenze, du bist ein Mensch mit deinen
    Grenzen und wenn man die überschreitet dann hast du ein Recht
    wütend zu sein und das ganz ohne schlechtem Gewissen.

Ja, das sch****schlechte Gewissen, denn andere Leute wissen ja immer alles besser.

Sei dir Deiner einfach sicherer, liebe und achte dich und
deine Gefühle und sage rechtzeitig bis daher und nicht
weiter
zu deinem Umfeld, bestimmt und ohne Debatten.

Ich bin ziemlich zurückgezogen im Moment (na eigentl seit fast 2 Jahren, da ich die Diskussionen satt hatte). Ohne meinen „Mann“ und ohne meine noch vorhandenen Kontakte wäre ich eingegangen, aber alles
hat sich verändert.

2 Regel: Kinder lernen und lernen jeden Tag dazu…maches
lernen sie schneller und manches bereitet ihnen Mühe…die
Aufgabe einer guten Mutter ist den Kindern die Fortschritte
positiv hervorzuheben und ihnen bei Rückschlägen Mut zu machen
und ihnen Vertrauen in sich selber zu geben.

Glaub mir bitte, das tu ich. Aber vielleicht war dies nicht so gut?

Dazu scheinen mir die Folterpraktiken dieses Dr. Frederici
nicht geeignet, die dienen allenfalls stumme Befehlsempfänger
heranzuzüchten!

Ich sagte ja schon, daß ich nicht alles in das Posting packen konnte.
Die Szenen sahen schon nach „Folter“ aus, aber er war gut zu den Kindern und vielleicht ist es so, daß man manchmal hart sein muß, um
den Kindern ein normales Leben zu ermöglichen. Eine Mutter mußte ständig weinen anfangs, sie hat es fast nicht übers Herz gebracht, dennoch hat das Kind große Fortschritte gemacht. Wir haben ja auch
Fortschritte gemacht: sie schlägt micht nicht mehr, sie kann zu Zeiten unheimlich lieb sein, übernimmt die Verantwortung für den Familienhund (Gassi gehen, füttern), macht manchmal sogar Hausaufgaben, zerstört nicht mehr wahllos meine Sachen, aber es ist noch weit entfernt von Normalität. Einzelheiten spar ich mir, ist eh zu lang schon wieder. Ich schütte grad mein Herz aus, weil ich wirkl. verunsichert bin. Aber nicht nur ich. Auch die Lehrer, die Psychologin war es auch und Freunde mit Kindern kommen gar nicht klar mit der Situation.

Ach ja und eine Regel die das Leben so schreibt fällt mir
jetzt auch noch ein, wenn die Mama vorm PC sitzt und
auf Wichtig schreibt :wink:) muß der Rest der Familie entweder
Brote essen oder selber kochen.

Na ja, ich hab heut Einzelhaft - selbst auferlegt - (Tochter muß ihre Aufgaben erledigen, es ist so schönes Wetter und wir wollten eigentlich längst draußen sein; so sitz ich mit ihr auf dem Balkon und „überwache“, daß sie lernt…:frowning:

Nachdem mir aber der Magen knurrt und der liebe Rest noch satt
ist vom späten Frühstück werde ich jetzt in die Küche gehen.

Ich wünsch Euch guten Appetit und hab vielen Dank, spätestens morgen hab ich mich wieder eingefangen.

Einen ebenso sonnigen Sonntag wie hier wünscht Dir mit
den besten Grüßen
d.

Hallo Dilarah!

Ich habe diesen Bericht zwar nicht gesehen, aber ich habe vor kurzem erst etwas drüber gelesen und ich fand es im ersten Moment genauso schockierend, wie du, warscheinlich und die anderen beiden, die schon gepostet haben.
Fachlich kann ich nicht sehr viel dazu sagen, da werden dann warscheinlich eher Metapher oder Thomas etwas dazu sagen können.
Aber ich denke, dass diese Methode bei diesen Kindern schon in Ordnung ist, und der Erfolg gibt dem Herren auch recht!

Mich hat es zu erst schockiert, weil die Methode doch sehr radikal ist, aber dann habe ich nachgedacht, dass diese Kinder in ihrem Verhalten auch gewissermaßen radikal sind.
Ich kenne einige solcher Kinder aus dem Kinderheim von Bekannten.
Und da habe ich dann gedacht, dass diese Methode bei denen durchaus zum Efolg führen kann!

Und du hast ja acuh selber geschreiben, dass du mehr Erfolg bei deiner Tochter hast, wenn du die „eiskalte-Mutter“ spielst( so etwa hattest du es glaube ich ausgedrückt)

Ich glaube, ich könnte es nicht durchhalten, wenn ich so ein Kind hätte, weil ich zu gutmütig bin und daher eher die Methode die dein Psychologe dir geraten hat anzuwenden, eher bevorzugen würde.
Aber das steht ja nicht zur Debatte!

Summa summarum würde ich sagen, dass es sehr vielversprechend und auch interessant klingt!

Viele Grüße und einen schönen Sonntag

Pia

du willst zu viel, du machst zu viel
liebe :wink:) Dilarah!

Du hast ja auch recht, aber ich weiss nicht mehr, was Recht
und Unrecht ist.

Oh doch das weißt du, du traust nur deinem Gespür nicht.

Um Himmels Willen, nein! Aber Verhaltensregeln sieht sie nicht
für
sich als machbar an.

Wer tut das schon gerne und Pubis sowieso nicht.
Das war die Zeit wo ich mich auch gefragt habe, ob ich alles falsch gemacht habe. Das ist die Zeit wo die Kinder keine Regeln aufs Auge gedrückt bekommen wollen sonder wo sie lieber stur gegen eine Wand laufen…schmerzhaft lernt sichs anscheinend leichter.

Keine Diskussionen helfen, heute z.B.
(Sonntag ist eigentl. Mutter/Tochter-Tag) les ich im
Hausaufgabenheft, sie
hat für eine Mitschülerin einen Eintrag geschrieben (als
lehrerin sozusagen), um 10 Euro für das Mädchen zu
erschwindeln. Ich kann ihr einfach nicht klar machen, daß dies
ein falsch verstandener Freundschaftsdienst ist. Sie gibt
diesem anderen Mädchen die Schuld, obwohl ich ihr klar mache,
daß sie die ist, die einen groben Fehler gemacht hat, und das
auf jedwede Art.

Ich denke mal, dass dein Mädel sehr wohl weiß dass man das nicht tut, also erkläre ihr das nicht lange.
Frag sie warum sie das tut? Will sie Freundschaft „erkaufen“, ist sie Umsatzbeteiligt oder findet sie das Mädchen derart arm um ihr aus Mitleid zu helfen.
Als nächstes frage sie, wie sie die Unterschriftenfälschung berichtigen will, das ist ja kein Spaß sondern Betrug von dem du jetzt als Mutter weißt. Du kannst und dafst das nicht decken, weil du sonst selber in „Teufelsküche“ kommst und es ein falschverstandener Mutterdienst wäre :wink:)
Beratschlage mit ihr, wie SIE das wieder in Ordnung bringt, Fehler kann man auch berichtigen, ist zwar unangenehm…aber da muss man durch!

Erfahrungen: Ich bin die Böse, weil ihr Papa sie nie mehr
kontaktiert.

