Anlaufschwierigkeiten beim Sex

Hmm … Hallo :o)
ich hoffe, ich bin hier an diesem Brett richtig. Euer Forum wurde mir von einer lieben Bekannten empfohlen.

Ich will mal versuchen, mein Problem zu beschreiben …

Also ich bin eine mittlerweile 36jährige Frau, die mit einem 40jährigen Mann glücklich verheiratet ist.

Unser einziges Problem ist, dass wir im Punkto Sex ein Problem haben.

Zu meiner Vorgeschichte, ich bin von meinem 5. bis zu meinem 23. Lebensjahr von meinem Stiefvater sexuell mißbraucht worden. Es hörte auf, als ich meinen ersten Mann heiratete. Doch damit kam ich nur vom Regen in die Traufe, denn mein Exmann nahm sich einfach, was ihm seiner Meinung nach als mein Ehemann zustand. Nach 8 Jahren wurde ich dann von ihm, nach 2 Jahren Kampf, da er die Scheidung nicht wollte, geschieden.

Für meinen jetzigen Mann bin ich, trotz seines Alters, die erste Frau.

Unser Problem ist, dass wir zwar häufiger Lust auf Sex haben, aber es ungefähr nur ca. 5 mal im Jahr wirklich dazu kommt, da ich sobald er etwas intimer als nur kuscheln und küssen wird, immer erstmal eine leichte Abwehrhaltung einnehme. Die mein Mann natürlich bemerkt, und er dann meist jeglichen Versuch abbricht, da er mir aufgrund meiner Vorgeschichte nichts aufdrängen will. Dabei muss ich nur über einen bestimmten Punkt hinauskommen und dann ist es kein Problem mir, denn ich kann nicht behaupten, dass ich keinen Spaß am Sex mit ihm habe.

Ich habe schon des Öfteren mit meinem Mann darüber gesprochen, und ihm auch vorgeschlagen, dass ich, wenn ich wirklich keine Lust verspüre, einfach deutlich ‚Stop‘ sage. Trotzdem wird es nicht besser, da mein Mann anscheinend nicht über seinen Schatten springen kann und ich es noch nicht schaffe, am Anfang nicht auf ‚Abwehr‘ zu gehen.

So langsam weiss ich darin keine Lösung mehr, vielleicht weiss ja einer von Euch einen Rat.

Grüsse

Tina

Hi Tina,

ich gehe davon aus, dass Du wegen des langjährigen Missbrauchs entsprechende Hilfe(n) in Anspruch nimmst/genommen hast. Wäre dem nicht so, würde ich zunächst dort ansetzen …

Du möchtest, wenn ich Dein Posting richtig verstehe, dass Dein Mann „gewisse Widerstände“ bei Dir überwindet, damit ihr danach Sex miteinander haben könnt?! Ist dieser „Widerstand“ immer gleich/ähnlich und tritt er meistens/häufig in einer bestimmten Phase (des Vorspiels) ein oder ist das quasi unkalkulierbar ?

Ferner verstehe ich Dein Anliegen so, dass Du Dir von Deinem Mann wünscht, er möge (manchmal) Deine (vorgeschobene Abwehrhaltung) ignorieren und weitermachen, obwohl Du ihm „mitteilst“, dass Du NICHT willst?! Das ist solange eine Gratwanderung, wie Dein Mann nicht eindeutig erkennen kann, WANN Du WAS wünscht. Gibt es da eine Möglichkeit, dass Du eindeutig signalisierst „Ja, mach weiter“ oder eben „Nein, heute geht es nicht“? Es ist ansonsten gefährlich, dass Dein Mann Deine Grenzen (und damit Dich) verletzt.

Wie wäre es, wenn die Initiative zum Sex von Dir ausginge - nirgendwo steht geschrieben, dass sie vom Mann kommen muss ?!

