Jungmann-Syndrom?

Oder Jungfrau-Syndrom? bei Männern oder solchen, die es noch werden wollen?

Hallo allerseits,

vor ca. zwei Jahren wurde im Brett L&L schon mal das Thema beackert:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Inzwischen gibt es auch in unserer Familie das Problem und ich frage mich allen Ernstes: Was haben die Psychologen da zu bieten?

Fast jeder Mann erinnert sich noch an das erste mal, wie man(n) Bammel hatte, ob es denn auch klappen würde. Und oft genug klappt es ja auch nicht gleich, sondern erst später. Aber, der Anfang war zumindest gemacht: man hat sich zumindest mal getraut. Und da die Braut auch noch häufig Jungfrau war, war es auch nicht so schlimm, zumal sie ja genau so unerfahren war und also beide die Experimentierwut ergriffen hatte.

Heute jedoch wird das Thema in diversen Foren beackert und der Tenor ist fast immer derselbe: Wir Männer müssen unseren „Mann stehen“, wie ungerecht doch und die Frauen eben nicht (obwohl das ja so ganz auch nicht stimmt).

Mich interessiert in diesem Zusammenhang Literatur und ggf Links im Netz. Falls einer der Experten hier zudem selbst Erfahrung in der Therapie solcher „Angst-Syndrome“ hat, bin ich freilich für jeden Tipp dankbar, wie man als Verwandter richtig das Thema anfaßt, um dem jungen Jungmann (schöne Tautologie) aus der Klemme zu helfen.

Gruß Richard

Hallo Richard,

ist ja vielleicht lieb gemeint, aber wie kommst du auf die Idee ‚helfen‘ oder ‚informieren‘ zu wollen oder zu müssen?

Ich würde mir als Betroffener eine Einmischung von dritter Seite sehr verbitten!

Gruß Carolin

Hallo Carolin,

ist sehr lieb von Dir, daß Du diesen Gedanken auch ins Spiel bringst, aber der nutzt seit mindestens 10 Jahren nix, aber auch gar nix!

Der Gute ist knapp 30, wie lange meinst Du, sollten wir noch warten?
Also, wenn Du den zugegebenerweise etwas langen Link von vor zwei Jahren mal durchgeschmökert hast, wirst Du erkennen, daß die Leute tatsächlich Hilfe brauchen, weil die Situation immer verkrampfter wird, je länger man zuwartet. Bis 25 finde ich, kann man ja noch warten. Aber ab 30 ??? Vielleicht bis 40 ??? Dann sollte der Mann bereits außer Haus bauen, Bäumchen pflanzen und die üblichen Sprüche vielleicht doch schon allmählich zur Sache gekommen sein, oder?

Also mit 80 würde ich mir auch „als Betroffener eine Einmischung von dritter Seite sehr verbitten“. :smile:

Gruß Richard

+++++++++++++++++++++++++++++++++++

ist ja vielleicht lieb gemeint, aber wie kommst du auf die
Idee ‚helfen‘ oder ‚informieren‘ zu wollen oder zu müssen?

Ich würde mir als Betroffener eine Einmischung von dritter
Seite sehr verbitten!

Gruß Carolin

hallo richard,

sei mir nicht böse, aber du bist mir in der vergangenheit nicht gerade durch prüderie aufgefallen :wink:

wenn es nun wirklich so ist/war, dass du (oder vielleicht auch jemand anderes) pausenlos 68er-rudelbums-erfahrungen zum gib(s)t… könnte dann eventuell dieser jungmann und irgendwie-mit-dir-verwandte sein sexualleben darob frustriert aufgegeben - oder wenigstens auf unbestimmte zeit vertagt - haben?

ok ok, das ist nur so ne idee, die mir spontan beim lesen deines postings durch den kopf ging. vielleicht ist es auch ganz anderes. oder auch nur nicht so krass. vielleicht knuffen dem jungmann ja nur ständig wohlmeinende tanten augenzwinkernd in die rippen und attestieren ihm, ein strammes mannbild zu sein, dem die weiber doch hinterherlaufen müßten. und ihn schnarcht das an…?

oder vielleicht ist er schwul?

Der Gute ist knapp 30, wie lange meinst Du, sollten wir noch
warten?

