Uni Problem

Hallo miteinander,

ich habe ein Problem mit meiner Uni bekommen:

Und zwar ist es so, dass ich am 17.01.01 zu einem Dozenten gegangen bin, um ihm zu sagen, dass ich mich für ein bestimmtes Thema für eine Diplomarbeit interessiere, aber erst nach den Prüfungen schreiben werde. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch einen Nebenjob an der Uni, musste in Veranstaltungen gehen und noch Scheine machen und außerdem mich ja auch noch für die Diplomprüfungen vorbereiten, die ich dann im Zeitraum von Mitte September bis Anfang November 2001 zu bestehen hatte.

Der Dozent hat mir gesagt, ich kann mir so viel Vorzeit nehmen, wie ich will, doch wenn die Diplomarbeit (DA im folgenden abgekürzt) angemeldet sei, gäbe er keine Verlängerung mehr. Nun gut, ich muss zugeben, ich habe diese gestattete Vorzeit ziemlich ausgenutzt, jedenfalls wollte ich nun am 09.07.03 meine DA anmelden, zumal ich ja bereits schon ca. 100 - 200 Stunden investiert habe. Die DA besteht aus einer zu programmierenden CDROM und einer ca. 50-100 Seiten starken schriftlichen Ausfertigung, warum was wie so gemacht wurde, wie es gemacht wurde. Ich hatte bereits die CDROM fast fertig und auch schon knapp 40 Seiten geschrieben und wollte dann erst anmelden, da ich befürchtete, nicht rechtzeitig fertig zu werden, weil ich ja noch eine Umfrage zu dem ganzen machen soll (Evaluation) und mir die zeitlich ziemlich Kopfschmerzen bereitet hat.

Mein Dozent allerdings hat auf dem Anmeldeschein den 17.01.01 als Tag der Vergabe angeben, daher hätte ich ja bereits am 17.07.01 abgeben sollen. Also selbst wnen ich gleich alles zügig gemacht hätte, hätte es so auch nicht funktioniert, da ich ja erst ab November angefangen hätte und das wäre ja auch ca. 4 Monate nach dem so berechneten Abgabetermin gewesen. Der Dozent hat schriftlich dem Prüfungsamt erklärt, dass dieser Termin so stimmt (deswegen kann man den Termin nicht mehr revidieren - zu mir sagte er, weil die Unterschrift des Fachbetreuers schon drauf ist, kann man nichts mehr machen).

Und nun kommt mein Problem:

Ich soll tatsächlich Psychiater aufsuchen, die mir schriftlich bestätigen, dass ich nicht in der Lage war, an der DA zu schreiben und auch Formalitäten einzuhalten (z.B. einen Urlaubsantrag oder einen auf Aussetzung der DA zu stellen) - und das 2 Jahre zurückdatiert! Mein Dozent sagt, dass ich da schon mehrere aufsuchen muss, gleich werde ich das nicht bekommen. Ich solle halt mal in meinem Bekanntenkreis fragen, ob sie mir einen entsprechenden empfehlen können.

Ich persönlich bin der Ansicht, dass kein normaler Psychiater sowas machen würde; ich habe mich auch mal zu einem gewagt, wurde aber gleich von Anfang an abgeblockt (wen wundert’s).

Jedenfalls bin ich jetzt ziemlich am Ende. Aber dennoch würde ich gern Euere Meinung dazu lesen, aber bitte keine Verdammnis oder sowas. Ich mache mir jetzt schon genug Vorwürfe und habe schlichtweg Angst.

Natürlich stellt sich die Frage, warum ich das so lange herausgezögert habe. Nun ja, zum einen hatte Jobs (einer davon hatte auch mal eine Arthritis in den Armen nachgezogen, aber das hat auch „nur“ 2 Monate lang gedauert) und die Schnauze voll von Uni… ich war froh, endlich mal was arbeiten zu können und nicht immer nur zu „studieren“. Zum anderen habe ich festgestellt, dass mein Studium kaum Arbeitschancen bietet. ich habe eine so seltene Richtung, dass sie weitgehend unbekannt ist und damit der Bedarf sich natürlich in Grenzen hält. Zudem gibt es eine Konkurrenzstudienrichtung, die durch mehr erlaubten Veranstaltungen besser ausgebildet wird und außerdem bin ich Auffassung, dass das Studium nicht ganz den praktischen Anforderungen eines möglichen Jobs entspricht (zumindest wird in den Stellenanzeigen mehr verlangt). Während der Zeit trat immer wieder finanzielle Not auf, so dass ich mir einen Job - vorzugsweise natürlich in meinem Gebiet - gesucht habe. Ohne Erfolg! Ich habe mich meist mit Kassiererjobs über Wasser halten können. Stellen für mein Studium fand ich nicht, bei ähnlichen Jobs bin ich abgelehnt worden.

