die Antworten
Hi Tom
herzlichen Dank für deine ausführlichen und offenen weiteren Ausführungen. Sie zeichnen ein deutlicheres Bild von dem, was du erlebt hast, von dem was in der Gegenwart für dich zu bewältigen ist und ferner natürlich auch von der Persönlichkeitsstruktur der Frau und nicht zuetzt auch von dir und deinem Verhalten selbst.
Ich möchte auch betonen, daß die Offenheit deiner Darstellung diesem Brett durchaus zur Ehre gereicht …
Btw.: Für die Fähigkeit, solch komplexe Sachverhalte zu strukturieren, so, daß auch dem Leser vieles transparent zu werden vermag, hier mein Kompliment!
In deiner ersten Darstellung fiel mir ja, wie du bemerkt hast, eine - im Vergleich zu dem, was passiert - unverhältnismäßige Gutgläubigkeit, Passivität und Duldsamkeit deinerseits auf. Und darauf hatte ich meine Rückfragen fokussiert. Das lag aber offenbar an der Art deiner Ausführungen und dieses Bild hat sich durch deinen neuen Bericht natürlich völlig verändert. War also doch wichtig, darüber zuerst etwas mehr Klarheit zu gewinnen.
Dadurch verdeutlicht sich auch das Bild, das man aus der Distanz von deiner Frau bekommt. Offenbar bist du da an eine Meisterin ihrer Art geraten. Unter dem strikten Vorbehalt, daß eine Ferndiagnose nicht möglich ist - auch nach einem solchen Bericht nicht - und zudem deiner Frau ja nicht als Ptientin in Erscheinung tritt und außerdem, da eine Identifizierung und Zuordnung von Verhalten in ein Klassifikationschema pschischer Störungen (hier sicher spezieller: Persönlichjkeitsstörungen) nicht in mein Metier gehört, würde ich dennoch die Vermutung unterstützen, die Oliver Walter unten bereits äußerte: Man findet solche Verhaltensweisen deiner Frau vorzugsweise unter den sog. „antisozialen Persönlichkeitsstörungen“.
Da ich nicht weiß, welche Zugänge du zu diesbezüglichen Informationen hast, hier vielleicht ein kurzgefaßter Hinweis:
http://www2.uni-jena.de/erzwiss/projekte_2003/seidel…
Zu den Psychologen:
Es waren insgesamt 2 + besagtem Hausarzt, die mir nach meinen Erzählungen den
Eindruck vermittelten, sie wüßten was mit meiner Ex ist.
War denn ein einziger dabei, der deine Frau persönlich kennengelernt hatte? Falls nicht, kann es durchaus sein, daß sie sich korrekt verhielten, indem sie ihrerseits keine präzise Diagnose stellten nur auf der Basis deiner Ausführungen. Dagegen ist aber durchaus erkenntlich, daß eine heftige Persönlichkeitsstörung vorliegt, bei der man mit unberechenbarem Verhalten rechnen müsse. Insofern war die Warnung an dich wiederum korrekt.
Schließlich bin ich es, der Hilfe sucht und nicht meine Ex.
Ihre Aufgabe sei es sich um mich zu kümmern und mir zu helfen.
Zm - da hatten sie nicht ganz unrecht, aber eine etwas rigide Haltung ist es schon.
Dabei spiele es keine Rolle ob ich eine Diagnose wisse oder nicht.
Falls sie (siehe oben) die möglichkeit einer diagnostischen Bewertung hatten, sehe ich das anders. Denn für deine Bewältigung des Vergangenen (sofern es bei euren Gesprächen darum ging) macht es einen erheblichen Unterschied für dich, ob du mit einem ansonsten bekannten psychopathischen Phänomen zusammengeraten warst, oder ob deine Frau als durchaus psychisch gesund anzusehen ist …
Alle rieten mir nur dringend meinen Sohn von ihr wegzuholen.
Eine Psychologin sagte mir sogar, als Mutter und nicht beruflich gemeint, es sei meine Aufgabe …
Das ist korrekt. Es sieht so aus, daß sie vermeiden wollten, eine sog. „Ferndiagnose“ zu machen.
Grundsätzlich ist es meine Überzeugung Menschen, die krank
sind zu helfen und da ich vor dem Standesamt und in der Kirche
„Ja“ zu ihr gesagt hatte, dachte ich sogar daran irgendwann
mit ihr wieder zusammenzuziehen, wennn sie eine „echte“
Therapie macht.
Ein so radikal verstandenes „ja“ ehrt dich.