*hüstel* WIR???
wollt ihr alle zugucken? das klingt aber seeeehr nach einer kombination aus annjabusch-theorie 1 + 2 (rudelbumserfahrungen absondernder richard umringt von knuffenden tanten)

Bis 25 finde ich,
kann man ja noch warten. Aber ab 30 ??? Vielleicht bis 40 ???

und? wer legt das denn fest?
hast du dich seinerzeit an gängige maßstäbe gehalten?

Dann sollte der Mann bereits außer Haus bauen, Bäumchen
pflanzen und die üblichen Sprüche vielleicht doch schon
allmählich zur Sache gekommen sein, oder?

vergiß diese sprüche!

Also mit 80 würde ich mir auch „als Betroffener eine
Einmischung von dritter Seite sehr verbitten“. :smile:

und in jedem anderen alter zwischen 15 und 123 auch :smile:

beste grüße
ann

5 „Gefällt mir“

ha!
Hi Ann

sowas Cooles tut ja so richtig gut - bei dieser Hitze!

*lach&wink*

Metapher

3 „Gefällt mir“

Zur Sache, büdde-büdde!
Hi Ann,

Deine Spaßfaktoreinlage ist ja durchaus begrüßenswert bei dem Wetter, aber was hat meine"Abgebrühtheit" mit der nicht vorhandenen meines Neffen zu tun, den ich nie erzogen habe?

sei mir nicht böse, aber du bist mir in der vergangenheit
nicht gerade durch prüderie aufgefallen :wink:

wenn es nun wirklich so ist/war, dass du (oder
vielleicht auch jemand anderes) pausenlos
68er-rudelbums-erfahrungen zum gib(s)t… könnte dann
eventuell dieser jungmann und irgendwie-mit-dir-verwandte sein
sexualleben darob frustriert aufgegeben - oder wenigstens auf
unbestimmte zeit vertagt - haben?

Rudelbums, also bitte! Du bist doch ein anständiges Mädel, nicht wahr? Gehört sich denn sowas, hier öffentlich kundzutun und mir unterzujubeln, wo ich doch knapp am Mönch vorbeigeschrappt bin :wink:
Nein, ich hatte in der Tat keinen Einfluß und wollte ihn auch nicht nehmen! Unter meinen Fittichen wäre er ganz normal aufgewachsen, so wie meine Tochter auch.

ok ok, das ist nur so ne idee, die mir spontan beim lesen
deines postings durch den kopf ging. vielleicht ist es auch
ganz anderes. oder auch nur nicht so krass. vielleicht knuffen
dem jungmann ja nur ständig wohlmeinende tanten augenzwinkernd
in die rippen und attestieren ihm, ein strammes mannbild zu
sein, dem die weiber doch hinterherlaufen müßten. und
ihn schnarcht das an…?

Ach nee, ich glaube, daß ich einen ganz guten Zugang zu ihm habe, möchte aber nicht wie der Elefant im Porzellanladen rumtrampeln. Daher ja auch hier mein Posting, um etwas Ernsthaftes zu erfahren.

oder vielleicht ist er schwul?

Glaube ich nicht, zumal… naja, täglich beobachten kann ich ihn nicht,dazu wohne ich zu weit weg. Aber wie Schwule sich aufführen, weiß ich schon. Zumindest paßt er in das Schema nicht rein, kurzum: Fehlanzeige.

Der Gute ist knapp 30, wie lange meinst Du, sollten wir noch
warten?

*hüstel* WIR???
wollt ihr alle zugucken? das klingt aber seeeehr nach einer
kombination aus annjabusch-theorie 1 + 2 (rudelbumserfahrungen
absondernder richard umringt von knuffenden tanten).

Tanten hat er keine, oder bin ich schon so verweiblicht, daß es mir nicht auffällt? Nee, ich fühle mich berufen, da es die Eltern nicht können bzw keinen Einfluß mehr haben, ggf doch noch was ändern zu können, hoffe ich jedenfalls… wenn Ihr hier gute Ratschläge hättet außer Wegschauen.

Bis 25 finde ich,
kann man ja noch warten. Aber ab 30 ??? Vielleicht bis 40 ???

und? wer legt das denn fest?
hast du dich seinerzeit an gängige maßstäbe gehalten?