Hallo

ich möchte dir eine Internet-Seite empfehlen die sich mit sexuellen Missbrauch
und dessen Folgen beschäftigt.
Dort gibt es ein Forum wo du sich mit anderen betroffenen austauschen kannst.

www.verbuendete.de

Ich finde es sehr gut und einfühlsam und vor allem hilfreich.

Viel erfolg

Julia

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Liebe Tina,

17 Jahre Mißbrauch durch den Stiefvater und anschließend auch noch durch einen ‚Göttergatten‘, der meinte, daß Frauen gewisse eheliche Pflichten zu erfüllen hätten, steckt eine Frau nicht einfach weg. Nicht einmal, wenn Dein jetziger Mann die größtmögliche Verständnis aufbringt.

Du schreibst, daß Du bis zu Deinem 23. Lebensjahr von Deinem Stiefvater mißbraucht worden bist. Ich möchte Dir keinesfalls Vorwürfe machen, aber warum bist Du nicht ausgezogen und hast ihn angezeigt? Warum hast Du keine Hilfe gesucht? Du bist jetzt 36? Wenn Dich Dein Stiefvater als Kind vergewaltigt hat, kannst Du ihn immer noch anzeigen - bis Du 38 geworden bist! Erst dann ist es verjährt (die Verjährungsfrist läuft erst, wenn Du 18 bist).

Suche Dir bitte auf jeden Fall profesionelle Hilfe. Du bist in einen Sumpf geraten und aus einem Sumpf kann man sich nicht selbst befreien. Je mehr Du ruderst, desto mehr versinkst Du… Ob es nun eine Therapie gemeinsam mit Deinem Mann ist (halte ich am Anfang nicht für besonders sinnvoll) oder eine Selbsthilfegruppe für vergewaltigte und/oder mißbrauchte Frauen, oder eben eine Einzel-Therapie, in der Du erst einmal die Sache für Dich aufarbeitest. Irgend etwas mußst Du machen, sonst gehst Du kaputt.

Der Besuch beim Psychologen oder beim Psychiater ist keine Schande, auch wenn Du in den ersten zwei oder drei Sitzungen kein einziges Wort sagst sondern nur still vor Dich hinweinst. Es ist OK. Es ist ebenso OK, wenn es in einer Selbsthilfegruppe plötzlich alles auf einmal aus Dir ausbricht und Aggressionen laut werden. Du mußt halt sehen, was Dir besser bekommt.

Beste Grüße

Tessa

…Du denkst, es liegt an dem Mißbrauch? Dann mußt Du therapiert werden. Aber: es gibt auch bei nicht mißbrauchten Frauen dieses Problem und da sollte man unterscheiden lernen/können.
Ich hab auch erst seit ein paar Jahren Lust am Sex und weiss
n i c h t, warum es vorher anders war. Auch eine Therapie hat mir dabei nicht weitergeholfen, also nehme ich es hin wie es ist.
Vielleicht gibt es einfach Zeiten, in denen Sex nicht unmittelbar wichtig ist, sondern Nähe.
Und mit Nähe und Vertrauen kommt die Lust,nicht denken zu „müssen“.
Mir hat geholfen, daß mein Liebster mir diesen Freiraum dargestellt hat. Es war anstrengend und deshalb weiss ich, wie es Dir geht.
Mittlerweile sind mir viele Dinge (Äußerlichkeiten, Bedarf und dieses zuzugeben) egal und hab nicht nur Spaß am Sex, sondern auch unbedingten Bedarf.

Ich wünsche Dir (zumal Du von Deinem Mißbrauchtsein weisst) die
Weisheit, diesen hinter Dir zu lassen und für Dich dazusein.

Herzl. Grüße
d.

ich hoffe, ich bin hier an diesem Brett richtig. Euer Forum
wurde mir von einer lieben Bekannten empfohlen.