Drücke ihr den Hörer in die Hand und lasse sie ihren Vater anrufen.
Wir haben schon mal darüber geschrieben, lasse sie bitte nicht dulden und warten…das bringt nichts.
Lass sie sich wehren, kämpfen und zurückerobern.

Ich hasse ihn dafür! Wirklich. Grad eben wieder war Ostern:

Das ist nicht gut, mache mit ihr aus einem „grottenschlechten Vater“ einen halbwegs GUTEN!
Entwickelt eine Strategie miteinander, schickt ihm ein Bild aus *Guten Tagen* von Vater und Tochter mit dem Text
„Ich habe dich lieb und du fehlst mir“.

Du weißt nicht ob er nicht doch an sein Kind denkt, manche Männer sind einfach schrecklich feige…jetzt ist er sowieso schon der *Puuuhhmann* also was soll er sich noch anstrengen.Die neue Frau wird ihn auch nicht grade schubsen dass er sich bei euch meldet, eher umgekehrt!

Es wäre doch gelacht, wenn deine Tochter ihren Vater nicht um den Finger wickeln könnte.
Bringe ihr etwas weiblichen Kampfstil bei, das üben die Mädels zuerst am Vater.

denkt wenigstens an sie. Ich aber muß trösten, Aggressionen,
die auf jedes solches Ereignis folgen ausbaden, da sein und
das geht einfach manchmal über meine Kraft.

Sitzen und warten und wütend sein kostet Kraft, die kann man besser verwenden.

Es macht uns alle sehr unglücklich, obwohl es schon viel viel
besser geworden ist.

Na siehst du…und es wird noch besser und noch besser und noch besser!

Aber eben nur durch „Erpressung“.

Nööö, durch die Folgen tragen, es ist ihr Problem und nicht deines, du hast deine Aufgaben ja gemacht.

:frowning:früher

Stunden lang) Theater, was ja von ihrer Zeit abgeht.

Mit wem macht sie Theater? Wenn sie es mit dir macht…dann geht dir auch Zeit ab. Du läßt dir aber keine Zeit klauen, deine Zeit ist kostbar. Du hast Zeit als „Gute Mutter“, du hast Zeit als Freundin, du hast Zeit für dich…als „Böse Mutter“ hast du leider keine Zeit! :wink:)

Sie v e r

s t e h t es
nicht.

Ooohhh doch, glaube mir das! Du darfst es ihr nur nicht sagen sonder mußt es ihr zeigen!

Nein, Kerbi, dieses Rauf und runter hab ich gelernt zu
beherrschen
(Psychologin).

Schön und jetzt traue dir auch zu richtige Entscheidungen zu treffen.

Aber immer nur „hart sein“ ist schwer.

Du brauchst nicht immer nur hart sein, gehe symbolisch zwei Schritte zurück dann ist die Wand nicht mehr so hoch. Wenn deine Tochter gegen die Wand laufen will ist das ihr Problem, du nimmst die Türe!

gehassten Kind zu vermitteln, sie sagt nur immer wieder: lass
mich in Ruhe und wenn ich dies tun würde, wäre alles vorbei.
Also wieder Druck ausüben…

Vielleicht redest du wirklich zu viel, man kann vor lauter Gutmachenwollen auch zuviel tun.
Ich weiß es ist schwer, aber vertraue deiner Tochter…
jetzt hast du dich so bemüht ihr zu helfen und sie zu erziehen…da wird schon was hängengeblieben sein.
Sie ist jetzt in einem Alter wo sie schon etwas Verantwortung für sich selber tragen sollte, aber dass musst du sie lassen - sonst lernt sie es nicht.

Ja, das sch****schlechte Gewissen, denn andere Leute wissen ja
immer alles besser.

Naja, bei anderen die Fehler zu sehen ist wirklich ganz einfach *kicher* und Besserwissen ist sicher auch ein Wissen :wink:) und wer nimmt sich schon gerne an der Nase?

Ich bin ziemlich zurückgezogen im Moment (na eigentl seit fast
2 Jahren, da ich die Diskussionen satt hatte).

Aha, feige bist du auch noch *schmunzel*, mache es so wie ich meiner Mutter als Kind mal geraten habe (naseweise war ich immer schon), also als meine Mam von einem Freundinentreffen kam und ganz frustriert sagt
„Ich weiß nicht Alle haben so brave und kluge Kinder, nur ich nicht!“, da habe ich ihr gesagt „Dann lüge halt auch!“ Es war ja so, dass ich die lieben Kinderlein auch kannte, aber von einer etwas anderen Seite.

Ohne meinen

„Mann“ und ohne meine noch vorhandenen Kontakte wäre ich
eingegangen, aber alles
hat sich verändert.

Den Mut zu dir zu stehen, das Vertrauen ein guter Mensch zu sein…lustig zu sein und herzhaft zu Lachen…also hole das bitte schnell wieder aus der Versenkung, es ist ein Teil von dir.

Glaub mir bitte, das tu ich. Aber vielleicht war dies nicht so
gut?

Ich glaube dir ja und sicher ist es gut, was glaubst du denn *energischdenkopfschüttel* und glaube auch weiter daran.

Die Szenen sahen schon nach „Folter“ aus, aber er war gut zu
den Kindern

Dilarah, Filmszenen sind Filmszenen und da kann ich drehen wie ich will!

Wir
haben ja auch
Fortschritte gemacht: sie schlägt micht nicht mehr, sie kann
zu Zeiten unheimlich lieb sein, übernimmt die Verantwortung
für den Familienhund (Gassi gehen, füttern), macht manchmal
sogar Hausaufgaben, zerstört nicht mehr wahllos meine Sachen,
aber es ist noch weit entfernt von Normalität.

Lobe ihre Fortschritte, gib ihr das Gefühl dass du stolz bist auf sie, zeige ihr dass du ihr sehr viel zutraust und ihr vertraust…freue dich über das was sie kann und macht, sie hat sich auf den Weg gemacht, das ist doch schön…wie schnell, ein Schritt zurück oder mal stolpern ist nicht so schlimm, Hauptsache sie bleibt am Weg!
Was ist schon normal Dilarah, wer bestimmt das?
Ich weiß auch nicht ob mein Kind normal ist, ich weiß auch nicht ob ich normal bin…für mich bin ich normal,
für Viele nicht, was solls!

Einzelheiten

spar ich mir, ist eh zu lang schon wieder. Ich schütte grad
mein Herz aus, weil ich wirkl. verunsichert bin. Aber nicht
nur ich. Auch die Lehrer, die Psychologin war es auch und
Freunde mit Kindern kommen gar nicht klar mit der Situation.

Und was ist mit deinem Mädel, das ist auch verunsichert?
Verlangt bitte nicht zu viel auf einmal…es muss für
dein Kind machbar sein und die kleinen Erfolge sollen Erfolge sein.
Das selbe gilt für dich, du kannst und musst nicht immer
richtig reagieren das wäre übermenschlich, aber denke immer an die kleinen Erfolge und freue dich darüber.

wollten eigentlich längst draußen sein; so sitz ich mit ihr
auf dem Balkon und „überwache“, daß sie lernt…:frowning:

Meine ist schon etwas älter, da fällt es dann leichter
die Mistbiene alleine lernen zu lassen und selber in die Sonne zu gehen, es ist ja nicht mein Problem.

