Durchhänger

Hi Ann! Hi WWW-lers!

Was du beschreibst sieht imho sehr stark nach (beginnender) Depression aus. Und das ist nur mit einem Fachmann zu therapieren! Wenn du ihr was mit auf dem Weg geben willst, denke ich, das einzige richtig wäre, ein Termin beim Arzt, vielleicht zuerst ihr eigenen Hausarzt, wo sie dann diese Anzeichnen darstellt.

Ansonsten und zusätzlich zu dem Besagten, würde ich ihr empfehlen einen Hund zu sich zu nehmen (vielelicht aus dem Tierheim?). Die Liebe, Nähe und Gefühl der echten Freundschaft und der absoluten Loyalität und Zuverläsigkeit, die sie geben ist unglaublich. Ich denke, mit so einen Tier kann ihr sehr geholfen werden.

Aber wie gesagt: Ein Arzt (vielleicht erstazweise DEIN eigener Hausarzt, falls sie sich alleine nicht traut) ist unumgänglich.

Alles gute, gute Besserung und einen schönen Gruß aus Nürnberg!
Helena

Hallo Ann

Problemlösung der einfachen Art : Deine Freundin muß ihren
Wohnsitz, wieder zurück nach Deutschland verlegen, wenn es
hier, ihr gut geht.
Womöglich leidet sie unter Heimweh !
Ihr Freund ist eh arbeitsmäßig, oft und lange weg, was hält
sie also noch in der Antarktis ?

Gruß Iwan

Und das ist nur mit einem Fachmann zu
therapieren!

Also das kann ich so unwidersprochen nicht stehen lassen. Die „Stundenplanregelung“ finde ich sehr erfolgversprechend. Oft scheitert es ja am Aufstehen, deswegen kann man sich auch eine detaillierte Liste machen, was man morgens macht: Aufstehen, Toilette, duschen, Brötchen aufbacken, Kaffee kochen, anziehen,… wirklich so detailliert.

Man kann sich die Zeit prima mit Malen, Lesen, Basteln verbringen oder sich anders küsterlisch oder sportlich betätigen. Man kann auch an der nächsten Urlaubsplanung arbeiten, auch wenn man nicht mal weiss wann das sein wird.

AndyM

Hallo Ann!

Ich fürchte, dass Deine Freundin schon Depressionen hat!
Wenn das ganze sowieso so auf der Kippe steht, ich meine das mit ihrem Mann, dann soll sie für sich eine Entscheidung treffen. Ist natürlich blöd, weil das Kind eigentlich eine Intakte Familie braucht. Allerdings ist es ja sehr fragwürdig, ob das jetzt so ist, weil der Vater ja sowieso immer unterwegs ist.
Mich persönlich macht sowas immer wütend!!!
Wenn es ihr hier gut geht, dann soll sie bloß wieder zurück nach Deutschland gehen, ansonsten wird das schlimmer.
Und ich würde ihr auch mit auf den Weg geben, dass sie sich nicht so von ihrem Mann abhängig machen soll!!

Viele Grüße
Berlind

Hi Andy,
Dein „Hobby“ Psychologie in allen Ehren…

Also das kann ich so unwidersprochen nicht stehen lassen. Die
„Stundenplanregelung“ finde ich sehr erfolgversprechend. Oft
scheitert es ja am Aufstehen, deswegen kann man sich auch eine
detaillierte Liste machen, was man morgens macht: Aufstehen,
Toilette, duschen, Brötchen aufbacken, Kaffee kochen,
anziehen,… wirklich so detailliert.

Ja, der Depressive springt nach einer quälend schlaflosen Nacht auf und macht sich beherzt unter die Dusche während der Kaffee brodelt, er genießt das Fluten des Wassers und lässt später lustvoll seinen Blick durch den Kleiderschrank schweifen in der Überlegung, mit welchem Kleidungsstück er sich doch heute schmücken könnte, während der Duft aufgebackener Brötchen mühelos seine Appetitlosigkeit in Wohlgefallen auflösen lässt…

Man kann sich die Zeit prima mit Malen, Lesen, Basteln
verbringen oder sich anders küsterlisch oder sportlich
betätigen.

