mein kind kann nicht spielen-2.teil arztbesuch

Von: , Frage gestellt am Sa, 31. Jan 2004

ihr lieben

vielen dank für eure antworten !!!
vieles deutete für mich tatsächlich auf das asperger syndrom hin, was mich natürlich erst mal in panik versetzte.

mittlerweile hatte ich ein 2 stündiges gespräch (von 19.30 h - 21.30 h) beim kinderarzt. auch wenn ich ziemlich geschockt war, war es ein tolles gespräch.

es fielen begriffe wie: frustrationsintoleranz, hyperkinetisch, hochbegabt?, sozialbindungsunfähig,wahrnehmungsstörungen in der gefühlskommunikation, kein ad(h)s, usw.

und so geht´s weiter:
der kinderarzt macht nochmal eine art u9 (seh-hör-motoriktest, farben, urin, blut, etc.)
ab nächste woche gehen wir zur ergotherapie
wir bekommen hoffentlich kurzfristig einen termin in lüneburg beim kinderneurologen-psychologen zweckes diverser tests und gespräche. (u.a. diesen hb-test)

ich saß irgendwie die ganze zeit nur neben meinem kinderarzt und stammelte: ich wollte eigentlich ein "normales" kind.

ich denke, ICH brauche ganz dingend hilfe und unterstützung, denn ich kann damit überhaupt nicht umgehen. dieses mich vor anderen erklären und rechtfertigen müssen.......

ich soll meinen sohn loben, unterstützen und "wie eine löwenmutter" vor ihm stehen, EGAL was er macht bzw. anderen kindern "antut". fakt ist wohl, daß er es nicht als unrecht ansieht und gar nicht versteht warum er stubenarrest bekommt, wenn er andere kinder beschimpft oder verhaut. es fällt mir sehr schwer, mich da reinzuversetzten. und ich höre schon die anderen mütter.......*würg*......

nun gut, ich habe jetzt ert mal alles angeleiert und wir werden sehen wie es weitergeht. ohne euren zuspruch hätte ich das gespräch mit dem ki-arzt nicht gesucht. (Hab´s ja vorher auch schön jahrelang weggemacht)

vielen dank auch nochmal an andym. für den superinteressanten GEOartikel.!

lg carmen

17 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 30 Minuten 0 hilfreich
    Re: mein kind kann nicht spielen-2.teil arztbesuch

    liebe carmen,

    ich wünsche dir viel kraft & alles gute für dich und deinen sohn.

    herzliche grüße
    astrid ann

  2. Antwort von nach 23 Stunden 0 hilfreich
    Re: mein kind kann nicht spielen-2.teil arztbesuch

    Liebe Carmen!

    Ich wünsche Dir alles Gute für Deinen und Euren gemeinsamen Weg. Es ist gut, dass Du jetzt aktiv geworden bist. So kann Deinem Kind geholfen werden, aber auch Du musst Dich nicht mehr mit Ungewissheit quälen.
    Je mehr Du herausfindest und unternimmst, umso mehr wirst Du vermutlich entdecken, dass es viele Familien gibt, denen es so ähnlich geht. Es gibt auch oft Eltern-Selbsthilfegruppen, in denen man sich austauschen kann und mehr Verständnis findet als auf dem heimischen Spielplatz...
    Ich wünsche Dir viel Kraft,
    Matuja

    • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
      Re^2: mein kind kann nicht spielen-2.teil arztbesu

      Das hier: Du musst Dich nicht
      mehr mit Ungewissheit quälen.
      und das hier: Eltern-Selbsthilfegruppen
      möchte ich für Carmen nochmal hervorheben.

      AndyM

  3. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Mein Senf...

    Hallo Carmen,

    ich hatte den Thread aufmerksam gelesen, aber nix zu ergänzen gehabt, was nicht schon genannt worden war. Auch ich möchte dich auf deinem/eurem Weg bestärken.