So richtig „Herzlose Muttergrüße“
von Kerbi

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Hallo Pia,

erstmal auch Dir vielen Dank.

Aber ich denke, dass diese Methode bei diesen Kindern schon in
Ordnung ist, und der Erfolg gibt dem Herren auch recht!

Irgendwie schon.

Mich hat es zu erst schockiert, weil die Methode doch sehr
radikal ist, aber dann habe ich nachgedacht, dass diese Kinder
in ihrem Verhalten auch gewissermaßen radikal sind.
Ich kenne einige solcher Kinder aus dem Kinderheim von
Bekannten.
Und da habe ich dann gedacht, dass diese Methode bei denen
durchaus zum Efolg führen kann!

Wenn man nur genau wüßte, ob es wirklich gut ist.

Ich glaube, ich könnte es nicht durchhalten, wenn ich so ein
Kind hätte, weil ich zu gutmütig bin und daher eher die
Methode die dein Psychologe dir geraten hat anzuwenden, eher
bevorzugen würde.
Aber das steht ja nicht zur Debatte!

Doch steht schon zur Debatte, da ich selber nicht sicher bin und
hier ist Dilemma Nr. 2: Gutmütigkeit und gerechte Strenge. Eigentl.
sollte es kein Thema sein, nur wenn Kind es nicht unterscheiden kann…?

Summa summarum würde ich sagen, dass es sehr vielversprechend
und auch interessant klingt!

Ich hoffe, ich tu das Richtige. Jedenfalls bemühe ich mich unablässig darum.

Liebe Grüße
d.

Hallo Dilarah,

vielleicht sollte ich als Nicht-Mutter und psychologisch-nichtmal-Laie seine ganz fein meine Klappe halten :wink: Aber irgendwie gelingt’s mir nicht…
Und wie Pia (und wahrscheinlich die meisten anderen hier?) hab ich diesen Bericht nicht gesehen, würde aber gerne zu dieser Methode was nachlesen. (Hat da jemand nen Link für mich? Mit dem Namen von dem Doc hab ich auf die Schnelle im Google nix gefunden… Vielleicht wenn man weiß, wie sich diese Methode nennt?)

Und da habe ich dann gedacht, dass diese Methode bei denen
durchaus zum Efolg führen kann!

Wenn man nur genau wüßte, ob es wirklich gut ist.

Mein Bauch-Gefühl würde sagen, daß diese Methode „polarisierend“ wirkt. Das heißt, entweder sie funktioniert und in 2 Jahren lachst Du gemeinsam mit Deiner Tochter über diese Zeit jetzt oder sie schlägt fehl und das Mädel entgleitet Dir ganz (haut ab oder was-auch-immer).
Chancen würde ich in dem recht „jungen“ Alter sehen, mit 11 rennt man doch nicht so leicht von daheim weg wie mit 15 (wäre zumindest bei mir so gewesen). Das heißt, wenn dann jetzt und nicht in noch 1, 2, 3 Jahren…
Und noch ne Sache, die mein Bauch mir sagt: allein würd ich das nicht machen. Das heißt, wenn Dein Partner für ne gewisse Zeit bei Euch leben kann (oder wer und wie auch immer, halt ein „Helfer“) würd ich mir das deutlich leichter vorstellen. Denn schließlich mußt auch Du mal zur Toilette und brauchst Zeit für Dich - und so wie Du das beschreibst, ist diese Methode sehr zeitintensiv (sonst kriegst ja keine 100% Kontrolle zusammen *g*).
Und außerdem würd ich mir da noch „fachliche“ Unterstützung von nem Psychologen dazu holen. Und - last but not least - Du mußt davon überzeugt sein und Dein Mädel auch in Deine Pläne und die Regeln einweihen.

Was auch immer Du tust, viel, viel Erfolg

Petzi

Hallo Petzi,

vielleicht sollte ich als Nicht-Mutter und
psychologisch-nichtmal-Laie seine ganz fein meine Klappe
halten :wink:

Quatsch, ich bin froh über j e d e Meinung, grad auch die, die aus dem Bauch raus kommen.

Und wie Pia (und wahrscheinlich die meisten anderen hier?) hab
ich diesen Bericht nicht gesehen, würde aber gerne zu dieser
Methode was nachlesen. (Hat da jemand nen Link für mich?

Leider nicht - wie gesagt BBC explosiv oder so. Läuft immer Sonntag
vormittag vor Spiegel-TV und nach „Süddeutsche-TV“.

Mein Bauch-Gefühl würde sagen, daß diese Methode
„polarisierend“ wirkt. Das heißt, entweder sie funktioniert
und in 2 Jahren lachst Du gemeinsam mit Deiner Tochter über
diese Zeit jetzt oder sie schlägt fehl und das Mädel
entgleitet Dir ganz (haut ab oder was-auch-immer).

Ja und da liegt die Schwierigkeit, wie denn alles richtig machen?

Chancen würde ich in dem recht „jungen“ Alter sehen, mit 11
rennt man doch nicht so leicht von daheim weg wie mit 15 (wäre
zumindest bei mir so gewesen). Das heißt, wenn dann jetzt und
nicht in noch 1, 2, 3 Jahren…

Ich hoffe es sehr.

Und noch ne Sache, die mein Bauch mir sagt: allein würd ich
das nicht machen. Das heißt, wenn Dein Partner für ne gewisse
Zeit bei Euch leben kann (oder wer und wie auch immer, halt
ein „Helfer“) würd ich mir das deutlich leichter vorstellen.

Haben wir alles versucht, sie reagiert auf Männer wesentl. besser
als auf Frauen. Und manchmal - wenn es ihr richtig bes*** geht- kommt sie zu mir und ist einfach ein liebes unglückl. Kind. Es tut oft sehr weh aber ohne diese Strenge, die ich ausübe bekomm ich es nicht in den Griff. Ist mein P. da, versucht sie es auch, bei ihm so zu
„landen“, ohne Erfolg, gleiches gilt für ihren großen Bruder. Sie tut es nur entweder bei mir oder in der Schule (Lehrerinnen sind für sie der absolute Reizeffekt) und in der Freizeit, die ich immer wieder beschränken muß.

Denn schließlich mußt auch Du mal zur Toilette und brauchst
Zeit für Dich - und so wie Du das beschreibst, ist diese
Methode sehr zeitintensiv (sonst kriegst ja keine 100%
Kontrolle zusammen *g*).

Genau! Und ich möchte so gerne wieder unter Menschen arbeiten. Bin
ständig auf den Stundenplan von Henriette angewiesen. Dadurch kann ich
kaum eine Vorlesung konzentriert verfolgen, nur strikte Arbeit am heimischen PC bringt mich etwas weiter. Manchmal (nicht mehr so oft)
schlaf ich bis zu 70 Stunden nicht - das ist schwer und verbessert
auch nicht die Situation, im Gegenteil.

Und außerdem würd ich mir da noch „fachliche“ Unterstützung
von nem Psychologen dazu holen. Und - last but not least - Du
mußt davon überzeugt sein und Dein Mädel auch in Deine Pläne
und die Regeln einweihen.

Ja, und genau dies haben wir ja getan, nur meine Überzeugung läßt halt manchesmal nach. Ich weiss, dies darf nicht passieren, aber ich bin auch nur ein Mensch.
Ich hoffe, alles wird gut eines Tages, denn vollkommenes Versagen könnte ich mir nie verzeihen.

