Abneigung zu meiner Arbeitskollegin - Rat, Hilfe!

Hallo Leute!

Mein Problem: Im Nebenbuero sitzt eine Frau, mit der ich beruflich zwangslaeufig in Kontakt komme, tagtaeglich. Ich kann sie aber nicht leiden, sie liegt mir irgendwie nicht.

Ich bin seit 2 Jahren in der Firma.
Anfangs habe ich mich wirklich bemueht, mit ihr auszukommen.
Wir waren gemeinsam auf einer Dienstreise, da habe ich schon gemerkt, dass sie ueber Leichen geht, um im Beruf vorwaerts zu kommen. Sie benimmt sich so arrogant, so besserwisserisch, so von oben herab.
Frei nach dem Motto: Jetzt komm´ich, und ihr habt alle zu warten.

Ich bin nun in folgender Situation: Ich mag sie nicht. Ich bin nicht die einzige, es gibt mehrere Leute hier, die sie nicht leiden koennen, aber ich bin die einzige, die das nicht ueberspielen kann.

Ich weiß nicht, warum, aber wenn mir jemand, mit dem ich in Kontakt komme unsympathisch ist, dann zeige ich das.

Nicht im Geschaeftsleben, zu Kunden darf ich mir sowas nicht erlauben, aber im Privatleben ist es so.

Manchmal geschieht es auch total unbewusst, da begegne ich jemandem, bin unfreundlich zu ihm/ihr, und erst im Nachhinein wird es mir dann bewusst.
(„Oh Gott, war ich heute zu ihm/ihr boese“)

Aber nur bei Leuten, die nicht auf meiner Wellenlaenge liegen.

Wie machen das die Leute, die anderen, die ihnen unsympathisch sind, den ganzen Tag etwas vorheucheln, die Freundschaft vorspielen oder aehnliches?

Wie kann man das lernen?

Oder ist es am Ende gar besser, mit offenen Karten zu spielen, seine Gefuehle nicht zu verbergen?
Ich will nur das Arbeitsklima hier nicht verderben.

Eure Meinung gefragt.

Vielen Dank fuers „Zuhoeren“

Karin

Hallo Karin

Ich weiß nicht, warum, aber wenn mir
jemand, mit dem ich in Kontakt komme
unsympathisch ist, dann zeige ich das.

Nicht im Geschaeftsleben, zu Kunden darf
ich mir sowas nicht erlauben, aber im
Privatleben ist es so.

Genau das ist wohl der Punkt. Sie ist deine Kollegin und nicht deine Mitbewohnerin. Solange ihr zusammenarbeiten könnt, sollten Dinge wie Sympathie oder nicht doch eigentlich keine Rolle spielen.

Wie machen das die Leute, die anderen,
die ihnen unsympathisch sind, den ganzen
Tag etwas vorheucheln, die Freundschaft
vorspielen oder aehnliches?

Ich bin nicht der Meinung, daß man mit seinen Kollegen unbedingt befreundet sein muß, oder Freundschaft heuchlen sollte. Verhalte dich doch einfach geschäftsmäßig korrekt und fertig.

Hallo Karin

Ich weiß nicht, warum, aber wenn mir
jemand, mit dem ich in Kontakt komme
unsympathisch ist, dann zeige ich das.

Nicht im Geschaeftsleben, zu Kunden darf
ich mir sowas nicht erlauben, aber im
Privatleben ist es so.

Genau das ist wohl der Punkt. Sie ist
deine Kollegin und nicht deine
Mitbewohnerin. Solange ihr
zusammenarbeiten könnt, sollten Dinge wie
Sympathie oder nicht doch eigentlich
keine Rolle spielen.

Da hier in unserem Betrieb eben fast alle, die so eng zusammen arbeiten, wie wir es tun muessen, befreundet sind, erwartet man das auch von uns.

Wie machen das die Leute, die anderen,
die ihnen unsympathisch sind, den ganzen
Tag etwas vorheucheln, die Freundschaft
vorspielen oder aehnliches?

Ich bin nicht der Meinung, daß man mit
seinen Kollegen unbedingt befreundet sein
muß, oder Freundschaft heuchlen sollte.
Verhalte dich doch einfach geschäftsmäßig
korrekt und fertig.

ich saß so einer frau 5 jahre gegenüber! … tja, und irgendwie war ich wohl oder übel auch nett zu ihr (wie alle anderen zwangsweise), aber ne freundin war sie nicht … es hat mich zeitweise sehr belastet, weil einem natürlich die lust auf den job total vergeht … ich hab leider keinen guten tip für dich, aber ich find’s gut, dass du nicht rumheuchelst und außerdem finde ich nicht, dass immer alles friede, freude, eierkuchen sein muss … sei stolz auf dich, dass du so gradlinieg bist, beschränke den kontakt auf das nötigste …
jetzt hab ich ne kollegin, mit der ich mich toll verstehe und die lässt mich mein altes ‚trauma‘ vergessen *ggg*

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Oder ist es am Ende gar besser, mit
offenen Karten zu spielen, seine Gefuehle
nicht zu verbergen?
Ich will nur das Arbeitsklima hier nicht
verderben.

