Psychopharmaka

Ich hätte da mal eine Frage.
Psychische Erkrankungen werden ja hauptsächlich mit Medikamenten behandelt und erst nach Überwindung vieler Hürden und mit viel finanziellem Aufwand kommt man zu einer Therapie (und dann den *richtigen* Therapeuten zu finden ist auch nicht leicht).
Was findet Ihr ist der bessere Weg? Glaubt Ihr, daß eine Therapie als Ergebnis das Absetzen von zuvor nötigen Medikamenten bewirken kann? Oder sind ausschließlich Medikamente auch ein geeigneter Weg. Oder ist Therapie immer der bessere?
Würde mich über viele Antworten freuen.
(jetzt hätt ich doch beinah meinen Namen geschrieben *g*)

hallo

da gibt es keine pauschalantwort, denn jeder fall ist meiner erfahrung nach so einzigartig, dass er gesondert angesehen und eine behandlung entschieden werden muss.
in der regel halte ich es für erstrebenswert, so lange wie möglich auf chemie zu verzichten. und wenn psychopharmaka unvermeidbar sind, dann sollten sie kein dauerzustand werden - allerdings gibt es auch genügend fälle, wo eine permanente einnahme die beste lösung zu sein scheint.
in der praxis wird aus personal- geld- oder sonstigem mangel m.e. zu schnell und zu lang mit psychopharmaka behandelt.
ob eine therapie während der einnahme von medikamenten möglich ist, hängt von dem medikament, der dosierung, dem patienten und der therapieform ab.
ein buch zum thema aufklärung betroffener über psychofarmaka:
Stimmenreich - Mitteilungen aus dem Wahnsinn. dtv - Verlag.
Alles Gute
cordula