Was auch immer Du tust, viel, viel Erfolg

Ich danke Dir sehr und wünsche mir/uns auch den letztendl. Erfolg.

Herzl. Grüße
d.

du willst zu viel, du machst zu viel
liebe :wink:) Dilarah!

…sagte meine Psychologin auch…:smile:

Um Himmels Willen, nein! Aber Verhaltensregeln sieht sie nicht
für
sich als machbar an.

Wer tut das schon gerne und Pubis sowieso nicht.

Na ja, aber sie ist noch nicht seit 4 Jahren in der Pubertät…

Ich denke mal, dass dein Mädel sehr wohl weiß dass man das
nicht tut, also erkläre ihr das nicht lange.
Frag sie warum sie das tut? Will sie Freundschaft „erkaufen“,
ist sie Umsatzbeteiligt oder findet sie das Mädchen derart arm
um ihr aus Mitleid zu helfen.

Das hab ich getan. Dieses besagte Mädchen ist auch ein Problemkind sozusagen (beide Eltern taubstumm, lebt abwechselnd bei Oma und Opa und bei den Eltern, ABER auch ich hab das Mädchen schon beschützt, weil Oma und Opa zwar sehr lieb sind, aber die heutige Zeit nicht so richtig einschäten können - dennoch belügt das Mädel mich genauso wie meine Tochter…:frowning:

Als nächstes frage sie, wie sie die Unterschriftenfälschung
berichtigen will, das ist ja kein Spaß sondern Betrug von dem
du jetzt als Mutter weißt. Du kannst und dafst das nicht
decken, weil du sonst selber in „Teufelsküche“ kommst und es
ein falschverstandener Mutterdienst wäre :wink:)

Hab ich getan, ohne etwas bewirken zu können, sie schaltet auf stur.

Beratschlage mit ihr, wie SIE das wieder in Ordnung
bringt, Fehler kann man auch berichtigen, ist zwar
unangenehm…aber da muss man durch!

Genauso tu ich das, sie muß für ihre „Sachen“ selber grade stehen.

Erfahrungen: Ich bin die Böse, weil ihr Papa sie nie mehr
kontaktiert.

Drücke ihr den Hörer in die Hand und lasse sie ihren Vater
anrufen.

Sie tut es aber nicht, sie wirft das Tel. an die Wand. Ich glaub ich hab das 10. Telefon mittlerweile.

Wir haben schon mal darüber geschrieben, lasse sie bitte nicht
dulden und warten…das bringt nichts.
Lass sie sich wehren, kämpfen und zurückerobern.

Wie denn nur?

Ich hasse ihn dafür! Wirklich. Grad eben wieder war Ostern:

Das ist nicht gut, mache mit ihr aus einem „grottenschlechten
Vater“ einen halbwegs GUTEN!

Nein Kerbi, ich sag das hier, niemals vor meiner Tochter! Im Gegenteil: versuche ihr immer Mut zu machen in dem Sinne, das wird
eines Tages bestimmt alles wieder…

Entwickelt eine Strategie miteinander, schickt ihm ein Bild
aus *Guten Tagen* von Vater und Tochter mit dem Text
„Ich habe dich lieb und du fehlst mir“.

Ha, sie hat alle Bilder zerschnitten!! Aber nicht den Vater rausgeschnitten, sondern mich. Die Psychologin hat nicht rausbekommen, warum sie dies tat. Mir ist klar, wie sehr sie ihren
Papa liebt und wie sehr sie leidet, aber i h m ist das offensichtl. völlig unverständlich und was noch schlimmer ist, egal.
Sie hat sich jetzt so an meinen Freund „gehängt“, daß ich nicht mal
in meiner Beziehung einen Freiraum mehr habe. P. ist die Geduld in
Person, aber dennoch kann er in letzter Zeit auch nimmer die Ruhe
bewahren, wir sind seit 2 Jahren nicht ein einziges Mal allein
zusammen gewesen - egal ob WE, Urlaub, Arbeit, sie ist immer dabei und nichts aber auch gar nichts hindert sie daran uns zu verfolgen…
Wenn wir dann wieder allein sind, ist sie so böse („Du bist so häßlich“, „ich würde mich vor Dir ekeln“ etc.), das hab ich ohne die psychol. Hilfe halt nicht hinbekommen, aber auch wenn ich mich jetzt adäquat verhalte, tut es trotzdem weh.

Du weißt nicht ob er nicht doch an sein Kind denkt, manche
Männer sind einfach schrecklich feige…jetzt ist er sowieso
schon der *Puuuhhmann* also was soll er sich noch
anstrengen.Die neue Frau wird ihn auch nicht grade schubsen
dass er sich bei euch meldet, eher umgekehrt!

Und wenn er sie wieder enttäuscht?

Es wäre doch gelacht, wenn deine Tochter ihren Vater nicht um
den Finger wickeln könnte.
Bringe ihr etwas weiblichen Kampfstil bei, das üben die Mädels
zuerst am Vater.

Er fehlt ihr, ich weiss es ja, aber sie verweigert sich. Ich würde ihr niemals verbieten ihn anzurufen. Tel.-Nr. hat sie, ich frag sie
in guten Momenten manchmal, aber sie will einfach nicht.

Sitzen und warten und wütend sein kostet Kraft, die kann man
besser verwenden.

Wie recht Du hast, aber was sollen wir tun?

Es macht uns alle sehr unglücklich, obwohl es schon viel viel
besser geworden ist.

Na siehst du…und es wird noch besser und noch besser und
noch besser!

Ja darauf vertrau ich einfach.

Stunden lang) Theater, was ja von ihrer Zeit abgeht.

Mit wem macht sie Theater? Wenn sie es mit dir macht…dann
geht dir auch Zeit ab. Du läßt dir aber keine Zeit klauen,
deine Zeit ist kostbar. Du hast Zeit als „Gute Mutter“, du
hast Zeit als Freundin, du hast Zeit für dich…als „Böse
Mutter“ hast du leider keine Zeit! :wink:)

-( ja.

Sie v e r

s t e h t es
nicht.

Ooohhh doch, glaube mir das! Du darfst es ihr nur nicht sagen
sonder mußt es ihr zeigen!

Das macht doch Mut, weiterzumachen.

Aber immer nur „hart sein“ ist schwer.

Du brauchst nicht immer nur hart sein, gehe symbolisch zwei
Schritte zurück dann ist die Wand nicht mehr so hoch. Wenn
deine Tochter gegen die Wand laufen will ist das ihr Problem,
du nimmst die Türe!

-)

Vielleicht redest du wirklich zu viel, man kann vor lauter
Gutmachenwollen auch zuviel tun.

…sagt P. auch (seine Mutter arbeitet mit solchen Kindern).

Ich weiß es ist schwer, aber vertraue deiner Tochter…
jetzt hast du dich so bemüht ihr zu helfen und sie zu
erziehen…da wird schon was hängengeblieben sein.

Oh das hoffe ich inständig und wie gesagt, sie leidet ja auch
unter den ständigen Anspannungen und kommt manchmal nachts angelaufen und weint, sagt sie will doch gar keinen Ärger. Aber am nächsten Tag klaut sie wieder Geld aus meiner Geldbörse, die die vertrauende Mutter (sie verlangt Vertrauen) auf ihrem Schreibtisch gelegt hat
(abgezählt wohlgemerkt). Natürl. war sie es nicht! Erst unter Androhung von Verboten gibt sie es zu und zeigt mir, was sie mit dem
Geld gemacht hat. Diese Lügen kommen ihr so lässig aus dem Mund, es macht mich verrückt!

