Psychologen schweigen

Hallo alle miteinander,

durch Zufall bin ich auf dieses Forum gestoßen und hoffe, daß ihr mir weiterhelfen könnt. Auch wenn ich nun seid gestern von ihr geschieden bin, würde mich durchaus interessieren, an welcher Erkrankung meine Ex-Frau leiden könnte. Psychologen, bei denen ich selber Hilfe suchte um nach der Trennung wieder klar zu werden sagten mir, daß sie psychisch schwer krank sei, jedoch bekam ich auf genaues Nachfragen keine Antworten. Es geht ja um mich und nicht um meine Ex.

Zur Person meiner Ex. Als wir uns kennengelernt haben schien mir alles normal an ihr. Sie war eine nette liebe einfühlsame Frau, die von ihrem Ex geschlagen wurde und zwar so doll, daß sie ein Kind verloren hat, welches durch eine Not-OP geholt wurde. Eine dicke Narbe auf ihrem Bauch bestätigte das Gesagte. Ihre Eltern waren beide bei einem Autounfall verstorben und zu ihren Geschwistern hatte sie auch keinen Kontakt mehr. Die Schwester lebe in Amerika und ihr Bruder ist ein Trinker.

Wir zogen zusammen und bekamen ein Kind. Plötzlich trat ihr Vater in unser Leben, der offensichtlich lebte. Nun gut, dafür hatte sie eine gute Erklärung und ich fragte auch nicht weiter nach. Auffällig jedoch war, daß immer wieder Geld verschwand. Wenn ich sie darauf ansprach hatte sie auch dafür gute Begründungen. Als ich wieder zu arbeiten begann, erkrankte meine Tochter, damals (2) an Nieren-Krebs. Ich war froh, daß meine Frau sich so um sie kümmerte und bei der Bestrahlung beistand. Da ich viel gearbeitet habe, überließ ich ihr meine EC-Karte und ging davon aus, daß sie sich um alles kümmert. Nachdem ich gut ein halbes Jahr keine Auszüge mehr gesehen hatte, fand ich diese zufällig und das Ersparte war weg. Auch dafür hatte sie eine akzeptable Erklärung, denn kurz zuvor hatte einer meiner Arbeitgeber das Handtuch geworfen und es war durchaus etwas knapp, obwohl wir wegen des Konkurses auch Unterstützung vom Sozi bekamen.

Später kam dann noch mein Sohn zur Welt. Auffällig war, daß sie mich immer öfter am Tag auf Arbeit anrief und mir irgendwelche unwichtigen Dinge erzählte, z.B. Geschichten von Nachbarn, die locker bis zum Abend Zeit gehabt hätten. Während einer Streitsituation rief sie in dieser Zeit zu einem klärenden Gespräch bei meiner Bank an. Das schlimme war, daß ich statt einer Stimme während des Gespräches von der Couche aus nur einen Besetzt-Ton hörte. Als ich sie damit konfrontierte, glaubte ich fast selber mich verhört zu haben und zu spinnen.

So war es immer, wann immer ich sie bei ihren Spielchen ertappte, brachte sie mich dazu an mir selbst zu zweifeln und mich für einen Idioten zu halten.

Kurz und gut, ich stieg beruflich ins Management auf und irgendwann war auch diese Firma pleite und ich wurde arbeitslos. Nach wenigen Wochen wollte sie sich nun entlich mal selber etwas Geld verdienen und wollte Telefonsex machen. Naja, warum auch nicht. Sie geht ja mit niemand anderen ins Bett und wenn es Leute gibt die dafür zahlen, sah ich nichts Verwerfliches bei.

Die Kunden haben sie angeblich immer als sehr dominant erlebt und die Chefin der Agentur wollte unbedingt, das sie sich auf diesem Gebiet weiterbildet. Also besuchte sie Abends ein SM-Studio. Irgendwann wollte sie selber eins aufmachen, weil die Kunden ihr schon beim Hereinkommen vor den Füßen lagen und ihren eigentlichen Herinnen abschworen. Da sie sich die letzten Jahre immer um die Kinder gekümmert hat und ich ihr beruflichen Erfolg gönnte, half ich ihr bei diesem Plan und finanzierte ihr ein paar Utensilien. Solange sie mit den Kunden nicht ins Bett geht bin ich ein sehr toleranter Mensch. Doch traten auch hier plötzlich Ungereimtheiten auf.

Plötzlich erzählte sie mir, daß sie nervlich kaputt sei, ich dies nicht bemerken würde und sie seit Wochen bei einem Arzt in Therapie sei. Da ich nun eingeweiht war, begann sie auch von dem beim Arzt besprochenen zu erzählen. Für mich klang das alles sehr einleuchtend und real, was er ihr sagte, so das ich keine Zweifel hatte.

Wenige Tage vor Weihnachten erzählte sie mir dann, das sie mich nicht mehr liebe und sich trennen will. Als ich nicht ausziehen wollte, zog sie ein Messer und verletzte sich damit selbst an der linken Hand. Schockiert darüber wollte ich mit den Kindern wegfahren und sie in Sicherheit wissen. In Sorge um meine Ex verlangte ich ein Attest von ihr, in der ihr ärztliche Hilfe bestätigt wird. Dies legte sie mir vor und ich fuhr mit den Kleinen weg.

In dieser Zeit begann sie mich am Telefon massiv zu beschimpfen, wenn ich Kontakt zu ihr hatte und ich beschloß eine Trennung auf Zeit. Meine Tochter blieb bei mir und mein Sohn bei ihr. Als ich später nochmal bei ihr war erzählte sie mir, sie habe Schulden gemacht, von denen ich nichts wüßte. Nungut, dachte ich. Jeder macht Fehler und bot an diese Dinge gemeinsam aus der Welt zu schaffen. Das lehnte sie ab, denn sie müsse es allein schaffen.

Mißtrauisch geworden rief ich ihren Hausarzt an um mich nach ihrer Therapie zu erkundigen. Er war völlig erstaunt über das was er alles mit ihr gemacht und gesprochen haben will. Nach einigen Fragen seinerseits empfahl er mir dringend meinen Sohn zu mir zu nehmen und gab mir auch Adressen von Leuten (Ämter etc.), die notfalls helfen könnten ohne mir zu sagen, was los ist und was er denkt.

Als ich mit meiner Tochter hier beim Kinderarzt war und er die Anamnese von ihr anforderte, stellte sich heraus, das diese niemals Krebs hatte und nur ganz selten krank war. Gott lob! Mit diesem Wissen im Hinterkopf bat ich sie mir bitte die Unterlagen von der Kinderklinik zur Verfügung zu stellen, die die Behandlung durchgeführt hätten. Sie bemühte sich ernsthaft diese zu bekommen, so jedenfalls ihre Aussage, aber die Unterlagen seien in den Rechnern nicht mehr gespeichert. Es war so traurig, dies zu erleben, zumal ich dadurch auch ein gewisses Muster ihrer Lügen erkannte. Nachforschungen ergaben, daß ihre gesamte Lebensgeschichte erlogen war.

Mit der Begründung, sie wolle sich selbständig machen und habe keine Zeit für ihn überlies sie mir wenig später dann meinen Sohn. Danach verliert sich ihre Spur. Sie war noch als Domina in einem Studio tätig und hat dann wenige Monate später Sozialhilfe bezogen.

Zu den Kindern hat sie auch keinen Kontakt mehr gesucht. Kein Lebenszeichen zu Geburtstagen etc. Unterhalt kommt auch keiner. Jegliche Schreiben wurden von ihr ignoriert. Der Kontakt brach sehr plötzlich ab, als ich ihr nebenbei erzählte, ich habe eine Frau kennengelernt, mit der ich mir eine Beziehung vorstellen könne.

Das einzige, was mich nun noch an sie erinnert, sind Mahnbescheide und Vollstreckungsbescheide für Miete, Gas etc. aus unserer Ehezeit für die teilweise seit zwei Jahren nichts mehr gezahlt worden ist und ich davon auch nichts geahnt habe. Es war ja immer mehr als genug da um alles zu zahlen.

Was aus dem Geld geworden ist, weiß ich nicht, denn sie selber hat sich nie was gekauft und es ist auch nicht in die Kinder oder Wohnung geflossen.

Dies ist nur ein kleiner Einblick in 6 Jahre meines Lebens, die ich mit meiner Ex verbracht habe und ich würde mich freuen, wenn mir jemand etwas mehr dazu sagen kann und nicht schweigt.

Hi,

ich bin kein Psychologe oder sonstwie gebildet in dem Bereich.
Desweiteren ist es wohl kaum möglich, hier eine sichere Diagnose zu stellen.
Das vorweg.

Aber: Als ich Deine Geschichte gelesen habe, kam mir das Schlagwort „Borderline Syndrom“ in den Sinn. Ich hab keine Ahnung, ob das was mit Euch zu tun hat, aber passen würde es wohl schon.

Such mal ein wenig im Internet danach, wenn es Dich interessiert, lies dieses Buch: ISBN: 3466303265 Buch anschauen Vielleicht erkennst Du etwas darin wieder. Wenn nicht, dann halt nicht.

Beste Grüße,

Malte (der hofft, daß hier noch hilfreichere Antworten kommen)

wieso schweigen?
Hi Tom

zunächst herzlich willkommen in diesem Forum und auch ich diesem Brett.

Ich habe deinen Bericht aufmerksam gelesen … du schreibst:

… und hoffe, daß ihr mir weiterhelfen könnt.
… ich würde mich freuen, wenn mir jemand etwas mehr dazu sagen kann und nicht schweigt.

Nun stellt sich mir zunächst die Frage, wobei du möchtest, daß man dir weiterhelfe und zu was wünschst du, daß man etwas sage und vor allem: Wieso fürchtest du, daß man schweigt?

… würde mich durchaus interessieren, an welcher Erkrankung meine Ex-Frau leiden könnte.

Sagen kann ich meinerseits zu deinem Bericht zunächst nur meine Verwunderung: Er enthält keinerlei Hinweise auf eine psychische Erkrankung deiner Exfrau. Das mag dich erstaunen, da du ja von einigen seltsamen und rätselhaften Ereignissen und Verhaltensweisen - auch von massiven jahrelangen Lügen offenbar - schreibst. Aber die sind als solche noch keine Zeichen für eine psychische Problematik (und für Borderline natürlich erst recht nicht) - abgesehen natürlich davon, daß selbst dann keinerlei „Diagnose“ aus der Ferne möglich wäre, wenn du etwas erwähnen würdest, das man als Signal verstehen könnte.

… Psychologen, bei denen ich selber Hilfe suchte um nach der Trennung wieder klar zu werden sagten mir, daß sie psychisch schwer krank sei,

Haben diese - deine - Psychologen denn auch deine Frau kennengelernt? War sie bei denen in Therapie? Ich frage das, weil du es nicht erwähnst. Kann es sein, daß deine Psychologen sie ebenfalls nur aus deiner Erzählung kannten?

