Re: kompliziertes problem...
Hallo,
du schreibst zwar meiner Ansicht nach immer noch nicht klar, aber bezüglich des Problems möchte ich dir gerne sagen, dass ich dieses Phänomen der Panikattacken aus meiner Schulzeit kenne (auch 12. Klasse, allerdings Gott sei Dank nur von einem einzigen Vorkommnis). Ich hatte damals auch in Mathe alles verstanden, mehreren Mitschülern sogar am Vortag erklärt wie es geht, und in der Klausur saß ich plötzlich da und konnte die einfachsten Sachen wie etwa korrekt addieren etc. nicht mehr, ich hatte einen echten Blackout, von Panik begleitet. Diejenigen, denen ich das Prinzip zuvor erläutert hatte, bekamen aufgrund ihrer guten Klausur eine Zwei, ich bekam, weil ich fast nur ein leeres Blatt mit ein paar skizzenhaften Versuchen abgeben konnte, eine Sechs. Der Lehrer wusste, dass ich den Stoff beherrschte, sah sich aber in der Klausur natürlich außerstande, mir zu helfen.
Ich führe diesen Blackout heute auf Stressanhäufungen zurück, auf den Zwang, etwas, das man kann und sogar weitervermitteln kann, auf den Punkt genau (nämlich zum Zeitpunkt der Klausur) leisten zu müssen. Ich habe das dann mit Autogenem Training in den Griff bekommen.
Bei dir scheint das Problem öfter aufzutauchen, aber es liegt sicher nicht nur am Nebenmann (du könntest dich ja einfach wegsetzen oder ihm sagen, dass er den Mund halten soll), sondern hat vielleicht auch Stressgründe. In dieser Hinsicht würde ich einmal in deinem Leben (innerschulisch und außerschulisch) nachforschen, ob du solche Stressfaktoren richtig verarbeitest. Wenn du z. B. Angst hast, etwas an die Tafel Geschriebenes zu verpassen, dann gibt es Techniken, mit denen du im Notfall arbeiten könntest, aber leider muss man die üben, sie helfen dir also in der jetzigen akuten Situation leider nicht.
Ich würde mich an deiner Stelle also zunächst fragen, wo du selbst die Stressursache vermutest: im Leistungzwang oder vielleicht doch anderswo. Wenn du das herausgefunden zu haben glaubst, kann man vielleicht gezielter helfen, gerne auch per Mail.
Herzliche Grüße
Thomas Miller