Sie ist jetzt in einem Alter wo sie schon etwas Verantwortung
für sich selber tragen sollte, aber dass musst du sie lassen -
sonst lernt sie es nicht.

Ja, nur wenn sie ihren Papiermüll lieber abbrennt, statt in die Mülltüte zu schmeissen, wie soll das funktionieren?
Sie mußte beim letzten Mal mir aufschreiben, warum sie das tat
(reden will sie ja nicht) u. was daran das Gefährliche ist.
Sie weiss um die Gefahren, nur ändert dies alles in allem nicht viel.

Ich bin ziemlich zurückgezogen im Moment (na eigentl seit fast

2 Jahren, da ich die Diskussionen satt hatte).

Aha, feige bist du auch noch *schmunzel*, mache es so wie ich
meiner Mutter als Kind mal geraten habe (naseweise war ich
immer schon), also als meine Mam von einem Freundinentreffen
kam und ganz frustriert sagt
„Ich weiß nicht Alle haben so brave und kluge Kinder, nur ich
nicht!“, da habe ich ihr gesagt „Dann lüge halt auch!“ Es war
ja so, dass ich die lieben Kinderlein auch kannte, aber von
einer etwas anderen Seite.

Nein so einfach ist dies nicht, liebe Kerbi, die Kinder wollten nix mehr von meiner Tochter und die Eltern waren auch reichlich von den damaligen „Anfällen“ genervt. Man ist dann irgendwann frustriert, wenn jede Gartenparty, jeder Kindergeburtstag usw. zum Fiasko wird, weil ein Kind „verrückt“ spielt.

Den Mut zu dir zu stehen, das Vertrauen ein guter Mensch zu
sein…lustig zu sein und herzhaft zu Lachen…also hole
das bitte schnell wieder aus der Versenkung, es ist ein Teil
von dir.

Ja der Mut hat mir lange gefehlt, aber ich kämpfe! Und ich geb nicht auf. Um ihret- und um meinetwillen.

Lobe ihre Fortschritte, gib ihr das Gefühl dass du stolz bist
auf sie, zeige ihr dass du ihr sehr viel zutraust und ihr
vertraust…freue dich über das was sie kann und macht, sie
hat sich auf den Weg gemacht, das ist doch
schön…wie schnell, ein Schritt zurück oder mal stolpern ist
nicht so schlimm, Hauptsache sie bleibt am Weg!

Ich hoffe, ich weiss, ich halte es durch.

Was ist schon normal Dilarah, wer bestimmt das?
Ich weiß auch nicht ob mein Kind normal ist, ich weiß auch
nicht ob ich normal bin…für mich bin ich normal,
für Viele nicht, was solls!

Für mich bist Du zumindest außergewöhnlich…:smile: gut.

Meine ist schon etwas älter, da fällt es dann leichter
die Mistbiene alleine lernen zu lassen und selber in die Sonne
zu gehen, es ist ja nicht mein Problem.

Ja ich sag mir auch immer wieder, noch ein paar Jahre…

Ich mag Deine Ansichten, Kerbi, aber leider bin ich nicht mehr so unbefangen, wirklich leider. Bei meinem Sohn war dies alles anders.
Wir konnten soviel miteinander machen, er war begeisterungsfähig,
lustig. Wir hatten Spaß aneinander und haben es noch - manchmal -

Sei nicht sauer, daß ich grad heut so ausführlich antworte, ich brauch
grad heut diese Unterstützung und dafür danke ich Dir.

Mit lieben Gedanken und Grüßen an Tanja
d.

Hallo Dilarah!

Mir sind noch ein paar Gedanken gekommen, die ich dir noch schreiben möchte!

Wenn man nur genau wüßte, ob es wirklich gut ist.

Ja…das kann man leider nie genau sagen. Selbst wenn jemand sagt, dass er eine Sache sehr gut findet und sehr überzeugt von ihr ist, dann kann es immernoch sein, dass sie für dich nicht so überzeugend und gut ist!
Und leider muß man das für sich auch immer selber rausfinden( Blöder Satz;o)…)

hier ist Dilemma Nr. 2: Gutmütigkeit und gerechte Strenge.
Eigentl.
sollte es kein Thema sein, nur wenn Kind es nicht
unterscheiden kann…?

Ja…Gutmütigkeit…mir würde es da genauso, wie dir gehen, denn ich bin genauso gutmütig!
Und wenn das Kind es nicht unterscheiden kann, dann ist es nochmal eine Dilemmastufe höher…

Ich hoffe, ich tu das Richtige. Jedenfalls bemühe ich mich
unablässig darum.

Ich weiß, dass du die richtige Entscheidung treffen wirst, und selbst wenn du eine „falsche“ treffen solltest, wirst du irgendwann wieder auf den „richtigen Weg“ stoßen( also…auf den für dich und deine Familie richtigen Weg)

Jetzt aber noch die Gedanken zu dieser Therapieform und anderen Möglichkeiten!

Da ich nicht genau weiß, wie das Verhalten deiner Tochter ist, ist es klar, dass ich kein allzu genaues Urteil über die Situation habe;O))
( hihi…geschraubt ausdrücken kann ich mich auch)

MIr ist jetzt gerade dochnoch ein wenig unwohl geworden, als ich mir dir Art der Therapieform durchgelesen habe, und mir versucht habe vorzustellen, wie das abläuft!
Die Kinder würden doch ein totales Trauma haben, bei dieser Therapieform.
Und wie lange wird es erst dauern, diese Traumatas wieder zu neutralisieren?

Wäre es nicht sinnvoller auf den Grund dieses Verhaltens zu gehen??
Das mag eventuell ein wenig naiv klingen.
Aber es wäre doch möglich auch darüber einen Zugang zu ihr zu bekommen, oder ist das total abwägig?
Diese Therapieform, die du beschrieben hast, ist ja im Prinzip so, dass man das Kind mit einer Verhaltensweise konfrontiert und damit versucht, die „Gewohnheiten“ und Verhaltensweisen zu durchbrechen.
( es einzuschüchtern…??)
Und anhand dem Wissen, was der Grund des Verhaltens des Kindes ist, kann man doch das eigene Verhalten auch anders gestallten…??

Oh,…,jetzt bin ich ein wenig verwirrt, aber vielleicht verstehst du ja doch was ich meine *hilflosblick*…

TRotzdem viele Grüße
Pia

Liebe Pia,

Ich weiß, dass du die richtige Entscheidung treffen wirst, und
selbst wenn du eine „falsche“ treffen solltest, wirst du
irgendwann wieder auf den „richtigen Weg“ stoßen( also…auf
den für dich und deine Familie richtigen Weg)

Danke…:wink:

Jetzt aber noch die Gedanken zu dieser Therapieform und
anderen Möglichkeiten!

MIr ist jetzt gerade dochnoch ein wenig unwohl geworden, als
ich mir dir Art der Therapieform durchgelesen habe, und mir
versucht habe vorzustellen, wie das abläuft!
Die Kinder würden doch ein totales Trauma haben, bei dieser
Therapieform.