Nein, Maßstäbe gibt es sicher nicht, aber Eckdaten. Und ich habe ja stets ein Fragezeichen hinter die Hausnummern gesetzt, weil ich z.B. von der weisen Ann was erfahren wollte.

Dann sollte der Mann bereits außer Haus bauen, Bäumchen
pflanzen und die üblichen Sprüche vielleicht doch schon
allmählich zur Sache gekommen sein, oder?

vergiß diese sprüche!

Mach ich gerne, aber wo ist denn nun die Butter bei die Fische?

Also mit 80 würde ich mir auch „als Betroffener eine
Einmischung von dritter Seite sehr verbitten“. :smile:

und in jedem anderen alter zwischen 15 und 123 auch :smile:

Also hättest Du mich mit 14 ins Kloster zwecks Läuterung geschickt! Was ein Glück, daß meine Mutter auf dem Auge blind war :wink:

Naja, Spaß ist ja OK, aber etwas Information wäre auch ganz nett, sofern bei dem Fachpublikum hier vorhanden. Nix gegen Dich, Ann: Ich weiß, daß Du keine Psychologin bist, vielleicht befaßt sich ja auch die Psychologie gar nicht mit solchen Themen. Bei Google war jedenfalls nichts zu holen.

Gruß in die Hauptstadt
Richard

Zur Sache, Schätzchen!
Hi Richard

klar - Spaß muß sein …

… wo ist denn nun die Butter bei die Fische?

Naja - ist nicht so einfach, denn Butter-bei-de-Fisch müßtest du selbst uns erstmal liefern: Du schreibst deutlich deine besorgte (und verständliche) Perspektive zu deinem Neffen, aber du schreibst gar nichts darüber, was denn genau das Problem ist, und vor allem: wie er denn selbst zu dem ?-Thema steht.

Was genau ist das Problem, das du bei ihm siehst:
Daß er vielleicht noch keinen Sex hatte?
Daß er zu gehemmt ist, um Frauen überhaupt kennenzulernen?
Kennt er Frauen, aber weiß nicht, wie er das Thema Sex aufs Tapet bringen soll?
Kennt er Frauen, war mit ihnen auch schon mal im Bett - aber es hat nicht geklappt? Und wenn, was genau hat nicht geklappt?

Und wie sieht er es selbst:
Spricht er selbst(!) davon, daß er Angst vor etwas habe?
Wenn ja, wovor genau hat er Angst?Oder hat er gar keine Angst, weiß bloß nicht, wie das geht: 1. das Anmachen oder 2. das Machen

Und last but not least:
Spricht er selbst(!) überhaupt davon, daß er Probleme habe?
Wenn ja, wie bringt er es dir rüber, was sagt er, wie formuliert er es?

… vielleicht befaßt sich ja auch die Psychologie gar nicht mit solchen Themen.

Aber sicher tut sie das, aber erst dann, wenn derjenige selbst als Gesprächspartner sein Interesse an einer Veränderung der Lage kundgetan hat …

Grüße

Metapher

3 „Gefällt mir“

Wissen, was gut für andere ist
He, Richard,

aber was hat meine"Abgebrühtheit" mit der
nicht vorhandenen meines Neffen zu tun, den ich nie erzogen
habe?

Dann lass doch jetzt auch die Finger davon.

Unter meinen Fittichen wäre er ganz normal
aufgewachsen, so wie meine Tochter auch.

Und was, bitte, ist „normal“? - das, was Du dafür hältst?

Ach nee, ich glaube, daß ich einen ganz guten Zugang zu ihm
habe, möchte aber nicht wie der Elefant im Porzellanladen
rumtrampeln.

Es ist sein Privatleben, das geht Dich schlankweg einen feuchten Kehricht an. Hat er sich ratsuchend in dieser Angelegenheit an Dich gewandt? Das wäre die einzige Rechtfertigung für Dich, Deine Meinung über dieses Thema zum Besten zu geben.

Zumindest paßt er in das Schema nicht rein

Und selbst wenn - es ist nicht Dein Bier!

Der Gute ist knapp 30,

Nee, ich fühle mich berufen,

Dein Gefühl trügt. Mit 30 hat er jedes verdammte Recht auf ein eigenes Privat- und Gefühlsleben. Ist es Dir nicht zu vermitteln, dass es so etwas wie eine Privatsphäre auch für Verwandte gibt?