Besagte Psychologin, machte mir klar, daß ein solcher Gedanke in Hinsicht auf meine Ex unverantwortlich sei. Sie arbeite mit solchen Frauen zusammen und weiß, wovon sie redet.
Eine solche Äußerung halte ich persönlich wiederum für unverantwortlich. Etwas anderes ist aber, die Einsicht zu gewinnen, daß vielmehr die Einhaltung deines Versprechens eine radikale Trennung fordere - deinetwegen, der Kinder wegen (unbedingt), aber auch deiner Frau wegen: Denn ein weiteres Zusammenleben könnte eventuell ja sogar einer Behebung der Störung hinderlich sein …
zum Hausarzt:
… da sie psychisch wieder stabil wirkte …
Sie tobte wie von Sinnen …
… hatte sie wieder Verständnis für diesen Schritt … Da war keine Wut und kein Toben mehr.
Wenn man dir wenigstens eine Andeutung gemacht hätte bzgl. eines „wahrscheinlichen“ Vorliegens einer Störung bekannter Art, hättest du andere Verhaltens- und Entscheidungsmöglichkeiten gehabt. Zu der, die sich „deutlich andeutet“ gehört eben auch ein plötzlicher und kausal nicht nachvollziehbarer Wechsel im affektiven reagieren …
Widerspruchsfrei konnte sie mir diese auch immer schlüßig beantworten, egal an welcher Stelle ich einhakte, wenn mir etwas unlogisch vorkam.
Ja - sie ist in ihrer Art genial, was mir schon bei deinem ersten Bericht auffiel. Ein so krasses Beispiel begegnet auch unter diesen Persönlichkeitsstörungen nicht gerade häufig.
… denn sie hatte auch zum ersten Mal mit Selbstmord gedroht. Schließlich kann ich doch keinen Menschen so ohne Weiteres allein lassen, der sich das Leben nehmen will.
Das ist strittig. Die Erfahrung zeigt, daß manchmal ein konsequentes, radikales Reagieren im Sinne von „du versuchst mich zu erpressen, das mache ich nicht mit“ besser geeignet ist, jemanden wieder auf die Beine zu stellen, der Suizidandrohungen äußert - besonders wenn diese recht offensichtlich rein taktisch inszeniert werden.
zu den Eltern:
… daß er sich von ihrer Mutter getrennt und sich auch so kaum um sie gekümmert habe.
Aber mit der Geburt meiner Tochter wolle sie nun Frieden mit ihm schließen
Später kam auch zu Tage, das ihre Mutter noch lebte. Mit ihr habe sie gebrochen, weil sie zuließ, daß ihr Stiefvater sie mehrmals grün und blau geschlagen hat und sie meine Ex nicht ernst genommen hat, wenn er dies tat. Auch das klang nachvollziehbar.
Eine solche Lebensgeschichte paßt zu der Genese von Persönlichkeitsstörungen.
Woraufhin die Mutter nichts mehr mit ihr zu tun haben wollte und mit ihr gebrochen hat.
Die Mutter selber hat auf meine Schreiben jedoch niemals reagiert,
Wie sich die Bilder gleichen! (Mutter und Tochter). Man ist sich nicht einig darüber, ob diese Dinge erblich sind. Das betrifft auch deine Frage unten nach deiner Tochter. Es kann nämlich auch sein, daß diese Verhaltensweisen sehr leicht assimiliert (imitiert, introjiziert, internalisiert … je nachdem) werden können, da die, die es abkriegen, ja ein entsprechendes Interaktionsverhalten entwickeln müssen. Oliver Walter kann zu dieser Frage sicher Aktuelles recherchieren.
zum Nierenkrebs:
Ja, das war ungelogen ihr Meisterstück, denn sie hat nicht nur
mich getäuscht sondern auch unsere Nachbarn und meine Mutter,
welche Krankenpflegerin ist. Detailiert konnte sie jeden
Schritt der Behandlung beschreiben.
Zweifellos ein Meisterstück. Die Motivation dazu ist auch rätselhaft. Mir ist bisher erst einmal etwas Vergleichbares begegnet. Das sind solche Erscheinungen, bei denen ich psychoanalytische bzw. tiefenpsychologische Denkwege bevorzuge, weil sie auch dafür Erklärungspotentiale eröffnet. Der kurze Abriss der Lebensgeschichte deiner Frau gibt schon Hinweise …
Selbst diese ist vollkommen überrascht gewesen, als ich ihr
sagte, das meine Tochter niemals Krebs hatte, denn es war
zuviel medizinisches in den Erzählungen meiner Ex, was man nur
bei einer Behandlung dieser Krankheit erfahren konnte.