Ja und genau das soll diese Therapie ausmachen, den Kindern ihre
Identität nehmen und ihnen eine neue zu geben. Sehr umstritten und
sehr schwierig zu beurteilen: wie eine Festplatte, die Du löschst und wieder neu auflädst. In 80 % der Fälle hat es funktioniert. Langzeit-untersuchungen gibt es natürlich noch nicht.

Und wie lange wird es erst dauern, diese Traumatas wieder zu
neutralisieren?

Das ist halt die Frage. Aber Eltern, die diese tägl. Kämpfe haben, klammern sich an jeden Strohhalm.

Wäre es nicht sinnvoller auf den Grund dieses Verhaltens zu
gehen??

Wir kennen den Grund, aber das Wissen um den Grund hilft uns bisher nicht weiter.

Das mag eventuell ein wenig naiv klingen.
Aber es wäre doch möglich auch darüber einen Zugang zu ihr zu
bekommen, oder ist das total abwägig?

Sollte man eigentl. meinen, nur ist es halt nicht so (ich hab manchmal schon gedacht, sie ist autistisch, lebt quasi in ihrer
eigenen Welt, dies wurde aber ausgeschlossen - psychotherapeutisch)

Diese Therapieform, die du beschrieben hast, ist ja im Prinzip
so, dass man das Kind mit einer Verhaltensweise konfrontiert
und damit versucht, die „Gewohnheiten“ und Verhaltensweisen zu
durchbrechen.

Genau. Und das läßt mich zweifeln an der Richtigkeit, aber irgendwie
hilft es doch.

( es einzuschüchtern…??)

schlimmer noch, es zu unterdrücken, aber …ich weiss es doch auch nicht…könnte losheulen, wenn ich darüber nachdenke.

Oh,…,jetzt bin ich ein wenig verwirrt, aber vielleicht
verstehst du ja doch was ich meine *hilflosblick*…

Ich verstehe sehr gut, hab lieben Dank nochmal.

d.

ein Kind ist kein Haustier
Hallo Dilarah,

bei der Methode hätte ich die Befürchtung, dass ein intelligentes Kind mit dieser Behandlung schlichtweg nicht zurechtkäme. Es ist nicht wie ein Tier, das instinktiv gehorchen würde, weil es zum Leben das soziale Gefüge für sich braucht, denn gehorcht es nicht, muss es mit Ausgrenzung in welcher Form auch immer rechnen, mit dem es nicht zurecht käme. Ein heranwachsendes Kind ist eher daran interessiert seiner Individualität Aufmerksamkeit zu schenken, und braucht die Familie als letzten Halt, bevor es endlich (nicht Gott-sei-Dank :wink:))geht. Es nimmt nicht nur wahr, sondern ordnet auch ein und bildet sich über vieles so gut es kann ein Urteil.
So würde ich befürchten, dass sich die Verhaltensweisen des Kindes eher verschlechtern als verbessern.

Ich habe mir mal den Briefwechsel zwischen dir und Kerbi durchgelesen, und möchte dazu einen Gedanken aufschreiben, der mir dabei kam: eigentlich bräuchte deine Tochter zusammen mit ihren Vater eine Therapie, denn irgendwie habe ich den Eindruck, dass du für sie nur der Mittel zum Zweck für ihren Frust und ihre Aggressionen bist. Würde man sie stärker reglementieren, dann könnte es doch sein, dass sich ihr Ärger auf dich noch verstärken würde, oder?

PS: im Rahmen seiner Untersuchungen ist noch aufgefallen, daß
sich Väter meist besser durchsetzen können, Mütter häufiger
die „Opfer“
der Aggressionen sind (?)

Aber es gibt auch Kehrseiten dazu: nicht immer fühlt sich ein Vater in seiner „bösen-Wolf-Rolle“ wohl, und ist froh, wenn auch seine zweite Hälfte mal ein Machtwort spricht, mit allen Konsequenzen (typisch Frau, aus Angst vor Ablehnung oder Streit lieber Mann vorschieben?). Und Opfer wird frau, wenn sie gewohnheitsmäßig den Part des Punchingballs gegen den Frust der Kinder übernimmt. Welch ein Zusammenleben, wenn man als Elternteil nach jeder An- oder Zurechtweisung mit Zweikämpfen oder Racheakten zu rechnen hat. Das reibt auf und man resigniert.
Ein paar Gedanken von mir ins Blaue hinein. :smile:))

In dem Sinne
viele Grüße
grilla

Hallo Dilarah,

es gibt nur ein PRINZIP bei der Erziehung, und das ist KONSEQUENZ!

Ich weis nicht, wie alt Deine Tochter ist - vielleicht ist der „Zug“ schon abgefahren?

Ein Kind - hat KEINE Richtlinien (WO sollten sie herkommen?). Also muß dem Kind beigebracht werden, was richtig und was falsch ist.

Wenn DU selbst das nicht weist, ist Dir NICHT zu helfen.
Dann frage ich mich - wie bist Du Mutter geworden, oder - wenn Kinder Kinder erziehen.

Mit Konsequenz meine ich, was HEUTE gilt, das gilt auch Morgen und in alle Ewigkeit!!!
Was HIER gilt, das gilt auch bei der Oma, im Kaufhaus, im Restaurant und in dem Bus.

Verstehst Du was ich meine?

Du mußt KLARE RICHTLINIEN geben, an denen sich Dein Kind ORIENTIIEREN kann.
Wenn Du Heute guter Laune bist, und etwas durchgehen läßt, dann wird es Dir Morgen zum Hindernis werden.
Wenn Du Morgen schlechter Laune bist, und das, was gestern DURCHGING, Heute verboten ist, dann bist DU unberechenbar!!! Wie soll Dein Kind dann wissen was Richtig und Falsch ist?

Somit weis Dein Kind NICHT, was Richtig und was Falsch ist (woher auch?) Gestern war es richtig, Heute ist es falsch - bei der Oma darf ich das tun, zu Hause aber nicht (oder umgekehrt). (usw.)

Gib also KLARE PRINZIPIEN, an die sich Dein Kind HALTEN (danach richten) MUSS!!!
Und weiche unter KEINEN Umständen davon ab!!!
Lasse das WENIGE Prinzipien sein, innerhalb derer das Kind seine Freiheit hat!

Frage NICHT, was das Kind will, sondern sage dem Kind, was GUT für es ist!!!
NICHT – was willst Du essen, sondern DAS wird gegessen. NICHT- welche Klamotten willst DU kaufen (mit welchem Geld??? – hat das Kind Geld???) sondern DIESE Klamotten sind für Dich richtig! ENDE der Diskussion – bzw. KEINE Diskussion.

Ansonsten Belohnung auf Grund von LEISTUNG. (Schule – Zeugnisse, usw.)

SO wird ein Kind richtig erzogen.

Die Voraussetzung ist natürlich, daß DU weist, was richtig und falsch ist. :- )))

Aber desto Trotz!
Selbst wenn Deine Auffassung falsch sein sollte, so ist es BESSER, das Kind nach falschen Prinzipien, aber KONSEQUENT zu erziehen, als dass man UNKONSEQUENT ist, und dem Kind freien Lauf lässt.

Denn Inkonsequenz ist die SCHLECHTESTE Erziehung!!! (die heute leider üblich ist).