Ich will mal versuchen, mein Problem zu beschreiben …

Also ich bin eine mittlerweile 36jährige Frau, die mit einem
40jährigen Mann glücklich verheiratet ist.

Unser einziges Problem ist, dass wir im Punkto Sex ein Problem
haben.

Zu meiner Vorgeschichte, ich bin von meinem 5. bis zu meinem
23. Lebensjahr von meinem Stiefvater sexuell mißbraucht
worden. Es hörte auf, als ich meinen ersten Mann heiratete.
Doch damit kam ich nur vom Regen in die Traufe, denn mein
Exmann nahm sich einfach, was ihm seiner Meinung nach als mein
Ehemann zustand. Nach 8 Jahren wurde ich dann von ihm, nach 2
Jahren Kampf, da er die Scheidung nicht wollte, geschieden.

Für meinen jetzigen Mann bin ich, trotz seines Alters, die
erste Frau.

Unser Problem ist, dass wir zwar häufiger Lust auf Sex haben,
aber es ungefähr nur ca. 5 mal im Jahr wirklich dazu kommt, da
ich sobald er etwas intimer als nur kuscheln und küssen wird,
immer erstmal eine leichte Abwehrhaltung einnehme. Die mein
Mann natürlich bemerkt, und er dann meist jeglichen Versuch
abbricht, da er mir aufgrund meiner Vorgeschichte nichts
aufdrängen will. Dabei muss ich nur über einen bestimmten
Punkt hinauskommen und dann ist es kein Problem mir, denn ich
kann nicht behaupten, dass ich keinen Spaß am Sex mit ihm
habe.

Ich habe schon des Öfteren mit meinem Mann darüber gesprochen,
und ihm auch vorgeschlagen, dass ich, wenn ich wirklich keine
Lust verspüre, einfach deutlich ‚Stop‘ sage. Trotzdem wird es
nicht besser, da mein Mann anscheinend nicht über seinen
Schatten springen kann und ich es noch nicht schaffe, am
Anfang nicht auf ‚Abwehr‘ zu gehen.

So langsam weiss ich darin keine Lösung mehr, vielleicht weiss
ja einer von Euch einen Rat.

Grüsse

Tina

Hallo Tessa,

Ich möchte Dir keinesfalls Vorwürfe machen, aber warum bist Du nicht ausgezogen und hast ihn angezeigt? Warum hast Du keine Hilfe gesucht?

Ich bin mit 15 von zuhause ausgezogen. Und war bereits vom 11. bis zum 13. Lebensjahr im Heim, weil meine Eltern nicht mehr mit mir ‚klar kamen‘. Das hat meinen Stiefvater damals aber nicht davon abgehalten, mich ‚besuchen‘ zu kommen. Und für mich war es einfach ‚normal‘ mit ihm Sex zu haben. Damals habe ich auch mit niemandem darüber gesprochen. Zum Teil war ich darüber auch ‚glücklich‘ denn dadurch bekam ich, wenn auch auf die falsche Art und Weise, ein wenig ‚Zärtlichkeit‘ von einem Teil meiner Eltern. Statt der andauernden Ablehnung und der täglichen Schläge.

Du bist jetzt 36? Wenn Dich Dein Stiefvater als Kind vergewaltigt hat,
kannst Du ihn immer noch anzeigen - bis Du 38 geworden bist!

Mein Stiefvater ist mittlerweile tot.

Suche Dir bitte auf jeden Fall profesionelle Hilfe.

Das habe ich schon versucht. Ich habe mich, nachdem ich 2 Jahre in erster Ehe verheiratet war, für 3 Monate in eine psychosomatische Klinik einweisen lassen, welche mir aber nichts gebracht hat, da ich zu der Zeit einfach noch nicht in der Lage war, darüber zu reden.
Danach war ich bei einer Psychologin in Behandlung. Allerdings haben wir die Behandlung von beiden Seiten her nach einem Jahr abgebrochen, weil wir uns im Kreis gedreht haben und partout nicht weiter kamen.

