Hi,
ich bin zwar kein Fachmann auf dem Gebiet, aber ich kann Dir zumindestens schreiben, was mir passiert ist :
Ich war früher ein reiner Verstandsmensch (typisch Mann halt) und ziemlich kühl (aus Hamburg, da ist das in den Genen). Zusätzlich war ich genau so ein Perfektionist wie Dein Freund. Wenn ich z.B. eine Excel-Datei für meinen Chef erstellte, verwendete ich bestimmt zwei Stunden dafür, die Rahmen, Spaltenbreiten und so ganz exakt und „stimmig“ zu machen. Da kam ich nicht gegenan.
Anfang letzten Jahres hat mich ein schwerwiegendes Ereignis das erste Mal an den „Gefühlen“ getroffen und schwer erschüttert. Die Folge waren grosse Panik- und Angstattacken. Ich konnte garnicht mehr aufhören, über bestimmte utopische Ängste nachzudenken.
Mein Neurologe hat mir damals auf den Kopf zugesagt, dass ich so ein Perfektionist bin. Er hat gesagt, ich will alles unter Kontrolle haben und mich gegen alle Eventualitäten absichern. Das geht aber nicht.
Ich will Dir mit dieser Schilderung keine Angst machen. Insbesondere weiss ich nicht, ob er auch so ein „Verstandsmensch“ ist, oder ob er auch ungekünstelt Gefühle zeigen kann. Wenn er, wie ich, so vom Typ „The Brain“ ist, besteht zumindestens die theoretische Gefahr, dass da irgendwas ihn aus der Bahn wirft, was er mit Verstand nicht mehr lösen kann.
Mein Neurologe sagte auch mal :„Sie sind viel zu intelligent, Sie machen sich ständig Gedanken über das, was passiert ist. Jemand, der einfacher gestrickt wäre, würde da viel schneller vergessen können“
Gruss Hans-Jürgen
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