Nun ja, ich hoffe, jemand hat hier noch einen Lichtblick für mich parat. Ansonsten… ich habe es mir von der Seele geredet, vielleicht hilft mir das ja auch persönlich etwas.

Viele Grüße
Klara

Hallo Klara,

da das Kind schon in den Brunnen gefallen ist :

  1. Prüfungsordnung besorgen ! Durchlesen, besonders den Bereich in dem es um Verlängerungen der DA geht ! Möglichkeiten gibt es immer, meistens Krankheit oder sonstige schwerwiegende Fälle. Evtl. auf Sonderpassagen und/oder Schlupflöchern durchsuchen.
  2. Die DA so schnell wie möglich fertig stellen, notfalls mit dem Prof sprechen das der Umfang reduziert wird !
  3. Vorsprache vor dem Prüfungsausschuß ob DA evtl. durch einfachen Antrag verlängert werden kann.
  4. Evtl. kannst du dir ein Attest deines Hausarztes/Facharztes einholen das die Verlängerung gerechtfertigt.
    Ein Attest eines Psychotherapeuten oder eines Psychaters geht auch (bzgl. Mehrfachbelastung=Überbelastung oder Angstzustände wegen Zukunftsaussichten, irgendsowas in der Richtung (ich bin kein Mann vom Fach). Aber ich denke mir das dies der schwierigere Weg sein wird.

Du hast das schon richtig erkannt : Jammern hilft da nicht viel ! Jetzt müssen Aktionen kommen. Und zwar von deiner Seite. Ich würde mich nicht allzu sehr auf deinen Prof verlassen.

Viel Glück !

Unn wech, Ingo

Wie wäre es denn, wenn Du einfach einen zweiten Versuch anmeldest? Okay, dann hast Du einen Versuch weniger, aber DU wirst es ja hofentlich beim ersten Mal schaffen :wink:)
Habe übrigens ein ähnliches Problem: Habe mir vor einem halben Jahr ein Thema aus der Praxis an Land gezogen, das eigentlich JETZT fertig sein sollte. Ich habe aber noch nix praktisches getan… ;-(((
Stattdessen stecke ich in einem heftigen Praktikum, was zwar auch an diesem Thema hängt, mich aber auch heftig ablenkt. Gut, es könnte ein Job dabei herausspringen, aber mit meiner DA kriege ichs einfach nicht geregelt, zumal ich mich auch die ganze Zeit davor drücke.

JÖrg

Hallo Apophes!

da das Kind schon in den Brunnen gefallen ist :

  1. Prüfungsordnung besorgen ! Durchlesen, besonders den
    Bereich in dem es um Verlängerungen der DA geht !
    Möglichkeiten gibt es immer, meistens Krankheit oder sonstige
    schwerwiegende Fälle. Evtl. auf Sonderpassagen und/oder
    Schlupflöchern durchsuchen.

Habe ich schon gemacht, in anderen Unis darf man z.B. die Diplomarbeit nicht anmelden, bevor man einen großteil der Prüfungen hat - aber leider nicht in meiner Uni

  1. Die DA so schnell wie möglich fertig stellen, notfalls mit
    dem Prof sprechen das der Umfang reduziert wird !

Der Umfang ist eigentlich nicht mein Problem… und zu reduzieren geht leider auch nichts mehr, da ich die Evaluation auf jeden Fall machen muss und die das einzige Gebiet wäre, wo man reduzieren könnte!