Einen Satz habe ich inhaltlich nicht verstanden:

… Das schlimme war, daß ich statt einer Stimme während des Gespräches von der Couche aus nur einen Besetzt-Ton hörte.

Du hattest also ein Gespräch mit ihr, hörtest aber nur einen Besetztton??

Ich hätte nun jede Menge Rückfragen zu deinem Bericht. Nein, nicht zu deiner Frau und ihrem Verhalten, sondern vielmehr zu dir und deinem Verhalten. Du schreibst zwar öffentlich und fragst nach Kommentar, aber Kommentar kann ich erst geben, wenn ich alles verstanden habe, was du über dich schreibst. Und verstanden habe ich vieles nicht, was du über dich schreibst.

Ich bin nun aber nicht sicher, ob es dir auch recht ist, wenn ich dir diese Fragen in der Öffentlichkeit stelle …? Ist es dir recht?

Zunächst jedenfalls Grüße

Metapher

Hi!

Suche dir (kompetente) psychologische Hilfe!

Siân

Hallo Tom!

Es ist zwar von hier aus nicht möglich Dir zu sagen, ob Deine Frau psychisch krank ist und welche Störung sie hat, für mich reicht das von Dir Geschilderte aber zumindest für einen Anfangsverdacht, der eine weitere Untersuchung des Falles Deiner Frau rechtfertigen würde, sofern sie sich in Behandlung begeben wollte. Natürlich kann Deine Frau Dich auch schlichtweg ausgenutzt haben, ohne psychisch krank gewesen zu sein. Das Muster ihres Verhalten läßt mich aber an die Möglichkeit einer Persönlichkeitsstörung denken. Zumindest kann ich einige antisoziale Persönlichkeitszüge (z.B. die durchgehenden und umfassenden Lügengeschichten Deiner Frau, die den Begriff „Falschheit“ rechtfertigen, ihre Verantwortungslosigkeit, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, und ihre fehlende Reue) entdecken. Ein großes Problem bei Persönlichkeitsstörungen ist jedoch, daß die Diagnose äußerst schwierig ist und daher Psychologen, Psychiater und Psychotherapeuten bei der Einschätzung eines konkreten Falls nicht sehr häufig einig sind. Ich denke, daß dies aber nicht Deine Sorge sein sollte. Wenn Dir die Vorstellung hilft, daß bei Deiner Frau psychisch etwas nicht in Ordnung ist, dann reicht Dir vielleicht schon die Auskunft, die ich Dir gegeben habe. Aufgrund der Informationen, die Du uns hier im Forum gegeben hast, halte ich es für das Beste, wenn Du den Lebensabschnitt, den Du mit dieser Frau geteilt hast, für Dich abschließt und Dir eine neue Partnerin suchst, mit der Du zumindest die Chance hast, glücklich zu werden.

Grüße,

Oliver Walter

Sorry!

Hi!

Suche dir (kompetente) psychologische Hilfe!

Verzeihung!!! Ich meinte natürlich für sie um euch beide zu unterstützen!

Siân

die Fragen
Hi nochmal

also: Ich schreibe meine Fragen, die ich, wie unten angekündigt, zu deinem Bericht habe, hier einfach mal auf. Wenn du sie liest, wirst du selbst entscheiden, ob es für dich Sinn macht, sie hier publik zu beantworten. Gerne steht dir natürlich die Möglichkeit offen, dies auf einem nichtöffentlichen Wege zu tun.

Psychologen … sagten mir, daß sie psychisch schwer krank sei,

Wie schon gesagt: Waren es Psychologen, bei denen auch deine Frau in Therapie war? Du schreibst nämlich nichts darüber, ob sie überhaupt schon einmal mit einem Psychotherapeuten gesprochen hatte. Denn dein/euer Hausarzt ist doch gewiß kein Psychologe gewesen!?

jedoch bekam ich auf genaues Nachfragen keine Antworten.

Warum hast du nicht auf einer genaueren Antwort bestanden? Eine solche stand dir als Ehemann zu - und bezüglich der Kinder erst recht.

Eine dicke Narbe auf ihrem Bauch bestätigte das Gesagte.

Nicht unbedingt. Das was sie erzählte, war höchstens eine von vielen anderen möglichen Erklärung für eine solche Narbe.

Ihre Eltern waren beide bei einem Autounfall verstorben und zu ihren Geschwistern hatte sie auch keinen Kontakt mehr. Die Schwester lebe in Amerika und ihr Bruder ist ein Trinker.

Hattest du denn wenigstens den Bruder kennengelernt? Existierte er wirklich? Hattest du Kontakt zu ihm aufgenommen?

… Plötzlich trat ihr Vater in unser Leben, der offensichtlich lebte. Nun gut, dafür hatte sie eine gute Erklärung und ich fragte auch nicht weiter nach.

Ich verstehe nicht: Es war also gelogen, daß die Eltern ums Leben gekommen waren und findest dich mit einer „guten Erklärung“ ab und fragst nicht weiter?

Auffällig jedoch war, daß immer wieder Geld verschwand. Wenn ich sie darauf ansprach hatte sie auch dafür gute Begründungen.

Es verschwand Geld und du sprachst sie lediglich an? Und warst einmal wieder mit „guten Begründungen“ zufrieden? Ob wohl du zu dieser Zeit

Als ich wieder zu arbeiten begann

keine Arbeit hattest?

… erkrankte meine Tochter, damals (2) an Nieren-Krebs. Ich war froh, daß meine Frau sich so um sie kümmerte und bei der Bestrahlung beistand.

Spätestens hier kräuselt sich dem leser die Strin: Da sich ja später herausstellte, daß dein Töchterchen zu keiner Zeit krank war, sagst du, deine Frau kümmerte sich um sie und sie bekam Bestrahlung? Wieso fiel dir in keiner Weise auf, daß es weder Bestrahlung noch überhaupt Krankheitssymptome gab? Hast du deine Tochter überhaupt nicht wahrgenommen? Daß deine Tochter krank war: Hast du selbst Krankheitssymptome wahrgenommen? Oder hat dir auch das deine Frau bloß gesagt und du fragtest wiederum „nicht weiter“?

Und diese nicht nachvollziehbare unverständliche Gutgläubigkeit deinerseits, obwohl sie dich bzgl. ihres toten Vaters massivst belogen hatte und bereits Geld verschwand?

Da ich viel gearbeitet habe, überließ ich ihr meine EC-Karte und ging davon aus, daß sie sich um alles kümmert.

Ja - du gings davon aus, obwohl ein toter Vater vor der Tür stand, Geld verschwand und du selbst von einer Krankheit der Tochter nicht das geringste gesehen hast.

Nachdem ich gut ein halbes Jahr keine Auszüge mehr gesehen
hatte, fand ich diese zufällig und das Ersparte war weg. Auch
dafür hatte sie eine akzeptable Erklärung

Also: Du bist arbeitslos, bekommst Sozi-Unterstützung und schaust 6 Monate nicht in dein Konto? Gibst ihr die Karte, alles Geld ist weg und du akzeptierst eine Erklärung?

Später kam dann noch mein Sohn zur Welt.

Kam er einfach so zur Welt, oder hattet ihr ihn in diesen kritischen Situationen geplant?

Auffällig war, daß sie mich immer öfter am Tag auf Arbeit anrief und mir irgendwelche unwichtigen Dinge erzählte, z.B. Geschichten von Nachbarn, die locker bis zum Abend Zeit gehabt hätten.

Daran ist für Außenstehende nur auffällig, daß du dies für nichts weiter als „auffällig“ hieltest. Falls sie in dieser Zeit überhaupt zu Hause war: Vielleicht langweilte sie sich einfach - wo sie doch „nur“ eine krebskranke Tochter hatte, die bestrahlt wurde, und ansonsten „bloß“ noch einen Säugling?

Während einer Streitsituation rief sie in dieser Zeit zu einem klärenden Gespräch bei meiner Bank an.
Das schlimme war, daß ich statt einer Stimme während des Gespräches von der Couche aus nur einen Besetzt-Ton hörte.

Als ich sie damit konfrontierte, glaubte ich fast selber mich verhört zu haben und zu spinnen.

Was heißt bei dir „konfrontieren“, wenn du daraus nicht mehr als die Konsequenz ziehst, daß du spinnst? Zu diesem Zeitpunkt - ca 4 Jahre? - hätte dir doch eigentlich klar werden müssen, daß du zum Konfrontieren gar nicht in der Lage warst. Vielmehr ist aus deiner Selbstdarstellung bis zu dieser Stelle bereits deutlich zu entnehmen, daß dein Verhalten bzw. Reagieren auf sie wohl das war/ist, was man als Hörigkeit bezeichntet. Und das, ohne daß es dir auffiel.

So war es immer, wann immer ich sie bei ihren Spielchen ertappte, brachte sie mich dazu an mir selbst zu zweifeln und mich für einen Idioten zu halten.

Genau das ist das Problem, um das es bei der ganzen von dir berichteten Geschichte geht. Du läßt es jahrelang zu , daß deine Frau sich dir gegenüber in gemeinster Weise (Vater, Tochter, Geld) betrügerisch und lügnerisch verhält, du weißt es, läßt es zu und und machst es möglich, indem du dich für einen Idioten hieltest … fragst aber dann nach ihrer psychischen Krankheit?

Nach wenigen Wochen wollte sie sich nun entlich mal selber etwas Geld verdienen

Ist ja auch eine gute Idee!

… und wollte Telefonsex machen. Naja, warum auch nicht.

Klar - warum auch nicht. Ist das naheliegend für dich gewesen? Keinerlei Überraschtheit?

Sie geht ja mit niemand anderen ins Bett und wenn es Leute gibt die dafür zahlen, sah ich nichts Verwerfliches bei.

Natürlich nichts Verwerfliches soweit. Aber es geht ja weiter:

Die Kunden haben sie angeblich immer als sehr dominant erlebt

„angeblich“ nur? Du doch auch - oder etwa nicht?

und die Chefin der Agentur wollte unbedingt, das sie sich auf diesem Gebiet weiterbildet. Also besuchte sie Abends ein SM-Studio.

In einem solchen - wenn es denn eines war - ist zwar GV nicht unbedingt üblich, aber jedenfalls hast du ihr auch dies schlicht geglaubt, nicht wahr? hat du irgendeinen Hinweis darauf gehabt, wo sie wirklich war und was sie wirklich machte?

Irgendwann wollte sie selber eins aufmachen, weil die Kunden ihr schon beim Hereinkommen vor den Füßen lagen und ihren eigentlichen Herinnen abschworen.

Aus deinen von dir selbst erlebten Geschichten kann man tatsächlich entnehmen, daß sie in diesem Metier Talent hatte. Zumindest Talent, einen Riecher für den Umgang mit entsprechenden Typen von Männern zu haben.

Da sie sich die letzten Jahre immer um die Kinder gekümmert hat und ich ihr beruflichen Erfolg gönnte, half ich ihr bei diesem Plan und

finanzierte ihr ein paar Utensilien.