Irgend etwas mußst Du machen, sonst gehst Du kaputt.

Naja, den Teil meiner ‚Entwicklung‘ und den Umgang mit dem ganzen, habe ich größtenteils durch eigene Kraft geschafft. Ich bin seit vielen Jahren in einem normalen Chat und hatte früher 2 Personen, mit denen ich drüber reden konnte und die die Sache dann auch mal von anderen Gesichtspunkten beleuchteten, was mir sehr geholfen hat. Teilweise weiss ich vom Kopf her auch genau, was ich am besten tun sollte oder was ich falsch mache … nur … hmm … naja, das vom Herzen her auch umzusetzen, daran arbeite ich noch.

Liebe Grüsse

Tina

die Vergangenheit ‚loswerden‘
Hi Tina,

ich weiß, man wird die Vergangenheit nie wirklich los - aber wenn man sich mal dran macht, es irgendwie zu bewältigen, kann das schon eine große Hilfe sein.

Ich habe auch meine schlechten Erfahrungen gemacht - ich habe den Kerl angezeigt, ich habe darüber gesprochen, ich habe in meinen Beziehungen immer gleich gesagt, dass es da eine Vorgeschichte gibt.
Mir hat das so sehr geholfen, dass ich heute keinerlei Probleme mehr habe - ich habe auch nicht so eine lange Vorgeschichte wie Du, will damit auch nur sagen, dass es hilft, ihn anzuzeigen und die Genugtuung zu haben, dass er jetzt bekommt, was er verdient.

Vielleicht kannst Du dann einen Teil der Vergangenheit hinter Dir lassen und Dich mit Deinem Mann in die Zukunft stürzen?!

Viel Glück dabei,

Cess :smile:

Hallo Dilarah,

Mittlerweile sind mir viele Dinge (Äußerlichkeiten, Bedarf und
dieses zuzugeben) egal und hab nicht nur Spaß am Sex, sondern
auch unbedingten Bedarf.

Nun, der Bedarf ist schon da … das ist ja das Problem ;o)

Am Anfang ist alles o.k. … aber ab einem bestimmten Punkt, den ich noch nicht mal richtig definieren kann, fang ich erstmal an zu blocken.

Liebe Grüsse

Tina

Hallo Julia,

ich möchte dir eine Internet-Seite empfehlen die sich mit
sexuellen Missbrauch und dessen Folgen beschäftigt.

Vielen Dank, ich werde mich dort mal umschaun :o)

Gruss

Tina

Hallo Gunter,

ich gehe davon aus, dass Du wegen des langjährigen Missbrauchs
entsprechende Hilfe(n) in Anspruch nimmst/genommen hast. Wäre
dem nicht so, würde ich zunächst dort ansetzen …

Wie ich bereits an Tessa schrieb, habe ich es versucht, aber es hat mir nicht unbedingt geholfen. Am weitesten bin ich ‚alleine‘ gekommen.

Du möchtest, wenn ich Dein Posting richtig verstehe, dass Dein
Mann „gewisse Widerstände“ bei Dir überwindet, damit ihr
danach Sex miteinander haben könnt?! Ist dieser „Widerstand“
immer gleich/ähnlich und tritt er meistens/häufig in einer
bestimmten Phase (des Vorspiels) ein oder ist das quasi
unkalkulierbar ?

Hmm … nein, es ist nicht nur, dass mein Mann diesen ‚Widerstand‘ bei mir überwindet, sondern auch, dass ich diesen ‚Widerstand‘ zumindestens erstmal ein wenig eindämmen kann.

Ich geniesse es, meinen Mann sexuell reizen zu können. Oft komm ich mir dabei ein wenig wie eine Jugendliche vor, die ausprobiert, wie weit sie gehen kann, was es wohl in einem gewissen Maße auch ist. Und irgendwann komm ich dann an den Punkt, den ich selbst nicht genau definieren kann, wo es mir dann irgendwie zu weit geht, obwohl ich es selbst ja auch möchte. Denn das Bedürfnis und der Wunsch nach Sex ist ja vorhanden.