  1. Vorsprache vor dem Prüfungsausschuß ob DA evtl. durch
    einfachen Antrag verlängert werden kann.

Habe ich auch schon, ist nicht möglich, da einfach die Zeit zu lange überschritten ist. Man kann maximal 3 Monate verlängern… und der Zeitraum ist ca. 2,5 Jahre…

  1. Evtl. kannst du dir ein Attest deines Hausarztes/Facharztes
    einholen das die Verlängerung gerechtfertigt.

das wollen sie nicht, es muss ein psychiatrisches Gutachten sein.

Ein Attest eines Psychotherapeuten oder eines Psychaters geht
auch (bzgl. Mehrfachbelastung=Überbelastung oder Angstzustände
wegen Zukunftsaussichten, irgendsowas in der Richtung (ich bin
kein Mann vom Fach). Aber ich denke mir das dies der
schwierigere Weg sein wird.

Damit hast du recht, das ist der schwierigere Weg. Habe ich ajauch schon probiert, weil es leider auch noch der einzige Weg aus der Misere ist, wenn ich diese DA fertig stellen will. Nur sehe ich da eben keine Erfolgschancen… ich kenne nun mal keinen Psychiater oder Bekannte, die einen kennen, der ein Attest 2 Jahre zurück datiert! Ich habe auch schon mit meinem Hausarzt drüber gesprochen, der hat mir sogar eine Überweisung mitgegeben und einen empfohlen, „mit dem man reden kann“. Aber selbst da habe ich keine Chance, der war sehr ungehalten und hat blockiert, sich mit seinen Phrasen wiederholt und war nicht wirklich eine Hilfe - wenn man nur mal seelischen Beistand sieht und nicht das gewünschte Papier. Ich habe ja noch ein anderes Problem vorgebracht (Umzug von meinen Eltern weg, Angst davor, weil großer Streit befürchtet) und selbst da hat er sich nicht mal die Mühe gemacht, irgendwie helfend zur Seite zu stehen sondern auch nur Phrasen gedroschen, deren Inhalt ich eigentlich schon vorher wusste, dass er notwendig wird, nur das Wie halt…

Du hast das schon richtig erkannt : Jammern hilft da nicht
viel ! Jetzt müssen Aktionen kommen. Und zwar von deiner
Seite. Ich würde mich nicht allzu sehr auf deinen Prof
verlassen.

Das tue ich nach all dem bestimmt nicht mehr. Ich habe ihm ja vertraut und bin da voll reingelegt worden. Er hat ja einfach den ersten Termin der Begegnung genommen, dass ich ab da gar noch nicht schreiben wollte, ist ja egal. So funktioniert das ganze ja nicht: Ich kann ja schlecht einen Termin nehmen, der garantiert nicht funktioniert. Und da unterstelle ich ihm boshafte Absicht, denn schon wie der Mitarbeiter vom Prüfungsamt sagte „das ist ja nicht das erste Mal, dass der Prof. ein Thema stellt, er weiß ja, wie das funktioniert…“

Viel Glück !

Kann ich brauchen, danke!
Viele Grüße
Klara

Wie wäre es denn, wenn Du einfach einen zweiten Versuch
anmeldest? Okay, dann hast Du einen Versuch weniger, aber DU
wirst es ja hofentlich beim ersten Mal schaffen :wink:)

Muss ich da zum gleichen Prof gehen oder kann ich mir da einen anderen aussuchen (einen, von dem ich weiß, dass er den ersten nicht mag, z.B.)? Ich habe mir das auch schon so überlegt, weil ich ehrlich gesagt nach all dem nicht mehr wirklich bei diesem Prof. schreiben will, wer weiß, was da noch alles kommt, was er sich noch ausdenkt?

Habe übrigens ein ähnliches Problem: Habe mir vor einem halben
Jahr ein Thema aus der Praxis an Land gezogen, das eigentlich
JETZT fertig sein sollte. Ich habe aber noch nix praktisches
getan… ;-(((

Damit wirst du dann wahrscheinlich auch nicht rechtzeitig abgeben, d.h. doch dann ne 5 als bewertung, innerhalb von 1 Monat ein neues Thema und dann wieder 6 Monate Zeit (sogar auch, wenn man über die Höchststudiendauer kommt, habe ich mir von meinem Prüfungsamtleiter sagen lassen).