Ja und dann, durch Kaffee und Brötchen gestärkt, von der Dusche erfrischt und in passablem Outfit quält ihn höchstens die Entscheidung, ob er nun malen, lesen oder basteln soll, oder doch erst mal ein paar Runden joggen geht.

Man kann auch an der nächsten Urlaubsplanung
arbeiten,

Ja, das ist eine prima Idee, wenn man doch kaum in der Lage ist, das Haus zu verlassen…
Sorry, Du hast keine Ahnung!!! Lass’ dieses unqualifizierte Geschwätz, mit dem Du nur schadest.
Gruß,
Anja

3 „Gefällt mir“

Hallo Anja,

auch hier gilt: dramatisieren hilft wenig.

Gruß, AndyM

auch hier gilt: dramatisieren hilft wenig.

Das ist Realität - und manchmal ist Realität durchaus dramatisch.
Gruß,
Anja

Sorry, ich konnte nicht wissen daß Du Ann’s Freundin bist.

AndyM

Bin ich nicht owT

Hallo Berlind,

das merkwürdige ist ja, daß sie die Beziehung völlig ok findet!! Ich finde, er behandelt sie wie Dreck, aber nach einer Entschuldigung von ihm ist alles wieder ok… Da kann ich ja wohl schlecht gegen ihn reden.
Die Beziehung ist ihre Sache. Ich hab heute morgen kurz mit ihr über Hunde geredet, sie möchte gerne einen, aber erst wenn er ganz zuhause arbeitet… GRRRRRR.

Ich werd sie nochmal ansprechen und ihr sagen, daß ich mir große Sorgen mache und dass sie jederzeit für ein paar Wochen bei mir wohnen kann. Irgendwie hab ich das Gefühl, mehr kann ich nicht für sie tun…

etwas traurig
Ann

Hallo Anja und Andy
streitet euch nicht wegen mir!

Ich hatte allerdings bei dieser Stundenplanregelung die gleiche Idee wie Anja… Wie soll sie das durchführen, wenn sie noch nichtmals für normale Dinge den Hintern hoch kriegt!?

Ann

streitet euch nicht wegen mir!

Ich glaube wir haben uns schon wieder versöhnt :smile: Ohne Nachzudenken wirken meine Artikel möglicherweise unverständlich.

Ich hatte allerdings bei dieser Stundenplanregelung die
gleiche Idee wie Anja… Wie soll sie das durchführen, wenn
sie noch nichtmals für normale Dinge den Hintern hoch kriegt!?

Anja hat IMO dann Recht, wenn es sich um eine mittlere bis schwere Depression handelt, gegen die man nicht selber ankämpfen kann. Da ich die Sache zunächst mal so einschätze, daß Deine Freundin nicht krank ist, sondern sie die Einsamkeit krank macht, und weil ich aus Erfahrung weiß, daß depressiv verstimmte Menschen unter gewissen Umständen Halt durch Rythmus und Routine bekommen, halte ich es zumindest für einen Versuch wert.

Wenn ein Mensch depressiv verstimmt ist, kann sich das unter Umständen so äußern, daß er wenige bis gar keine Ideen hat, was er mit seinem Alltag anfangen kann. Jede Idee ist zudem lästig, führt nicht zum Glück und wird nicht umgesetzt. Er läßt sich total hängen. Dein Betreff war ja auch „Durchhänger“ und nicht „Schwere Depression“.

Der Mensch, der dies in sich erkennt und den Mut hat, gegen seine Antriebslosigkeit anzukämpfen, hat also die Chance, sich das, was ihn stört, hier: die Einsamkeit, zu nutze zu machen.

Es ist in dieser Situation oft einfacher, Pflichten zu erfüllen als abzuwägen. Jede Entscheidung fällt schwer. Spontane Entscheidungen sind nahezu unmöglich.

Der detaillierte Tagesplan kann Halt bieten, weil man sich nicht mehr entscheiden muß. Er läßt aber gleichzeitig die Freiheit, daß man sich jederzeit entscheiden kann. Es ist also kein Zwang.

