Kompensation, Sublimation und Verschiebung sind drei tatsächlich recht eng beieinanderliegende Begriffe aus der psychoanalytischen Theorie der Abwehrmechanismen. Unter Abwehr, so kann man verkürzt sagen, ist eine Reihe von charakteristischen Tricks des Bewußtseins zu verstehen, mit denen es Konflikte bestimmter Art zu umgehen versucht. Es gibt außer diesen dreien noch zahlreiche andere Abwehrmechanismen. Die Projektion und die Verdrängung sind wohl die bekanntesten darunter.
Bei der Kompensation wird eine Gefühl des Versagens, der Unsicherheit oder der Minderwertigkeit dadurch umgangen ("vermieden"), daß eine übermäßig intensive Beschäftigung in ganz anderen Tätigkeitsfeldern gesucht wird, in denen der Betreffende "gut" ist, also mindestens insofern "erfolgreich" ist, als er darin befriedigendes feedback bekommt. Es ist ein charakteristisches Merkmal übrigens der sog. Internet-Sucht.
Die Sublimation dient der Bewältigung überflutender libidinöser Reize, die nicht adäquat ausagiert werden können (z.B. weil sie moralisch blockiert sind oder einem Selbstwertgefühl widersprechen oder anderweitig verhindert werden). So können sich machmal hinter Zwangshandlungen oder Suchtverhalten heftige Frustrationen verbergen, die dann oft noch assoziativ darin erkennbar sind. Sublimationen finden sich aber auch bei der Bewältigung von Ängsten.
Die Verschiebung kann dann stattfinden, wenn heftige Affekte nicht in der Entstehungssituation ausagiert werden können, weil andere Gefahren dadurch entstünden. Sie suchen sich dann eine andere Situation mit anderen Konfliktpartnern. Z.B. wenn ein Mann seine Wut gegen seinen Chef nicht zum Ausdruck bringen kann, weil es seinen Job kosten würde - und er dann zuhause seine Frau verprügelt.
ich hoffe, das reicht erstmal?
Gruß
Metapher