Gibt es da eine Möglichkeit, dass Du
eindeutig signalisierst „Ja, mach weiter“ oder eben „Nein,
heute geht es nicht“?

Wie ich schon in meinem ersten Beitrag schrieb, hab ich schon des Öfteren mit ihm darüber gesprochen und ihm gesagt, wenn ich wirklich nicht will, sag ich deutlich ‚Stop‘. Er meinte, das wäre o.k. … nur ist es das nicht wirklich. Denn er hört trotzdem auf, ohne das ich etwas sage.

Wie wäre es, wenn die Initiative zum Sex von Dir ausginge -
nirgendwo steht geschrieben, dass sie vom Mann kommen muss ?!

Wie ich vorhin schon schrieb, ich geniesse es meinen Mann reizen zu können. Also ich beginne schon auch von mir aus. Bis zu einem gewissen Punkt eben. Wenn er dann abbricht, hab ich dann teilweise auch ein schlechtes Gewissen, weil ich ihn erst reize und dann praktisch ‚abblitzen‘ lasse, was ja nicht gerade sehr fair ist, und obwohl ich es ja eigentlich gar nicht möchte.

Gruss

Tina

Hi Tina,

versuchs doch mal bei einer der Beratungsstellen von „wildwasser“.

Die Adressen findest du unter http://www.hilfeatlas.de

wildwasser eingeben 37 Beratungsstellen, eine sollte in deiner Nähe sein.

gruss
winkel

>>> … ich geniesse es meinen Mann reizen zu können. Also ich beginne schon auch von mir aus. Bis zu einem gewissen Punkt eben. Wenn er dann abbricht, hab ich :dann teilweise auch ein schlechtes Gewissen, weil ich ihn erst reize und dann praktisch ‚abblitzen‘ lasse, was ja nicht gerade sehr fair ist, und obwohl ich es ja eigentlich gar nicht möchte

Hallo tina

als erstes möchte ich sagen das ich glaube das du deine vergangenheit für die so gut es geht bewältigt hast sonst wärst du jetzt nicht glücklich mit einem Mann zusammen. also möchte ich auf dein problem beim sex genauer eingehen.
ich bin nur zufällig beim surfen auf dein problem gestoßen.
ich interessiere mich auch privat sehr für paarpsychologie und hab im bekanntenkreis schon einige sachen durch…
ich würde dir gern meinen rat geben, was nicht heist das er dir etwas helfen kann. die kraft energie und den Entschluss und Tatendrang deine Probleme zu lösen werden die entscheidenden Kräfte sein die den „Hebel bewegen“.
Ich habe als erstes deinen artikel gelesen und alle antworten dazu und hab ein paar zitate rauskopiert auf die ich noch eingehen möchte.
Der zeit da du so bemüht bist das sex problem zu lösen blockt dein gehirn da du warscheinlich jedesmal mit einer kleinen portion angst(entstanden durch alle bis jetzt geschehenen Ereignisse in deinem Leben die mit Sex zutun hatten) im aller hintersten hinterkopf anfängst mit deinem Mann Zärtlichkeiten auszutauschen und diese angst schürt sich von ganz allein bis zu einem gewissen punkt…

zitat: Am Anfang ist alles o.k. … aber ab einem bestimmten Punkt, den ich noch nicht mal richtig definieren kann, fang ich erstmal an zu blocken.

aus diesem Komplexentwickeln sich dann weiterefolgen.

Zitat: Am weitesten bin ich ‚alleine‘ gekommen.

Dies zeigt mir das du durch deine erfahrungen im leben gelernt hast deine probleme eher allein oder nur im notfall mit fremderhilfe zu bewältigen. Dies könnte in der Konstellation der Situationen zu einer Veränderung der Vertrauens und Selbstvertrauenshaltung geführt haben.