Oh ja, lieb von dir! Weißt du, was für Geld man in diesem Metier verdient? Sie arbeitete bereits erfolgreich als professionelle Domina, so daß sie sich selbständig machen wollte … und sie hat kein Geld für die Utensilen???

Hier drängt sich die Vorstellung auf, daß du auch hier - wie schon bzgl. krebskranker Tochter und verschwundenem Vermögen - bereitwillig (oder besser: absolut hörig) über den Tisch ziehen ließest, ohne dich um diese Dinge überhaupt zu kümmern. Es zeigt sich, daß du das geeignetste Opfer für diese Frau warst.

Solange sie mit den Kunden nicht ins Bett geht bin ich ein sehr toleranter Mensch.

Sie hat dir sicher gesagt , daß sie mit ihnen nicht ins Bett ging, nicht wahr? Grund genug für dich, weiterhin beruhigt zu sein.

Doch traten auch hier plötzlich Ungereimtheiten auf.

Das „plötzlich“ in deinem Satz überrascht den Leser, wenn er in solchen Szenarien nicht kundig ist. Nein - nicht wegen deiner Frau! Denn du hattest zu diesem zeitpunkt bereits genug Erfahrung mit ihr, oder meinst du nicht?

Plötzlich erzählte sie mir, daß sie nervlich kaputt sei, ich dies nicht bemerken würde und sie seit Wochen bei einem Arzt in Therapie sei.

Da hat sie ja durchaus Recht gehabt, daß du nichts bemerkst - sie hat es ja bis dahin bereits jahrelang höchst talentiert ausgenutzt. Oder siehst du das nicht so?

Da ich nun eingeweiht war

Oder sagte sie dir, du seiest nun eingeweiht?

… begann sie auch von dem beim Arzt besprochenen zu erzählen. Für mich klang das alles sehr einleuchtend und real, was er ihr sagte, so das ich keine Zweifel hatte.

Wie gesagt: Sie war talentiert und du - wie du ja selbst oben schriebst - als Partner für dieses Talent geeignet. Du ließest die Dinge, die du ausschließlich aus ihrer Erzählung kanntest (incl. kranker Tochter) einfach geschehen …

Wenige Tage vor Weihnachten erzählte sie mir dann, das sie mich nicht mehr liebe und sich trennen will.
Als ich nicht ausziehen wollte …

Ah - sie sagt sie wolle sich trennen … und du solltest ausziehen??
Und an diesem Punkt hast du zum ersten Mal überhaupt Widerstand geleistet?

… zog sie ein Messer und verletzte sich damit selbst an der linken Hand.

Ja - raffiniert von ihr. Dein erster Widerstand - und mit einem einfachen Trick, den jedes pubertierende Mädchen kennt, hat sie dich da, wo sie wollte:

Schockiert darüber wollte ich mit den Kindern wegfahren und sie in Sicherheit wissen.

In Sorge um meine Ex

Sie hatte dich also psychisch voll im Griff.

verlangte ich ein Attest von ihr, in der ihr ärztliche Hilfe bestätigt wird.

… von ihr!? die du als abgrundtiefe Lügnerin bereits kanntest!?

Dies legte sie mir vor

Nichts leichter für sie als das. Welcher Arzt bestätigt einem Ehemann schriftlich, daß seine Frau ärztliche Hilfe bekommt? Da reicht auch ein Anruf deinerseits bei eurem Hausarzt. Aber: was für Hilfe kann ein Hausarzt geben, wenn du fürchtest, daß sie mit dem Messer weitere Spielchen mache??

… und ich fuhr mit den Kleinen weg.

Als ich später nochmal bei ihr war erzählte sie mir, sie habe Schulden gemacht, von denen ich nichts wüßte.

Stimmt, denn du wußtest deiner Erzählung gemaß von gar nichts etwas!

Nungut, dachte ich. Jeder macht Fehler und bot an diese Dinge gemeinsam aus der Welt zu schaffen.

Aber du warst nach allen deinen Fehlern selbst jetzt noch nicht belehrbar? Mit diesem „nungut“ hast du 6 Jahre immerhin zugebracht.

Das lehnte sie ab, denn sie müsse es allein schaffen.

Womit verdiente sie denn ihren Lebensunterhalt wohl?

Mißtrauisch geworden

nach fast 6 Jahren!

rief ich ihren Hausarzt an um mich nach ihrer Therapie zu erkundigen. Er war völlig erstaunt über das was er alles mit ihr gemacht und gesprochen haben will.

Aber dich selbst: hat es auch erstaunt??
Und alles das hat dich lediglich zu einem Anruf bewogen und bist nicht einmal bei ihm vorstellig geworden? Der einzige, der vielleicht überhaupt etwas hätte wissen können?

Nach einigen Fragen seinerseits

Und wo waren deine Fragen, die seit Jahren dringst angelegn hätten?

… ohne mir zu sagen, was los ist und was er denkt.

Du hast ihn sicher entsprechend eindringlich gefragt, ja? Und hast gesagt „ich gehe nicht eher aus Ihrer Praxis, bis Sie mir sagen, was Sie wissen“?

Als ich mit meiner Tochter hier beim Kinderarzt war und er die
Anamnese von ihr anforderte, stellte sich heraus, das diese
niemals Krebs hatte und nur ganz selten krank war.

Schon besprochen.

Gott lob!

Na klar - dann war die Welt für dich wieder in Ordnung, oder?
Tom! Es ist unmöglich, dich in deinem Verhalten nachzuvollziehen. Und dein Abenteuer geht ja weiter:

Mit diesem Wissen im Hinterkopf bat ich sie mir bitte die
Unterlagen von der Kinderklinik zur Verfügung zu stellen

ja, du batest sie! bitte! unterwürfig … du hast nie „verlangt“, „gefordert“, so scheint es, nicht einam die selbstverständlichsten Dinge, die man in einer Beziehung eigentlich gar nicht fordern müssen sollte.

Die Unterlagen: wieso um Himmels Willen hattest du die nicht eh immer schon?? Du hast dich damals um die Tochter also wirklich nullkommanix gekümmert?

… aber die Unterlagen seien in den Rechnern nicht mehr gespeichert.

Ah ja, das ist neu! Krankheitsunterlagen eines krebskranken Kindes - nach zwei Jahren nicht mehr aufzutreiben.

Es war so traurig, dies zu erleben

das machte dich erst traurig? Daß sie die Akten nicht auftreiben konnte?

… zumal ich dadurch auch ein gewisses Muster ihrer Lügen erkannte.

" auch ein gewisses Muster" - jetzt - nach wieviel Jahren? nach wieviel bodenlosen, fassungslosmachenden Betrügereien und Lügen??

Nachforschungen ergaben, daß ihre gesamte Lebensgeschichte erlogen war.

Das hätte spätestens(!) angelegen, als der tote Vater vor der Tür stand!

Mit der Begründung, sie wolle sich selbständig machen

das wollte sie doch schon mit dem SM-Studio!? Hats du auch das nicht weiter verfolgt?

… und habe keine Zeit für ihn überlies sie mir wenig später dann meinen Sohn.

Na klar - Frau sagt „keine Zeit“ - und Mann sagt, ok, dann gib mir den Sohn!

Zu den Kindern hat sie auch keinen Kontakt mehr gesucht. Kein Lebenszeichen zu Geburtstagen etc.

Tom, das Leben in einem SM-Studio ist anstrengend! Dafür mußt du Verständnis zeigen"

Unterhalt kommt auch keiner.

Wieso „kommt“? Da sie Sozialhilfe bezog und ihr noch verheiratet ward, bekommst du auch Sozialhilfe. Da du die Kinder hast: Was für ein Unterhalt soll denn von ihr kommen?

Das einzige, was mich nun noch an sie erinnert …
… und ich davon auch nichts geahnt habe.

Genau das ist das Problem hier. Aber ich bin sicher, du weißt das inzwischen?

Es war ja immer mehr als genug da um alles zu zahlen.

und du hast dich nicht darum gekümmert und ihr alles , wirklich alles überlassen …

Was aus dem Geld geworden ist, weiß ich nicht, denn sie selber hat sich nie was gekauft

nein, sie hat „ganz sicher“ nichts für sich damit gemacht … das Geld hat sich einfach und unerklärlich in Luft aufgelöst.

Dies ist nur ein kleiner Einblick in 6 Jahre meines Lebens, die ich mit meiner Ex verbracht habe …

… und ich habe dir hier einige Fragen aufgeworfen. Ich hoffe für dich, daß diese dich nicht völlig überrascht erreichen, aber du wolltest ja, daß jemand „etwas dazu sagt“.

Diese 6 Jahre: Wenn du diese Jahre einmal noch detaillierter aufschreiben würdest - ich bin sicher (und das meine ich wirklich ernst!), daß es ein für viele viele Menschen sehr lehrreicher und nützlicher Bestseller werden dürfte. Hast du vielleicht Lust dazu?

Da paßten Zweie perfekt zusammen! Eine höchst talentierte Lebenslügnerin und ein Mann, der trotz besseren Wissens alles einfach geschehen läßt …

Ich würde mich freuen, wenn du etwas zu dem Ganzen hier sagen könntest …

bis dann und herzliche Grüße

Metapher

Hallo Metapher!

Die Fragen, die Du Dir hier stellst, haben sich wohl viele gestellt, auch ich. Das ist der eine Punkt. Der andere Punkt ist, daß das, worauf die Fragen hindeuten, einen Grund darstellen könnte, warum Tom sinnvollerweise in der Psychotherapie ist. Sein Psychotherapeut wird vielleicht darauf hinarbeiten, daß Tom sich in Zukunft eben eine dieser Fragen stellt, wenn er wieder in ähnliche, wenn auch hoffentlich nicht so extreme Situationen gerät, damit er sich nicht irgendwann wieder einen Haufen dieser Fragen stellen müßte bzw. gestellt bekäme. Deshalb ist es sinnvoll, wenn er an diese Art von Fragen herangeführt wird. Ich habe aber meine Zweifel, ob es sinnvoll ist, wenn wir ihn hier im Forum mit diesen Fragen in massierter Form konfrontieren. Ich hielte es für besser, wenn er im Laufe seiner Therapie langsam dahinter kommt, welche Fragen er sich wann hätte stellen sollen und warum er es nicht getan hat.

Grüße,

Oliver Walter

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Eine kleine Zustimmung
Hi Oliver

zunächst kann ich dir sagen, daß ich deine Bedenken durchaus zunächst geteilt habe, da ja meine Weise, Rückfragen zu stellen, methodisch über reines Kommentieren oder Meinungsaustausch weit hinausgeht und durchaus Absichten impliziert, zu ad-hoc-Reaktionen zu motivieren. Ich hab das ja in diesem (und in anderen Foren) schon sehr oft so gemacht. Die Absicht zielt aber nicht etwa darauf, wie du schreibst, daß jemand „sich in Zukunft eben eine dieser Fragen stellt“. Ich will das aber hier nicht weiter ausführen, das wäre nicht opportun.

