Ärztl. Untersuchung f. eine Therapie

Von: , Frage gestellt am Do, 14. Okt 2004

Hallo Experten!

Meine Schwester leidet an SVV, also an Selbstverletzung! Meine Mutter war heute
bei einer Psychologin um Hilfe zu Suchen! Zum einen wollte sie wissen, wie wir
uns verhalten sollten, zum anderen auch, welche Therapien man machen sollten.
Soweit sind alle Fragen aus dem Weg. Jedoch habe ich eine Frage, die sich mir
die ganze Zeit stellt!

Die Psychologin hat gesagt, dass einige ärztliche Untersuchungen nötig wären,
wie EEG, Ganzkörpercheck, CT,... Nachdem meine Mutter ganz angetan war, hat sie
nicht mehr näher nachgefragt wieso!

Also Kontaktperson meiner Schwester will ich Ihr gerne sagen können, wieso das
alles sinnvoll ist! Sind solche Untersuchungen denn eigentlich sinnvoll! Ich
befasse mich schon länger mit dem Thema, habe allerdings noch nie von diesen
Untersuchungen gehört!

Kennt Ihr diese Maßnahmen auch? Ist es in Euren Augen sinnvoll, liebe
beruflichen Psychologen? Soll erstmal die Therapie im Vordergrund stehen!

Ich danke euch schon jetzt für viele, lange und genaue Antworten!
Gruß
Flo

23 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 22 Minuten 5 hilfreich
    Re: Ja, prinzipiell sinnvoll

    Hallo Flo, Sind solche Untersuchungen denn eigentlich sinnvoll!
    ja, sind sie, weil so gut wie alle Symptome psychischer Störungen durch rein organische Krankheiten verursacht werden können. Deshalb sollte beim ersten Verdacht auf eine psychische Problematik immer eine medizinische Untersuchung stattfinden, um abzuklären, ob die Symptome durch organische Krankheiten verursacht werden. Es wäre nämlich extrem fahrlässig, jemanden lange Zeit (nur) psychotherapeutisch zu behandeln, der tatsächlich eine organische Krankheit aufweist, ohne davon zu wissen. Stell Dir vor, daß ein beginnender Hirntumor für oberflächlich geringfügig erscheinende Symptome wie leichte Kopfschmerzen und Schwindel verantwortlich ist und ein Psychotherapeut sagt - ohne eine medizinische Untersuchung veranlaßt zu haben -, Kopfschmerzen und Schwindel seien psychosomatische Reaktionen auf seelische Konflikte, und therapiert dagegen. Deshalb gucken wir lieber vorher nach, als daß wir hinterher nachsehen. Ich befasse mich schon länger mit dem Thema, habe allerdings noch
    nie von diesen Untersuchungen gehört!
    Glaube ich gern. So etwas wird manchmal nicht so gewissenhaft gehandhabt wie von eurer Psychologin. Was kostet das auch für Geld! Und nachher kommt vielleicht nix raus! (Übrigens: Besser als eine CT wäre eine MRT.) Kennt Ihr diese Maßnahmen auch? Ist es in Euren Augen
    sinnvoll, liebe beruflichen Psychologen? Soll erstmal die Therapie im
    Vordergrund stehen!
    Das hat nichts mit "Therapie soll im Vordergrund stehen" zu tun. Vor einer Therapie / Behandlung sollte man erst einmal wissen, was man therapieren muß. Dazu muß man diagnostische Untersuchungen machen. Bei psychischen Problematiken gehören dazu obligatorisch körperliche Untersuchungen, eben weil solche Problematiken durch organische Krankheiten unterschiedlicher Art verursacht sein können. Der Hirntumor war natürlich ein extremes, aber kein weit hergeholtes Beispiel.

    Grüße,

    Oliver Walter

    • Antwort von nach 58 Minuten 0 hilfreich
      Re^2: Ja, prinzipiell sinnvoll

      Hallo Oliver!


      Übrigens: Besser als eine CT wäre eine MRT.
      Hm, was ist denn eine MRT?

      Gruß
      Flo

      • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
        MRT

        Hi, Übrigens: Besser als eine CT wäre eine MRT.
        Hm, was ist denn eine MRT?
        Magnetresonanztomographie, dasselbe* wie ein CT bloß in 3D und in Farbe.

        Gruß,

        Malte.
        --
        * natürlich nicht "dasselbe", aber mit grundsätzlich derselben Zielsetzung wie ein CT.

        • Antwort von nach 12 Stunden 2 hilfreich
          Re: MRT

          Hi auch, Magnetresonanztomographie, dasselbe* wie ein CT bloß in 3D und
          in Farbe.
          Der Unterschied zwischen Röntgenstrahlung und Radiowellen ist dir aber schon bekannt? Der Unterschied zwischen Elektronenenergien und Kernspin sowie der Unterschied zwischen Absorption und Resonanz auch?