Stattdessen stecke ich in einem heftigen Praktikum, was zwar
auch an diesem Thema hängt, mich aber auch heftig ablenkt.
Gut, es könnte ein Job dabei herausspringen, aber mit meiner
DA kriege ichs einfach nicht geregelt, zumal ich mich auch die
ganze Zeit davor drücke.

Es ist irgendwie beruhigend zu lesen, dass es anderen bzgl. Drücken auch so ergeht und dass man nicht der einzige Mensch auf Erden ist, der so mies ist. Jedenfalls wenn man dem Prüfungsamt Glauben schenken mag…

Viele Grüße
Klara

Kann ich nicht glauben!
Hi Klara,

da stimmt was nicht. Vergeben werden die Themen der Diplomarbeit durch den Diplom-Prüfungsausschuss (zumindest war das an „meiner“ Uni so, ich denke, das wird andernorts auch nicht anders sein). Nun hat Dein Betreuer am 09.07.03 angegeben, er habe Dir das Thema am 17.01.01 gegeben. Und das hat das Prüfungsamt für rechtens erklärt? Und Dir bei der Anmeldung der Arbeit gesagt: Ja, und wo ist die Arbeit, die seit dem 17.07.01 hier vorliegen sollte? Aaaaalso, ich bin kein Jurist, aber ich habe ziemlich lange an der Uni gearbeitet und auch verschiedentlich mit unserem Prüfungsausschuss zu tun gehabt. Die Rechtmäßigkeit dieses Vorgehens würde ich mir erstmal bestätigen lassen. Sofort zur studentischen Fachschaft gehen und Rabbatz machen. Unter Umständen kann die Studentenvertretung direkt an den Uni-Justitiar herantreten und mal nachhorchen, ob das denn wohl mit rechten Dingen zugehen kann. Ich halte den Vorgang - vorausgesetzt, ich habe das alles richtig verstanden - für schlicht und einfach absurd.

Was ich mir allerdings gut vorstellen kann: dass Du Deine 100-200 Stunden Arbeit abschreiben kannst. Eine mögliche Lösung scheint mir zu sein, dass die Anmeldung der DA für nichtig erklärt wird und Dein Dozent seine Erklärung zurückzieht. Das Thema könnte dann „verbrannt“ sein.

Herzliche Grüße
Michael Niepel

Hallo Klara,

einige Gedanken, vielleicht eine Idee für Dich:

  1. Gibt es an Deiner Hochschule eine Psychosoziale Beratungsstelle? Diese werden häufig von den Studentenwerken betrieben. Dort dürften ähnliche Fälle (vermutlich) bekannt sein; wenn dem so ist, dann gibt es vielleicht erprobte Lösungswege.

  2. Eine vohergehende Antwort zielte darauf ab, dass Du die Studien- und Prüfungsordnung studierst, um herauszufinden, welche Möglichkeiten Dir offen stehen.
    Vielleicht findest Du dort eine Regelung, welcher Fall vorliegen muss, damit eine Diplomarbeit nicht anerkannt und ein neues Thema vergeben wird … (so ähnlich wie ein Fehlversuch, der dem Versuchenden keinen Nachteil bringt).

  3. Kannst Du Deine Arbeit bei der Fernuniversität Hagen als Diplomarbeit einreichen? Wird das von der Universität an der Du studierst anerkannt? Falls nicht: kannst Du Dein Diplom an der Fernuniverstität machen?

  4. Kommt evtl. der Wechsel der Hochschule in Betracht? Dabei wäre die Frage von Interesse: welcher Lehrstuhl/welches Institut hat Interesse daran, dass das Thema Deiner Diplomarbeit bearbeitet wird? Und: würde dieser Lehrstuhl Dich unterstützen?

Ich wünsche Dir viel Erfolg.

Heiner Gierling

Wie wäre es denn, wenn Du einfach einen zweiten Versuch
anmeldest? Okay, dann hast Du einen Versuch weniger, aber DU
wirst es ja hofentlich beim ersten Mal schaffen :wink:)

Muss ich da zum gleichen Prof gehen oder kann ich mir da einen
anderen aussuchen (einen, von dem ich weiß, dass er den ersten
nicht mag, z.B.)? Ich habe mir das auch schon so überlegt,
weil ich ehrlich gesagt nach all dem nicht mehr wirklich bei
diesem Prof. schreiben will, wer weiß, was da noch alles
kommt, was er sich noch ausdenkt?

