Hi,
so schildert mir ein Geschäftspartner sein Problem:
Wenn er vor eine größere Menschengruppe auftreten muß, um z.B. eine Ansprache, Rede zu halten, werden seine Kniee weich, er fängt an zu zittern, der Kopf wird leer, so dass er alles vergißt, was er vorher auswendig gelernt hat, seine Stimme geht weg und er würde sich am liebsten unsichtbar machen.
Was ist das? Ist dieser Zustand behandelbar? Was kann er dagegen tun? Gibt es Medikamente, um ihm die Ängste zu nehmen? Gibt es Therapien, die sinnvoll sind?
Gruß,
Francesco
Hi
Üben, üben üben,
reden, reden, reden,
erst vor wenigen Leuten, Partys, Freunde, Familie,
Sich selbst zur Quaselstrippe erziehen.
Keinen Quatsch erzählen.
Seine Worte bedacht auswählen.
Interessant erzählen
richtig Luft holen
Retorikkurs besuchen.
Ohne Fleiß kein Preis.
Harry
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Inwieweit das eine behandlungsbedürftige Angststörung ist, kann ich so schlecht einschätzen. Angeblich gibt es seit Jahrzehnten erfolgreich tätige Bühnenschauspieler, die vor jedem Auftritt entsetzliches Lampenfieber haben. Dein Kollege sollte sich fragen, ob seine Angst für ihn eine reale Behinderung darstellt (ist er also z.B. in der Ausübung seiner Berufstätigkeit ernsthaft eingeschränkt). Wenn ja: das sollte ein Erscheinungsbild sein, das sich im Rahmen einer Verhaltenstherapie gut in den Griff bekommen läßt. Sicher läßt sich da auch medikamentös was machen, aber damit kenne ich mich überhaupt nicht aus.
Gruß
Michael
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
so einfach ist das nicht!
Hi
Üben, üben üben,
reden, reden, reden,
erst vor wenigen Leuten, Partys, Freunde, Familie,
Sich selbst zur Quaselstrippe erziehen.
Keinen Quatsch erzählen.
Seine Worte bedacht auswählen.
Interessant erzählen
richtig Luft holen
Retorikkurs besuchen.
Ohne Fleiß kein Preis.
Harry
hallo harry,
so einfach, wie du das hinstellst ist das leider nicht. das gehört zwar zu einer verhaltenstherapie dazu, daß man dinge gerade dann machen soll, vor denen man angst hat, aber das ist sehr schwer. habe ich panische angst vor dem wasser, dann kann ich nicht einfach hineinspringen und so tun, als wenn nichts wäre. das kostet überwindung und viel energie, die man in solchen momenten nicht hat. da denkt man nur an die angst.
langsame vorgehensweise ist hier angebracht. erst die zehen ins wasser, dann die beine… usw. - mir der zeit geht dann die panik davor weg. aber das muß man ständig üben, sonst nützt es nichts.
du hast zwar die kleinen schritte angerissen, aber die sind immer noch zu groß und mächtig.
ich spreche hier aus eigener erfahrung, die sehr schmerzvoll war.
lieben gruß
merlin