    ... ich saß irgendwie die ganze zeit nur neben meinem kinderarzt
    und stammelte: ich wollte eigentlich ein "normales" kind.
    Du hast ein normales Kind. Sein Verhalten ist für ihn 'normal', d.h.
    er empfindet es als O.K. Die notwendige Veränderung im Verhalten zu erreichen wird sicher langwierig und schwer für Euch, und ich hoffe für euch beide, dass ihr es gemeinsam schafft. ich denke, ICH brauche ganz dingend hilfe und unterstützung,
    denn ich kann damit überhaupt nicht umgehen. dieses mich vor
    anderen erklären und rechtfertigen müssen.......
    Das ist jetzt dein Job. Er ist krank, seine Wahrnehmung ist gestört, und du hast jetzt die leidige Aufgabe, das nach aussen klar zu machen, dass er sein Verhalten nicht als falsch empfindet, und ihr gemeinsam eine Veränderung erreichen wollt. Ich wünsch dir Engelszungen und aufmerksame Zuhörer...
    ich soll meinen sohn loben, unterstützen und "wie eine
    löwenmutter" vor ihm stehen, EGAL was er macht bzw. anderen
    kindern "antut". fakt ist wohl, daß er es nicht als unrecht
    ansieht und gar nicht versteht warum er stubenarrest bekommt,
    wenn er andere kinder beschimpft oder verhaut. es fällt mir
    sehr schwer, mich da reinzuversetzten. und ich höre schon die
    anderen mütter.......*würg*......
    Ich habe auch eine Mutter mit wahrnehmungsgestörtem Kind im Bekanntenkreis. Sag einfach, dein Kind ist krank, bitte um Verständnis, auch wenn die Kinder anderer drunter leiden. Sprich deinen persönliche Betroffenheit an, und die anderen *würg*-Mütter hören dir (hoffentlich) zu. nun gut, ich habe jetzt ert mal alles angeleiert und wir
    werden sehen wie es weitergeht. ohne euren zuspruch hätte ich
    das gespräch mit dem ki-arzt nicht gesucht. (Hab´s ja vorher
    auch schön jahrelang weggemacht)
    Prima!

    So long

    MainBrain

    • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
      Re: Mein Senf...

      Das hier: Sag einfach, dein Kind ist krank, bitte um
      Verständnis, auch wenn die Kinder anderer drunter leiden.
      Sprich deinen persönliche Betroffenheit an
      hätte ich nicht besser formulieren können. Sag einfach, Dein Kind ist krank.

      AndyM

  4. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: mein kind kann nicht spielen-2.teil arztbesuch

    ich saß irgendwie die ganze zeit nur neben meinem kinderarzt
    und stammelte: ich wollte eigentlich ein "normales" kind.
    Hi Carmen,

    dein Sohn tut mir leid, wenn du ihn so klassifizierst, als hättest du ein elektrogerät gekauft, daß du jetzt nicht bedienen kannst und es nicht so funktioniert, wie du es dir gewünscht hast.

    denk mal drüber nach.

    Bei deiner aktivität, die wohl lobenswert ist, hast du wohl vergessen, daß du ihn liebst!

    gruss

    • Antwort von nach einem Tag 3 hilfreich
      Einspruch

      Hi local,

      Du schreibst: dein Sohn tut mir leid, wenn du ihn so klassifizierst, als
      hättest du ein elektrogerät gekauft, daß du jetzt nicht
      bedienen kannst und es nicht so funktioniert, wie du es dir
      gewünscht hast.
      Hier möchte ich Dir widersprechen. Carmen klingt nach meiner Wahrnehmung ganz und gar nicht so. Sie hatte den Mut und die Ehrlichkeit, zu ihren Gefühlen zustehen, und dafür zolle ich ihr nicht nur Respekt, es ist auch für sie und ihr Kind gesund.