Je detaillierter er ist, desto leichter fällt es, ihn zu befolgen, aber das ist auch typabhängig. Manch einem reicht der Tagesordnungspunkt „7.20 uhr Frühstück“, andere nehmen es etwas genauer und schreiben „7.20 uhr Brot mit Butter beschmieren, Marmelade“ auf den Zettel.

Die Depressionszustände können schwanken, in einer positiveren Phase kann man sich Gedanken machen, mit welchen Dingen man sich gerne auseinandersetzen möchte (Kunst, Sport, Lesen, Spazieren, Postkarten schreiben, Urlaubsplanung…) und sich selber für alle möglichen Betätigungsfelder ein „Kursprogramm“ aufstellen. Konkret: 14 bis 16 Uhr Modellieren, 16-16.45 Spazieren gehen, 16.45-17.30 Rückengymnastik, wenn das zu schwer fällt Musik hören (aber erst versuchen!). u.s.w.

Der Plan kann im Laufe der Wochen dynamisch wachsen. Man erlebt Dinge, die Spaß machen und nimmt sie in den Plan auf. Vielleicht ist zwei Stunden Töpfern&Modellieren zu kurz, weil man hinterher so lange aufräumen muß, oder es ist zu lang, weil man nicht so viel Geduld aufbringt. Dann nicht resignieren sondern den Plan anpassen.

Das hört sich für Menschen, die sich gerne verzetteln, ziemlich affig an. Aber es besteht Hoffnung, daß man mehr vom Leben hat, wenn man sich an diese Zeiten hält und auch mal wieder erlebt, daß man gerne weiter machen würde, aber die Zeit um ist, und aufhören „muß“.

Zeitmanagement wird ja immer nur für Leute angepriesen, die zu viel um die Ohren haben. Aber auch Leuten, die zu viel Langeweile haben bzw. die zu viel Einsamkeit ausgesetzt sind, tut IMO Zeitmanagement gut. Deine Freundin muß sich dann natürlich mal ein paar Projekte ausdenken, vielleicht aufwendige Geschenke basteln für ihre deutschen Freunde oder einen Basar in der Nähe.

Mir nahe stehende Menschen in Canada haben immer Pläne, was dem Depressiven schon über viele depressive Phasen hinweggeholfen hat. Zudem filmen sie immer, was sich so tut, und schicken die Cassetten dann nach Deutschland. Solche Videoaufnahmen kosten nicht viel Zeit und sind spontan. Vielleicht schenkt ihr Mann ihr mal eine Videocamera?

Wenn sie wieder weg ist, schick ihr regelmäßig eine Postkarte. Sie freut sich sicherlich darüber, doch ihre Depressionen halten sie möglicherweise auch davon ab, die Freude mit Dir zu teilen. Nimm das dann nicht persönlich, meint

AndyM

2 „Gefällt mir“

Hi Ann!

Na ja! Guter Rat ist halt teuer! (Nana, du brauchst gar nichts zahlen!) ;o)))

Aber ausgerechnet weil sie ein Kind hat, würde ich mir die Möglichkeit mit dem Hund näher anschauen. Ich bin selbst Mutter eines 2,5-Jährigen (siehe ViKa) und überlege mir gerade einen Hund zu holen. Und ich habe kein Anlaß (soweit) zu überlegen bzw kein Verdacht ob ich depressiv bin…

Aber wie gesagt, wenn man krank ist, oder den Verdacht besteht, muß man halt zum Arzt. So sehe ich das… Das zu verschieben ist grundsätzlich immer verkehrt.

Jedenfalls eine gute und schnelle Besserung für Deine Freundin und einen lieben Gruß für dich aus Nürnberg!
Helena

Hi AndyM!

Und das ist nur mit einem Fachmann zu
therapieren!

Also das kann ich so unwidersprochen nicht stehen lassen.

Auf dem Verdacht krank zu sein, den Vorschlag zu unterbreiten ein Arzt zu konsultieren, kann unmöglich verkehrt sein. Du bist weder Arzt noch kennst die Symptome. Ich kann nur mit dem Kopf schütteln wenn ich so was lese.

