Seit ca. 3 Wochen hobe ich ein extrem hohes Schlafbedürfnis, welches meine Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. Mein Eindruck war, dass mein Körper mich sozusagen in die Knie zwang, aber die umfassende Blutuntersuchung brachte keine patologischen Befunde. Momentan fühle ich mich nicht depressiv, allerdings etwas überfordert, was aber nichts neues ist und worauf ich auch bisher nie auf diese Art reagiert habe. Nun werde ich depressiv infolge der Müdigkeitserscheinungen, die ich mit dem Willen nicht mehr steuern kann.
Hat jemand eine Idee, wie ich aus diesem Kreis `rauskomme oder was es sein könnte?
Hallo Christin.
Ich leide seit dreißig Jahren an Depressionen und kann dir also aus eigener Erfahrung sagen (was mir der Arzt auchb estätitge) dass diese sich nicht unbedingt als „depressive“, also traurige Stimmung zeigen, sondern eben bei mir als furchtbare Müdigkeit. Ich würde dir raten, einen Psychiater (keinen Psychologen!!!) aufzusuchen und dich auf eine klinische Depression untersuchen zu lassen. Diese muss mit Medikamenten behandelt werden. Ich war nach einen Monat Fluctine (Prozac) wieder fast beschwerdefrei und mir geht es auch heute noch gut.
Es gibt auch Laboruntersuchungenn auf depression, ich weiß aber nicht, wie nützlich die sind.
gute besserung,
bb
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Hallo Christin,
meistens gibt es ganz banale Erklärungen für ein erst so kutzfristig bestehendes Schlafbedürfnis - haben wir doch seit dieser Zeit (drei Wochen) in unseren „Breiten“ diesen Wetterumschwung von extrem heiß nach recht kühl !
Nun weiß ich nicht, wieviel Du Dich körperlich bewegst oder gar Sport treibst - im Allgemeinen sind untrainierte Menschen auch wetterfühliger und reagieren entsprechend mit Müdigkeit, usw. auf den extremen Wechsel.
Nun bist Du ja schon beim Arzt durchgecheckt worden - Frage:
konnten folgende Punkte ausgeschlossen werden?
1.) sehr niedriger Blutdruck
2.) Unterzuckerung
3.) Schilddrüsenunterfunktion (entwickelt sich über lange Zeit, schleichend) Müdigkeit, Depression, langsamer Puls, usw…
4.) niedriger Blutfarbstoff (Hämoglobin)
5.) falls Hämoglobin o. k., muss der Serumeisenspiegel gecheckt werden. Es gibt auch normochrome Anämien (mit normalem Hämoglobin), die sich durch erniedrigte Eisenspiegel bemerkbar machen, die wiederum in den meisten Fällen durch Eisenverwertungsstörungen (z. B. fehlende Magensäure, Folsäure-, Vitamin B 12-Mangel, usw.) bedingt sein können.
Vieleicht konnte ich Dir einige Anregungen für eine Diagnosehilfe geben.
Gute Besserung !
Gruß, Renate
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Hallo, bb,
Ich habe mich schon gefragt, ob ich eine Depression „verschleppt“ habe. Im März 98 starb meine Mutter, was eindeutig eine schwere Depression hervorrief, ich wurde mit Kava-Kava-Extrakt behandelt, mit einem befreundeten Dr. der Psychologie, versuchte ich, den Trauerprozeß mit Psychodrama aufzuarbeiten. Ich habe sehr große Angst vor Antidepressiva, bin auch bei einer Neurologin gewesen, da mein EEG in den Alpha-Wellen von der Norm abweicht, aber da ich Migränikerin bin(zum Glück nicht allzu schlimm) meinte sie, es sei ein typisches Migräniker EEG.Womöglich bricht diese Depression jetzt unbewusst wieder aus…
Danke für Deine Antwort und die Besserungswünsche. Ich muss wohl jetzt Detektiv spielen…Gruß, Christin.
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Hallo Christin,
Ich habe mich schon gefragt, ob ich eine
Depression „verschleppt“ habe. Ich habe sehr
große Angst vor Antidepressiva,
Die neue Generation der Antidepressiva hat kaum noch Nebenwirkungen, gelentlich Mundtrockenheit, starkes Schwitzen, Verstopfung, aber damit lässt sich leben. du brauchst keine Angst davor zu haben. schlimmstenfalls muss dein Arzt ein bisschen rumprobieren, bis er das für dich ideale Medikament gefunden hat. Bei mir hat gleich das erste genutzt, später probierte ich zuwei, die nicht wirkten bzw, wirkten, aber lästiges Schwitzen herovrriefen. antidepressiva machen nicht süchtig und verändern dich psychisch nur insofern, als du munterer wirst.
Warum hast du solche angst? Hat man dir etwas Schlimmes erzählt?
bin auch
bei einer Neurologin gewesen, da mein EEG
in den Alpha-Wellen von der Norm
abweicht, aber da ich Migränikerin
bin(zum Glück nicht allzu schlimm) meinte
sie, es sei ein typisches Migräniker
EEG.
Ja, und da liegt der Hund begraben! Migräne kommt nämlich von zu viel Serotonin im Gehirn, Depression von zu wenig! Daher muss man aufpassen, weil anti-Mrigräne-Mittel oft als Nebenwirkung Depressionen hervorrufen. Ich hatte ebenfalls immer sehr schlimme Migräne. Die beiden Krankheiten hängen zusammen.
Womöglich bricht diese Depression
jetzt unbewusst wieder aus…
Übrigens: Trauer und Depression sind zwei verschiedene Dinge. Depression kann gerade die Unfähigkeit sein zu trauern. Trauer ist ein schmerzlicher, aber gesunder Prozess, Depression eine Erstarrung, Lähmung.
gruß,
bb