Warum soll ich Vater werden?

Von: , Frage gestellt am Fr, 16. Jun 2000

Ich habe auch einen Eintrag bei "Kultur und Gesellschaft" gemacht.

Hier stelle ich Euch auch die Frage.

Ich will kein Vater werden. Leider möchte meine Freundin unbedingt. Was machen wir nun?

Es gibt nur drei Alternativen: Trennung, ich lebe unglücklich mit Kind oder sie lebt unglücklich ohne Kind.

Was soll ich machen?

16 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 43 Minuten hilfreich
    Re: Warum soll ich Vater werden?

    Hallo,

    da fragt sich: wie eilig ist es denn? Wie alt seid ihr? Muss die Entscheidung JETZT gefaellt werden?
    Du darfst deine Partnerin nicht unter Druck setzen und umgekehrt auch nicht. Wenn du dich entschliesst, doch Vater zu werden, dann bitte nachdem du dir ueber die Konsequenzen klargeworden bist. Wenn es nicht eilt, macht eine Bedenkzeit aus, in der sich jeder ueber die drei moeglichkeiten Gedanken macht.
    Auf jeden Fall waere es falsch, um der Beziehung Willen ein Kind zu bekommen! Das waer insbesondere dem Kind gegenueber unfair.
    (Uebrigens gibt es Menschen, die keine Kinder wollten und nun froh sind, doch welche zu haben)

    Gruss, Niels

    • Antwort von nach einer Stunde hilfreich
      Re^2: Warum soll ich Vater werden?

      Meiner Freundin kann es nicht schnell genug gehen.
      Wir sind beide mitte 20.
      Sie fühlt sich jetzt "reif" und kann wohl nicht mehr lange warten.

      Ich kann mich als Vater überhaupt nicht vorstellen.
      Auch beim gelegentlichen Babysitting fühle ich mich so "unfähig". Und dann eigene Kinder? Nee, Du.

      • Antwort von nach 4 Stunden hilfreich
        Re^3: ...weil Du Dich bereit dazu fühlst :-)

        Hi Sascha,

        sinnvoll könnte es sein, Ihr stellt Euch mal verschiedene Situationen vor, malt sie Euch aus. Wie wäre es jetzt Kinder zu bekommmen, sie später zu bekommen oder kinderlos zu bleiben? Wie würdet Ihr Euch beide damit jeweils fühlen?

        Deiner Schilderung entnahm ich, daß Deine Freundin entweder scheinbar unter Druck steht. Ich denke, wenn eine Zeit reif ist, so passieren die Dinge einfach, da nutzt aler Druck nichts - im Gegenteil. Druck verhindert nur das Geschehen.

        Was bedeutet es für Dich Vater zu sein oder kinderlos zu sein bzw. was bedeutet die Mutterrolle für Deine Freundin? Was wäre anders? Kann es sein, daß ein Kind entstehen soll weil sie dazu nun sich stark und bereit dazu fühlt oder gibt es etwas, das sie nur dazu drängt, z.B. es gehört sich so und die Schwester hat schon ein Jahr jünger entbunden? Mag sie mit einem Kind etwaige Probleme in der Partnerschaft kitten? Es gibt viele Möglichkeiten.

        Wenn Ihr ehrlich zu Euch und zueinander seid, werdet Ihr gemeinsam herausfinden, in welcher Form Ihr nun Eure Beziehung verändern wollt.

        Du schreibst, Dich unfähig zur Vaterschaft zu fühlen. Wäre Deine Einstellung zum Vater werden anders, wenn Du Dich grundsätzlich dazu fähig fühlen würdest? Und was noch spannender ist, woran würdest Du denn merken, daß Du "fähig" bist, Vater zu sein?

        Alles Gute,

        Romana [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 23 Stunden hilfreich
        Re^3: Warum soll ich Vater werden?

        Lieber Sascha!

        Auch ich möchte einige Gedanken und Gefühle einbringen, die Dir vielleicht weiterhelfen. Ich bin jetzt 22 und bin seit 4 Monaten mit einem Mann zusammen, den ich seit 1,5 Jahren zusammen bin und der ein Kind mit einer anderen Frau zusammen hat.

        Dieses Kind ist als "Ausrutscher" beim Abschiedssex nach der Trennung entstanden (sehr intelligent) und ist aber sein Ein und alles. Er sagte mir einmal, wenn er Lara auf dem Arm hält, wäre
        das ein unbeschreibliches Gefühl.