Genau deshalb hatte ich ja, wie du gesehen hast, zunächst keine Fragen gestellt (den Satz, den ich zuerst nicht oder miß-verstand, hat mir eine Userin inzwischen kommentiert), sondern Tom nur gefragt, ob er bereit und interessiert wäre, daß ich ihm Rückfragen stelle. Ich tat das in der Vermutung, daß wir von Tom außer seinem Erstposting nichts weiter lesen werden (warum ich dies vermute, darüber vielleicht später, wenn ein paar Tage dahingeflossen sein werden).

Wir sind hier aber - bezogen auf Interventionen mit therapeutischer Valenz - in einem seltsamen Niemandsland. Für den Therapeuten sowieso, da weder Diagnosen möglich sind, noch überhaupt therapeutische Beziehungen aufgebaut werden können. Aber auch z.B. für mich, da ich zwar ganz anders arbeite, aber auch für sinnvolle Interventionen eine gewisse Stabilität und Konstanz des Dialoges voraussetzen müßte. Das ist dann immer problematisch, wenn andere Anfragen kommen als reine Wissensfragen oder einfache Verhaltenstips gewünscht werden.

Andererseits ist es aber so, daß auch ein Poster, der sich in einer Therapie befindet (von Tom wissen wir es übrigens nicht, weil er schrieb „Psychologen, bei denen ich selber Hilfe such t e“) und dennoch einen Kommentar wünscht, hier ja eine Öffentlichkeit aus freien Stücken anspricht, in der auch die, die therapeutisch kundig sind, nicht an Abstinenzregeln gebunden sind. Ein solcher Poster kann hier, wie auch überall in seinem sonstigen Privatleben, mit Reaktionen rechnen, die ihm unverhofft nahegehen könnten. Vielleicht erwartet einer, der das tut, soetwas ja auch - denn warum sonst postet er Inhalte, von denen er weiß, daß sie eigentlich ins therapeutische Setting gehören würden.

Ich möchte, um nichts vorwegzunehmen, jetzt hier darüber und über den uns vorliegenden Text nichts weiter sagen, bei anderer Gelegenheit gerne.

Meine Fragen stellte ich jedenfalls durchaus bedacht und nicht nur mit Blick auf den Poster. Das soll aber der Wichtigkeit deines Hinweises in keiner Weise Abbruch tun.

Grüße

Metapher

1 „Gefällt mir“

Hallo Metapher!

Danke für Deine Antwort. Ich stimme Dir in vielen Punkten zu. Die Reaktion auf ein Posting, wie das von Tom, hängt selbstverständlich davon ab, wie man es einschätzt. Man muß sich für eine Reaktionsweise auf Basis einer Hypothese entscheiden. Es kann sich herausstellen, daß die gewählte Hypothese nicht zutrifft.

Grüße,

Oliver Walter

Hallo Metapher,

ich will versuchen, Deine Fragen im Ganzen zu beantworten und werde auf einige zusammengefaßt eingehen.

Zu den Psychologen:

Es waren insgesamt 2 + besagtem Hausarzt, die mir nach meinen Erzählungen den Eindruck vermittelten, sie wüßten was mit meiner Ex ist. Ich wollte es genauer wissen, denn wenn man eine Diagnose in den Händen hat, kann man sich doch besser auf Eventualitäten in der Zukunft einstellen. Doch egal, wie ich bohrte, ich bekam keine konkrete Antwort, ja nichtmal einen Verdacht genannt.
Schließlich bin ich es, der Hilfe sucht und nicht meine Ex. Ihre Aufgabe sei es sich um mich zu kümmern und mir zu helfen. Dabei spiele es keine Rolle ob ich eine Diagnose wisse oder nicht.

Alle rieten mir nur dringend meinen Sohn von ihr wegzuholen. Eine Psychologin sagte mir sogar, als Mutter und nicht beruflich gemeint, es sei meine Aufgabe, meine Kinder vor meiner Ex zu schützen, bevor sie selbst irgendwann Fälle für Psychologen werden.

Grundsätzlich ist es meine Überzeugung Menschen, die krank sind zu helfen und da ich vor dem Standesamt und in der Kirche „Ja“ zu ihr gesagt hatte, dachte ich sogar daran irgendwann mit ihr wieder zusammenzuziehen, wennn sie eine „echte“ Therapie macht. Besagte Psychologin, machte mir klar, daß ein solcher Gedanke in Hinsicht auf meine Ex unverantwortlich sei. Sie arbeite mit solchen Frauen zusammen und weiß, wovon sie redet. Grundsätzlich sei ich gesünder als meine Ex. Mehr wollte sie nicht sagen, da sie meine Ex nicht kennt. Jegliches Bohren meinerseits blieb und bleibt erfolglos.

zum Hausarzt:

Was den Hausarzt meiner Ex betrifft, so konnte ich ihn nur telefonisch kontaktieren, da ich jetzt ein paar hundert Kilometer von ihr entfernt wohne. Das ärztliche Attest bestätigte mir im Großen und Ganzen das, was sie mir gesagt hatte. Mein Fehler war, daß ich erst mit ihm sprach, als ich ihr meinen Sohn wiedergebracht hatte, da sie psychisch wieder stabil wirkte und ich wußte, das er sehr an seiner Mama hängt, so wie meine Tochter an mir. Da er sich auf seine ärztliche Schweigepflicht berief und wir zudem schon getrennt lebten konnte ich ihn nur fragen, ob es der Wahrheit entspricht, wenn sie angibt, bei ihm mehrmals in der Woche in Behandlung zu sein und psychologische Inhalte mit ihm bespricht. Dies verneinte er. Ich sprach ihn auf sein Attest an, welches ich in Händen hielt und es kam zur Aussage, das sie an diesem Tag das erste Mal mit psychischen Problemen bei ihm vorsprach, Probleme in der Beziehung vorgab und eine Therapie machen wollte. Im Attest stand ja auch, das sie Hilfe benötige, eine Partnertherapie vorgeschlagen würde usw. Von den anderen „Sitzungen“ wußte er nichts.

Ich möchte hier mal ein Beispiel nennen, warum mir ihre sogenannte Therapie so real vorkam. Als sie immer mehr begann mich aus der Wohnung zu drängen, sperrte ich ihr sämtliche Vollmachten für mein Konto und natürlich auch die EC-Karte. Sie tobte wie von Sinnen. Als sie dann vorgab am nächsten Tag wieder bei unserem Hausarzt gewesen zu sein hatte sie wieder Verständnis für diesen Schritt, denn schließlich habe er ihr klargemacht, daß ich es nur zum Schutz der Familie getan habe. Da war keine Wut und kein Toben mehr. Benannter Arzt wußte natürlich auch von nichts, wie auch, wenn sie in dieser Sache nicht bei ihm in Behandlung war. Da ich beruflich bedingt alles hinterfragen muß, was mir erzählt wird, habe ich auch stets intensive Fragen zu dem gestellt, was sie mir so erzählte. Widerspruchsfrei konnte sie mir diese auch immer schlüßig beantworten, egal an welcher Stelle ich einhakte, wenn mir etwas unlogisch vorkam.

Das Attest wollte ich auch haben um sicher zu gehen, daß es einen Arzt gibt, der sich um sie kümmert, denn sie hatte auch zum ersten Mal mit Selbstmord gedroht. Schließlich kann ich doch keinen Menschen so ohne Weiteres allein lassen, der sich das Leben nehmen will.

zu den Eltern:

Als sie nach der Geburt unserer Tochter ihren Vater ins Leben zurückholte, gestand sie mir zunächst, das das mit dem Unfall erlogen war. Das hinge damit zusammen, daß er sich von ihrer Mutter getrennt und sich auch so kaum um sie gekümmert habe. Als man sie zu Unrecht eines Diebstahls bei ihrer Oma bezichtigte, kam es zum großen Bruch zwischen den Beiden. Aber mit der Geburt meiner Tochter wolle sie nun Frieden mit ihm schließen, damit sie ihren Opa hat. Da ich selbst einen biologischen Vater habe, der sich nie um mich gekümmert hat, konnte ich dies nachvollziehen, denn auch ich leide sehr darunter, das er nicht für mich da ist und wünschte oft, es gäbe ihn nicht. Später kam auch zu Tage, das ihre Mutter noch lebte. Mit ihr habe sie gebrochen, weil sie zuließ, daß ihr Stiefvater sie mehrmals grün und blau geschlagen hat und sie meine Ex nicht ernst genommen hat, wenn er dies tat. Auch das klang nachvollziehbar.

Nachforschungen nach der Trennung haben jedoch ergeben, das die Mutter ihr nicht mehr Herre werden konnte und es massive Probleme mit meiner Ex gab. Woraufhin die Mutter nichts mehr mit ihr zu tun haben wollte und mit ihr gebrochen hat. Die Mutter selber hat auf meine Schreiben jedoch niemals reagiert, so das ich mich hier nur auf das Hörensagen Dritter verlassen kann.

zum Nierenkrebs:

Ja, das war ungelogen ihr Meisterstück, denn sie hat nicht nur mich getäuscht sondern auch unsere Nachbarn und meine Mutter, welche Krankenpflegerin ist. Detailiert konnte sie jeden Schritt der Behandlung beschreiben. Nachbarn sahen sie, wie sie an Bestrahlungstagen pünktlich das Haus mit meiner Tochter im Wagen das Haus verlies. Sie erzählte, wie meine Tochter unter Narkose auf dem Bestrahlungstisch lag und wie es sie gedauert habe und und und. Wenn selbst meine Mutter keinen Verdacht schöpft, wie soll ich es dann als medizinischer Laie? Selbst diese ist vollkommen überrascht gewesen, als ich ihr sagte, das meine Tochter niemals Krebs hatte, denn es war zuviel medizinisches in den Erzählungen meiner Ex, was man nur bei einer Behandlung dieser Krankheit erfahren konnte.

Erst als ich mit meiner Tochter zunächst alleine lebte und ich wollte, das der Befund kontrolliert würde bin ich stutzig geworden, denn meine Ex erzählte mir, das der Krebs nach der Therapie ausgeheilt sei. Selbst als medizinischer Laie weiß ich, das Krebs immer wieder ausbrechen kann und es daher immer mal wieder Kontrolluntersuchungen geben muß. So wandte ich mich an den hießigen Kinderarzt, der dann die Anamnese bei der damaligen Kinderärztin anforderte. Es kam dabei nicht nur zu Tage, daß meine Tochter niemals Krebs hatte, sondern auch alle anderen Erkrankungen erlogen waren. Bis auf ein paar kleine Erkältungen und einer Mittelohrentzündung gab es nichts Auffälliges.