Noch kurz zur LIEBE, die ja so oft erwähnt wird.
Liebe bedeutet ja nicht VERHÄTSCHELN, wie es all zu gerne aufgefasst wird. Liebe bedeutet, das Besste für diesen Menschen (Kind) zu wollen, aber ohne Eigennutz.

Wenn ich also das WOHL des Kindes im Auge habe, dann darf ich es gar nicht „verhätscheln“. Denn dieses macht das Kind nur SCHWACH, und es wird sich im späteren Leben nicht durchsetzen können.

Aber ein Kind braucht Liebe. Doch in wie fern braucht ein Kind diese Liebe?
In Bezug auf SICHERHEIT!
Ein Kind muß immer wissen – es kann so viel Fehler machen wie es will, aber ICH (als Vater und Mutter) werde immer für es da sein.
Diese INNERE Sicherheit, muß man dem Kind vermitteln. Doch auch mit der Bestimmtheit, dass das Kind SELBST für seine Fehler verantwortlich ist. (also nicht: Ich habe das Auto zu Schrott gefahren – zahl mal). DA muß alle Liebe aufhören. :- )))

Na gut, das sind ein paar Prinzipien und Gedanken, vielleicht helfen sie Dir.

Mit freundlichen Grüßen

Demertrius

Hallo Grilla,

Ich habe mir mal den Briefwechsel zwischen dir und Kerbi
durchgelesen, und möchte dazu einen Gedanken aufschreiben, der
mir dabei kam: eigentlich bräuchte deine Tochter zusammen mit
ihren Vater eine Therapie, denn irgendwie habe ich den
Eindruck, dass du für sie nur der Mittel zum Zweck für ihren
Frust und ihre Aggressionen bist.

Ich weiss, aber er lehnt Mitarbeit ab, er geht noch nicht mal zu einer Sitzung bei der Psychologin, denn er ist doch „normal“.

Würde man sie stärker

reglementieren, dann könnte es doch sein, dass sich ihr Ärger
auf dich noch verstärken würde, oder?

Stimmt, aber sie baut weniger Bockmist, weil sie spürt, ich lasse es nimmer durchgehen.

PS: im Rahmen seiner Untersuchungen ist noch aufgefallen, daß
sich Väter meist besser durchsetzen können, Mütter häufiger
die „Opfer“
der Aggressionen sind (?)

Aber es gibt auch Kehrseiten dazu: nicht immer fühlt sich ein
Vater in seiner „bösen-Wolf-Rolle“ wohl, und ist froh, wenn
auch seine zweite Hälfte mal ein Machtwort spricht, mit allen
Konsequenzen (typisch Frau, aus Angst vor Ablehnung oder
Streit lieber Mann vorschieben?).

Nein, in unserem Fall wirklich nicht. Ich hab alles versucht und werde weiter versuchen, ihm den Stand zu geben den er hatte bei
beiden Kindern bevor alles aus dem Ruder geriet (und da hab ich meinen Anteil dran).

Und Opfer wird frau, wenn

sie gewohnheitsmäßig den Part des Punchingballs gegen den
Frust der Kinder übernimmt. Welch ein Zusammenleben, wenn man
als Elternteil nach jeder An- oder Zurechtweisung mit
Zweikämpfen oder Racheakten zu rechnen hat. Das reibt auf und
man resigniert.
Ein paar Gedanken von mir ins Blaue hinein. :smile:))

Mein Gedanken und meine Verwirrnis könnte man sagen.

Ein Dankeschön an Deine „blauen“ Gedanken…:wink:
Mit lieben Grüßen
d.

Hallo Demetrius,

es gibt nur ein PRINZIP bei der Erziehung, und das ist
KONSEQUENZ!

ja.

Ich weis nicht, wie alt Deine Tochter ist - vielleicht ist der
„Zug“ schon abgefahren?

11 Jahre

Ein Kind - hat KEINE Richtlinien (WO sollten sie herkommen?).
Also muß dem Kind beigebracht werden, was richtig und was
falsch ist.

Wenn DU selbst das nicht weist, ist Dir NICHT zu helfen.
Dann frage ich mich - wie bist Du Mutter geworden, oder - wenn
Kinder Kinder erziehen.

Ich hatte mit dem Sohn diese Probleme nicht und der ist 21.

Mit Konsequenz meine ich, was HEUTE gilt, das gilt auch Morgen
und in alle Ewigkeit!!!
Was HIER gilt, das gilt auch bei der Oma, im Kaufhaus, im
Restaurant und in dem Bus.

Vielleicht ist auch das mein Problem: wir haben keine Oma, keinen Opa, einfach niemanden, den man hätte um Rat fragen können (familiär).

Verstehst Du was ich meine?

Aber ja.

Du mußt KLARE RICHTLINIEN geben, an denen sich Dein Kind
ORIENTIIEREN kann.
Wenn Du Heute guter Laune bist, und etwas durchgehen läßt,
dann wird es Dir Morgen zum Hindernis werden.

Ja, genauso ist es, aber wie ich schon schrieb, es ist hart immer
Konsequenzen zu fordern. Manchmal denk ich, sie ist viel stärker als ich es je war.

Wenn Du Morgen schlechter Laune bist, und das, was gestern
DURCHGING, Heute verboten ist, dann bist DU unberechenbar!!!

Oh nein, Launen lass ich nicht so einfach zu, aber stimmt schon, sie bemerkt sofort, wenn ich mal traurig oder einfach fertig bin.

Gib also KLARE PRINZIPIEN, an die sich Dein Kind HALTEN
(danach richten) MUSS!!!
Und weiche unter KEINEN Umständen davon ab!!!
Lasse das WENIGE Prinzipien sein, innerhalb derer das Kind
seine Freiheit hat!

Danke, das bestätigt grad mein Handeln, und ich ziehe es durch.

Frage NICHT, was das Kind will, sondern sage dem Kind, was GUT
für es ist!!!

Das tu ich oft.

NICHT – was willst Du essen, sondern DAS wird gegessen.
NICHT- welche Klamotten willst DU kaufen (mit welchem Geld???
– hat das Kind Geld???) sondern DIESE Klamotten sind für
Dich richtig! ENDE der Diskussion – bzw. KEINE
Diskussion.

Ja.

Ansonsten Belohnung auf Grund von LEISTUNG. (Schule –
Zeugnisse, usw.)

SO wird ein Kind richtig erzogen.

…ich hoffe, denn meine Eltern hätten es nicht anders gemacht.

Die Voraussetzung ist natürlich, daß DU weist, was richtig und
falsch ist. :- )))

Aber desto Trotz!
Selbst wenn Deine Auffassung falsch sein sollte, so ist es
BESSER, das Kind nach falschen Prinzipien, aber KONSEQUENT zu
erziehen, als dass man UNKONSEQUENT ist, und dem Kind freien
Lauf lässt.

Richtig. Das macht mir doch etwas Mut, auch wenn es mir in der Seele wehtut, sie so an der „kurzen Leine“ zu halten. Aber es muß wohl sein. Ich hätte mir so etwas bei meinen Eltern nie und nimmer erlauben dürfen.

Noch kurz zur LIEBE, die ja so oft erwähnt wird.
Liebe bedeutet ja nicht VERHÄTSCHELN, wie es all zu gerne
aufgefasst wird. Liebe bedeutet, das Besste für diesen
Menschen (Kind) zu wollen, aber ohne Eigennutz.

