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Re: Wer trägt die Kosten für den Psychologen?
Wenn Du professionelle Hilfe in seelischen Problemlagen suchst, gibt es verschiedene Möglichkeiten. "Psychologe" ist dabei die Bezeichnung für Leute, die dieses Fach an der Uni studiert haben - das macht sie aber nicht automatisch zu "professionellen Helfern". Um das zu werden, braucht man in der Regel eine Zusatzausbildung in einer speziellen Therapieform. Dann ist man hinterher "Psychotherapeut" - zu diesen Ausbildungen werden in der Regel Ärzte und Psychologen zugelassen.
Wenn der Mensch dann "Psychotherapeut" ist, kommt es darauf an, ob er eine "Kassenzulassung" hat, d. h. ob Krankenkassen sagen: "Jawoll, der kann was, den bezahlen wir" (z. B. haben niedergelassene Ärzte normalerweise eine Kassenzulassung).
Kassenzulassungen bekommen Psychologen seltener, Ärzte dagegen häufiger, außerdem werden nur bestimmte Behandlungsmethoden (Psychoanalyse, Verhaltenstherapie und noch ein paar andere) als "förderungswürdig" anerkannt.
Wenn Du also zu einem "Psychotherapeuten" gehst (Arzt oder Psychologe), dieser eine "Kassenzulassung" hat (oder einen überweisenden Arzt kennt, der eine hat), Du als "behandlungswürdig" anerkannt wirst (kein Problem: wer meint, einen Therapieanlaß zu haben, wird meistens anerkannt) - dann bezahlt die Krankenkasse.
Ansonsten gibt es noch die Möglichkeiten, kostenlose Angebote in Anspruch zu nehmen (z. B. psychologische Beratungsstellen an der Uni etc., die aber nicht "Therapie" anbieten, sondern nur "Beratung", die nicht so tief geht)
oder selber zu bezahlen, z. B. bei manchen Beratungsstellen oder bei Helfern ohne Kassenzulassung. Da regiert dann das Spiel von Angebot und Nachfrage.
Der beste Tip ist, sich zunächst bei der Krankenkasse zu erkundigen. Die können einem das genaue Procedere erklären und haben Listen mit anerkannten Therapeuten und Therapieverfahren. Ansonsten kann man auch erstmal seinen normalen Arzt fragen (obwohl die nicht immer die kompetentesten bei solchen Fragen sind).
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