Ich wollte, daß meine Ex entlich mit der Wahrheit herausrückte, die ich nun schon kannte und gab vor die Unterlagen aus der Kinderklinik zu benötigen, damit meine Tochter weiterbehandelt werden könnte. Statt die Wahrheit zu sagen, gab sie, wie schon erwähnt vor, sich um die Unterlagen kümmern zu wollen. Naja, das diese angeblich nicht mehr im PC des Krankenhauses waren und die Krankheit ausgeheilt war, schrieb ich bereits.

Als ich ihr sagte, daß ich längst wüßte, daß meine Tochter gesund sei, beschimpfte sie mich unaufhörlich, was mir einfiehle herumzuschnüffeln und außerdem hätte ich beim verkehrten Kinderarzt nachgefragt. Kein Wort der Entschuldigung! Nichts! Schließlich wisse sie als Mutter, was mit meiner Tochter gewesen sei. Das alles, obwohl die Beweise eindeutig gegen ihre Version sprachen.

zum Geld:

Wenn ich sage, sie hat nichts für sich ausgegeben, dann in der Hinsicht, daß sie sich nie großartig etwas gekauft hat, z.B. Klamotten etc. oder auch keine kostspieligen Hobbys hatte oder gar zur Kosmetikerin oder so gegangen sei. So hätte ich ja eine Erklärung vor Augen gehabt.

Natürlich gab es in unserer Beziehung, z.B. am Anfang, Zeiten, wo es uns finanziell nicht so gut ging. Obwohl wir mit dem vorhandenen Geld, hätten auskommen können, hat sie immer wieder mein Konto überzogen. Als ich sauer darüber geworden bin, rechnete sie mir alles vor, was die Dinge so kosten und es war einleuchtend. Als ich dann im Management fest eingespannt war und sehr gutes Geld verdient habe hatte sie gut 2200,- DM Haushaltsgeld zur Verfügung, wovon jedoch keine Miete zu begleichen war. Als wir umgezogen waren, habe ich darauf bestanden, daß ich diese gleich selbst überweise, was sie bisher getan hat, denn es war eine recht teure Wohnung. Das sie ein halbes Jahr vor dem Umzug schon keine Miete mehr für die alte Wohnung überwiesen hatte, erfuhr ich erst nach der Trennung, als mich der Mahn- und Vollstreckungsbescheid erreichte. Wenn sie sich mehr vom monatlichen Einkommen genommen hatte und so das Haushaltsgeld überzogen hat, konnte sie mir auch dies gut begründen, schließlich kosten ja Strom, Gas und Kindergarten auch ne ganze Menge. Naja, und schließlich Essen wir auch immer gut, was auch ganz schön kostet. Die Kinder brauchen auch immer wieder verschiedene Dinge und es war alles plausibel, obwohl wir so luxeriös nicht gelebt haben. Da ich viel gearbeitet habe bin ich selbst nie zum Einkaufen gekommen und kannte auch die Preise nicht. Kollegen erzählten auch immer wieder, daß alles so teuer geworden ist. Letzendlich hatte sie Strom und Gas schon lange nicht mehr gezahlt, jedoch waren diese Dinge nie abgestellt. Beim Kindergarten war auch schon eine große Rechnung aufgelaufen, ohne das ich auch nur im Entferntesten ein Ahnung davon hatte usw. Auf die Frage, was mit dem ganzen Geld also passiert ist, habe ich bis heute keine Antwort bekommen. Mich wundert nur, wie sie es geschafft hat die Gläubiger hinzuhalten. Aufgrund der großen Außenstände hätte ich an deren Stelle längst alle Verträge gekündigt und z.B. als KiTa die weitere Betreuung der Kinder angelehnt, wenn ich 1 Jahr kein Geld sehe.

Selbst bei Nachbarn hat sie sich Geld geborgt, wie ich erfahren mußte und das obwohl ich sehr gut verdient habe. Mal war ich gerade auf Arbeit und hätte vergessen das Geld für die Lieferung des Schlafzimmers dazulassen usw. Diese wußten das ich gut verdiene und borgten es ihr. Mit mir hat jedoch nie einer darüber gesprochen, als ich dort noch wohnte. Sie wußten, daß ich das Borgen strikt ablehnte und nur etwas kaufe, wenn ich es mir leisten oder es zusammengespart habe. Ihr Geld bekamen sie in Raten zurück, zumindest bis wir weggezogen sind, so daß auch da noch ein guter Batzen Geld offensteht. Warum die nicht stutzig geworden sind frage ich mich auch. Ich frage mich bis heute, wofür sie all die Jahre das ganze Geld ausgegeben hat. Drogen und Alkohol scheiden aus, denn da kenne ich die Symptome und hätte sie ohne Probleme auch bemerkt. Medikamente scheiden auch aus, denn in unserem Medizinschrank waren nur die üblichen Hausmittel.

Nach der Trennung unterschrieb sie mir eine Freistellungserklärung und wollte für die Schulden selbst aufkommen. Brav handelte sie auch Ratenzahlungen mit Gläubigern aus und wie ich jetzt feststelle hat sie diese niemals eingehalten und nun darf ich zahlen. Obwohl sie sich bei mir oder den Kindern nicht mehr gemeldet hat, vertraute ich darauf, daß sie die vereinbarten Zahlungen auch einhält. Sämtliche Schreiben meiner Anwältin wurden bislang von ihr ignoriert. Die Selbständigkeit wollte sie nun entlich mit einem eigenen SM-Studio aufnehmen, denn sie habe einen Geschäftspartner gefunden, der ihr dies ermöglichte. Für eine solche Tätigkeit in dieser Zeit gibt es Beweise.

Zu dem Gespräch mit der Bank sei gesagt, daß ich auf der Couch saß, als sie mit der Bank telefonierte. Während sie aktiv sprach und auch die Pausen stimmten, als ob tatsächlich jemand am anderen Ende saß, hörte ich allerdings leise das Besetztzeichen aus dem Hörer. Da das „Gespräch“ auch den gängigen Regeln entsprach glaubte ich bei der Konfrontation mit dieser Tatsache tatsächlich, daß ich mich getäuscht habe. Den Mut ihr den Hörer aus der Hand zu nehmen hatte ich allerdings nicht. Ich wollte sie nicht blamieren, falls tatsächlich jemand am anderen Ende war.

Zur Domina:

Auch hier habe ich nie Verdacht geschöpft. Dreimal die Woche war sie abends bis in die Nacht weg um zu lernen. Auf dem Handy konnte ich sie nicht erreichen, denn das hatte sie ausgemacht. Dies sei so von dem Betreiber gewünscht. Ich wollte mir das Studio mal ansehen, aber auch das durfte ich auf Wunsch des Betreibers nicht, da dieser derartige Dinge nicht wünschte, um Eifersuchtsattakcken etc. zu verhindern, so jedenfalls ihre Geschichte dazu. Ich weiß bis heute also nicht, was sie wirklich gemacht hat und wo sie sich in den Nächten aufgehalten hat. Für mich klangen die Aussagen logisch und nachvollziehbar. Ich habe ehrlich gesagt auch zu wenig Ahnung von diesen Sachen.

Nach der Trennung:

Nachdem wir weiterhin telefonischen Kontakt hatten brach plötzlich und ohne Vorwarnung der Kontakt ab. Ihr Handy war nicht mehr zu erreichen. Eigentlich wollte sie immer zu den Kindern Kontakt halten, aber auch hier kommt nichts, weder eine Karte zu Weihnachten noch ein Gruß zum Geburtstag. Das was kommt sind Forderungen der Gläubiger. Sie lies mir einen Tag vor der Scheidung über einen mir bis dahin unbekannten Anwalt mitteilen nicht leistungsfähig zu sein.

Die Enttäuschung und Angst:

Ich bin ehrlich bitter enttäuscht von ihrem Verhalten, denn bislang glaubte ich daran, daß sie wenigstens für ihre Fehler gerade stehen wird und ihre Kinder und mich vor den Auswirkungen ernsthaft schützen will. Es macht mich wütent, wie sie uns eiskalt ins Messer laufen läßt. Ich traue mich nicht mal mehr an den Briefkasten zu gehen. Ich fühle mich so ohnmächtig und verstehe nicht, wie eine Mutter so skrupellos sein kann. Es kommt nichtmal dazu eine Äußerung von ihr.

Ich will mit diesem Kapitel meines Lebens abschließen und werde doch immer wieder davon eingeholt. Im Moment habe ich eine neue Lebensgefährtin, doch ich merke, daß mir die alte Beziehung mehr geschadet hat als ich es ahne. Ich kann nicht mehr Vertrauen und das belastet meine neue Beziehung sehr. Ich habe Angst, sowas nochmal zu erleben, obwohl meine Freundin und ich uns z.B. gegenseitig auf die Konten gucken lassen und es eigentlich keinen Grund für Mißtrauen geben sollte.

Angst habe ich auch vor der Zukunft. Ich weiß aus dem genannten Schreiben, daß meine Ex im 5. Monat mit Zwillingen schwanger ist. Laut Unterlagen lebt sie auch mit jemandem zusammen. Die Spirale dreht sich wieder. Das die Schwangerschaft echt sein muß, weiß ich, weil sie beim Gericht beantragt hatte zu dem Termin nicht persönlich erscheinen zu müßen und den Mutterpaß als Beweis mitgeschickt hat.

Das Schreiben kommt mir vor, wie eine Rache, denn schließlich bin ich nicht mit den Kindern in unserem alten Ort geblieben, sondern in meine Heimat zurückgekehrt, wo meine Familie lebt. Sie hatte ja vor, die Kinder zu trennen und uns jeden Tag mit meinem Sohn zu besuchen um es den Kindern leichter zu machen. Damit meine Kinder bei mir bleiben konnten habe ich mir alles von ihr unterschreiben lassen. Nachdem sie auch das Schreiben betreffend meines Sohnes unterzeichnet hatte, rief sie mich 2 Tage später an und beschimpfte mich aufs Übelste, denn ich hätte ihr die Kinder geraubt und nun habe sie niemals wieder eine Chance diese zu bekommen.

Noch schlimmer wurde es, als ich es wagte das Kindergeld von ihr zu fordern, welches mir für beiden Kinder zusteht. Solange mein Sohn bei ihr war hatte ich es ihr auch für meine Tochter überlassen, um sicher zu gehen, daß sie ein wenig Geld hat um den Kleinen ernähren zu können. Langsam bekam ich auch Zweifel, ob sie tatsächlich arbeiten ging, während mein Sohn in der KiTa war. Die Familienkasse zeigte mir auf, das ich auch das Geld haben könnte, welches mir die ganze Zeit für meine Tochter zugestanden hat, seid dem wir zusammen alleine lebten. Das tat ich und so muß sie nun das ganze zu Unrecht erhaltene Geld an den Staat zurückzahlen. Ihr Geschrei war groß und ich blieb hart und reichte die Scheidung ein. Auf diese reagierte sie verständnisvoll, denn sie habe jemand, mit dem sie zusammenleben wolle, was ich ihr nicht glaubte. Natürlich verlangte ich auch Kindesunterhalt, eine selbständige Domina muß doch Geld verdienen, von ihr. Auf das betreffende Schreiben meiner Anwältin sagte sie zu mir, daß sie die Einkünfte der letzten Monate nicht offenlegen wird, weil sie mich bezgl. ihrer Arbeit angelogen hat und ich kein schlechtes Gewissen haben soll, wenn ich sehen würde wovon sie gelebt hat. Das interessierte mich nicht und ich ging zur Unterhaltsvorschußkasse. Auf dieses Schreiben reagierte sie wütent und beschimpfte mich. Es gab noch ein paar Gespräche bezgl. dem Wohlergehen meiner Kinder und dann erwähnte ich, daß ich eine Frau kennengelernt habe, die mich interessiert und die auch gut zu den Kindern paßt. Das war das Letzte, was ich mit ihr besprochen hatte und danch war sie nicht mehr zu erreichen.

