Zähneknirschen

Von: , Frage gestellt am Do, 16. Sep 1999

Hallo,
ich knirsche Nachts mit den Zähnen, es ist so schlimm das ich morgen mit Kopfschmerzen aufwache.
Mein Zahnartz hat mir eine Aufbissschiene verschrieben, damit ich mir nicht die Zähne runter schleife, seit den geht es auch mit den Kopfschmerzen!
Außerdem sag er es sei psychisch bedingt, ich würden Nacht das verarbeiten was ich tags über erlebe! Ich möchte gern damit aufhören, kann mir jemand helfen? Ich glaube nicht das es eine normale Krankenkasse zahlt, wenn man deswegen zu Psychater geht!

6 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 37 Minuten hilfreich
    Re: Zähneknirschen

    Hallo Sandra,

    Ich glaube nicht das es eine normale
    Krankenkasse zahlt, wenn man deswegen zu
    Psychater geht!
    ein Psychiater ist da möglicherweise dann doch ein arg "schweres Geschütz". Ich würde empfehlen, erst mal ein Entspannungsverfahren zu erlernen und überhaupt das eine oder andere in Richtung "Streßabbau" zu unternehmen. Sicher bin ich mir nicht, denke aber schon, daß die Krankenkassen die Kosten übernehmen (das herauszufinden kostet Dich einen Anruf bei Deiner Krankenkasse 8-).

    Hier:

    http://www.bdp-klinischepsycholog.org/sektion/pid.htm

    müßte man Dir geeignete Psychologen in Deiner Gegend nennen können.

    Viel Erfolg
    Michael

    • Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
      Re^2: Zähneknirschen

      Danke Michael,
      ich glaube gar nicht das ich so ein stressiges Leben führe und >Entspannungsverfahren(Yoga oder so) sind glaube ich nichts für mich: [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
        Re^3: Zähneknirschen

        Hallo Sandra,
        probier es doch erst einmal aus, bevor du sagst, das ist nichts für mich.
        VHS bieten da Schnupperkurse an.
        Außerdem ist ein gewisser Unterschied zwischen Entspannungskurse und Yoga.
        Mit Yoga sind Körperübungen gemeint.
        Bei Entspannungskursen lernt man sich ohne irgendwelche Körperübungen zu entspannen.
        mfg.
        Monika ich glaube gar nicht das ich so ein
        stressiges Leben führe und
        >Entspannungsverfahren(Yoga oder so)
        sind glaube ich nichts für mich:

  2. Antwort von nach 4 Stunden hilfreich
    Re: Zähneknirschen

    Hallo Sandra,

    ich würde von einem Psychiater abraten. P. sind medizinisch orientiert, d.h. es sind diejenigen Ärzte, die Dir am ehesten gleich Medikamente verschreiben und die organische Ursache eines Leidens suchen.
    Eher zu empfehlen wäre ein/e PsychologIn oder ein/e PsychotherapeutIn. Sowas zahlt die Krankenkasse in der Regel, bei manchen brauchst Du eine sogenannte "Notwendigkeitsbescheinigung" Deines Hausarztes.
    Was auf jeden Fall möglich ist, sind 3-5 Probestunden bei einem Therapeuten, danach kannst Du Dich entscheiden.

    Ich selbst mache seit einigen Jahren Therapie und kenne unter anderem auch das mit dem Zähneknirschen, was bei mir auch vorkommt, wenn ich stark unter Streß stehe. Und damit muß ja nicht unbedingt beruflicher / körperlicher Streß gemeint sein, auch seelischer.

    Falls Du mehr wissen möchtest, mail mich doch an.

    Gruß, Fabienne

  3. Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
    Re: Zähneknirschen

    Liebe/r Sandy,

    Habe schon mehrmals zu eben dem Thema geschrieben, eine Version kann ich gerne anschließend einkopieren. Natürlich kann auf Dauer, wenn jahrelang der Schmelz geschädigt wird, auch Karies entstehen. Die ist dann charakteristischerweise an den Kauflächen und kaum an den Kontaktflächen zwischen den Zähnen angesiedelt. DEr Kopfschmerz kann auch andere Gründe als das mechanische sich Festbeißen haben, die aber mit der Grundspannung zu tun haben. Das nennt man im allgemeinen einen "Spannungskopfschmerz" oder "tension headache".

    Der Zahnarzt kann sich auch überlegen, ob etwas an der Biß-/Kiefer-Symmetrie zu verändern wäre, was am besten auf einer Kiefer- und Gesichtschirurgie (Klinik) abgeklärt wird. Diese Angelegenheit ist zu begutachten, b-e-v-o-r psychologisiert wird.

    So, nun der "alte" Artikel:

    Zähneknirschen hat einerseits mit eventuellen Fehlstellungen des Gebisses zu tun (dadurch entstehen Verspannungen und dann und wann krampfartige Reaktionen).

    Andererseits, und das häufiger, hat es mit schlecht verarbeiteten Konflikten zu tun, die zumeist im Schlaf oder in somnolenten Zuständen durchbrechen und ein oft mächtiges Knirschen verursachen. Dabei kann der sonst stabile Zahnschmelz Schaden nehmen, auch Füllungen können ausgebissen werden. Die Kaumuskulatur kann bekanntlich Kräfte entwickeln die über 1000 kp ausmachen.

    Die letztbeschriebenen seelischen Spannungen sind ganz gut in einer Selbsterfahrung (wenn ein Krankheitswert vorliegt, in Psychotherapie) im Einpersonen- oder Gruppensetting anzugehen. Denn hier müssen einerseits die lebensgeschichtlichen Ursachen und die persönlichen Strategien mit Angst, Stress, Frust umzugehen geklärt werden. Dann kann sich das Knirschen aufhören, weil es andere Wege gibt, mit Spannungen umzugehen.

    Wenn Sie Genaueres wissen möchten, mailen Sie nur.

    Alles Gute,

    Dr. V. Ellmauthaler
    http://members.magnet.at/dr.ellmauthaler/ [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  4. Antwort von nach 19 Tagen hilfreich
    Re: Zähneknirschen

    Das nächtliche Zähneknirschen wird in neurologischen Schlaflabors erforscht und auch behandelt. Wende Dich an ein solches. Wenn Du mir mailst, in welcher Stadt Du wohnst, kann ich Dir ein Schlaflabor nennen, oder frage bei der DGSM (Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin) nach einer Liste der Schlaflabore. Die Liste kannst Du Dir auch auf der HP der DGSM runterladen.

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