Re^2: Depressiver Partner
Hi Yoyi!
nur eine kurze Bemerkung, bei Depressionen solltest du darauf
hinwirken, daß sich dein Lebensgefährte in ärztliche
Behandlung begibt, also erstmal zum Hausarzt (geh mit, wenn
dein Freund nichts dagegen hat), Überweisung zum Facharzt
holen oder, falls es der Hausarzt empfielt,
teilstationäre/stationäre Behandlung in einer Klinik.
Er geht normalerweise gar nicht gern zum Arzt, sei vor drei Jahren zuletzt dort gewesen. Als er vor 2 Wochen wegen heftigen Magen-Koliken einen Arzt aufgesucht hat, hat er zum Glück auch seine Depressionen angesprochen, und der sagte ebenfalls, dass diese unbedingt behandelt werden müssten.
Da mein Freund zu dem Zeitpunkt Angst vor sich selbst bekommen hatte, wollte er den nächstmöglichen Termin Mitte Februar nicht abwarten und notfalls eine lange Wartezeit im Vorzimmer in Kauf nehmen, Hauptsache, er käme baldmöglichst dran...
dann folgten aber etliche Tage zwecks Behandlung der Magenprobleme, es ging ihm mental besser und der Gedanke an ärztliche Behandlung rückte wieder weiter in den Hintergrund. Da aber die Magenprobleme trotz Medikamenten nicht besser geworden sind, war er gestern erneut bei seinem Hausarzt, der ihm erneut empfahl zum Psychoanalytiker zu gehen, da er bei psychosomatischen Ursachen bei den Magenproblemen nicht wirklich helfen könne. Der Arzt hätte ihm gesagt, er solle seine Vorurteile abbauen und sich zu einer Behandlung überwinden.
Ja, es wäre sicher das beste, er würde eine Therapie machen und ich würde ihn auch sofort begleiten, wenn er es wollte, aber er wehrt sich innerlich noch viel zu sehr dagegen. Wenn ich auch nur Andeutungen mache, die in diese Richtung gehen, blockt er total ab. Habe die Befürchtung, ich erreiche damit das Gegenteil von dem, was ich möchte.
Greetings,
Marla