Hi Karin,

Was denkst du, was deine Arbeitskollegin antworten würde, wenn ich Sie bitten würde dich zu beschreiben?

Ansonsten, würde ich dir zu einer offenen Ausprache raten.

Harald

sicher kein schlechter rat …
das hab ich auch versucht … ne lachnummer! … gegen menschen, die sich selbst nicht reflektieren, bist du machtlos … meine hass-kollegin war eine, die ALLES abgestritten hat, es waren grundsätzlich die ANDEREN schuld …
na ja, sind nicht alle gleich, aber mit „offenen“ aussprachen in FIRMEN ist das so ne sache …

Ansonsten, würde ich dir zu einer offenen
Ausprache raten.

Hi Karin,

tja, manche Vorschläge waren sehr gut: offene Konfrontation bzw. was hast Du denn wirklich zu verlieren? Es ist die Frage, ob es besser ist, wenn langsam ein schleichender Tod das Arbeitsklima verpestet oder wenn man einfach mal ein reinigendes Gewitter erlebt?

Wenn es Dich so belastet, solltest Du für Dich dahingehend sorgen, daß Du die Situation ändern kannst bzw. lernst mit ihr anders umzugehen. Ein Punkt ist hier wohl auch, ein weiterer Vorschlag der Selbstreflexion dienlich: wie würde sie Dich beschreiben?

Was hat sie, von dem Du gerne mehr hättest?
Was macht das mit Dir, was Dich an ihr stört? Wie müßtest Du reagieren, damit Du mit ihr klar kommst?

Es gibt sicherlich viele mehr oder minder gesunde Reaktionsweisen. Nur, hinnehmen und leiden finde ich die denkbar schlechteste Lösung. :frowning:

Nun, wenn in dieser Firma alle so freundschaftich verbandelt sind. Vielleicht sprengst Du da eben die Scheinharmonie. Ich habe da so meine Probleme glauben zu mögen, daß so viele Freunde an einer Arbeitsstätte sich so gehäuft finden.

Und dann ist einfach die Frage, wie kann man respektvoll mit Menschen umgehen, deren Lebensstil, Kleidungsstil, Arbeitsweise… usw. nicht mag. Vielleicht passen sich Deine Kollegen nur mehr an als Du es kannst und willst. Das wäre eine ziemlich gesunde Reaktion. :smile:

Ansich glaube ich immer an einen sozialen Egoismus, sprich kein Mensch kann wirklich glücklich und zufrieden sein, gibt es Leid und Elend auf der Welt. Deshalb finde ich diese Kaffeewerbung so Scheiße, in der die gestylte Frau meint, es solle alles bleiben wie es ist. Ein schöner Wunsch. Nur, wie kann man angesichts der Naturkatastrophen, der Isolierung der Menschen, der zunehmenden Umweltbelastungen usw. usf. wollen, daß alles so bleibe möge wie es ist. So eine Werbung finde ich einfach voll daneben.

Sagen möchte ich damit, man kann sich selbst helfen, indem man anderen hilft. Vielelicht kannst Du ihr ja mal freundlich und ohne Vorwurfshaltungen sagen, wie sie auf Dich wirkt. Und wenn es für Dich eine große Herausforderung ist, so kannst Du das ja mal im Vorfeld mit einer Bekannten oder Freundin üben, die diese Frau vertreten soll. Die Stellvertreterin übt dann solange mit Dir, bis sie sich als böse Arbeitskollegin nicht mehr abgelehnt fühlt.
Und dann die direkte Konfrontation mit der Arbeitskollegin.

Viel Glück,
Romana

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Karin,
wenn ich ähnliche Gefühle habe mit Kollegen oder Kunden, dann bin ich sehr sehr höflich. Das hört sich vielleicht blöd an, aber Höflichkeit ist eine hervorragende Barriere gegen Menschen, die einem einfach nicht liegen. Die Angriffsfläche ist dann weg.

Und man wird nicht runtergezogen, will sagen, kommt nicht in Versuchung, emotional zu reagieren. Ausserdem frage ich die Kotzbrocken immer ein bisschen aus, das mögen die. Wenn es ganz furchtbar wird, kann man ja mit jemand vernünftigen ein wenig lästern.

Liebe Grüße
Timmi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo, Romana, irgendwie kriege ich es nicht hin Dich direkt anzumailen. Bitte melde Dich doch bei mir, ich denke, ich habe einen guten Rat für Dich.Heidi::