Ich weiß nicht, ob das gleiche Thema noch einmal bearbeitbar ist, da es ja schon mal Thema war. Da bedarf es vielleicht ein wenig Überzeugungsarbeit.
Ich würde mir wenn möglich auch einen anderen Betreuer suchen.

Habe übrigens ein ähnliches Problem: Habe mir vor einem halben
Jahr ein Thema aus der Praxis an Land gezogen, das eigentlich
JETZT fertig sein sollte. Ich habe aber noch nix praktisches
getan… ;-(((

Damit wirst du dann wahrscheinlich auch nicht rechtzeitig
abgeben, d.h. doch dann ne 5 als bewertung, innerhalb von 1
Monat ein neues Thema und dann wieder 6 Monate Zeit (sogar
auch, wenn man über die Höchststudiendauer kommt, habe ich mir
von meinem Prüfungsamtleiter sagen lassen).

Na, bei mir ist noch nix angemeldet worden, ich habe auch noch kein Anmeldeformular ausgefüllt, was abgegeben werden könnte. Insofern habe ich immer noch volle Zeit.
Was war denn das konkrete Thema Deiner Arbeit?

Stattdessen stecke ich in einem heftigen Praktikum, was zwar
auch an diesem Thema hängt, mich aber auch heftig ablenkt.
Gut, es könnte ein Job dabei herausspringen, aber mit meiner
DA kriege ichs einfach nicht geregelt, zumal ich mich auch die
ganze Zeit davor drücke.

Es ist irgendwie beruhigend zu lesen, dass es anderen bzgl.
Drücken auch so ergeht und dass man nicht der einzige Mensch
auf Erden ist, der so mies ist. Jedenfalls wenn man dem
Prüfungsamt Glauben schenken mag…

Oooch, das Problem haben wohl seeeeeeeeeeeeeeeeeehr viele…

Viele Grüße
Klara

Hallo Michael,

da stimmt was nicht. Vergeben werden die Themen der
Diplomarbeit durch den Diplom-Prüfungsausschuss (zumindest war
das an „meiner“ Uni so, ich denke, das wird andernorts auch
nicht anders sein).

Hmm… es tut sich ein Lichblick auf. Denn mein Prof ist der Ansicht, dass ER vergibt.

Nun hat Dein Betreuer am 09.07.03
angegeben, er habe Dir das Thema am 17.01.01 gegeben. Und das
hat das Prüfungsamt für rechtens erklärt?

Das Prüfungsamt hat beim Prof nachgefragt und der hat bestätigt, daher haben sie das anscheinend für rechtens erklärt.

Und Dir bei der
Anmeldung der Arbeit gesagt: Ja, und wo ist die Arbeit, die
seit dem 17.07.01 hier vorliegen sollte?

So in etwa… ich bin zwei Tage später angerufen worden, dass das nicht so gehe. Bis ich erstmal geschnallt habe, was nun das Problem ist! Da ich nämlich an die Höchstausbildungsgrenze am 30.09. komme, habe ich gedacht, es gibt damit Probleme (es hätte ja sein können, dass die DA mitsamt ihrer Korrektur da fertig sein muss), aber nicht damit, dass der Prof einen derartigen Schmarrntermin reinschreibt und dann noch sagt, der stimme gearantiert so.

Aaaaalso, ich bin
kein Jurist, aber ich habe ziemlich lange an der Uni
gearbeitet und auch verschiedentlich mit unserem
Prüfungsausschuss zu tun gehabt.

Damit bin ich überzeugt, jemanden fachkundiges gefunden zu haben!

Die Rechtmäßigkeit dieses
Vorgehens würde ich mir erstmal bestätigen lassen.

Wo genau kann ich das, steht das in der Prüfungsordnung?

Sofort zur
studentischen Fachschaft gehen und Rabbatz machen. Unter
Umständen kann die Studentenvertretung direkt an den
Uni-Justitiar herantreten und mal nachhorchen, ob das denn
wohl mit rechten Dingen zugehen kann.

Soweit mir bekannt, ist mein Fall schon in der Juristerei, weils ja „sowas noch nie gegeben hat“.

