Emotionale Beziehung zur Mutter

Hallo!

Jetzt habe ich auch mal wieder ein Anliegen!

Ich schreibe diesen Artikel für eine Bekannte, die kein Internet hat und mich gebeten hat, dies für sie zu tun!

Sie ist so alt wie ich und hat folgendes Problem:

Sie hat eine sehr emotionale Beziehung zu Ihrer Mutter aufgebaut, seit ihrer Kindheit, und hatte auch die ganze Zeit über sehr große Verlustängste, weil die Mutter in der Kindheit immer angedroht hat, ihre Sachen zu packen und zu gehen!( streit mit dem VAter u.a)
Sie hat daraus Verlustängste entwickelt und mit der Zeit dann eine sehr starke Bindung aufgebaut!
Sie hatte immer starkes Heimweh und konnte kaum länger, als eine Woche von zu hause weg sein, zB.
Dann ist sie ausgezogenm, was ihr auch sehr schwer gefallen ist und seitdem vermeidet sie den emotionalen Kontakt mit ihrer Mutter, weil sie Angst hat, dass sie wieder nicht loslassen kann, wenn sie einmal da drinn ist!
Manchmal ist es so, wenn sie zu Besuch ist( bei ihrern Eltern) dass sie weinen muß, wenn sie wieder wegfährt, vielleicht weil sie denkt, dass sie die Mutter wieder verliert?
Wie seht ihr das und vor allem, warum hat sie immernoch den Hang zu einer Starken Bindung?Warum ist das generell so?
Gibt es unter euch welche, die das auch so erlebt haben?

(Sie hat schon eine Therapie gemacht und wird bald eine neue anfangen!
Aber die Frage ist, wie sie sich das klar machen kann( sie arbeitet selbst sehr viel daran!)?

Vielen Dank im Vorraus!

Grüßle
Berlind

Aussöhnung mit dem inneren Kind
Hallo!

Ich weiß nicht, ob ich wirklich viel zu diesem Thema beitragen kann, allerdings hatte ich sofort ein Buch im Kopf, das ich mir vor ein paar Jahren gekauft habe:

„Aussöhnung mit dem inneren Kind“ von Erika J. Chopich
u. Margaret Paul

Kurze Inhaltsangabe:

„Jeder von uns hat zwei verschiedene Persönlichkeitsaspekte: den Erwachsenen und das Kind. Wenn diese beiden Teile in Kontakt miteinander sind und zusammenarbeiten, entsteht ein Gefühl der Ganzheit. Wenn die beiden Teile jedoch nicht in Kontakt miteinander sind, … entsteht in uns ein Gefühl von Konflikt, Leere und Alleinsein…“

Vor ein paar Jahren, als es mir ziemlich schlecht ging, fand ich dieses Buch durch Zufall. Bei mir ist die Situation so gewesen, dass ich damals wirklich von meiner Mutter verlassen wurde (sie ist Alkoholikerin). Ich hatte also auch immer starke Verlustängste, die sich dann auch bewahrheiteten.

Ich will nicht sagen, dass allein ein Buch ein Leben ändern kann - dazu gehören viele Aspekte, die ein Ganzes bilden.
Aber ich würde es durchaus als hilfreich einstufen, es mal gelesen zu haben. Du könntest das mal deiner Freundin empfehlen.

Da ich auch eine Psychotherapie durchlaufen habe (ca 2,5 Jahre), kann ich nur sagen, dass sie durchhalten soll. Mir hat es auf alle Fälle geholfen, auch wenn man sich in diesem sehr sukzessiven Prozess nicht darüber im Klaren ist.

Die Erkenntnis, dass es einem besser oder schlechter geht, sieht man meistens erst mit einem gewissen Abstand.

Mir fällt dazu eine Story ein, die mich damals sehr beeindruckt hat (keine Ahnung, ob die hier schon mal zitiert wurde):

Wenn man einen Frosch in heißes Wasser wirft, springt er sofort wieder heraus. Wenn man ihn allerdings langsam in dem Wasser erwärmt, wieder er bei lebendigem Leib gekocht.

Ich wünsche dir und ihr viel Glück! Aber sei dir bewusst, dass nur sie sich selbst helfen kann. Du kannst ihr beistehen!

Lieben Gruß,

Danielle

Hallo Danielle!

Vielen dank für deine Antwort ( auch in meinem Namen)und den Buchtipp!

Grüßle
Pia