Du lebst dein leben und kommst normal zurecht. Hast deine arbeit deine Freunde deinen Alltag. Doch deine Beziehung hat einen exklusiv reservierten Teil in deinem geist.(korrigier mich ruhig wenn ich mich irre, alle angaben ohne gewähr*grins*)

Für mich sieht es jedenfalls so aus als hättet ihr in eurer Beziehung ein vertrauensproblem was Nähe und Zärtlichkeit ohne unmittelbar vollzogenen geschlechtsverkehr angeht. der gedanke an den eigentlichen koitus ist nur das geistige Vorleuten was die blockade zusammenhällt.
Wen ihr viel zeit habt könntet ihr euch mal gemeinsam mit Tantra oder Ayoweda beschäftigen. ist aber eine ziemlich zeitintensive sache…

ein dazu passendes zitat von dilarah:
Vielleicht gibt es einfach Zeiten, in denen Sex nicht unmittelbar wichtig ist, sondern Nähe.
Und mit Nähe und Vertrauen kommt die Lust,nicht denken zu „müssen“.

wenn ihr euch anders behelfen wollt würde ich zu partnerschaftlichen vertrauensübungen raten… zu den wohl bekanntesten zählt das nach hinten fallen lassen und sich vom partner auffangen lassen.
Doch auch die methoden welche mehr auf den Körper und das vertrauen zu einer berührung beruhen wären sicherlich hilfreich.
(Alle Übungen kann man natürlich im bett machen*g*)
z.B.diese: Verbinde deinem Mann die Augen. lass ihn sich nackt auf den bauch legen und du streichelst ihn mit einer feder von kopf bis fuss so das er NICHT! lachen muss sonder sich vollkommen entspannen kann(er kann das natürlich auch bei dir machen). Du wirst sehen das as gar nicht so einfach ist. Doch mann lernt sich dadurch verdammt genau kennen und kann sich im kopf eine kleine empfindlichkeitskarte des Partners machen die jedesmal wenn ihr euch zärtlich berührt unendlich erweitert und priorisierter wird.

zitat:
Ich geniesse es, meinen Mann sexuell reizen zu können. Oft komm ich mir dabei ein wenig wie eine Jugendliche vor, die ausprobiert, wie weit sie gehen kann, was es wohl in einem gewissen Maße auch ist.

Wenn das mit der rückseite so einigermaßen klappt(ihr werdet euch hoffentlich vorher stundenlang totlachen)und ihr entsprechend forsch seit kommt die vorderseite des körpers dran(tip:je langsamer das ganze geht desto effektiver)geh nicht wie eine furie auf die geschlechtsteile los(er natürlich auch nicht)nehmt euch bewusst eher die zohnen des körpers vor die nicht sofort mit erregung zutun haben…

eurer fantasie sind keine grenzen gesetzt solche „übungen“ zu zärtlichen nächten auszubauen voller romantik und leidenschaft…
stürzt euch nicht schnell hinein sondern versucht langsam nähe, vertrauen, freude und spaß am sex aufzubauen.

Als kleine metapher würde mir da einfallen…: stell dir einen großen hebel an einerwand vor den 10 starke Männer nicht bewegen könnten weil er so fest sitzt.
Das ist euer problem im bett.

Nun ihr seit zu zweit und 10 leute würden nicht ausreichen…
also benutzen wir die gute alte physik und verlängern den hebel also die zeit oder den weg den ihr beschreiten werdet. und schon haben wir mehr kraft am hebelpunkt und „lösen den hebel“ bzw. das problem.

zum abschluss möchte ich dir noch mit einem zitat von dir sagen das du auf dem richtigen weg bist. vielglück!

zitat:
Teilweise weiss ich vom Kopf her auch genau, was ich am besten tun sollte oder was ich falsch mache … nur … hmm … naja, das vom Herzen her auch umzusetzen, daran arbeite ich noch.

