Mythos des Orest

Hallo,

mir ist zufällig ein kopiertes Kapitel aus einem Psycho(?)-Buch in die Hände gefallen. Das Kapitel heißt: Gnade und geistig-seelische Krankheit: der Mythos des Orest.

Ich finde es total spannend und möchte nun gerne das ganze Buch lesen. Leider kann mir bis jetzt niemand sagen, wer der Autor ist, geschweige denn, wie das Buch heißt.

Danke für Eure Hilfe,

Christiane

wer Orest(es) ist, ist aber klar?!
sonst:

Orestes, in der griechischen Mythologie Sohn des mykenischen Königs Agamemnon und der Klytämnestra. Er war noch ein Kind, als seine Mutter und deren Liebhaber Aigisthos Agamemnon ermordeten. Orestes’ ältere Schwester Elektra fürchtete um sein Leben und sandte ihn zu ihrem Onkel Strophios, dem König von Phokis. Dort wuchs er zusammen mit Pylades auf, dem Sohn des Strophios, der lebenslang sein Gefährte werden sollte. Als er erwachsen wurde, erkannte Orestes, dass es seine Pflicht war, den Tod seines Vaters zu rächen. Der Muttermord war ihm jedoch zuwider. Er befragte das Orakel von Delphi und erhielt die Weisung, die beiden Mörder seines Vaters zu töten. Mit Pylades kehrte er nach Mykene zurück und rächte Agamemnons Tod. Daraufhin wurde er von den Rachegöttinnen, den Erinnyen, verfolgt und zog auf seiner Flucht durch viele Länder. Schließlich ging er auf Geheiß des Gottes Apollon nach Athen, um seinen Fall der Göttin Athene und einer Ältestenversammlung, dem Aeropag, vorzulegen. Orestes erklärte sich des Muttermordes für schuldig, meinte aber, er sei durch sein Leiden von seiner Schuld rein gewaschen. Das Gericht nahm seine Rechtfertigung an und sprach ihn frei.
Nach den Dramen des griechischen Tragödiendichters Euripides weigerten sich einige der Erinnyen, das Urteil zu akzeptieren und verfolgten Orestes weiter. In seiner Verzweiflung rief er erneut das Orakel von Delphi an. Er bekam die Anweisung, ins Land der Taurer (auf der heutigen Krim) zu reisen und das heilige Bild der Artemis aus dem dortigen Tempel zu stehlen. Mit Pylades ging er zu dem Tempel und entdeckte, dass die Priesterin seine Schwester Iphigenie war, die er für tot gehalten hatte. Mit ihrer Hilfe stahlen sie die heilige Statue und kehrten mit ihr nach Mykene zurück. Daraufhin wurde Orestes nicht mehr von den Erinnyen verfolgt.
In der Antike verarbeiteten neben Euripides auch Aischylos, Sophokles u. a. den mythologischen Stoff. Im 20. Jahrhundert legten u. a. Hauptmann und Sartre Neubearbeitungen des Mythos vor.

„Orestes“, Encarta® 99 Enzyklopädie. © 1993-1998
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Ansonsten gibt eine Suche mit Altavista folgende URL her

http://www.phil.uni-freiburg.de/SFB541/A6/symp99.html

Dort wird ziemlich weit unten auf der Seite (mit Strg f suchen) von einem Stück gleichen Titels gesprochen.

Gandalf