Noch x Hallo, Eremit!
Ich habe schon verdammt viel durchmachen müssen.
Als Kind angefangen vom Missbrauch bis zum Keller.
Das ist traurig und sehr schmerzvoll (gewesen).
Ich habe schon einiges dazugelernt, aber die Probleme werden
wohl bleiben.
Nein, bleiben werden sie nicht. Probleme laufen einem auch nur so lange nach, bis dass man sie so wie sie sind/waren als „so wie sie sind/waren“ akzeptiert hat, trotz allen Schmerzes, Wut und anderen (niederen) Gefühlen.
Das grösste Problem ist dabei unser eigener Widerstand gegen die Dinge/Situationen, die wir als Problem(e) bezeichnen. Denn so lange wir eben diesen Widerstand machen, ist „das Problem“ als Wirklichkeit gerechtfertigt und wird als eine solche Wirklichkeit erlebt.
Da es eine Frau war, bekomme ich manche Sachen
nicht in den Griff.
Der Missbrauch, den eine Frau (Mutter) ausübt, kommt zwar seltener in dieser Form vor, meist sind das mehr Übergriffe auf einer nicht-körperlichen Ebene. Trotzdem, erscheint mir, passiert es, das das für Jungen/Männer fatale Folgen hat.
Übergriffe von der Mutter auf die Tochter offenbaren sich, vordergründig zumindest, als nicht ganz so tragisch, zumal unsere Gesellschaft sowieso von Frauen erwartet, dass sie sich anpassen. (Finde ich aber trotzdem nicht gut.)
Jeder Missbrauch suggeriert dem Opfer Schuldgefühle und zerstört sein Selbstwertgefühl.
(In etwas verändertem Kontext unter dem Stichwort „Machtmissbrauch“ findet das fast alltäglich in der Arbeitswelt statt.)
Das Wichtigste für Dich wird wahrscheinlich sein, zunächst mit Deinen Schuldgefühlen umzugehen. Wenn Du statt Schuld dauerhaft mehr eine Wut empfindest, bist Du schon auf dem rechten Weg, da raus zu kommen… (So nutze ruhig dieses Forum!) …auch wenn Wut weiterhin an die Ursache bindet. Verzeihen hilft, die Wut los zu lassen; sogar schon die Bereitschaft des Verzeihens.
Vielleicht glaubst Du ja an so etwas wie (D)einen Schutzengel oder Schutzgeist – ich weiss nicht, welche Erfahrungen Du damit hast – …kann Dir helfen, leichter in das Gefühl von Verzeihen zu kommen. Damit löst Du das Schmerzhafte, das Dich an die damaligen Situationen bindet, nach und nach ab bzw. auf. Gleichzeitig wirst Du bewusster und klarer, ggf. auch erst dann ganz deutlich nach einem Nachtschlaf.
Für mich fehlt jemand der Verständnis hat und ich die
Möglichkeit habe erst einmal Vertrauen aufzubauen.
Sage Dir nicht erneut, dass Dir jmd. fehle. Sondern danke im voraus (Dir selbst, anderen, Gott), dass Dir die richtigen jetzt gesandt werden. (So wie mit dem „Danke für das Zuhören“.)
Vielleicht sehe ich es ja auch falsch.
Danke für das Zuhören
Liebe Grüsse, Licht und Kraft
sendet Dir durch die Tiefen des Internets
DannyFox64