          Ich würde mal behaupten, dass das zwei völlig verschiedene Verfahren mit völlig unterschiedlichen Kosten und Risikopotenzialen sind, deren einzige Gemeinsamkeit darin besteht, dass es sich in beiden Fällen um tomografische Bildgebungsverfahren handelt.

          Gruß

          Stefan

          • Antwort von nach 13 Stunden 2 hilfreich
            Re^2: MRT

            Hi auch, Magnetresonanztomographie, dasselbe* wie ein CT bloß in 3D und
            in Farbe.
            Der Unterschied zwischen Röntgenstrahlung und Radiowellen ist
            dir aber schon bekannt? Der Unterschied zwischen
            Elektronenenergien und Kernspin sowie der Unterschied zwischen
            Absorption und Resonanz auch?
            Du hast meine Anmerkung unter dem * gelesen? Ich würde mal behaupten, dass das zwei völlig verschiedene
            Verfahren mit völlig unterschiedlichen Kosten und
            Risikopotenzialen sind, deren einzige Gemeinsamkeit darin
            besteht, dass es sich in beiden Fällen um tomografische
            Bildgebungsverfahren handelt.
            Richtig. Für den Fragesteller dürfte das genau das sein, was er wissen wollte.

            Gruß,

            Malte.

            • Antwort von nach 13 Stunden 3 hilfreich
              Re^3: MRT

              Du hast meine Anmerkung unter dem * gelesen?
              Selbstredend. Das war ein Allgemeinplatz, der schon durch die unterschiedlichen Namen der Verfahren offensichtlich war. Richtig. Für den Fragesteller dürfte das genau das sein, was
              er wissen wollte.
              Ich hatte mehr den Eindruck, das die Ursprüngliche Frage auf die Unterschiede zwischen den Verfahren zielte, nicht auf die scheinbare Gleichheit.
              Aussagekraft und Risiken der beiden Verfahren unterscheiden sich nämlich ganz erheblich, und genau das hatte ich aus deinem Posting nicht herausgelesen.

              Wie dem auch sei, damit sich jeder selbst ein Bild von den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Bildgebungsverfahren machen kann empfehle ich folgende Links:

              http://de.wikipedia.org/wiki/Magnetresonanztomografie
              und
              http://de.wikipedia.org/wiki/Computertomografie

              Gruß

              Stefan

      • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
        Re^3: MRT

        Hallo Flo, Übrigens: Besser
        als eine CT wäre eine MRT.
        Hm, was ist denn eine MRT?
        bei der Magnetresonanztomographie handelt es sich um Verfahren, mit dem Bilder vom Inneren eines Organs, z.B. dem Gehirn oder der Leber, gemacht werden können. Das Bild sieht ähnlich wie ein Röntgenbild aus. Der Patient kommt dabei "in die Röhre" und wird einem Magnetfeld ausgesetzt. Bei einer Hirn-MRT sieht man z.B. die Strukturen des Gehirn sehr deutlich und kann selbst kleine Veränderungen entdecken. Die Auflösung der MRT ist viel besser als die der CT, die mit Röntgenstrahlen operiert. Die Prozedur ist ziemlich harmlos - es sei denn, man hat einen Herzschrittmacher (metallische Gegenstände im Körper sind tabu) oder eine Agoraphobie. ;-)

        Grüße,

        Oliver Walter

        • Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
          Offtopic MRT

          Hi
          Es ist wirklich ein wenig eng und ich frage mich manchmal wie die da nen Dicken/ne Dicke reinbekommen :)
          Ich mach das unregelmäßig bei Gelegenheit als Proband (Cardio-MRT) so für bis zu 4 Stunden, meist aber nur 2-2,5. est ist schwer sich an der Nase zu kratzen - und ich bin schlank :)

          Leute die Panik in der Enge schieben sollte es vorher mal üben :)
          Ich kann in der Zeit immer wunderbar über alles nachdenken für das mir sonst immer die Zeit fehlt.
          HH

          • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
            Re: Offtopic MRT

            Hi Es ist wirklich ein wenig eng und ich frage mich manchmal wie
            die da nen Dicken/ne Dicke reinbekommen :)
            Geht schon, ist nur arg eng und blöd das dann der Luftaustausch so schlecht funktioniert. Soviel besser war es aber letztes Mal auch nicht, obwohl ich da deutlich weniger Umfang hatte, als beim ersten MRT. Leute die Panik in der Enge schieben sollte es vorher mal üben )
            Ich wusste vorher nicht, das ich so eine Angst vor engen Räumen habe. Aber ich schätze das ich weniger Probleme hätte wenn es da kühle und vor allem bewegte Luft drin geben würde. Naja mit den Tabletten gehts gerade so und die nagelneuen Klopfomaten in Dresden sind auch schneller und besser zu ertragen. Ich kann in der Zeit immer wunderbar über alles nachdenken für
            das mir sonst immer die Zeit fehlt.
            Ich fühle mich nach den 30min jedesmal wie neu geboren, die Welt ist plötzlich so schön weit und gross. ;-)

            Gruss Jan



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