Doch was ist, wenn der Neue schlauer ist als ich und ihre Beziehung zerbricht. Kommt sie dann wieder an? Was ist, wenn die Schwangerschaft schief geht, will sie dann meine Kinder haben? Was passiert, wenn ich gerichtlich die Rechte der Kinder auf Unterhalt geltent mache? Wird sie mir in Bezug auf die Kinder Ärger machen? Sie kennt meine Angst vor Behörden und Gerichten.

Der Grund:

Diese Ängste sind der Grund, warum ich wissen will, an welcher psychischen Erkrankung meine Ex leidet. Mit einer Diagnose oder einem Verdacht ist ihr Verhalten vielleicht berechenbarer und ich kann mich darauf einstellen. Ihr Schweigen ist für mich unerträglich! Ich fühle mich von den Psychologen verarscht, weil sie vorgeben etwas zu wissen aber nichts sagen.

Auch habe ich Angst um meine Tochter (6). Ich weiß nicht inwieweit psychische Erkrankungen vererbbar sind. Sie zeigt Auffälligkeiten, die ich von ihrer Mutter kenne. Ich kann genau sehen, daß sie etwas verbotenes tut und wenn ich sie darauf anspreche, streitet sie alles ab. Sage ich ihr, daß ich es aber gesehen habe, fängt sie an zu Heulen und streitet weiter alles ab, so daß man wirklich den Eindruck gewinnen kann, man habe sich geirrt und sich am liebsten bei ihr entschuldigen möchte.

Zu mir:

Natürlich frage ich mich auch, warum sie so leichtes Spiel mit mir hatte. Ich selber kann und will mich nicht als „naiv“ oder „dumm“ bezeichnen. Meine Lehrer und Kollegen haben mich stets als hochgradig intelligent bezeichnet und es gehört eigentlich sehr viel dazu mich zu täuschen. Wer mir eine Geschichte erzählt muß wissen, daß ich mir jedes Detail gut einpräge und die Logig prüfe. Widersprüche fallen mir auch sofort auf. Deswegen ärgert es mich immer wieder bei ihr hereingefallen zu sein.

Natürlich gab es in dieser Zeit auch den Wunsch mich von ihr zu trennen. Doch ich hatte auch Angst meine Kinder zu verlieren. Sie hatte mir gesagt, daß ich sie niemals bekommen würde. Ich wollte aber für sie dasein. Mein biologischer Vater hat sich nie gekümmert und mein Stiefvater verlies uns als ich 14 war, weil er mit einem Kerl zusammenziehen wollte. Er war also auch nicht mehr für mich da. Ich wollte immer besser sein als sie und meine Kinder nie im Stich lassen. Deswegen beließ ich es bei der Drohung zu gehen. Meine Kinder im Stich lassen und Zahlepapa sein? Nein danke! Sie brauchen mich!

Die Frage, ob ich selbst in Therapie bin kann ich klar und deutlich mit „Nein“ beantworten. Ich sehe nicht ein, warum ich über meine Kindheit sprechen soll, wenn ich jetzt Probleme habe, mit denen ich nicht zurecht komme. Ich möchte Hilfe haben, damit ich mich in meiner jetzigen Situation zurechtfinde. Ich möchte wissen, auf was ich da hereingefallen bin. Von der psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle wurde mir vorgeschlagen in eine Selbsthilfegruppe von Angehörigen psychisch Kranker zu gehen. Aber was soll ich da, wenn ich nichtmal weiß, ob meine Ex krank ist und was sie hat?

Das zu Deinen Fragen. Ich hoffe, daß Dir meine Schilderung ein besseres Bild geben konnte, als ich es bei meinem Erstposting abgeben konnte. Ich wollte nicht zuviel schreiben. Natürlich kannst Du mir Deine Fragen offen stellen.

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Hallo Metapher,

ich hoffe Dir mit meinen weiteren Ausführungen weiter oben ein wenig geholfen zu haben ein objektives Bild von mir zu gewinnen.

Gruß Tom

die Antworten
Hi Tom

herzlichen Dank für deine ausführlichen und offenen weiteren Ausführungen. Sie zeichnen ein deutlicheres Bild von dem, was du erlebt hast, von dem was in der Gegenwart für dich zu bewältigen ist und ferner natürlich auch von der Persönlichkeitsstruktur der Frau und nicht zuetzt auch von dir und deinem Verhalten selbst.

Ich möchte auch betonen, daß die Offenheit deiner Darstellung diesem Brett durchaus zur Ehre gereicht …

Btw.: Für die Fähigkeit, solch komplexe Sachverhalte zu strukturieren, so, daß auch dem Leser vieles transparent zu werden vermag, hier mein Kompliment!

In deiner ersten Darstellung fiel mir ja, wie du bemerkt hast, eine - im Vergleich zu dem, was passiert - unverhältnismäßige Gutgläubigkeit, Passivität und Duldsamkeit deinerseits auf. Und darauf hatte ich meine Rückfragen fokussiert. Das lag aber offenbar an der Art deiner Ausführungen und dieses Bild hat sich durch deinen neuen Bericht natürlich völlig verändert. War also doch wichtig, darüber zuerst etwas mehr Klarheit zu gewinnen.

Dadurch verdeutlicht sich auch das Bild, das man aus der Distanz von deiner Frau bekommt. Offenbar bist du da an eine Meisterin ihrer Art geraten. Unter dem strikten Vorbehalt, daß eine Ferndiagnose nicht möglich ist - auch nach einem solchen Bericht nicht - und zudem deiner Frau ja nicht als Ptientin in Erscheinung tritt und außerdem, da eine Identifizierung und Zuordnung von Verhalten in ein Klassifikationschema pschischer Störungen (hier sicher spezieller: Persönlichjkeitsstörungen) nicht in mein Metier gehört, würde ich dennoch die Vermutung unterstützen, die Oliver Walter unten bereits äußerte: Man findet solche Verhaltensweisen deiner Frau vorzugsweise unter den sog. „antisozialen Persönlichkeitsstörungen“.

Da ich nicht weiß, welche Zugänge du zu diesbezüglichen Informationen hast, hier vielleicht ein kurzgefaßter Hinweis:

http://www2.uni-jena.de/erzwiss/projekte_2003/seidel…

Zu den Psychologen:

Es waren insgesamt 2 + besagtem Hausarzt, die mir nach meinen Erzählungen den
Eindruck vermittelten, sie wüßten was mit meiner Ex ist.

War denn ein einziger dabei, der deine Frau persönlich kennengelernt hatte? Falls nicht, kann es durchaus sein, daß sie sich korrekt verhielten, indem sie ihrerseits keine präzise Diagnose stellten nur auf der Basis deiner Ausführungen. Dagegen ist aber durchaus erkenntlich, daß eine heftige Persönlichkeitsstörung vorliegt, bei der man mit unberechenbarem Verhalten rechnen müsse. Insofern war die Warnung an dich wiederum korrekt.

Schließlich bin ich es, der Hilfe sucht und nicht meine Ex.
Ihre Aufgabe sei es sich um mich zu kümmern und mir zu helfen.

Zm - da hatten sie nicht ganz unrecht, aber eine etwas rigide Haltung ist es schon.

Dabei spiele es keine Rolle ob ich eine Diagnose wisse oder nicht.

Falls sie (siehe oben) die möglichkeit einer diagnostischen Bewertung hatten, sehe ich das anders. Denn für deine Bewältigung des Vergangenen (sofern es bei euren Gesprächen darum ging) macht es einen erheblichen Unterschied für dich, ob du mit einem ansonsten bekannten psychopathischen Phänomen zusammengeraten warst, oder ob deine Frau als durchaus psychisch gesund anzusehen ist …

Alle rieten mir nur dringend meinen Sohn von ihr wegzuholen.
Eine Psychologin sagte mir sogar, als Mutter und nicht beruflich gemeint, es sei meine Aufgabe …

Das ist korrekt. Es sieht so aus, daß sie vermeiden wollten, eine sog. „Ferndiagnose“ zu machen.

Grundsätzlich ist es meine Überzeugung Menschen, die krank
sind zu helfen und da ich vor dem Standesamt und in der Kirche
„Ja“ zu ihr gesagt hatte, dachte ich sogar daran irgendwann
mit ihr wieder zusammenzuziehen, wennn sie eine „echte“
Therapie macht.

Ein so radikal verstandenes „ja“ ehrt dich.

Besagte Psychologin, machte mir klar, daß ein solcher Gedanke in Hinsicht auf meine Ex unverantwortlich sei. Sie arbeite mit solchen Frauen zusammen und weiß, wovon sie redet.

Eine solche Äußerung halte ich persönlich wiederum für unverantwortlich. Etwas anderes ist aber, die Einsicht zu gewinnen, daß vielmehr die Einhaltung deines Versprechens eine radikale Trennung fordere - deinetwegen, der Kinder wegen (unbedingt), aber auch deiner Frau wegen: Denn ein weiteres Zusammenleben könnte eventuell ja sogar einer Behebung der Störung hinderlich sein …

zum Hausarzt:

… da sie psychisch wieder stabil wirkte …

Sie tobte wie von Sinnen …

… hatte sie wieder Verständnis für diesen Schritt … Da war keine Wut und kein Toben mehr.

Wenn man dir wenigstens eine Andeutung gemacht hätte bzgl. eines „wahrscheinlichen“ Vorliegens einer Störung bekannter Art, hättest du andere Verhaltens- und Entscheidungsmöglichkeiten gehabt. Zu der, die sich „deutlich andeutet“ gehört eben auch ein plötzlicher und kausal nicht nachvollziehbarer Wechsel im affektiven reagieren …

Widerspruchsfrei konnte sie mir diese auch immer schlüßig beantworten, egal an welcher Stelle ich einhakte, wenn mir etwas unlogisch vorkam.

Ja - sie ist in ihrer Art genial, was mir schon bei deinem ersten Bericht auffiel. Ein so krasses Beispiel begegnet auch unter diesen Persönlichkeitsstörungen nicht gerade häufig.