Es kam dabei nicht nur zu Tage, daß meine Tochter niemals Krebs hatte, sondern auch alle anderen Erkrankungen erlogen waren. Bis auf ein paar kleine Erkältungen und einer Mittelohrentzündung gab es nichts Auffälliges.
Jetzt verstehe ich dein „Gottlob“ aus dem anderen Posting besser. Ja, hier warst du einer genialen Konstruktion hilflos ausgeliefert.
Statt die Wahrheit zu sagen, gab sie, wie schon erwähnt vor …
Als ich ihr sagte, daß ich längst wüßte, daß meine Tochter gesund sei, beschimpfte sie mich unaufhörlich, was mir einfiehle herumzuschnüffeln …
… Kein Wort der Entschuldigung! Nichts! Schließlich wisse sie als Mutter, was mit meiner Tochter gewesen sei. Das alles, obwohl die Beweise eindeutig gegen ihre Version sprachen.
Das ist geradezu ein diagnostisches Merkmal der „antizozialen PSt“.
zum Geld:
Zu dem Gespräch mit der Bank sei gesagt …
Ja, die Szene hatte ich auch zwischenzeitlich verstanden. Meisterhaft auch die Improvisationsfähigkeit deiner Frau.
Trotzdem natürlich auffallend, daß du nach den bis dato schon vorliegenden Mißtrauensanlässen deinen eigenen Ohren nachträglich nicht trautest.
Den Mut ihr den Hörer aus der Hand zu nehmen hatte ich allerdings nicht. Ich wollte sie nicht blamieren, falls tatsächlich jemand am anderen Ende war.
Gut. Aber du weißt sicher, daß es zu dieser einen Selbstdeutung deiner Reaktion, noch andere Möglichkeiten der Selbstdeutung hättest?
Zur Domina:
Ja, ihr Betrugssystem war für dich undurchschaubar und perfekt.
Ich weiß bis heute also nicht, was sie wirklich gemacht hat und wo sie sich in den Nächten aufgehalten hat. Für mich klangen die Aussagen logisch und nachvollziehbar. Ich habe ehrlich gesagt auch zu wenig Ahnung von diesen Sachen.
Die Enttäuschung und Angst:
Ich bin ehrlich bitter enttäuscht von ihrem Verhalten, denn bislang glaubte ich daran, daß sie wenigstens für ihre Fehler gerade stehen wird und ihre Kinder und mich vor den Auswirkungen ernsthaft schützen will. Es macht mich wütent, wie sie uns eiskalt ins Messer laufen läßt.
Ja, aber auch dies gehört zu den o.g. bekannten Merkmalen, die die Deutung als „antisoziale PSt“ nahelegen …
Ich will mit diesem Kapitel meines Lebens abschließen
Ja, das ist ganz sicher sehr empfehlenswert. Oliver Walter erwähnte diese Empfehlung ja auch bereits.
und werde doch immer wieder davon eingeholt.
Gut wäre, wenn es dir gelänge, dieses Eingeholtwerden ausschließlich auf die Bewältigung der finanziellen Belastungen zu beschränken … Darüber hinaus nach und nach wieder Vertrauen gewinnen zu können, dafür sollten dir Gesprächspartner zu Verfügung stehen. Deine neue Partnerin, die wie ich hoffe, diese Vorgeschichte bestens kennt, wird sicher eine davon sein?
… obwohl meine Freundin und ich uns z.B. gegenseitig auf die Konten gucken lassen und es eigentlich keinen Grund für Mißtrauen geben sollte.
Das sollte sich nicht nur auf die Kontoführung beziehen …
Angst habe ich auch vor der Zukunft. Ich weiß aus dem
genannten Schreiben, daß meine Ex im 5. Monat mit Zwillingen
schwanger ist. Laut Unterlagen lebt sie auch mit jemandem
zusammen. Die Spirale dreht sich wieder.
Nicht unbedingt. Wenn es ihr einfallen sollte, daraus Ansprüche an dich abzuleiten (z.B. weil ihr zu diesem Zeitpunkt noch verheiratet ward … die Rechtslage, daß du damit zunächst der amtliche Vater wärst, hat sich vor Jahren bereits geändert) so sollte sich das leicht juristisch abwenden lassen.
Das die Schwangerschaft echt sein muß, weiß ich, weil sie beim Gericht beantragt hatte zu dem Termin nicht persönlich erscheinen zu müßen und den Mutterpaß als Beweis mitgeschickt hat.
