Trennung = Trennung
Hi Ilka,
Ich habe mich vor 6 Wochen von
meinem Freund getrennt. Wir haben uns beide sehr geliebt und
er wollte die Trennung auch nicht.
Warum habt Ihr Euch dann getrennt?
Nun ist es aber so, dass ich leide, mich einsam fühle, ständig
an ihn denken muss, mich leer und ohne Boden sehe, viel weinen
muss, auch wütend werde über die Gründe der Trennung nämlich
sein grenzenloser und selbstherrlicher Egoismus.
Ich habe es so verstanden, dass Du Dich von ihm getrennt hast? Wieso trennst Du Dich erst und leidest dann derart darunter? Ich versteh es einfach nicht: Wenn Ihr beide zusammen bleiben wolltet und es jetzt schlechter ist und mit ihm besser, warum hast Du Dich getrennt (ich wiederhole mich, aber es erscheint mir doch sehr eigenartig).
Mich
überfallen tagtäglich die verschiedensten Gefühle. Kurzum, ich
mache den Prozeß eines Abschieds durch und verarbeite das
Gewesene.
Na gut, dass ist immer nach einer Trennung der Fall, da musst Du durch, so hart sich das anhört. Vor gar nicht allzu langer Zeit ging es mir noch ähnlich, jetzt ist es vorbei (und alles besser!
).
Wir haben Kontakt, aus dem ich entnehmen kann, dass
anscheinend diese Trennung völlig spurlos an ihm vorbei zieht.
Na, aber oben sagst Du doch, er hätte die Trennung nicht gewollt? Versteh ich nicht ganz, aber jetzt mal Bezug nehmend auf die Aussage, dass er Deiner Meinung nach nicht drunter zu leiden scheint: Du erklärst doch in Deinem Artikel selber, dass das nicht so ist:
Er ist pausenlos unterwegs, geht feiern, arbeitet bis tief in
die Nacht, trinkt jeden Abend alleine ein Fläschen Rotwein und
verhält sich mir gegenüber sehr sachlich und distanziert.
Du sagst ja selber, dass das seine Art sein kann, damit fertig zu werden. Er scheint sich doch abzulenken, und eine Flasche Wein am Abend ist nicht wenig - vielleicht kippt er sich zu, um zu verdrängen? Darum ist er auch distanziert, damit nicht wieder alles hochkommt, wenn Ihr Kontakt habt.
Kann soetwas gutgehen? Und wenn ja, wie lange? Das dicke Ende
muss doch kommen!? Während unserer Beziehung hat er auch
Probleme nicht versucht zu lösen bzw. ist Konfrontationen aus
dem Weg gegangen. Könnt ihr mir sagen, was in ihm vorgeht?
Das kann er wohl nur selber, aber es ist nicht mehr Deine Aufgabe, ihm bei der Lösung seiner Probleme zu helfen. Kommt mir einfach zu bekannt vor - vergiss Mitleid mit ihm oder Ähnliches, er muss selber klarkommen. Wie gesagt, das ist seine Art, damit fertig zu werden, Du selber machst das halt übers Weinen und Nachdenken. Männer scheinen da den härteren Weg zu brauchen (*gg*), Alkohol, Feiern etc…
Und wenn Du glaubst, dass er trotz allem nicht unter der Trennung leidet, dann muss er immer noch mit seinem verletzten Ego fertig werden - immerhin hast Du Dich von ihm getrennt, muss er erstmal verkraften!
Er kommt drüber weg, keine Sorge!
Aber trotz allem: Warum seid Ihr nicht mehr zusammen? Wenn beide die Beziehung wollen? Und keiner die Trennung? Ist mir zu hoch…
Cess