Du solltest bei Dir selbst beginnen, wenn Du versuchst, die Welt zu verbessern.
E.

ach richard…

Deine Spaßfaktoreinlage ist ja durchaus begrüßenswert bei dem
Wetter, aber was hat meine"Abgebrühtheit" mit der
nicht vorhandenen meines Neffen zu tun, den ich nie erzogen
habe?

nix spaß. meine worte waren bitterernst gemeint! (naja… vielleicht nicht alle.) wenngleich ich nix von abgebrüht gesagt habe!

aber tatsächlich verfüge ich nur über rudimentäre hellseherische fähigkeiten (hierfür wäre eso-andreas der passendere ansprechpartner :wink: und du hast jetzt zum erstenmal ein paar fakten zu dem jungmann rausgelassen.
trotzdem weiß ich aber immer noch nicht, ob er deine einmischung wünscht.

gruß in die voicebox
ann

Hi Metapher,

das Problem des Nichtscheimmenkönnens wird von einem Nichtschwimmer, der noch nie geschwommen ist, vermutlich nicht als ein Problem erkannt, zumal er den Unterschied nicht kennt. Nur die Schwimmer können ihm sagen, wie toll das ist, aber er kann es halt schlecht nachempfinden.

Naja - ist nicht so einfach, denn Butter-bei-de-Fisch müßtest
du selbst uns erstmal liefern: Du schreibst deutlich deine
besorgte (und verständliche) Perspektive zu deinem Neffen,
aber du schreibst gar nichts darüber, was denn genau das
Problem ist, und vor allem: wie er denn selbst zu dem ?-Thema
steht.

Er selbst hat das Thema durchaus schon erwähnt, zumindest Altersgenossen gegenüber. Also bewegt es ihn schon, zumal er durchaus bestens hirnbestückt ist. Da in seiner Familie das Thema eher ausgeklammert wird (hauptsächlich mütterlicherseits), denkt halt der liebe Onkel mal zur Abwechslung in der Weise, wie er schon immer gedacht hat: Probleme löst man, indem man sie angeht und nicht die Augen schließt.
Die Empfehlung, sich da rauszuhalten, ist typisch deutsch: wie eben die bekannten drei Affen: nichts hören, nicht sehen, nichts sagen.

Was genau ist das Problem, das du bei ihm siehst:
Daß er vielleicht noch keinen Sex hatte?

s. oben: das Metapher vom Nichtschwimmer. Noch kein Sex mit knapp 30.

Daß er zu gehemmt ist, um Frauen überhaupt kennenzulernen?
Kennt er Frauen, aber weiß nicht, wie er das Thema Sex aufs
Tapet bringen soll?

Nein, er ist nicht kontaktscheu, sondern eher albern, kichert gerne und wird zunehmend als „komisch“ von Altersgenossen eingstuft, d.h. die Abgrenzung bzw Isolation setzt sich dadurch in Gang.

Kennt er Frauen, war mit ihnen auch schon mal im Bett - aber
es hat nicht geklappt? Und wenn, was genau hat nicht geklappt?

So differenziert habe ich noch nicht nachgefragt, ich glaube auch, daß ihm das peinlich wäre. Ich könnte durchaus mit ihm drüber reden, aber der Anstoß müßte dann von seiner Seite kommen. So taktvoll wollte ich schon sein, ihm das zu überlassen.

Und wie sieht er es selbst:
Spricht er selbst(!) davon, daß er Angst vor etwas habe?
Wenn ja, wovor genau hat er Angst? Oder hat er gar keine Angst,
weiß bloß nicht, wie das geht: 1. das Anmachen oder 2. das
Machen

Angst nein, Albernheit und Kicheritis vordergründig und schiebt gerne Andere vor, da wäre es genau so (bloß die sind deutlich jünger). Erst vor kurzem habe ich ihn in einer fètenähnliche Situation erlebt, d.h. ich durfte mitkommen, weil er mich nicht so lange im Auto warten lassen wollte (wir hatten schon etliche Kiolometer am Buckel). Dabei war er ein durchaus unterhaltsamer Gesprächspartner, aber… eben etwas komisch. Und das merkt man dann den Mädels bald am Gesichtsausdruck an, daß sie ihn nicht ernstnehmen. Die haben da so einen 7. Sinn dafür, wer Erfahrung hat und wer nicht. Und wenden sich doch lieber dem Erfahrenen zu, der entsprechend locker und gelöst die Anmache beherrscht. Keine guten Karten für meinen Neffen, zumindest nicht in dieser Situation.