… denn sie hatte auch zum ersten Mal mit Selbstmord gedroht. Schließlich kann ich doch keinen Menschen so ohne Weiteres allein lassen, der sich das Leben nehmen will.

Das ist strittig. Die Erfahrung zeigt, daß manchmal ein konsequentes, radikales Reagieren im Sinne von „du versuchst mich zu erpressen, das mache ich nicht mit“ besser geeignet ist, jemanden wieder auf die Beine zu stellen, der Suizidandrohungen äußert - besonders wenn diese recht offensichtlich rein taktisch inszeniert werden.

zu den Eltern:

… daß er sich von ihrer Mutter getrennt und sich auch so kaum um sie gekümmert habe.
Aber mit der Geburt meiner Tochter wolle sie nun Frieden mit ihm schließen

Später kam auch zu Tage, das ihre Mutter noch lebte. Mit ihr habe sie gebrochen, weil sie zuließ, daß ihr Stiefvater sie mehrmals grün und blau geschlagen hat und sie meine Ex nicht ernst genommen hat, wenn er dies tat. Auch das klang nachvollziehbar.

Eine solche Lebensgeschichte paßt zu der Genese von Persönlichkeitsstörungen.

Woraufhin die Mutter nichts mehr mit ihr zu tun haben wollte und mit ihr gebrochen hat.
Die Mutter selber hat auf meine Schreiben jedoch niemals reagiert,

Wie sich die Bilder gleichen! (Mutter und Tochter). Man ist sich nicht einig darüber, ob diese Dinge erblich sind. Das betrifft auch deine Frage unten nach deiner Tochter. Es kann nämlich auch sein, daß diese Verhaltensweisen sehr leicht assimiliert (imitiert, introjiziert, internalisiert … je nachdem) werden können, da die, die es abkriegen, ja ein entsprechendes Interaktionsverhalten entwickeln müssen. Oliver Walter kann zu dieser Frage sicher Aktuelles recherchieren.

zum Nierenkrebs:

Ja, das war ungelogen ihr Meisterstück, denn sie hat nicht nur
mich getäuscht sondern auch unsere Nachbarn und meine Mutter,
welche Krankenpflegerin ist. Detailiert konnte sie jeden
Schritt der Behandlung beschreiben.

Zweifellos ein Meisterstück. Die Motivation dazu ist auch rätselhaft. Mir ist bisher erst einmal etwas Vergleichbares begegnet. Das sind solche Erscheinungen, bei denen ich psychoanalytische bzw. tiefenpsychologische Denkwege bevorzuge, weil sie auch dafür Erklärungspotentiale eröffnet. Der kurze Abriss der Lebensgeschichte deiner Frau gibt schon Hinweise …

Selbst diese ist vollkommen überrascht gewesen, als ich ihr
sagte, das meine Tochter niemals Krebs hatte, denn es war
zuviel medizinisches in den Erzählungen meiner Ex, was man nur
bei einer Behandlung dieser Krankheit erfahren konnte.

Es kam dabei nicht nur zu Tage, daß meine Tochter niemals Krebs hatte, sondern auch alle anderen Erkrankungen erlogen waren. Bis auf ein paar kleine Erkältungen und einer Mittelohrentzündung gab es nichts Auffälliges.

Jetzt verstehe ich dein „Gottlob“ aus dem anderen Posting besser. Ja, hier warst du einer genialen Konstruktion hilflos ausgeliefert.

Statt die Wahrheit zu sagen, gab sie, wie schon erwähnt vor …
Als ich ihr sagte, daß ich längst wüßte, daß meine Tochter gesund sei, beschimpfte sie mich unaufhörlich, was mir einfiehle herumzuschnüffeln …
… Kein Wort der Entschuldigung! Nichts! Schließlich wisse sie als Mutter, was mit meiner Tochter gewesen sei. Das alles, obwohl die Beweise eindeutig gegen ihre Version sprachen.

Das ist geradezu ein diagnostisches Merkmal der „antizozialen PSt“.

zum Geld:

Zu dem Gespräch mit der Bank sei gesagt …

Ja, die Szene hatte ich auch zwischenzeitlich verstanden. Meisterhaft auch die Improvisationsfähigkeit deiner Frau.

Trotzdem natürlich auffallend, daß du nach den bis dato schon vorliegenden Mißtrauensanlässen deinen eigenen Ohren nachträglich nicht trautest.

Den Mut ihr den Hörer aus der Hand zu nehmen hatte ich allerdings nicht. Ich wollte sie nicht blamieren, falls tatsächlich jemand am anderen Ende war.

Gut. Aber du weißt sicher, daß es zu dieser einen Selbstdeutung deiner Reaktion, noch andere Möglichkeiten der Selbstdeutung hättest?

Zur Domina:

Ja, ihr Betrugssystem war für dich undurchschaubar und perfekt.

Ich weiß bis heute also nicht, was sie wirklich gemacht hat und wo sie sich in den Nächten aufgehalten hat. Für mich klangen die Aussagen logisch und nachvollziehbar. Ich habe ehrlich gesagt auch zu wenig Ahnung von diesen Sachen.

Die Enttäuschung und Angst:

Ich bin ehrlich bitter enttäuscht von ihrem Verhalten, denn bislang glaubte ich daran, daß sie wenigstens für ihre Fehler gerade stehen wird und ihre Kinder und mich vor den Auswirkungen ernsthaft schützen will. Es macht mich wütent, wie sie uns eiskalt ins Messer laufen läßt.

Ja, aber auch dies gehört zu den o.g. bekannten Merkmalen, die die Deutung als „antisoziale PSt“ nahelegen …

Ich will mit diesem Kapitel meines Lebens abschließen

Ja, das ist ganz sicher sehr empfehlenswert. Oliver Walter erwähnte diese Empfehlung ja auch bereits.

und werde doch immer wieder davon eingeholt.

Gut wäre, wenn es dir gelänge, dieses Eingeholtwerden ausschließlich auf die Bewältigung der finanziellen Belastungen zu beschränken … Darüber hinaus nach und nach wieder Vertrauen gewinnen zu können, dafür sollten dir Gesprächspartner zu Verfügung stehen. Deine neue Partnerin, die wie ich hoffe, diese Vorgeschichte bestens kennt, wird sicher eine davon sein?

… obwohl meine Freundin und ich uns z.B. gegenseitig auf die Konten gucken lassen und es eigentlich keinen Grund für Mißtrauen geben sollte.

Das sollte sich nicht nur auf die Kontoführung beziehen …

Angst habe ich auch vor der Zukunft. Ich weiß aus dem
genannten Schreiben, daß meine Ex im 5. Monat mit Zwillingen
schwanger ist. Laut Unterlagen lebt sie auch mit jemandem
zusammen. Die Spirale dreht sich wieder.

Nicht unbedingt. Wenn es ihr einfallen sollte, daraus Ansprüche an dich abzuleiten (z.B. weil ihr zu diesem Zeitpunkt noch verheiratet ward … die Rechtslage, daß du damit zunächst der amtliche Vater wärst, hat sich vor Jahren bereits geändert) so sollte sich das leicht juristisch abwenden lassen.

Das die Schwangerschaft echt sein muß, weiß ich, weil sie beim Gericht beantragt hatte zu dem Termin nicht persönlich erscheinen zu müßen und den Mutterpaß als Beweis mitgeschickt hat.

Nana! Tom! Du hast doch selbst erlebt, was sie alles kann!
Du möchtest unbedingt wenigstens eine winzige Stelle bei ihr finden, an der du ihr vertrauen kannst - stimmts?

Damit meine Kinder bei mir bleiben konnten habe ich mir alles von ihr unterschreiben lassen.

Ist denn mittlerweile geklärt, wem amtlich das Sorgerecht zugesprochen wird??
Du wirst bitte nicht irgendeiner Unterschrift von ihr trauen, ja?

Nachdem sie auch das Schreiben betreffend meines Sohnes unterzeichnet hatte, rief sie mich 2 Tage später an und beschimpfte mich aufs Übelste, denn ich hätte ihr die Kinder geraubt

„ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode“ (Shakespeare)

und nun habe sie niemals wieder eine Chance diese zu bekommen.

ich denke, das sollten wir auch hoffen.

Das war das Letzte, was ich mit ihr besprochen hatte und danch war sie nicht mehr zu erreichen.

Da das ja nachweisbar ist, dürfte das reichen, um die Sorgerechtsfrage zu klären.

Doch was ist, wenn der Neue schlauer ist als ich und ihre Beziehung zerbricht.
Kommt sie dann wieder an?
Was ist, wenn die Schwangerschaft schief geht, will sie dann meine Kinder haben?

Zuzutrauen ist ihr das. Aber dagegen wirst du die Kinder schützen können.
Du hast Angst vor ihr, nicht wahr?
Ich vermute, du solltest dir dringend einen Gesprächspartner verschaffen, um das zu bewältigen. Sei es ein Psychotherapeut (welche Richtung, darüber können wir ein andermal) oder wen auch immer. Du hast deine eigene Natur und außerdem einiges hinterdir … das kann kaum jemand mit der Rückhand erledigen und bewältigen …

Was passiert, wenn ich gerichtlich die Rechte der Kinder auf Unterhalt geltent mache?
Wird sie mir in Bezug auf die Kinder Ärger machen?

Wahrscheinlich. Aber das ist doch vorher abklärbar!

Sie kennt meine Angst vor Behörden und Gerichten.

Nicht nur vor Behörden …
Ja, sicher hat sie sich auf dich eingeschossen und weiß, wie sie mit dir umgehen muß - aber du hast die Möglichkeit, mit dir selbst etwas zu verändern … so, daß sie für deine „Neuauflage“ keine Verhaltensschemata mehr hat. Ich möchte mal vermuten, daß du gewiß nicht nie mehr etwas von ihr hören wirst … meine daher, daß du etwas mit dir unternehmen solltest, um dich in deiner eigenen Haltung zu reflektieren und zu stabilisieren …

Der Grund:

Diese Ängste sind der Grund, warum ich wissen will, an welcher psychischen Erkrankung meine Ex leidet. Mit einer Diagnose oder einem Verdacht ist ihr Verhalten vielleicht berechenbarer und ich kann mich darauf einstellen. Ihr Schweigen ist für mich unerträglich! Ich fühle mich von den Psychologen verarscht, weil sie vorgeben etwas zu wissen aber nichts sagen.

Das ist vollkommen verständlich und nachvollziehbar. Die Erfahrung lehrt (und zwar ganz besonders bei den sog. Persönlichkeitsstörunge), daß es für die Familie sehr sehr hilfreich ist, sich zu entschließen, den Betreffenden als „krank“ aufzufassen (auch wenn der Ausdruck „krank“ umgangssprachlich gemeint ist. In der Psychologie/Psychotherapie redet man sonst lieber von „Störung“). Dann ist zumindest die Belastung etwas gemindert, alles und jedes Verhalten der „kranken“ Person immer wieder neu abschätzen und interpretieren zu wollen.