        Nach bereits drei Monaten Beziehung fing ich an, mit ihm über ein gemeinsames Kind zu sprechen (er kann wahrscheinlich alles brauchen, aber nicht NOCH ein Kind - jedenfalls momentan nicht).

        Für mich jedoch gibt es keine schönere Vorstellung, als ein Kind zu bekommen, es in meinem Bauch, unter meinem HERZEN heranwachsen zu spüren, es umsorgen zu können.

        Frauen können wahrscheinlich ganz schön nervig sein, wenn es um dieses Thema geht, aber sind die Muttergefühle erst einmal erwacht, kommt man da auch ganz schwer wieder raus, kann an gar nichts anderes mehr denken. Es ist ein Gefängnis im Freien, überall wird man damit konfrontiert, sieht schwangere Frauen, kleine Babies, Kleinkinder. Man überlegt sich, wie man mit seinem eigenen Kind umgehen würde, wie man es erziehen würde, malt sich die schönsten Situationen aus, obwohl Mutter sein ganz bestimmt kein Zuckerschlecken ist.

        Ja, ein Kind ist sicherlich das Einzige, was eine GUTE Beziehung krönen kann, aber beide müssen sich über die Ausmaße und Verantwortung im Klaren sein.

        Frage Deine Freundin mal, ob sie dieses Kind will, weil sie es wirklich will, oder ob sie es "einfach nur" will, weil sie es als einen einfachen Ausweg sieht. Ich ertappe mich zum Beispiel oft dabei, dass ich diesen Kinderwunsch habe, wenn ich in einem beruflichen Tief stecke.

        Könnte es vielleicht auch sein, dass sie über ein Kind versucht, Dich an sich zu binden? Das kann sie nämlich gleich vergessen. Ein Baby ist keine Garantie für einen Mann. NIEMALS.

        Ich hoffe, Deine Freundin ist verantwortungsbewusst genug, vorher mit Dir ALLE Ausmasse zu erläutern und Dich nicht zu überrumpeln ("Huch Schatz, ich hatte einfach die Pille vergessen!")

        Ich wünsche Dir alles, alles Gute und: trefft die richtige Entscheidung - um des neuen Lebens willen!

        Gruss, Reggi [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 23 Stunden hilfreich
        Re^3: Warum soll ich Vater werden?

        Sorry, ich meinte, ich kenne diesen Mann seit 1,5 Jahren. *g*

  2. Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
    Re: Warum soll ich Vater werden?

    Halo Sascha:
    Ich kann mir nicht gut vorstellen, dass dies der einzige Punkt sei, in dem ihr verschiedener Meinung seid. Ich finde, es gibt fuer Euch nur zwei Moeglichkeiten:
    1) Bedenkzeit, in der sich jeder von Euch beiden ueberlegt, wie sehr er bei seinem Standpunkt auch in Zukunft bleiben wird
    2) Trennung
    Ich finde es genauso schlimm fuer Dich, wenn Du der Freundin zuliebe einwilligst als umgekehrt, dass sie kinderlos bleiben soll, wenn sie unbedingt Kinder haben will. Damit sind naemlich u.U. sogar zwei der dreikoepfigen Familie stark betroffen, denn AUF ALLE FAELLE WUERDE DAS KIND MITLEIDEN MUESSEN, derjenige der nachgibt, wird alle Unannehmlichkeiten und Zwistigkeiten darauf schieben wollen und der andere wird staendig im Zweifel leben, ob er richtig gehandelt hat, den anderen zu etwas zu zwingen, was er eigentlich nicht wollte.

    Ihr seid beide noch SO JUNG, dass Ihr Euch einerseits Zeit geben koennt um mit dieser Entscheidung zuzuwarten oder auch einen anderen Partner finden koenntet, der AUCH in dieser wichtigen Frage mit Euch einer Meinung ist.

    Ich wuensche Euch vom ganzen Herzen Geduld mit Euch selbst und mit dem Partner und die Weisheit, die richtige Entscheidung zu treffen, denn es ist ungemein wichtig.
    Liebe Gruesse von Angelika aus Colima, Mexico

    Ich habe auch einen Eintrag bei "Kultur und Gesellschaft" gemacht.

    Hier stelle ich Euch auch die Frage.

    Ich will kein Vater werden. Leider möchte meine Freundin
    unbedingt. Was machen wir nun?

    Es gibt nur drei Alternativen: Trennung, ich lebe unglücklich
    mit Kind oder sie lebt unglücklich ohne Kind.