Und last but not least:
Spricht er selbst(!) überhaupt davon, daß er Probleme habe?
Wenn ja, wie bringt er es dir rüber, was sagt er, wie
formuliert er es?

Wie oben: eher albern, so ähnlich wie Jugendliche beim Aufklärungsgespräch, verlegen, schamhaft, unsicher usw.

… vielleicht befaßt sich ja auch die Psychologie gar nicht mit solchen Themen.

Aber sicher tut sie das, aber erst dann, wenn derjenige selbst
als Gesprächspartner sein Interesse an einer Veränderung der
Lage kundgetan hat …

Prima. Damit wären wir bei meiner Ausgangsfrage: Links, Literatur, Autoren und ggf weitere Quellen, sofern vorhanden. Damit finde ich mich dann schon zurecht. Danke schon mal.

Dein Posting entwickelt sich konstruktiv: Wunderbar!

Gruß Richard

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Sexuelle Entwicklung

das Problem des Nichtschwimmenkönnens wird von einem
Nichtschwimmer, der noch nie geschwommen ist, vermutlich nicht
als ein Problem erkannt …

… ist rübergekommen.

Er selbst hat das Thema durchaus schon erwähnt, zumindest
Altersgenossen gegenüber. Also bewegt es ihn schon, zumal er
durchaus bestens hirnbestückt ist.

Genau da würde ein direktes Gespräch mit ihm einhaken. Wie spricht er darüber … usw. aber wie du unten erwähnst, scheint er eher noch in einer Grinse-Kicher-Phase zu sein … dazu ein Link unten.

Da in seiner Familie das Thema eher ausgeklammert wird (hauptsächlich
mütterlicherseits)

Darauf hätte ich auch vorher schon jede Wette abgeschlossen. Und zu so einer Frau gehört dann wiederum ein Mann (d.h. der Vater), der bereit war, family zu machen mit einer Frau, die das Thema (und daher sicher nicht nur das Thema) eher ausklammert - mithin dasselbe in grün. Und damit nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Die Empfehlung, sich da rauszuhalten, ist typisch deutsch: wie
eben die bekannten drei Affen: nichts hören, nicht sehen, nichts
sagen.

typisch deutsch sicher nicht. Aber statt dich mit „den psychologischen Perspektiven der Persönlichkeitsentwicklung unter besonderer Berücksichtigung der Sexualität“ theoretisch zu befassen, sehe ich dich eher als einen Onkel (naja, ist doch so *smile*), der sich den verspäteten Knaben mal in einer saturday night unter den Arm klemmt und … naja, um mal konkret zu werden: Ich hatte in meiner Klientel einen ähnlichen Fall eines etwas verspäteten Knaben mit derselben Endlosschleife von Hemmung und fehlendem know-how. Er hatte allerdings die konkrete Absicht, aus diesem Hamsterrad auszubrechen, nur halt dennoch keinen mut usw. Hier hatte eine weibliche Person seiner engeren Umgebung die Idee, das Problem wie den gordischen Knoten zu lösen: Sie engagierte eine beruflich einschlägig versierte „Freundin“ (du weißt, was ich meine), die genügend Einfühlungsvermögen besaß und instruiert war, um was es ging … Der junge Mann war - nachher - sehr erleichtert und froh über diese Lösung.

Nein, er ist nicht kontaktscheu, sondern eher albern, kichert
gerne und wird zunehmend als „komisch“ von Altersgenossen
eingstuft, d.h. die Abgrenzung bzw Isolation setzt sich
dadurch in Gang.

Es erinnert an ein Beispiel eines allerdings älteren Herrn, der in diesem board einmal vorgestellt wurde. Ich hatte dazu ein Posting über einige Aspekte der sexuellen Persönlichkeitsentwicklung geschrieben. Vielleicht findest du darin auch für dich etwas Erhellendes:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

So differenziert habe ich noch nicht nachgefragt, ich glaube
auch, daß ihm das peinlich wäre. Ich könnte durchaus mit ihm
drüber reden, aber der Anstoß müßte dann von seiner Seite
kommen.