Vielleicht kann ich dir dazu etwas privatim sagen …

Auch habe ich Angst um meine Tochter (6). Ich weiß nicht
inwieweit psychische Erkrankungen vererbbar sind. Sie zeigt
Auffälligkeiten, die ich von ihrer Mutter kenne.

Siehe oben.

Ich kann genau sehen, daß sie etwas verbotenes tut und wenn ich sie
darauf anspreche, streitet sie alles ab.

Wie sich die Bilder auch hier wieder gleichen!
Hier ist es ganz ganz wichtig, früh genug einen bestimmten Umgang mit dieser Reaktionsweise zu erlernen. Es ist möglich, wenn es früh genug geschieht, dieses verhalten abzuschwächen … Es könnte sein, daß sie sich darauf spezialisiert, etwas „Verbotetes“ zu tun …

Sage ich ihr, daß ich es aber gesehen habe, fängt sie an zu Heulen und streitet weiter alles ab

Vermeide bitte, sie in einem solchen Fall unter Geständnisdruck zu setzen. In ihrer Gegenreaktion - ebenso wie in dem gezielten Verbotenes-Tun - bauen sich Spannungspotentiale auf, die psychodynamisch Sinn machen, aber umgehbar sind. Dies ist (mit Wink an Oliver Walter *smile*) zwar nur ein Hinweis aus einer speziellen psychotherapeutischen Interpretationsrichtung - aber das ist ja wurscht, wenn es im Resultat nützlich ist …

… so daß man wirklich den Eindruck gewinnen kann, man habe sich geirrt und sich am liebsten bei ihr entschuldigen möchte.

Ich brauch es dir nicht mehr zu sagen: daran mußt du arbeiten, daß du dich auf deine Wahrnehmung absolut zu verlassen bereit bist. Es ist kein Weg, sich selbst zu verleugnen, nur um die moralische Integrität des anderen damit zu erhalten - oder sie gar damit zu erzeugen!!

Zu mir:

… und es gehört eigentlich sehr viel dazu mich zu täuschen. Wer mir eine Geschichte erzählt muß wissen, daß ich mir jedes Detail gut einpräge und die Logig prüfe. Widersprüche fallen mir auch sofort auf.

Ja, das glaube ich gern. aber

Deswegen ärgert es mich immer wieder bei ihr hereingefallen zu sein.

Ihr paßtet in dieser hinsicht einfach perfekt zueinander. Warum, und warum du so vermeintlich „bereitwillig“ dich von ihr täuschen ließest, das herauszufinden oder besser, das herauszuarbeiten (denn das ist Arbeit!) würde auch ich für notwendig erachten. 1. um deine Angst vor ihren Attacken zu bewältigen und 2. um wieder Vertrauen haben zu können und 3. weil auch diese Episode deines Lebens und somit auch diese Frau zu deinem Leben gehört.

Meine Kinder im Stich lassen und Zahlepapa sein? Nein danke! Sie brauchen mich!

Könntest du auch ohne zu zögern sagen:
„Nicht weil sie mich brauchen, sondern weil ich es nicht will“ … ?

Ich sehe nicht ein, warum ich über meine Kindheit sprechen soll, wenn ich jetzt Probleme habe, mit denen ich nicht zurecht komme.

Das käme auf die therapeutische „Schule“ an, aus der du dir Hilfe suchst. Ein teil deine gegenwärtigen Probleme sind sachlicher Art. Dazu brauchst finanzielle Mittel und rechtshilfe. Ein anderer Teil deiner Probleme sind nicht ohne weiteres rational erklärbar: Ein Weg, diese zu bewältigen, besteht in der reflexion und Einübung anderer möglicher reaktionsweisen deinerseits. Ein anderer Weg besteht in der gemeinsamen dialogischen Entschlüsselung der irrationalen Anteile an deiner Verhaltens- und Reaktionsweise - er macht es erklärbar, einsehbar, verstehbar, obwohl es nicht vordergründig rational nachvollziehbar ist …

Wenn du aber Vertrauen in deine Frau hattest, obwohl alle Fakten dagegen sprachen, warum dann nicht auch in die Form der einen oder anderen Richtung von Psychotherapie?

Ich möchte Hilfe haben, damit ich mich in meiner jetzigen Situation zurechtfinde. Ich möchte wissen, auf was ich da hereingefallen bin.

Eben. Nicht nur „auf was“, sondern auch „warum“ … oder meinst du nicht?
Das „auf was“ liegt bei deiner Ex - das „warum“ aber liegt bei dir …

Von der psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle wurde mir vorgeschlagen in eine Selbsthilfegruppe von Angehörigen psychisch Kranker zu gehen. Aber was soll ich da, wenn ich nichtmal weiß, ob meine Ex krank ist und was sie hat?

Das letztere wäre dafür nicht nötig - du bist ja kein Psychologe und die anderen sicher auch nicht. Trotzdem sage ich - ausdrücklich als persönliche Meinung und aufgrund dessen, was du bis jetzt erzählt hast - daß ich dir soetwas nicht
empfehle …

Das zu Deinen Fragen. Ich hoffe, daß Dir meine Schilderung ein besseres Bild geben konnte, als ich es bei meinem Erstposting abgeben konnte.

Zweifellos …

Viele Grüße - und vielleicht bis auf Weiteres

Metapher

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Hallo Tom!

Dein Posting ist zwar nicht an mich gerichtet, aber ich habe zu einigen Dingen, die Du schreibst, ein paar Anmerkungen zu machen.

Zum einen habe ich Respekt davor, daß Du so bereitwillig in diesem Forum Deine persönlichen Lebenserfahrungen offenlegst und auf Fragen zu diesen ausführlich antwortest. Ich bin sicher, daß ich nicht der einzige bin, der so empfindet.

Zum anderen möchte ich die Aussage meiner ersten Antwort an Dich bekräftigen: Deine weitergehenden Ausführungen lassen mich an meinem Verdacht festhalten, daß Deine Ex-Frau antisoziale Persönlichkeitszüge aufweist, womöglich eine antisoziale Persönlichkeitsstörung hat. Trotzdem muß ich immer die Warnung hinzufügen, daß dies keine Diagnose ist, sondern nur eine Möglichkeit darstellt und daß besonders bei Persönlichkeitsstörungen eine Diagnose sehr schwierig und oft kontrovers ist.

Daß die Psychologen, die Du konsultiert hast, Dir keine Diagnose nennen wollten und Dir „nur“ gesagt haben, daß sie Deine Ex-Frau als psychisch gestört einstufen, solltest Du ihnen nicht übelnehmen. Es wäre beruflich unverantwortlich von ihnen, wenn sie Dir sagen würden, daß Deine Ex-Frau an dieser oder jener psychischen Störung leiden würde, ohne sie je gesehen zu haben.

Die Frage, ob ich selbst in Therapie bin kann ich klar und
deutlich mit „Nein“ beantworten. Ich sehe nicht ein, warum ich
über meine Kindheit sprechen soll, wenn ich jetzt Probleme
habe, mit denen ich nicht zurecht komme. Ich möchte Hilfe
haben, damit ich mich in meiner jetzigen Situation
zurechtfinde.

Dazu kann ich Dir versichern, daß nicht in jeder Therapie über „die Kindheit“ gesprochen wird, sondern daß es verschiedene Therapieangebote mit unterschiedlichen Schwerpunkten gibt. Vielleicht ist es für Dich auch nicht notwendig, eine Therapie zu machen, vielleicht ist für Dich eine Beratung angemessen. Das kann man von hier aus aber nicht endgültig entscheiden.

Zum Schluß möchte ich noch etwas Privates loswerden: Ich kann nachvollziehen, wenn jemand auf solch eine Person wie Deine Ex-Frau hereinfällt. Ich selbst habe einmal eine Person kennengelernt, die „Geschichtchen“ erfunden hat. Es ist schwer, solche Leute an ihren Worten festnagelt, weil sie sich wieder neue „Geschichtchen“ ausdenken, die ihre früheren „Geschichtchen“ rechtfertigen oder entschuldigen, und wenn man diese Personen näher kennenlernt, wird es immer schwieriger, weil man keinen Blick „von außen“ auf die Situtation werfen kann.

Grüße,

Oliver Walter

Hallo Tom,

ich bin leider keine Psychologin, aber würde Dir schon ganz gerne schreiben, wie ich die ganze Sache aufgenommen habe. Zum einen kann man aus Deinem Text nichts darüber entnehmen, wie Euer Verhältnis zu- einander gewesen ist. Dazu sagen kann ich nur, dass mir schon Menschen begegnet sind, die Ihr Leben mit eigenen Lügen, die sie sich selbst ausdenken, schmücken, weil Ihnen die Nähe, wie auch immer fehlt. Vorstellbar wäre, dass sie entweder zu streng erzogen sind oder gar keine Liebe erhalten haben. Sie haben irgendwann die Erfahrung gemacht, dass man sie nur dann liebt und in die Arme nimmt, wenn man glaubt, ihr Leben sei so schlimm, um Ihnen etwas gutes zu tun. Egal in welchem Bereich, die Bitte nach Nähe darfst Du hier nicht ausser Acht lassen. Wenn ich mir Deine Zeilen so durchlese, frage ich mich, wie Du dieser Frau so blindlings vertrauen konntest. Das Du ihr einfach so über ein halbes Jahr deine EC-Karte überlässt ok…aber verständlicherweise…sorry ohne Dir nahe zu treten zu wollen, die Krankheit deiner Tochter so hinnimmst… stellt bei mir die Frage, wie sehr warst Du denn wirklich emotional eingestellt…spielt da nicht eine grosse Portion Desinteresse Deinerseits mit? Ich spreche Dir zu, dass es eigentlich ziemlich leicht, ist einen Mann zu lenken, aber wenn es doch Kinder gab, dann sagt auch Dein Text darüber was aus, dass Du auch ihr wenig Aufmerksamkeit gewidmet hast. Wenn ich dies falsch sehe, kläre mich bitte auf. Also alles ist möglich, auch das sie vorher in einem SM Club gearbeitet hat und sich dafür geschämt hat. Denn es ist immerhin verpöhnt… nur erklärt das nicht das fehlende Geld. Bist Du dir sicher, dass der auftauchende Mann wirklich ihr Vater war? Kann es nicht auch nur sein, dass er ihre Situation ausgenutzt hatte. Gut, Du hast dich getrennt, für dich wohl die beste Lösung, wie mir scheint. Und dennoch, vielleicht hat sie bei allem gelogen und kommt aus dem Kreislauf nun nicht mehr raus. Dem Kinde zu Gute solltest du es klären, um kein falsches Bild zu vermitteln (ich setze, da ich an das Gute im Menschen glaube, mal voraus, dass sie nicht mit purer Absicht gehandelt hat). Für Dich denke ich, fange ein neues Leben an und vor allem zeig mehr Interesse an Deinen Nächsten und höre ihnen zu.

Liebe Gruesse tara