    Was soll ich machen?

  3. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Warum soll ich Vater werden?

    Warum soll ich Vater werden?

    das weisst du, wenn du es willst.

    beachte:
    triff deine entscheidung, lass dich durch niemanden ueberreden und hoer auf keinen guten rat!

    meine persoenliche meinung: "liebesschmerz" geht vorbei, aber wenn du ein kind hast, hast du ein kind...

  4. Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
    Re: Warum soll ich Vater werden?

    Ich habe auch einen Eintrag bei "Kultur und Gesellschaft"
    gemacht.

    Hier stelle ich Euch auch die Frage.

    Ich will kein Vater werden. Leider möchte meine Freundin
    unbedingt. Was machen wir nun?

    Hallo Sascha,
    niemand sollte ungewollt an ein Kind kommen, ob Mutter oder Vater...
    Ich würde dir vorschlagen, mit Deiner Freundin darüber zu reden. Ein Gespräch klär wohl manches, warum du nicht willst, warum sie will..
    Wenn du dich nicht reif dafür fühlst, dann warte noch ab. Wenn sie dich liebt, wird sie das verstehen.
    Ein leben ohne kinder ist für mich persönlich nicht denkbar. ich glaube es geht vielen anderen auch so, aber das muss jeder für sich entscheiden. lass dich nicht drängen aber vergib dir nix, in dem du deine meinung kundtust und einfach ihr schilderst, warum du so denkst.... dann habt ihr doch eine basis
    viel gl+ck
    sarah

  5. Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
    Tja, die Situation kommt mir sehr bekannt vor ....

    Hallo Sascha !!

    Tja, die Situation kommt mir sehr bekannt vor ....
    Nur schaue ich aus der anderen Richtung.
    Ich glaube, es steckt einfach in den Genen oer Hormonen oder wo auch immmer....

    Die meisten Jungs in meinem Umkreis sind der Ansicht, daß sie bis 30 "leben" wollen und danach erst an Kinder denken.
    (Als ob das Leben vorbei wäre, wenn man Kinder hat!
    Da geht es doch erst los!
    Oder ? - Kommt wohl darauf an, was man unter leben versteht.)

    Mein Freund ist da nicht anders.
    Ich muß ja zugeben, daß ich es manchmal einfach süß finde, wenn er dem Kurzen seiner Cousine auf den Arm gesetzt bekommt. Man merkt ihm an, wie unsicher er ist und ich glaube, daß dieses "Nein zu Kindern" schlichtweg Angst ist. Oder ?

    Ich selber bin froh, daß meine Eltern sehr jung sind.(Da kann ich mit meinen Herrschaften auch mal losziehen!) Meine Mutter hatte in meinem Alter (fast 25) schon das 2te Kind.
    Ich hätte ja auch gerne einen kleinen Wombel, aber zum einen ist mein Freund dagegen und zum anderen hätte ich dan quasi zum Zeitvertreib studiert, was ich auch schade fände.

    Zum Glück ist mein Freund älter als ich und nach einigen Debatten über die Möglichkeit und Unmöglichkeit Kinder zu bekommen, haben wir uns auf 3 bis 4 Jahre geeinigt.
    (Unter anderem auch, weil wir der Meinung sind,
    daß vor der Taufe erst die Hochzeit untergebracht werden sollte.)

    Ich denke, das ist ein ganz guter Kompromiss.
    Wichtig ist mir aber dabei,
    - daß wir mehr oder weniger einen Termin gesetzt haben. Da kann mein Freund sich an den Gedanken gewöhnen, und ich kann mich schonmal eine Runde darauf freuen.

    - daß ich in der Zwischenzeit auch etwas interessantes zu tun habe. Hätte ich wie andere Leute schon einige Jahre gearbeitet wäre ich nicht so einfach zufrieden gewesen. Es ist ja auch eine Ablenkung und die sollte schließlich auch Spaß machen.

    Wenn Ihr offen über das Thema sprecht werdet ihr euch auch einigen. Aber es braucht schon eine ganze Menge Liebe und Geduld und es wird sicher nicht da einzige Thema sein, das dann besprochen wird. Denn gerade es geht hier um grundsätzliche Entscheidungen, die nicht mit "Jein" beantwortet werden können.

    Ich wünsche euch, daß ihr die für euch beide beste Lösung findet.

    Du - oder auch deine Freundin - könnt mir ruhig auch eine Mail schreiben, wenn ihr wissen wollt, wie es bei uns weitergeht.

    Ute [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]



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