Hi, Romana,
Hm… Hallo Herr Meyer,
laut einer Studie duschen Franzosen weitaus weniger als Amerikaner. Doch wie das eben so mit Statistiken ist…traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
es freut mich, und das ist ernst gemeint,
Dich erheitert zu haben. Ich lache auch
gern, notfalls über mich.
Bei dem Posting ging es aber gar nicht so
sehr um meine Wenigkeit.
Sondern? Selbst wenn man meint für andere zu fragen, tut man nicht in gewisser Weise immer auch was für sich dabei - egal auf welcher Ebene?
Für mich kann
ich eben nur hoffen, nicht allzu normal
zu sein, und bei Lichte besehen, glaube
ich, dass ich manchmal ganz schön ein
„Rad abhabe“
))
Hast Du ein Fahhrad-Geschäft?
Ein Hobby von mir ist „Menschen
studieren“.
Tja, jedem seine Beschäftigungstherapie 
So versuche ich immer herauszufinden, WAS
ich an bestimmten Menschen mag oder nicht
mag.
Und was bringt’s?
Bei Personen, wo Sympatie/Antipatie
unbestimmter Herkunft ist, glaube ich
fast, dass diese ZU normal sind.
Eher ist Dir es ZU unbewußt. 
Wo man
weiß, WARUM man jemanden mag/ablehnt,
sind es sicherlich außergewöhnliche
Eigenschaften. Endlich kommt es auf jeden
selbst an - nicht jeder ist jedermanns
Sache.
Naja, ich denke ja sehr einfach. Das Leben scheint schon kompliziert genug zu sein. Und bei der Gelegenheit stießen mir mal zwei Volksweisheiten auf „Gleich und Gleich gesellt sich gern“ bzw. „Gegensätze ziehen sich an“. Tja, und was stimmt nun? Ich grübelte über diesen „scheinbaren“ Widerspruch und kam zu der Erkenntnis beides stimmt. Ist der Mensch mit sich im Reinen, sozusagen in seiner Mitte, gilt, „Gleich und Gleich gesellt sich gern“.
Beispiel: Lerne ich gerne dazu, suche ich mir Gleichgesinnte mit denen ich mich austauschen kann und erfreue mich an meiner Horizonterweiterung und an meiner zunehmenden Allgemeinbidung, an meinem Spezialistenwissen und an meiner gewinnenden Weisheit.
Natürlich kann das auch ganz anders sein, wenn ich in dieser Hinsicht nicht in meiner Mitte bin. Das heißt, ich suche mir keine adäquaten Gesprächspartner sondern Leute denen ich geistig überlegen oder auch unterlegen bin. Nehmen wir mal geistig überlegen als Beispiel. Lade ich bewußt oder eher zumeist unbewußt Menschen in mein Leben ein, die mir geistig unterlegen sind, so kann ich mich an meiner großen Intelligenz erfreuen, kann andere runterputzen und, und, und… Derweil kann ich vielleicht gar nicht erkennen, daß nur speziell ich mir etwas ungebildetere Leute in mein Leben einlade um mich künstich zu erhöhen. Oder ich lade Menschen in mein Leben ein, deren Intelligenz (für mich gibt es verschiedene Formen davon) ich nicht anerkennen kann. Angenommen, ich möchte für alles logische Beweise, so werde ich einen intuitiv noch so richtig argumentierenden Menschen nie zustimmen. Dahinter mag viel stecken können, zumeist irgend ein Komplex, sei es besser sein zu müssen als andere, Angst weniger zu wissen, nur weil man langsamer lernt, oder, oder, oder…
Naja, ich habe jetzt nicht groß nachgedacht. Sicherlich mag es bessere Beispiele geben. Doch das Grundgerüst stimmt für mich einfach. Wenn etwas nicht im Gleichgewicht ist, gilt „Gegensätze ziehen sich an“. Man lernt da nur die andere Seite, das andere Extrem von sich kennen. Jeder Mensch strebt zur Mitte, zur Ausgewogenheit. Oft zieht es Männer, die emotionsärmer sind zu sehr emotionalen Frauen hin. Jeder sucht das im anderen, was er bei sich selbst vermißt, was ihn so oder so ergänzen soll. Doch dann kann es eben auch entsprechend bald zu Reibereien und Enttäuschungen kommen, denn das was am Anfang so anziehend war, im Prinzip ebenso eine Überdosis ist, wie man sie selbst hat (zu egoistisch - zu selbstlos, zuviel Nähe beim anderen suchend - zuviel Nähe vom anderen abblockend, zu überlegt zu sein und nicht in die Hufe kommen - zu wenig Aktionismus, zu wenig handeln…)
Ein Stefan Raab beispielsweise ist im
positiven Sinne verrückt, sein spontaner
messerscharf - ironischer Witz, seine
Albernheiten ( die keineswegs flach,
sondern hochintelligent sind) treffen den
Zeitgeschmack, während ein Dieter
Hallervorden sein MHD um 20 Jahre
überschritten hat ( Bitte kein Aufschrei
- alles Geschmackssache !) - er ist nicht
mehr verrückt, ein Komiker von vielen,
austauschbar.
Ja, Geschmackssache. 
Bleiben wir bei den „kleinen“ Leuten: Du
hast mit der Überlegung natürlich nicht
Unrecht, warum sich Leute wie Herr Meyer
mit solchen Problemen auseinandersetzen,
wo sie doch mit ihrem Leben im großen und
ganzen zufrieden sind.
Tja, das ist die Frage, ist Herr Meyer mit seinem Leben im Großen und Ganzen wirklich zufrieden? Ich frage mich das bzw. er möge sich das doch selbst fragen.
Denn wer kommt denn sonst auf solche Ideen, ist da nicht in einem verborgenen Winkel, eine Unzufriedenheit, die man vertuschen oder insgeheim damit bearbeiten möchte? Denn wer zufrieden ist, der ist meines Erachtens einfach. Je zufriedener jemand in seinem Leben geworden ist, umso weniger Fragen muß er sich zum Leben stellen. Wer frägt, ist ja immer noch auf der Suche, oder?
Hin und wieder
stellt man sich doch die Frage: Wer bin
ich ( was gut wäre ) oder: Wer will ich
sein ( nicht so gut ). Angenommen, ich
würde jemand anders sein wollen, dann
doch bestimmt nicht ein anderer Herr
Meyer oder ein Otto Normalverbraucher,
sondern vielleicht, ein Popstar,
Künstler, Politiker , oder möglicherweise
auch ein Hund- weiss der Deibel…
Hund, auja, dann zahlen andere für mich die Steuern, aber so ein Hundeleben… nix wie Flöhe… und Chappi würde mir auch nicht so taugen. Tja, Politiker in dieser unserer Zeit sein zu wollen finde ich gewagt. Und die Popstars werden ganz schön verheizt. Wieviele Boygroups gibt es denn heute für wie lange? Ich habe gehört, mit den Backstreet Boys hat das Sammelpostern in der Bravo aufgehört. Die Stars sind schneller weg vom Fenster als gesammelt. 
Künstler… das finde ich attraktiv, versuche mich ja schon von jeher als Lebenskünstlerin 
Ist jetzt vielleicht ziemlich verworren ,
das ganze. Aber ich denke, wer sich
solche grundlegenden Dinge nicht ab und
vorhält, ist vielleicht nicht ganz normal

Hm. Du wolltest doch nicht ganz normal sein.
Was willste nu?
)
Gruss
HM
Mit sonnigem Gruß,
Romana