Augenblicke

hallo brettgemeinde,

das 1. mal hab ich mich das wohl im kindergarten gefragt, als ich durch den schulbus ging:
wieso ist das so, wenn man jemand anguckt, auch wenn’s nur ganz kurz ist - also nicht starrt, dass der andere das unbewusst merkt und zurueckguckt - auch wenn daneben hunderte von menschen, musik, der gerade im gespraech ist und sonst noch welche umstaende sind.
?

danke fuer antworten

Da Du die Anfrage an das Brett „Psychologie“ und nicht an das Brett „Parawissenschaften“ gerichtet hast, nun zuerst die (verblüffende?) psychologische Erklärung:

Das Phänomen gibt es gar nicht. Zumindest unter experimentellen Bedingungen (fremde Personen, Wahrscheinlichkeit von Gucken und Nicht-gucken in einem gegebenen Zeitraum gleich groß, etc.) klappt das nicht. Psychologisch interessant ist allenfalls, warum so viele Leute davon überzeugt sind, DASS es funktioniert. Offensichtlich hat man es hier mit einem Urteilsfehler der Art zu tun, der darauf zurückgeht, daß wir „interessante“ oder „Hypothesen bestätigende“ Ereignisse besser erinnern können, als Fälle, in denen etwas nicht geklappt hat. Fast alle kennen diese Geschichte, fast alle können Beispiele berichten, bei denen es tatsächlich funktioniert hat. Abhilfe: Einfach mal eine Zeit lang darauf achten, wie häufig es NICHT klappt.

Und nun eine „parawissenschaftliche Erklärung“: Rupert Sheldrake (http://www.sheldrake.org) hat sich einen Namen durch seine Theorie Morphogenetischer Felder gemacht. In den letzten Jahren hat er auch kommerziellen Erfolg durch seine Bücher über die „unexplained powers of animals“, die das Eintreffen ihrer Frauchen und Herrchen „voraussehen“ können. Sheldrake betrachter den „Guck-Effekt“ als eine Wirkung der Morphogenetischen oder Morphischen Felder (so eine Art „Resonanz“, wenn ich das richtig erinnere.

Gruß
Michael

gehört zwar nicht ganz hierher, aber zT: jeder kennt den zaubertrick, wo ein zauberer ein echtes kaninchen aus dem hut zaubert. aber diesen zaubertrick hat es niemals gegeben!!! im vorspann einer US-zeichentrickserie zauberte ein magier ein kaninchen aus einem zylinder. das hat sich so eingeprägt, dass nun alle welt von diesem - nur rein virtuellen - trick spricht. zauberer arbeiten nicht mit kaninchen, sondern vornehmlich mit tauben. denn wenn man tauben auf den rücken dreht, fallen sie (wie hühner) in eine starre. so lassen sie sich schön verstecken und werden dann mit gummibändern aus ihren verstecken (zB der berühmte ärmel) herauskatapultiert.
dennoch glaube ich übrigens, dass man blicke spüren kann. aber man müsste das tatsächlich einmal experimental-statistisch überprüfen.
mfg - george