MfG der Ruben

P.S.: kleiner Litertur Tip:schaumal nach John Grey(z.B.: mars, venus,eros) in der buchhandlung (und versuche auch mal andere schreibweisen seines namens grins…)

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Hallo Tina,

ich sehe das „Kommunikationsproblem“ nicht allein bei dir - ihr werdet diese Thema nur gemeinsam angehen können, denn er hat ganz offensichtlich auch Ängste: Dich zu verletzen, dich vielleicht dann auch zu verlieren (die erste Frau…). Dann hat er ja auch noch nicht die große Erfahrung, weiß einfach nicht, was „normal“ ist. Woher auch?

Ich denke, dein Mann liebt dich sehr. Ist aber mit dieser Situation völlig überfordert und da vergeht dann auchmal die Lust.

Vielleicht hilft eine Paar-Therapie? Oder zumindest angeleitete Gespräche? Ich kenne mich da nicht so aus, kenn das ehrlich gesagt nur aus dem Fernsehen:smile: - aber es soll doch so Liebesschulen geben - Tantra etc. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sowas das richtige für euch sein könnte.

Vielleicht weiß da jemand anders mehr,

liebe GRüße,

barbara

Go & Stop
Hallo Tina,

Ich geniesse es, meinen Mann sexuell reizen zu können. Oft komm ich mir dabei ein wenig wie eine Jugendliche vor, die ausprobiert, wie weit sie gehen kann, was es wohl in einem gewissen Maße auch ist. Und irgendwann komm ich dann an den Punkt, den ich selbst nicht genau definieren kann, wo es mir dann irgendwie zu weit geht, obwohl ich es selbst ja auch möchte. Denn das Bedürfnis und der Wunsch nach Sex ist ja vorhanden.

was Du beschreibst, erinnert mich an die Geschichte eines Freundes: Er war mit einer Frau zusammen, die als Kind/Jugendliche ebenfalls mißbraucht wurde. Sie liebte es auch, ihn zu reizen, zu erregen, um dann abzublocken, manchmal verkrampfte sie sich bei den ersten Zärtlichkeiten, manchmal stieß sie ihn weg, wenn er gerade versuchte in sie einzudringen.

Er begriff - genausowenig wie sie - trotz aufmerksamen Beobachtens und viel Einfühlungsvermögens nicht, wann, wodurch genau, durch welche kleine Geste, welche Bewegung, welchen Gesichtsausdruck, was auch immer, der Widerstand heraufbeschworen wurde. Das ständige Go! Stop! Go! Stop! verunsicherte ihn völlig, traumatisierte ihn nahezu, wie er mir erzählte, er fühlte sich zuletzt wie ein Vergewaltiger, überrollt von ihrer Vergangenheit.

Du bist nicht allein, nicht die einzige Frau mit Mißbrauchserfahrung, die dieses auf den ersten Blick widersprüchliche Verhalten zeigt. Vielleicht sind die Erfahrungen anderer Betroffener und deren Wege tatsächlich hilfreich. Im Netz gibt es neben der schon genannten Seite http://www.verbuendete.de/ noch weitere Foren: http://www.beepage.de und http://mitglied.lycos.de/hopeso/index2.htm. Auf beiden Seiten findest Du weitere Links.

Wenn Du Dich lieber allein mit dem Thema auseinandersetzt, kann dieses Buch Dir vielleicht weiterhelfen:

Ellen Basss, Laura Davis Trotz allem. Wege zur Selbstheilung für sexuell mißbrauchte Frauen. ISBN 392216661X Buch anschauen

Speziell zum Thema sexuelle Blockaden: Staci Haines Ausatmen. ISBN 3929823799 Buch anschauen

Ich wünsche Euch viel Kraft
Diana

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