Gewissen/Schuldgefühl

Hallo Wissende,
Möchte gern von Euch erfahren, was denn der Unterschied zwischen „schlechtem Gewissen“ und „Schuldgefühl“ ist. Mir scheint, dass diese zwei Begriffe kaum zu unterscheiden sind. Bitte antworten !
Mit Gruss und Dank: hardy

Hallo Hardy,

Hallo Wissende,

eigentlich mag ich diese Bezeichnung nicht, denn wer ist schon wissend? Ich zähle mich nicht dazu, da ich denke, daß das was ich nicht weiß, dem überwiegt, was ich weiß. Aber egal.

Möchte gern von Euch erfahren, was denn der Unterschied
zwischen „schlechtem Gewissen“ und „Schuldgefühl“ ist. Mir
scheint, dass diese zwei Begriffe kaum zu unterscheiden sind.

Hm Unterschied, ich denke das Schuldgefühl baut sich auf dem schlechten Gewissen auf. Zuerst ist da ein schlechtes Gewissen, mit dem nicht richtig etwas angefangen werden kann. Dennoch rappelt sich da was, und fordert auf, die Angelegenhheit nochmal eingehender zu überdenken. Erst dann, wenn gesehen wird, ja, da habe ich Unrecht gehandelt, formt sich ein Schuldgefühl dieser Person gegenüber.

Ich glaube aber, den meisten Menschen ist das schnurz, ein unangenehmes Gefühl bleibt es, egal ob schlechtes Gewissen oder Schuldgefühl.

lieben Gruß,
fionny

mögliche Unterscheidung
Hallo Hardy,

Unterschied zwischen „schlechtem Gewissen“ und „Schuldgefühl“ ist.

du hast schon Recht, wenn du sagst, sie seien schwer zu unterscheiden.
Aber ich denke, es gibt einen Unterschied, nämlich den, dass man Schuldgefühle auch haben kann, wenn man nicht persönlich etwas falsch gemacht hat, während der Begriff des schlechten Gewissens notwendig mit einer persönlichen Handlung (in welchem Sinn auch immer) zu tun hat.

Das schlechte Gewissen setzt sozusagen bei der subjektiven Einstellung an, während das Schuldgefühl einen objektiven Ausgangspunkt sucht.

So würde ich versuchen, den Unterschied zu umschreiben.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Beispiel
Hallo!

man Schuldgefühle auch haben kann, wenn man nicht persönlich
etwas falsch gemacht hat, während der Begriff des schlechten
Gewissens notwendig mit einer persönlichen Handlung (in
welchem Sinn auch immer) zu tun hat.

Das schlechte Gewissen setzt sozusagen bei der subjektiven
Einstellung an, während das Schuldgefühl einen objektiven
Ausgangspunkt sucht.

  1. Beispiel:
    Hab kürzlich wieder den Hochzeitstag vergessen.
    Schuldgefühle hab ich da keine, aber ein
    schlechtes Gewissen.
  2. Beispiel:
    Überfahre ich ein Tier das so flink auf die
    Fahrbahn springt, dass eine Reaktion unmöglich
    ist habe ich eher kein schlechtes Gewissen, aber
    ein Schuldgefühl bleibt.

Ich würde sagen, der springende Punkt ist, ob ein tatsächlicher Schaden entstanden ist oder nur Gefühle verletzt wurden.

Gruß
Forrest

hi,

Ich würde sagen, der springende Punkt ist, ob ein
tatsächlicher Schaden entstanden ist oder nur Gefühle verletzt
wurden.

verletzte gefühle sind auch ein schaden.

ich gebe hier thomas recht:

ein schlechtes gewissen hat man, wenn man durch eine handlung oder deren unterlassung einen vermeidbaren schaden bei einem anderen verusacht hat, egal ob er seelisch oder materiell ist.

schuldgefühle sind oft irrational und diffus: zb. das kind fühlt sich schuldig an der scheidung der eltern, obwohl es objektiv nichts damit zu tun hat. oder oft haben überlebende von katastrophen wie flugzeugabstürze ein schuldgefühl. sie fühlen sich schuldig weil sie überlebt haben, während andere (zb. der beste freund) sterben mußten.

gruß datafox

Hallo,
neben dem bereits gesagten, würde ich dem „Schuldgefühl“ auch eine längere Zeitdauer einräumen, als dem „schlechten Gewissen“.

Gruss
Enno