      In ihrem Gespräch mit dem Arzt wird sie plörtlich mit all dem konfrontiert, was sie so lange verdrängt hat. Es ist normal, daß sie Angst hat, daß sie erschlagen ist von der Fülle der neuen Informationen und der Belastungen, die da auf sie und den Kleinen zukommen. Ich glaube, keine Mutter hätte in dem Moment fröhlich bejahend und sich auf die Kinderliebe berufend in die Hände gespuckt. Jede hätte sich gefragt: "Warum ausgerechnet wir? Ich wollte eigentlich ein "normales" Kind, ich wollte ein normales Familienleben, ich wollte diese Probleme nicht".

      Aber die wenigsten hätten das zugegeben.

      Ich bezweifle keine Sekunde lang, daß Carmen ihren Sohn liebt. Ich ziehe den Hut vor ihr, daß sie diese negativen Gefühle zugeben kann. Nur dann ist sie auf dem richtigen Weg, zu verarbeiten, was sie so lange verdrängt hat.

      An einer anderen Stelle schrieb sie auch (sinngemäß): Eigentlich bin ich es, die Hilfe braucht.

      Ich habe es selten erlebt, daß nach der Diskussion in einem Forum (und ich lese hier schon Ewigkeiten) jemand so schnell und schonugslos mit sich selber ins Gericht gegangen ist, um das Übel bei der Wurzel zu packen.

      Das finde ich bewunderns-, nicht kritisierenswert.

      Liebe Grüße,
      Nike

      • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
        Re: Einspruch

        Hi Nike,
        Du schreibst: dein Sohn tut mir leid, wenn du ihn so klassifizierst, als
        hättest du ein elektrogerät gekauft, daß du jetzt nicht
        bedienen kannst und es nicht so funktioniert, wie du es dir
        gewünscht hast.
        Hier möchte ich Dir widersprechen. Carmen klingt nach meiner
        Wahrnehmung ganz und gar nicht so. Sie hatte den Mut und die
        Ehrlichkeit, zu ihren Gefühlen zustehen, und dafür zolle ich
        ihr nicht nur Respekt, es ist auch für sie und ihr Kind
        gesund.
        das ist so richtig. und durch meine Denkanregung wollte ich ihr nur die Möglichkeit geben, durch Änderung der Beschreibung (normales Kind) etwas für die Änderung ihrer Gefühle zu ihrem Kind zu tun. In ihrem Gespräch mit dem Arzt wird sie plörtlich mit all dem
        konfrontiert, was sie so lange verdrängt hat. Es ist normal,
        daß sie Angst hat, daß sie erschlagen ist von der Fülle der
        neuen Informationen und der Belastungen, die da auf sie und
        den Kleinen zukommen. Ich glaube, keine Mutter hätte in dem
        Moment fröhlich bejahend und sich auf die Kinderliebe berufend
        in die Hände gespuckt. Jede hätte sich gefragt: "Warum
        ausgerechnet wir? Ich wollte eigentlich ein "normales"
        Kind
        , ich wollte ein normales Familienleben, ich wollte
        diese Probleme nicht".
        das ist richtig und zunächst gesund, wird aber krank, wenn man aus dem Denkloch nciht mehr rauskommt. da wollt ich ihr nur was "zeigen". Ich ahbe sie nciht kritisiert! Ich bezweifle keine Sekunde lang, daß Carmen ihren Sohn liebt.
        Ich auch nicht, aber es scheint, daß das durch den gesunden Abwehrmechanismus, den du oben beschrieben hast, vielleicht zugedeckt ist.

        ebeolche grüße

        • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
          Re^2: Einspruch

          Hallo GT, Ich habe sie nicht kritisiert!
          Interessant wie Du mit zweierlei Maß mißt.

          Gruß, AndyM

          P.S.: Machst Du mit mir einen Schreibmaschinenkurs? Ich habe nämlich dasselbe Problem...



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