Ich halte den Vorgang -
vorausgesetzt, ich habe das alles richtig verstanden - für
schlicht und einfach absurd.

Das meine ich auch, vor allem, weilder Prof noch nach überallhin beteuert, wie wichtig ihm meine DA ist und wie sehr ihm daran gelegen sei, dass ich sie vollende. Ich wusste nicht, dass das Ironie sein sollte…

Was ich mir allerdings gut vorstellen kann: dass Du Deine
100-200 Stunden Arbeit abschreiben kannst. Eine mögliche
Lösung scheint mir zu sein, dass die Anmeldung der DA für
nichtig erklärt wird und Dein Dozent seine Erklärung
zurückzieht. Das Thema könnte dann „verbrannt“ sein.

Oder dass als nicht rechtzeitig abgegeben mit 5 bewertet wird und ich dann auch neu schreibe. Und die 100-200 Stunden sind zwar schade, aber eigentlich will ich bei dem gar nimmer schreiben. dem trau ich gar nicht mehr über den Weg!

Vielen Dank und viele Grüße
Klara

Hallo!

Wie wäre es denn, wenn Du einfach einen zweiten Versuch
anmeldest? Okay, dann hast Du einen Versuch weniger, aber DU
wirst es ja hofentlich beim ersten Mal schaffen :wink:)

Muss ich da zum gleichen Prof gehen oder kann ich mir da einen
anderen aussuchen (einen, von dem ich weiß, dass er den ersten
nicht mag, z.B.)? Ich habe mir das auch schon so überlegt,
weil ich ehrlich gesagt nach all dem nicht mehr wirklich bei
diesem Prof. schreiben will, wer weiß, was da noch alles
kommt, was er sich noch ausdenkt?

Ich weiß nicht, ob das gleiche Thema noch einmal bearbeitbar
ist, da es ja schon mal Thema war. Da bedarf es vielleicht ein
wenig Überzeugungsarbeit.
Ich würde mir wenn möglich auch einen anderen Betreuer suchen.

Wenn ich ehrlich bin, will ich das Thema gar nicht nochmal haben, weil ich ja dann wieder beim gleichen Betreuer wäre… wenn, dann kommt nur ein anderer in Frage. Mit dem nicht nochmal, wer weiß, was er sich nun ausdenkt?!

Habe übrigens ein ähnliches Problem: Habe mir vor einem halben
Jahr ein Thema aus der Praxis an Land gezogen, das eigentlich
JETZT fertig sein sollte. Ich habe aber noch nix praktisches
getan… ;-(((

Damit wirst du dann wahrscheinlich auch nicht rechtzeitig
abgeben, d.h. doch dann ne 5 als bewertung, innerhalb von 1
Monat ein neues Thema und dann wieder 6 Monate Zeit (sogar
auch, wenn man über die Höchststudiendauer kommt, habe ich mir
von meinem Prüfungsamtleiter sagen lassen).

Na, bei mir ist noch nix angemeldet worden, ich habe auch noch
kein Anmeldeformular ausgefüllt, was abgegeben werden könnte.
Insofern habe ich immer noch volle Zeit.

Genauso sah es bei mir bis zum 09.07.2003 auch aus. Und dann diese Sache mit diesem netten Starttermim. Pass bloß auf, dass dir das nicht auch passiert. Der Vergabetermin muss mit dem Antragstermin identisch sein. Sonst hast du mein Schlamassel am Hals!

Was war denn das konkrete Thema Deiner Arbeit?

„Medientechnische Grundbildung - Konzeption, Erstellung und Evaluation einer modernen Lernsoftware“

Stattdessen stecke ich in einem heftigen Praktikum, was zwar
auch an diesem Thema hängt, mich aber auch heftig ablenkt.
Gut, es könnte ein Job dabei herausspringen, aber mit meiner
DA kriege ichs einfach nicht geregelt, zumal ich mich auch die
ganze Zeit davor drücke.