Warum von seiner Seite? Du hast doch eh die Absicht, ihn anzustoßen. Und die nötige rhetorische Raffinesse, ihn quasi-unbemerkt auf dieses Thema zu bringen, hast du offensichtlich auch.

schiebt gerne Andere vor, da wäre es genau so (bloß die sind
deutlich jünger ).

Das deutet an, daß es ähnlich liegt, wie in dem im Posting oben beschriebenen Fall. Er versucht ein - nur unterschwellig bewußtes - Entwicklungsdefizit symbolisch nachzuholen, indem er das Subjekt der Entwicklung externalisiert bzw. projiziert.

Und das merkt man dann den Mädels bald am Gesichtsausdruck an …
Die haben da so einen 7. Sinn dafür, wer Erfahrung hat und wer nicht.

Ganz sicher, ja. Vor allem einen Sinn dafür, daß sie selbst von ihm als erotische Objekte (noch) gar nicht wirklich gemeint sind. Psychoanalytisch gut nachzuvollziehen, was da zwischen ihm und den Mädels situativ abgeht …

Keine guten Karten für meinen Neffen, zumindest nicht in dieser Situation.

Tragisch - ja. Er hat kein internalisierbares Vorbild für das Verhalten in einer erotisch geladenen Atmosphäre und insbesondere nicht für den Umgang mit einer wirklich erotisch re agierenden Frau …

Wie oben: eher albern, so ähnlich wie Jugendliche beim
Aufklärungsgespräch, verlegen, schamhaft, unsicher usw.

Wie oben (Link)

Links, Literatur, Autoren und ggf weitere Quellen, sofern vorhanden.

Ungern, da ich solche Dinge gern mit einer anderen Brille betrachte.

Dein Posting entwickelt sich konstruktiv: Wunderbar!

Danke - ist sonst gar nicht meine Art, wie man allenthalben weiß *zwinker*

Gruß

Metapher

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zur butter, fischchen!
hi richard,

wenn DU doch so ein dolles problem damit hast, dass dein neffe noch nie gebumst hat, dann geh doch endlich mit ihm in den puff. es wird dir mit sicherheit anschließend besser gehen. und er wirds sicher auch überleben.

aber eigentlich halte ich ja viel mehr von sexueller selbstbestimmung. und dazu gehört unbedingt das „mit wem“, das „wo“, das „wie“ und das „wann“ - und damit auch das „wann zum erstenmal“.

vielleicht tust du ihm ja einen viel größeren gefallen, wenn du ihn einen raum schaffst/ermöglichst/zeigst, in dem die von ihm gewohnte häusliche totschweigerei von sexualität eben nicht stattfindet. d.h. bring ihn einfach mit jungen leuten leuten zusammen - nicht(!) vorrangig zum zwecke des vollzugs, sondern einfach, um sich weiter zu entwickeln.

beste grüße
ann

Oh, wer hätte das gedacht…
daß Ann mir so viel Kummer macht?

Hi Ann,

ich kann mit ihm schlecht in ein Bordell gehen, weil ich selber noch nie in einem solchen Etablissement verkehrt habe, d.h. warum für etwas zahlen, was ich umsonst noch viel netter haben kann?

wenn DU doch so ein dolles problem damit hast,
dass dein neffe noch nie gebumst hat, dann geh doch endlich
mit ihm in den puff. es wird dir mit sicherheit anschließend
besser gehen. und er wirds sicher auch überleben.

Mir geht’s sexuell „normal“, was immer das heißen mag, aber wenn ich mit meinem Neffen ins Puff gehen sollte, weil Du es so gerne hättest, käme ich mir doch arg vergewaltigt vor, was ich mir nicht antun möchte.

aber eigentlich halte ich ja viel mehr von sexueller
selbstbestimmung. und dazu gehört unbedingt das „mit wem“, das
„wo“, das „wie“ und das „wann“ - und damit auch das „wann zum
erstenmal“.