Nana! Tom! Du hast doch selbst erlebt, was sie alles kann!
Du möchtest unbedingt wenigstens eine winzige Stelle bei ihr finden, an der du ihr vertrauen kannst - stimmts?
Damit meine Kinder bei mir bleiben konnten habe ich mir alles von ihr unterschreiben lassen.
Ist denn mittlerweile geklärt, wem amtlich das Sorgerecht zugesprochen wird??
Du wirst bitte nicht irgendeiner Unterschrift von ihr trauen, ja?
Nachdem sie auch das Schreiben betreffend meines Sohnes unterzeichnet hatte, rief sie mich 2 Tage später an und beschimpfte mich aufs Übelste, denn ich hätte ihr die Kinder geraubt
„ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode“ (Shakespeare)
und nun habe sie niemals wieder eine Chance diese zu bekommen.
ich denke, das sollten wir auch hoffen.
Das war das Letzte, was ich mit ihr besprochen hatte und danch war sie nicht mehr zu erreichen.
Da das ja nachweisbar ist, dürfte das reichen, um die Sorgerechtsfrage zu klären.
Doch was ist, wenn der Neue schlauer ist als ich und ihre Beziehung zerbricht.
Kommt sie dann wieder an?
Was ist, wenn die Schwangerschaft schief geht, will sie dann meine Kinder haben?
Zuzutrauen ist ihr das. Aber dagegen wirst du die Kinder schützen können.
Du hast Angst vor ihr, nicht wahr?
Ich vermute, du solltest dir dringend einen Gesprächspartner verschaffen, um das zu bewältigen. Sei es ein Psychotherapeut (welche Richtung, darüber können wir ein andermal) oder wen auch immer. Du hast deine eigene Natur und außerdem einiges hinterdir … das kann kaum jemand mit der Rückhand erledigen und bewältigen …
Was passiert, wenn ich gerichtlich die Rechte der Kinder auf Unterhalt geltent mache?
Wird sie mir in Bezug auf die Kinder Ärger machen?
Wahrscheinlich. Aber das ist doch vorher abklärbar!
Sie kennt meine Angst vor Behörden und Gerichten.
Nicht nur vor Behörden …
Ja, sicher hat sie sich auf dich eingeschossen und weiß, wie sie mit dir umgehen muß - aber du hast die Möglichkeit, mit dir selbst etwas zu verändern … so, daß sie für deine „Neuauflage“ keine Verhaltensschemata mehr hat. Ich möchte mal vermuten, daß du gewiß nicht nie mehr etwas von ihr hören wirst … meine daher, daß du etwas mit dir unternehmen solltest, um dich in deiner eigenen Haltung zu reflektieren und zu stabilisieren …
Der Grund:
Diese Ängste sind der Grund, warum ich wissen will, an welcher psychischen Erkrankung meine Ex leidet. Mit einer Diagnose oder einem Verdacht ist ihr Verhalten vielleicht berechenbarer und ich kann mich darauf einstellen. Ihr Schweigen ist für mich unerträglich! Ich fühle mich von den Psychologen verarscht, weil sie vorgeben etwas zu wissen aber nichts sagen.
Das ist vollkommen verständlich und nachvollziehbar. Die Erfahrung lehrt (und zwar ganz besonders bei den sog. Persönlichkeitsstörunge), daß es für die Familie sehr sehr hilfreich ist, sich zu entschließen, den Betreffenden als „krank“ aufzufassen (auch wenn der Ausdruck „krank“ umgangssprachlich gemeint ist. In der Psychologie/Psychotherapie redet man sonst lieber von „Störung“). Dann ist zumindest die Belastung etwas gemindert, alles und jedes Verhalten der „kranken“ Person immer wieder neu abschätzen und interpretieren zu wollen.
Vielleicht kann ich dir dazu etwas privatim sagen …
Auch habe ich Angst um meine Tochter (6). Ich weiß nicht
inwieweit psychische Erkrankungen vererbbar sind. Sie zeigt
Auffälligkeiten, die ich von ihrer Mutter kenne.
Siehe oben.
Ich kann genau sehen, daß sie etwas verbotenes tut und wenn ich sie
darauf anspreche, streitet sie alles ab.
Wie sich die Bilder auch hier wieder gleichen!