So gesehen, hast Du recht.

Wenn ich also das WOHL des Kindes im Auge habe, dann darf ich
es gar nicht „verhätscheln“. Denn dieses macht das
Kind nur SCHWACH, und es wird sich im späteren Leben nicht
durchsetzen können.

Vielen Dank, ich komme langsam dahinter, wie ich sie nehmen muß,
um uns das Leben zu erleichtern, denn schau: ich lobe sie auch viel
wenn sie ihre Sache mal gut macht und (so Psychologin) das darf ich nur tun, wenn es auch aus meinem „Herzen“ kommt. Leider passiert
es eben oft, daß auf ein Lob 3 Einbrüche folgen, eben weil sie meiner
Liebe sicher ist.

Aber ein Kind braucht Liebe. Doch in wie fern braucht ein Kind
diese Liebe?
In Bezug auf SICHERHEIT!
Ein Kind muß immer wissen – es kann so viel Fehler
machen wie es will, aber ICH (als Vater und Mutter) werde
immer für es da sein.

Oh ja, ich hab ihr ja immer gesagt: egal wer uns alles verlassen hat
(Oma, Opa, Papa) ICH geh nicht weg. Ich bin immer für Dich da.

Diese INNERE Sicherheit, muß man dem Kind vermitteln. Doch
auch mit der Bestimmtheit, dass das Kind SELBST für seine
Fehler verantwortlich ist. (also nicht: Ich habe das Auto zu
Schrott gefahren – zahl mal). DA muß alle Liebe
aufhören. :- )))

Ja…so verkehrt mach ich es ja gar nicht…

Na gut, das sind ein paar Prinzipien und Gedanken, vielleicht
helfen sie Dir.

Und wie! Mein Lebensgefährte hat Jahre versucht, mir dies zu vermitteln, ich hab auf falsch verstandene Liebe vertraut.
Ich danke Dir wirklich sehr und reiss mich zusammen, um der Kleinen
Willen. Hoffe so sehr, daß es alles mal gut endet, wie Kerbi schon
schrieb: irgendwas wird sicher bei ihr hängenbleiben.

Hab Dank mit herzl. Grüßen
d.

der Erfolg gibt ihm recht
Hallo Dilarah!

Mir widerstrebte diese Vorgehensweise ebenfalls, aber andererseits, wenn sie erfolgreich ist, spricht vieles dafür. Ich denke nicht, daß Du hier das Patentrezept finden wirst, aber ich würde diese Methodik für alle Fälle im Hinterkopf behalten.
Ich vermute, daß das Erfolgreiche an dieser Methodik das Brechen der Persönlichkeit und anschließende „neu Aufsetzen“ (entschuldige den Ausdruck, aber für einen Computermenschen ist er naheliegend) ist.
Es ist also sozusagen eine Gehirnwäsche, die fernab von antiautortärer Erzieung ist, also genau das Gegenteil.
Ich habe einen ähnlichen Bericht über ein „Umerziehungslager“ von amerikanischen Jugendlichen, die straffällig wurden, gesehen, wo ich auch erst einmal die Vorgehensweise erschütternd fand, aber andererseits weiß, was sich im österreichischen Jugendstrafvollzug abspielt und wie erfolgreich dieser ist (nämlich sehr dürftig).
Die Frage, die ich mir in diesem Zusammenhang stelle, ist, ob Du es schaffen würdest, mit Deiner Tochter so umzugehen.

liebe Grüße

Wolfgang

hallo dilarah,
erschüttert bin ich auch…und hab lange überlegt, ob ich meinen senf zum thema dazugeben soll.
solange man selbst nicht „betroffen“ ist, sprich: keine kinder hat, läßt sich das thema ja immer wunderbar theoretisieren.
als mutter eines 6 jährigen hochbegabten, äußerst willensstarken, diskussionsfreudigen, vor selbstbewußtsein strotzenden und nicht müde-zu-kriegenden sohnes, weiß ich sehr genau, wie schnell man an seine grenzen stößt. natürlich ist konsequenz das A und O aber welches menschliche wesen besitzt das durchhaltevermögen für jede konsequenz.
die von dir beschriebenen vorgehensweisen widersprechen doch jeglicher menschlicher natur. meines erachtens kann hier von erziehung keine rede sein; vielmehr wird ein kind „gebrochen“. gebrochen in der entwicklung und entfaltung des eigenen persönlichen wesens. ich bin keine verfechterin der antiautoritären erziehung und sicherlich müssen grenzen sein; als sicherheit und als orientierungshilfe. und dennoch ist ein kind ein kind…mit den gleichen rechten wie ein erwachsener. das wird oft außer acht gelassen. auch kinder sind menschen und haben das recht mit respekt behandelt zu werden. schließlich hat kein mensch das recht, ein kind wie einen kleinen trottel zu behandeln, mit dem ergebnis, es zu einem großen trottel heranwachsen zu lassen, wie wir sie oft selbst sind.
konsequenz ist gut, grenzen aufzuzeigen sicher auch aber man sollte nie aus dem auge verlieren, zu hinterfragen, WARUM ein kind so ist, wie es ist. mit fast schon militärischen drill darauf zu reagieren bewirkt ein brechen - und wem sollte das schon nutzen?
grüße
claudia

hallo dilarah!
bbc hab ich zwar nicht gesehen.aber ich hab mir mal alles geschriebene
durchgelesen.
daß du probleme mit deiner tochter hast habe ich ja schon mitgekriegt.aber daß das so heavy ist wußte ich nicht.
ich stimme aber zu,daß konsequenz eigentlich das einzige ist was hilft.meine bande muß sich einfach an einige hier herrschende regeln halten,auch wenn sie eventuell den sinn nicht erkennen.
sie sind die kinder und dementsprechend noch nicht unbedingt in der lage zu erkennen was wofür dient.deswegen gebe ich das gerüst vor.darin sehe ich sinn und zweck von erziehung.und weil ich sie liebe verbiete ich ihnen etwas,daß für sie nicht gut ist.
deine süße schlägt allerdings für vorpubertät ganz heftig zu.ich bewundere dich-ich hätte evtl. schon lang den bettel hingeworfen.
vielleicht ist ein hartes regelgerüst ohne wenn und aber für sie das beste.die zügel kannst du ja später evtl. wieder etwas lockerer lassen.
ich habe den eindruck reden hilft bei ihr nicht viel.evtl.solltest du einfach mal weniger reden und mehr anordnen-ohne diskussion?
daß sie die trennung allein dir anhängt ist absolut nicht in ordnung-dazu gehören immer zwei.
geld klauen?da kann ich dir nur raten,deinen geldbeutel immer bei dir zu haben.wenn du ihr nicht vertrauen kannst-daß hat sie sich selbst eingebrockt und damit muß sie leben.
mit 11 sollte sie eigentlich in der lage sein die konsequenzen ihres handels in maßen selber abzuschätzen.
ich würde dir mal raten,dich über die bbc-sache näher zu informieren und sie evtl.für euch passend zu machen.du hast scho viel zeit und nerven verbraten.da sollte es doch noch dafür reichen.ich wünsch dir auf jeden fall viel glück.
liebe grüße und *ganzfestdaumendrück*
andrea

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