Eine Freundin von mir hatte vor ca. 1Woche einen schrecklichen Autounfall!
Sie ist vor dem Lenkrad eingeschlafen, und als sie die Augen wieder öffnete, raste sie direkt in einen Laster rein!!!
Das Auto: totalschaden
Sie : keine einzige Wunde
Glück im Unglück!
Doch seit Tagen, muss sie jetzt nur noch an dieses geschehen denken!!!
Sie kann nicht mehr schlafen, nicht ordentlich sprechen und bricht oft in Heulanfällen ein!
Dazu hat sie noch Kinder!
Die Kinder solten sie eigentlich vom Geschehen wegbringen!
Aber es hilft nichts!
Darum frag ich euch jetzt!
Ist das so normal oder nicht!?
Kann man da etwas unternehmen um es ein wenig zu verlindern?
Bitte helft mir doch!
An allen ,schon im vorraus, ein herzliches danke!!!
Ich denke das ist völlig normal, da deine Freundin bestimmt einen Schock hatte und ihr nun auf einmal klar wird, was alles passieren hätte können. Vor allem denke ich merkt man in diesen Momenten wie schnell sich das Leben von Augenblick zu Augenblick ändern kann. Das passiert doch immer nur den anderen - oder es steht in der Zeitung - aber ich doch nicht!!
Vielleicht braucht deine Freundin im Moment einfach etwas Zeit für sich, um in Ruhe über alles Nachzudenken und wieder zu sich selbst zu finden,und nicht noch Ablenkung durch die Kinder. Das empfindet sie vielleicht im Moment sogar als zusätzlichen Stress.
Es ware ihr vielleicht eine Hilfe Ihr die Möglichkeit zu schaffen mal mit sich alleine sein zu können und das Geschehene zu verdauen.
Das braucht Zeit und ich glaube wenn man solch ein Erlebnis hatte kann man nicht sofort ins Alltagsleben zurückkehren. Das können Ausstehende vielleicht nicht verstehen, die einfach nur sagen sei froh du hast doch Glück gehabt.
Es kann dadurch einiges Hochkommen und man hinterfragt vielleicht sogar einiges in seinem Leben.
Sei einfach für Sie da und frag Sie was sie brauch und hör zu!!!
Grüsse
Traudl
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Sie soll einmal mit ihrem Arzt darüber sprechen. Der wird ihr sagen können, ob sie professionelle Hilfe benötigt (Psychotherapie).
Bis zur ersten Sitzung (und dann auch zwischendurch) soll sie sich mit dem Erlebten auseinandersetzen.
Sie soll aufschreiben, was ihr in diesem Zusammenhang in den Sinn kommt, zum Beispiel mal den Bericht, wie sie diesen Unfall erlebt hat. Dann ihre Gefühle, ihre Gedanken,…
Lass sie mal mit Farben (Deckfarben oder Fingerfarben) ihre Gefühle rund um diesen Unfall großflächig malen.
Vielleicht hilft ihr, ein Lied, das sie für passend findet, immer wieder anzuhören und sich dazu zu bewegen. Sie kann mit ihrem ganzen Körper den Schmerz, die Angst, die Panik ausdrücken.
Vielleicht komponiert sie selbst ein Lied?
Oder schreibt ein Gedicht?
Vielleicht mag sie aus Ton (oder sonst einem Material) ihrem Schrecken eine Gestalt geben?
Oder mit Musikinstrumenten (Orff-Instrumenten) der Panik einen Klang geben?
Sie soll sich jeden Tag eine Zeit nehmen, in der sie sich bewusst diesen Angstatacken stellt. Je intensiver sie sich damit auseinandersetzt, desto früher ist sie mit der Arbeit fertig. Verdrängen macht alles noch schlimmer, weil dann die Sache unter der Oberfläche gärt. Die Wunden können dann nicht heilen.
Hallo,
es hilft ihr bestimmt, wenn sie immer wieder darüber reden kann und sich immer wieder damit auseinandersetzt. ch glaube, es ist am besten, den Unfall nicht zu verdrängen und krampfhaft was anderes zu denken/zu tun.
Mit der Zeit verliert das schreckliche Erlebnis dann hoffentlich seine Kraft.
alles gute
timmi
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Um deiner Freundin schnell, dauerhaft und vor allem auch anhaltend zu helfen sollte sie sich mal mit der Christoph-Dornier-Stiftung in Marburg in Verbindung setzen (die Telefonnummer ist: 06421/285740). Dort ist man auf solche Fälle spezialisiert und kann ihr auch sagen, wo eine entsprechende Einrichtung in ihrer Nähe zu finden ist.
Eine weitere Möglichkeit sehe ich darin, dass sie sich einen in NLP (Neuro-Linguistisches-Programmieren) fitten Therapeuten sucht. NLP würde ich in dem Falle allen anderen Therapien vorziehen, da sich deine Freundin m. E. durch ihre Kinder in „Zeit- und Erfolgsdruck“ befindet und daher nicht ggf. mehrere Jahre auf den (dann immer noch zweifelhaften) Erfolg einer Gesprächs- Verhaltens- Oderwasauchimmertherapie zu warten. Wenn du in eurer Region keinen fähigen NLP´ler findest, kann ich euch evtl. mit Adressen weiter helfen.
Gruß an dich und deine Freundin
Frank