Hier ist es ganz ganz wichtig, früh genug einen bestimmten Umgang mit dieser Reaktionsweise zu erlernen. Es ist möglich, wenn es früh genug geschieht, dieses verhalten abzuschwächen … Es könnte sein, daß sie sich darauf spezialisiert, etwas „Verbotetes“ zu tun …
Sage ich ihr, daß ich es aber gesehen habe, fängt sie an zu Heulen und streitet weiter alles ab
Vermeide bitte, sie in einem solchen Fall unter Geständnisdruck zu setzen. In ihrer Gegenreaktion - ebenso wie in dem gezielten Verbotenes-Tun - bauen sich Spannungspotentiale auf, die psychodynamisch Sinn machen, aber umgehbar sind. Dies ist (mit Wink an Oliver Walter *smile*) zwar nur ein Hinweis aus einer speziellen psychotherapeutischen Interpretationsrichtung - aber das ist ja wurscht, wenn es im Resultat nützlich ist …
… so daß man wirklich den Eindruck gewinnen kann, man habe sich geirrt und sich am liebsten bei ihr entschuldigen möchte.
Ich brauch es dir nicht mehr zu sagen: daran mußt du arbeiten, daß du dich auf deine Wahrnehmung absolut zu verlassen bereit bist. Es ist kein Weg, sich selbst zu verleugnen, nur um die moralische Integrität des anderen damit zu erhalten - oder sie gar damit zu erzeugen!!
Zu mir:
… und es gehört eigentlich sehr viel dazu mich zu täuschen. Wer mir eine Geschichte erzählt muß wissen, daß ich mir jedes Detail gut einpräge und die Logig prüfe. Widersprüche fallen mir auch sofort auf.
Ja, das glaube ich gern. aber
Deswegen ärgert es mich immer wieder bei ihr hereingefallen zu sein.
Ihr paßtet in dieser hinsicht einfach perfekt zueinander. Warum, und warum du so vermeintlich „bereitwillig“ dich von ihr täuschen ließest, das herauszufinden oder besser, das herauszuarbeiten (denn das ist Arbeit!) würde auch ich für notwendig erachten. 1. um deine Angst vor ihren Attacken zu bewältigen und 2. um wieder Vertrauen haben zu können und 3. weil auch diese Episode deines Lebens und somit auch diese Frau zu deinem Leben gehört.
Meine Kinder im Stich lassen und Zahlepapa sein? Nein danke! Sie brauchen mich!
Könntest du auch ohne zu zögern sagen:
„Nicht weil sie mich brauchen, sondern weil ich es nicht will“ … ?
Ich sehe nicht ein, warum ich über meine Kindheit sprechen soll, wenn ich jetzt Probleme habe, mit denen ich nicht zurecht komme.
Das käme auf die therapeutische „Schule“ an, aus der du dir Hilfe suchst. Ein teil deine gegenwärtigen Probleme sind sachlicher Art. Dazu brauchst finanzielle Mittel und rechtshilfe. Ein anderer Teil deiner Probleme sind nicht ohne weiteres rational erklärbar: Ein Weg, diese zu bewältigen, besteht in der reflexion und Einübung anderer möglicher reaktionsweisen deinerseits. Ein anderer Weg besteht in der gemeinsamen dialogischen Entschlüsselung der irrationalen Anteile an deiner Verhaltens- und Reaktionsweise - er macht es erklärbar, einsehbar, verstehbar, obwohl es nicht vordergründig rational nachvollziehbar ist …
Wenn du aber Vertrauen in deine Frau hattest, obwohl alle Fakten dagegen sprachen, warum dann nicht auch in die Form der einen oder anderen Richtung von Psychotherapie?
Ich möchte Hilfe haben, damit ich mich in meiner jetzigen Situation zurechtfinde. Ich möchte wissen, auf was ich da hereingefallen bin.
Eben. Nicht nur „auf was“, sondern auch „warum“ … oder meinst du nicht?
Das „auf was“ liegt bei deiner Ex - das „warum“ aber liegt bei dir …
Von der psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle wurde mir vorgeschlagen in eine Selbsthilfegruppe von Angehörigen psychisch Kranker zu gehen. Aber was soll ich da, wenn ich nichtmal weiß, ob meine Ex krank ist und was sie hat?
Das letztere wäre dafür nicht nötig - du bist ja kein Psychologe und die anderen sicher auch nicht. Trotzdem sage ich - ausdrücklich als persönliche Meinung und aufgrund dessen, was du bis jetzt erzählt hast - daß ich dir soetwas nicht
empfehle …
Das zu Deinen Fragen. Ich hoffe, daß Dir meine Schilderung ein besseres Bild geben konnte, als ich es bei meinem Erstposting abgeben konnte.
Zweifellos …
Viele Grüße - und vielleicht bis auf Weiteres
Metapher