Woran erkennt man Auslöser für Antipathien?

Man kennt es ja. Man trifft jemanden, spricht 5 Minuten mit ihm und geht dann auseinander. Danch hat man das Gefühl denjenigen nicht leiden zu können.

Oder, man sieht jemanden kurz im Fahrstuhl und findet ihn sofort unsympathisch.

Woran liegt das? Welche Signale empfangen wir, die diese Gefühle bei uns auslösen? Kann man selbst erkennen, dass man unsympathisch auf jemanden gewirkt hat, auch ohne Feedback des anderen? Kann man Verhaltensweisen üben, die dafür sorgen, dass man immer einen sympathischen Eindruck hinterläßt?

Auslöser für Antipathien und Sympathien arbeiten nach einem gemeinsamen Prinzip, es handelt sich nämlich im Grunde dabei um Sexual-Reize und -Antworten.
Antipathie wird durch ihre negative Besetzung leichter bewußt (so haben wir das leider gelernt), die Sympathie ist stark positiv besetzt und hätte auch Konsequenzen. (Wir haben ebenfalls gelernt, sexuelle Gefühle zu „zügeln“ und statt ein starkes Frustratiuonserlebnis fühlen zu müssen, werden solche Impulse oft rechtzeitig „verdrängt“.)

Das Prinzip ist bio-psychologisch:

  1. über optische Eindrücke.
    Deckt sich das gesehene stark mit einem bereits gespeicherten Bild (Imago), so können die (positiven wie negativen) Erinnerunseindrücke mobilisiert werden. Das mündet oft in einem spontanen „Haben wir uns nicht schon einmal gesehen?“

  2. über den Geruchssinn.
    Das Riechzemtrum liegt im Gehirn dem limbischen System benachbart und hat daher einen starken (wenngleich wenig bewussten) Einfluß auf unsere emotionalen Entscheidungen. Gerüche, die unbewußt wahrgenommen werden, gehen wiederum in eine Art „Kontrollschleife“ ein und werden auf Deckungsgleichheit überprüft. Deckungsgleiche Gerüche werden eher ignoriert, was bleibt, sind die unterschiedlichen Geruchsnoten, die dann (zumeist negativ) auffallen.

Das wieder hat mit der Genetik zu tun: Genetisch sehr ähnliche (also verwandte) Personen haben viele deckungsgleiche Gerüche, daher fallen die wenigen verschiedenen stark aus dem bekannten Bouquet heraus. Wahrscheinlich dient das zur Vermeidung der Paarung von zu eng verwandten Tieren (was beim Menschen der Inzest-Schranke entspricht und eine kreative Durchmischung des Erbgutes garantieren soll).

Sollte es also bei Fremden dazu kommen, dass bestimmte Teile eines Geruchs-Spektrums „negativ“ auffallen, so kann es sich dabei einerseits um genetisch besonders ähnliche Personen handeln, andererseits aber um Gerüche, die dem Betreffenden selber bereits aus seiner Vor-Erfahrung als unangenehm geläufig sind - z.B.: Jemand, der mir früher einmal Angst gemacht hat, der ein ähnliches Spektrum besaß wie der mensch, dem ich eben begegnet bin, ist mir dieser schlagartig unsympathisch / wirkt bedrohlich / etc.
Das funktioniert im übrigen nicht erst nach 5 Minuten, sondern in der Regel bereits nach wenigen Sekunden.

Wahrscheinlich ist dieses Phänomen mit eine Ursache dafür, dass Menschen sich seit jeher mit fremden Düften schmücken - wovon ja eine ganze Industrie lebt.

Hoffentlich war das nicht ganz so kompliziert beschrieben wie es sich in der Natur verhält.
Gruß
Vo.

Hallo Volkmar oder Birgit?

ja wem von Euch beiden antworte ich gerade (oder schreibt Ihr IMMER gemeinsam?)
ok, ich poste gleich anonym, alles was ihr von mir erfahrt ist das ich weiblichen Geschlechts und Baujahr 67 bin. Ja eines noch: daß ich eine langjährige Psychotherapie bei verschiedenen Therapeuten absolviert habe und mich hier nicht outen möchte.

Der Betreff dieser Diskussion bietet für mich einen Einstiegspunkt in dieses Forum:

Woran erkennt man Auslöser für Antipathien?

Auslöser für Antipathien und Sympathien arbeiten nach einem
gemeinsamen Prinzip, es handelt sich nämlich im Grunde dabei
um Sexual-Reize und -Antworten.

aha, oder moment - handelt es sich um Sexual-Reize, oder arbeiten sie nur wie diese?

Antipathie wird durch ihre negative Besetzung leichter bewußt
(so haben wir das leider gelernt), die Sympathie ist stark
positiv besetzt und hätte auch Konsequenzen. (Wir haben
ebenfalls gelernt, sexuelle Gefühle zu „zügeln“ und statt ein
starkes Frustratiuonserlebnis fühlen zu müssen, werden solche
Impulse oft rechtzeitig „verdrängt“.)

Das Prinzip ist bio-psychologisch:

  1. über optische Eindrücke.

Ich möchte eigentlich nicht daß es zu schroff klingt, aber die meisten Deiner/Eurer Postings (eigentlich alle bis auf eines) waren mir unsympathisch ohne, daß ich Eurer Profil angesehen habe.

Deckt sich das gesehene stark mit einem bereits gespeicherten
Bild (Imago), so können die (positiven wie negativen)
Erinnerunseindrücke mobilisiert werden. Das mündet oft in
einem spontanen „Haben wir uns nicht schon einmal gesehen?“

  1. über den Geruchssinn.

Naja, der kommt wohl auch nicht in Frage.
Ich lösche jetzt erstmal Text damit man sich hier noch zurechfindet.

Das Riechzemtrum liegt im Gehirn dem limbischen System

Hoffentlich war das nicht ganz so kompliziert beschrieben wie
es sich in der Natur verhält.
Gruß
Vo.

Wie gesagt bin ich neu in diesem Forum, und hoffe ich fliege aufgrund meines zynischen Kommentars nicht gleich wieder raus.
Weils hier aber um Antipathie geht, …

Vielleicht könnt Ihr (Kann einer von Euch beiden, wenn einer: dann wer) mir erklären warum eine Diskussion immer dann Antipathien in mir auslöst wenn Ihr/Du ins Spiel kommt?

Tja ich muß jetzt los, bis bald

BJ67