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Re: Zähneknirschen
Liebe/r Sandy,
Habe schon mehrmals zu eben dem Thema geschrieben, eine Version kann ich gerne anschließend einkopieren. Natürlich kann auf Dauer, wenn jahrelang der Schmelz geschädigt wird, auch Karies entstehen. Die ist dann charakteristischerweise an den Kauflächen und kaum an den Kontaktflächen zwischen den Zähnen angesiedelt. DEr Kopfschmerz kann auch andere Gründe als das mechanische sich Festbeißen haben, die aber mit der Grundspannung zu tun haben. Das nennt man im allgemeinen einen "Spannungskopfschmerz" oder "tension headache".
Der Zahnarzt kann sich auch überlegen, ob etwas an der Biß-/Kiefer-Symmetrie zu verändern wäre, was am besten auf einer Kiefer- und Gesichtschirurgie (Klinik) abgeklärt wird. Diese Angelegenheit ist zu begutachten, b-e-v-o-r psychologisiert wird.
So, nun der "alte" Artikel:
Zähneknirschen hat einerseits mit eventuellen Fehlstellungen des Gebisses zu tun (dadurch entstehen Verspannungen und dann und wann krampfartige Reaktionen).
Andererseits, und das häufiger, hat es mit schlecht verarbeiteten Konflikten zu tun, die zumeist im Schlaf oder in somnolenten Zuständen durchbrechen und ein oft mächtiges Knirschen verursachen. Dabei kann der sonst stabile Zahnschmelz Schaden nehmen, auch Füllungen können ausgebissen werden. Die Kaumuskulatur kann bekanntlich Kräfte entwickeln die über 1000 kp ausmachen.
Die letztbeschriebenen seelischen Spannungen sind ganz gut in einer Selbsterfahrung (wenn ein Krankheitswert vorliegt, in Psychotherapie) im Einpersonen- oder Gruppensetting anzugehen. Denn hier müssen einerseits die lebensgeschichtlichen Ursachen und die persönlichen Strategien mit Angst, Stress, Frust umzugehen geklärt werden. Dann kann sich das Knirschen aufhören, weil es andere Wege gibt, mit Spannungen umzugehen.
Wenn Sie Genaueres wissen möchten, mailen Sie nur.
Alles Gute,
Dr. V. Ellmauthaler
http://members.magnet.at/dr.ellmauthaler/
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