Womit wir wieder am Anfang wären. Ja wann denn nun? Bis sein Teilchen verwest, oder watt? Schließlich ist es ja auch eine Frage der Zeit, wann man(n) so verklemmt ist, daß gar nichts mehr geht. Metapher hat das Thema zwar auch angesprochen, aber ich möchte außer der Technik (denn zu so einer Dame dürfte ja keine Zuneigung entstehen) schon ganz gerne, daß seine Seele auch was abkriegt.

vielleicht tust du ihm ja einen viel größeren gefallen, wenn
du ihn einen raum schaffst/ermöglichst/zeigst, in dem die von
ihm gewohnte häusliche totschweigerei von sexualität eben
nicht stattfindet. d.h. bring ihn einfach mit jungen leuten
leuten zusammen - nicht(!) vorrangig zum zwecke des
vollzugs, sondern einfach, um sich weiter zu entwickeln.

Er hat Kontakt zu jungen Leuten, bloß er wird mehr und mehr als Sonderling erkannt und auch gehänselt. Diesen Teufelskreis zu durchbrechen ist mein Anliegen.

Schau mal, Ann: ich weiß ja nicht, wie ein junges Mädel denkt, wenn es (behut- und einfühlsam) defloriert worden ist. Aber wie ich als Jugendlicher gedacht habe, kann ich Dir sagen: Ich war stolz wie der Hahn auf der Miste. Endlich gehörst Du dazu und kannst mitreden, ging mir durch den Kopf. Genau dieses Zugehörigkeitsgefühl wird beim Jungmann verkehrt zur Ausgeschlossenheit, er wird zum verhöhnten Sonderling, so eine Art sexuelles Mobbing greift Platz.

Wenn die sexuelle Persönlichkeitsentwicklung eines jungen Menschen dergestalt aufs schiefe Gleis gerät, sollte man eingreifen, um seelischen Kummer und eine unnatürliche Entwicklung zu vermeiden. Ich habe hier gepostet, um ein paar Tipps zu bekommen, weniger um zu frotzeln. Metapher sei Dank, daß es auch Menschen gibt, die die Problematik kennen und auch wissenschaftlich fundierte Ansätze liefern können.

Grüße aus der Mailbox :wink:
(hatte echt gedacht, Du hättest dort eine Sprechprobe hinterlassen)
Richard

ach richard…,

daß Ann mir so viel Kummer macht?

wie? ich jetzt auch noch? :wink:

aber wie dem auch sei - bisher hast du die eine, wesentliche frage nicht beantwortet: Will er deine Einmischung überhaupt?
wenn es nicht so ist, dann solltest du die nötige toleranz für die art deines neffe, mit seiner sexualität (nicht) umzugehen, aufbringen und ihn in ruhe lassen. punkt.

(…)Metapher sei Dank,
daß es auch Menschen gibt, die die Problematik kennen und auch
wissenschaftlich fundierte Ansätze liefern können.

seine kompetenz ist unbestritten. aber wenn ich ihn recht verstehe, billigt auch er deinem neffen umfangreichere selbstbestimmung zu als du und sieht das problem in erster linie in deiner erwartungshaltung.

Grüße aus der Mailbox :wink:
(hatte echt gedacht, Du hättest dort eine Sprechprobe
hinterlassen)

nö. was hab ich da reinzusprechen? laut vika wohnst du da. hehe :wink:

Richard

gruß
ann

Hallo Richard,

es ist oft seltsam, da stellt ein User eine ganz normale
Frage mit einer Bitte nach Büchern und Links um sich zu informiern, schreibt

ich freilich für jeden Tipp dankbar, wie man als Verwandter
richtig das Thema anfaßt, um dem jungen Jungmann (schöne
Tautologie) aus der Klemme zu helfen.

Das alles klingt sehr verantwortungsvoll und nach einem Menschen der sich der heiklen Thematik bewusst ist.
Der fragt und sucht bevor etwas in die falsche Richtung läuft.

Und was passiert ?

Die erste Antwort ist seltsam herzlos, es kann doch nicht sein dass ich von einem nahen Verwandten ein Desinteresse fordere wenn er merkt dass sein Neffe Probleme hat.

Und was passiert weiter?