Es ist irgendwie beruhigend zu lesen, dass es anderen bzgl.
Drücken auch so ergeht und dass man nicht der einzige Mensch
auf Erden ist, der so mies ist. Jedenfalls wenn man dem
Prüfungsamt Glauben schenken mag…

Oooch, das Problem haben wohl seeeeeeeeeeeeeeeeeehr viele…

Wirklich? Dann bin ich doch normal? :smile:

Viele Grüße
Klara

Nur noch mal eine Nachfrage: Liegt Dir ein offizielles Schreiben des Prüfungsamts vor, dessen Inhalt so oder so ähnlich lautet:

Datum: im Juli 2003

Auf Vorschlag von … weise ich Ihnen als Thema Ihrer Diplomarbeit … zu. Die Bearbeitungsfrist beträgt sechs Monate und beginnt am 17.01.2001.

gez. Prof X.Y. (Vorsitzender des Diplom-Prüfungsausschuss).

Wenn ja: An welcher Uni und in welchem Fachbereich gibt es denn sowas?

Michael

irgendwar schriftliches???
Hallo Klara und ich dachte schon ich hätt Probleme mit meiner Abschlussarbeit (Magister)gehabt. Aber hast Du nicht irgendwas schriftliches vom Prüfungsamt bekommen. Nach dem Motto „hiermit teilen wir ihnen das das Thema ihrer DA bei Betreuer XY mit. Es lautet…“
Oder „Das Thema … bei Betreuer xy ist zum soundsovielten angenommen, Abgabetermin ist 6Monate später.“
Frag nochmal beim Prüfungsamt nach. Es kann nicht angehen, dass du keinerlei Schriftliche Dokumente hast abliefern müssen (alle Vorraussetzungen sind erfüllt, Thema ist abgesprochen, Koreferent bestellt) und auch nichts dafür bekommen hast (welches Thema, welcher Prüfer, welcher Koreferent, welcher Abgabetermin).
Selbst wenn der Prof. das Thema für dich angemeldet hat, hättest Du darüber einen Bescheid bekommen müssen, und selbst wenn durch welchen Zufall auch immer, dieser in der Post verschütt ging, muss das Prüfungsamt dir erst mal nachweisen, dass du über den Termin informiert warst.
Hier in Kiel geht nichts ohne das Prüfungsamt (auch für die Psychologen, bin Nebenfächler) und ohne Papierkram.
Ich weiss ja nicht wo du so studierst.
Ich würde aber auf keinen Fall die Arbeit noch an den Prof rausrücken, falls sie nicht mehr als DA gewertet werden kann. Der bringt es fertig, sackt sie ein, und präsentiert sie als SEINE tollen Forschungsergebnisse.
Schreib sie lieber im stillen Kämmerlein fertig und schick sie an einen FAch-Zeitschriftenverlag, evtl auch nur in einer Kurzform (wohlvielversprechender). Dann ist sie jedenfalls nicht verloren.
Susanne

Hi,
ergänzend zu dem was bisher geschrieben wurde:
Pass auf, das du die Höchststudienzeiten in Deinem Fach nicht überschreitest. Seit dem 17.01.01 sind bereits 2,5 Jahre vergangen.
Am besten sprichst Du persönlich am Prüfungsamt vor.
Es gibt nämlich oft auch Regelungen, wann eine Diplomarbeit spätestens begonnen werden muss (x Monate nach der letzten Prüfung), bzw. wann spätestens eine Wiederholung stattfinden muss (x Monate nach der Mitteilung des „Nichtbestanden“). Werden diese Fristen überschritten ist die Prüfung endgültig „nicht bestanden“.
Ciao Rossi

PS.: Nimm im nächsten Anlauf die DA (und eine zügige Bearbeitung) ernst. Es ist eine Prüfungsleistung und eine gleichzeitig wichtige erste Arbeitsprobe im akademischen Beruf. (Stichworte: Arbeiten im Termindruck, Selbstorganisation, Reporting, Umgang mit Erfolgsdruck etc.). IMHO ist die DA-Note die wichtigste Note im Hochschulzeugnis.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

INteressant…

Was war denn das konkrete Thema Deiner Arbeit?

„Medientechnische Grundbildung - Konzeption, Erstellung und
Evaluation einer modernen Lernsoftware“

Das Thema klingt ja interessant.
Ich arbeite gerade an einer website für das Kompetenzzentrum elearning in Niedersachsen. http://www.nordmedia.de/scripts/contentbrowser.php3?..

Vielleicht kann man da ja irgendwie was machen.

Jörg