Bitte um Meinungen

hy,
falls gefragt, werde ich natürlich konkreter.
auf was für ein defizit/krankheitsbild/störung/sehnsucht usw. könnte das hinweisen:
wunsch nach einem medikament um das leben besser zu bewältigen. das gewünschte medikament soll die wirkung haben, die 1 Bier mittelschnell getrunken bei der gegenständlichen person hat, ausser den gleichgewichtsstörungen, also:
leichte enthemmung
gestärktes selbstbewusstsein
stimmungsaufhellung
verstärkter antrieb
mehr optimismus vor allem in bezug auf zukunft
ermöglichung von verhalten, dass früher (in pubertät) als normal für die person galt: kontaktfreudigkeit, reiselust…

die person ist der meinung, dass diese wirkung sie nicht „besser“ oder „effizienter“ macht, sondern sie meint, mit dieser wirkung erst (wieder- in bezug auf perspektive der gewünschten persönlichkeitsentwicklung in der pubertät) sich selber sein zu können, und ohne diese wirkung nur eingeschränkt sich selbst zu sein.
sie hat das gefühl mit der wirkung von 1 bier die person zu sein, zu der sie sich in der pubertät zu entwickeln schien, ohne bier: die person zu sein, die sie als konsequenz der kindheit geworden ist, nur eingeschränkter.

die wirkung verliert sich bei der person bei weiterem alkoholkonsum wieder. nach 1 bier: sie hat das gefühl sich selbst „wiederzuerkennen“, und in diesem zustand findet sie sich selbst ohne 1 bier ziemlich erbärmlich.
danke

mfg

leichte enthemmung
gestärktes selbstbewusstsein
stimmungsaufhellung
verstärkter antrieb
mehr optimismus vor allem in bezug auf
zukunft
ermöglichung von verhalten, dass früher
(in pubertät) als normal für die person
galt: kontaktfreudigkeit, reiselust…

Hi!
Bin leider noch kein Experte auf dem Gebiet, könnte aber meinen, daß es sich hier um Anflüge von Depression handelt.
Nach DTV-Atlas der Psychologie Bestandteile der Depressivität: innere Lehre, negative Sichtweise auf sich selbst, die Zukunft, seine Umwelt, nutzlos vorkommen, wie versteinert fühlen. Leider habe ich kein diagnostisches Buch hier. Ist denn in der Kindheit, Jugend etwas ganz schwerwiegendes vorgefallen?
(Hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen)
Simone

Hallo Carl,

Ja, ich fionde auch, das klingt nach Depression. Empfohlen wird da meist eine medikamentöse Behandlung in Kombination mit einer Psychotherapie.
hoffentlich hilft dir das,
bb
P.S. Vergiss das Bier! Depressive sind erhöht alkoholgefährdet, da der Rausch fürs erste die Symptome überdeckt, sie aber langfristig enorm verschlimmert.

ich würde nicht gleich mit dem holzhammer (medikamente + psychologe) kommen.
wenn ich dich richtig verstehe, befindet sich die betreffende person in der pubertät.
da sind depressive stimmungen völlig „normal“.
der umgang damit ist natürlich bedenklich, da es ein typisches suchtverhalten ist. auch das ist in diesem alter nicht zwingend ein grund zur sorge. das jugendalter ist ja die zeit, in der man sich selbst sucht und seine grenzen erbrobt, gefählche und dumme sachen macht etc. große stimmungsschwankungen und eine sinnkriese, stress in der schule, mit den eltern, mit der freundin, druck von der clique etc.
ich denke, psychologische intervention hätte keinen positiven effekt, sondern könnte sogar das vertrauensverhältnis zu dir zerstören.
liebevolle begleitung, ein gemeinsames suchen nach dem, was die person in der sucht sucht. sie sagt ja: ich suche mich selbst, das was ich werden soll. helfen sie ihm/ihr dabei, es auch ohne drogen zu schaffen.
viel glück!