Antwort um Antwort haut in die selbe Kerbe, da werden negative Erinnerungen über den Fragesteller aufgefrischt und absurde Thesen aufgestellt und die w-w-w Gemeinde nickt und gibt Sternchen.
„Du bist schon aufgefallen, deine 68er-Rudelbumserei ist es dass der Neffe frustriert aufgibt.“

Zur Sache bitte bitte hilft den Fragesteller auch nichts, schon schlägt der nächste User in die Kerbe.
Immer feste drauf so nach dem Motto…im Brett X hast du mich geärgert und jetzt gebe ich es dir.
Ist wirklich ne coole Sache ;-((

Ich frage mich, was so eine Brettverfolgung soll…deine Frage war korrekt Richard und selbstverständlich darfst und sollst du dir Gedanken über deinen Neffen machen.
Du hast dir was gedacht als du ins Brett Psychologie mit deiner Frage gingst und hast um etwas Auskunft
sogar hart gekämpft.

Du kannst eine Menge tun Richard, nimm dir Zeit für deinen Neffen. Unternimm Ausflüge mit ihm die ihm Spass machen und gib ihm das Gefühl dass du ihn schätzt und magst. Versuche ihn zum Reden zu bringen wie er sich fühlt und höre ihm zu. Erzähle ihm dass auch du Ängste hast und ihn verstehst.
Sag ihm dass seine Ängste und Scheue in einem Umfeld aus Prüderie entstehen und dass man dagegen was tun kann wenn man will. Gib ihm dass Gefühl mit dir jederzeit über seine Ängste und Befürchtungen sprechen zu können, das hilft am meisten.
Wenn dein Neffe durch dich etwas Selbstvertrauen erhält, dass er mit seinen Problemen ernst genommen wird und diese ansprechen kann ist schon viel geholfen.

Ich hoffe du bekommst noch Büchertips oder gute Links zu dem Thema, die helfen dir mehr als nachtragende Rache.

Ich finde es super von dir, dass du dir so ernsthaft Gedanken über deinen Neffen machst und lass dir ja nicht einreden dass man Menschen die man gerne hat nicht helfen soll.
Lass dir auch nicht einreden dass dein Neffe solange kein Problem hat, bis sein Problem reif für den Psychiater ist :wink:)
Ich denke mal dieser Thread hier war von den Antworten her eine reine Werbeveranstalltung.

Also schreibe ein Gedicht über den Verfolgungswahn und lass dich von deiner Katze verwöhnen :wink:)
Bist du noch öfter in Spanien, nimm deinen Neffen mal mit…das südländische Lebensgefühl unterscheidet sich sehr angenehm von den vielen rechtschaffenden Deutschen.
Liebe Grüße an dich von
Kerbi

Vielen Dank…
…für Anregungen und Kritik zu diesem offenkundig heiklen Thema!

Ich hätte nicht gedacht, daß dieses Thema so konträr diskutiert werden würde, zumal ich mich nur informieren wollte. Auch meinem Neffen werde und kann ich keine Vorschriften machen, wie er sein Leben gestaltet. Das war auch nie beabsichtigt.

Im Grunde ist die Problematik ja weiter gespannt und betrifft ebenso Frauen. Desweiteren wäre noch von Interesse, wie natürlich bzw unnatürlich kinderlose Beziehungen verlaufen, auch wenn es im Bett stimmt…

Neugierig bzw wissbegierig war ich schon immer, aber zur Persönlickeitsentwicklung eines Menschen gehören offenbar gewisse Standards, die wir dann als „normal“ emfinden, ohne einer Normierung das Wort reden zu wollen. Freilich soll jeder nach seinem Geschmack glücklich werden, ob hetero-, homo- oder bisexuell veranlagt.

In meinem besonderen Fall konnte ich nicht jedes private Detail ausplaudern der Disketion halber, das dürftet Ihr einsehen. Insofern bitte ich um Euer Verständnis und sage nochmals Danke!

Richard

und schon wieder mal …

  1. … gebe ich meinen senf dazu ohne alle anderen postings gelesen zu haben

  2. … das thema der noch nicht abgeschlossenen emanzipation/gleichberechtigung/„gegenseitigem selbstverständniss, selbstverständlich gegenseitigem achten der geschlechter“ bzw. der ev. noch fast nicht begonnenen emanzipation des mannes. auch wir wollen mehr als die „männerzeitschriften“ titeln, genauso wie die „frauenzeitschriften“ für denkende frauen herabsetzend sind.

uff was für ein unsatz.

und jetzt halt ich die klappe.