Die „Stundenplanregelung“ finde ich sehr erfolgversprechend. Oft
scheitert es ja am Aufstehen, deswegen kann man sich auch eine
detaillierte Liste machen, was man morgens macht: Aufstehen,
Toilette, duschen, Brötchen aufbacken, Kaffee kochen,
anziehen,… wirklich so detailliert.

Das könnte helfen. Aber wem??? Genau: Dem Arzt!!! Für mich ist das höchstens eine Hilfestellung für den behandelnden Arzt. Doch das kann nie und niemals den Rat eines Fachmannes (bzw. Fachfrau!) ersetzen!!! So etwas, grenzt imho an Unverantwortlichkeit. Würdest du so etwas empfehlen wenn es sich dabei um einen engen Angehörigen von Dir wäre???

Man kann sich die Zeit prima mit Malen, Lesen, Basteln
verbringen oder sich anders küsterlisch oder sportlich
betätigen. Man kann auch an der nächsten Urlaubsplanung
arbeiten, auch wenn man nicht mal weiss wann das sein wird.

Das nennt sich Behandlungstherapie und ist, wie der Name schon sagt, eine angewandte Therapie. doch erst MUß eine Diagnose erfolgen. Und… weißt Du wer so was ausstellt??? Ja? Richtig! Ein Arzt!!!

AndyM

Nie endenwollenden Kopfschüteln und Grüße
Helena

Ich schließe mich…
Hi Anja!

…jedes einzelnen Wörtern Deines Postings an!

Alles voran:

„Sorry, Du hast keine Ahnung!!! Lass’ dieses unqualifizierte
Geschwätz, mit dem Du nur schadest“

Deshalb und als Anerkennung, ein (bestens verdientes) Sternchen.

Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena

Hi AndyM!

Und das ist nur mit einem Fachmann zu
therapieren!

Also das kann ich so unwidersprochen nicht stehen lassen.

Auf dem Verdacht krank zu sein, den Vorschlag zu unterbreiten
ein Arzt zu konsultieren, kann unmöglich verkehrt sein.

Das habe ich ja nicht bestritten.

Bitte Mädels, könnt ihr mal die Brille aufsetzen und lesen. Mit Hetze kommt hier niemand weiter. Bitte sachlich bleiben.

Gruß, AndyM

Hi AndyM!

Und das ist nur mit einem Fachmann zu
therapieren!

Also das kann ich so unwidersprochen nicht stehen lassen.

Auf dem Verdacht krank zu sein, den Vorschlag zu unterbreiten
ein Arzt zu konsultieren, kann unmöglich verkehrt sein.

Das habe ich ja nicht bestritten.

Aber mit keiner einzigen silbe auch erwähnt!!! Und das ist ja: Du schlägst eine Therapie vor, was bei Freunde von dir ein (Teil-) Erfolg gebracht haben MAG. Aber das allein bringt niemandem weiter. Und das unerwähnt zu lassen ist imho nicht nur gefährlich sondern grenzt an Verantwortungslosigkeit. Auserdem hast Du nicht gesagt, daß Deine Freunde (gewiß) beim Arzt waren, stimm’s?

Depression ist eine Krankheit. Und deshalb bedarf einem Fachmann.

Bitte Mädels,

Mit meinen 41 bin ich lange aus dem „Mädl-Zeit“ heraus.

könnt ihr mal die Brille aufsetzen und lesen
.

Lesen tun wir ja. Deshalb diese Aufregung.

Mit Hetze kommt hier niemand weiter. Bitte sachlich
bleiben.

Mit Vorschlägen wie Deinen kann jemand, der über den Hobby-Level hinaus Psychologie gelernt hat (und wenn es noch nur ein bißchen weiter ist)
sich nur aufregen. Das sagt aber wenig über die Sachlichkeit aus. Denn ernsthafte, vernünftige und vorallem verantwortungsvolle Vorschlägen haben wir auch welche unterbreitet.

Gruß, AndyM

Gruß auch Helena