Schizophrenie

Hallo Karin,

ich finde es gut, wenn Du Informationen für Interessierte ins Netz stellst. Leider habe ich schon beim ersten Rüberscrollen ein paar Sachen gefunden, die für Prüfungsanwärter ziemlich unangenehm werden könnten, wenn sie sie übernehmen würden.

Einige der schwerwiegenderen Probleme:

  • Die Angaben zu den vermuteten Ursachen sind zu kurz und um moderne Vermutungen zu ergänzen.

  • Das Referieren der Ansichten von Bleuler und Schneider ist o.k., muß aber durch die aktuellen Kriterien ergänzt werden.

  • Die Abgrenzung Schizophrenie - schizoaffektive Störung ist fehlerhaft.

  • Schizophrenie ist nicht sicher an den Grundsymptomen erkennbar, sondern an den akzessorischen. Erst das Auftreten von schizophrenietypischen Wahnvorstellungen und Halluzinationen macht die Diagnose sicher.

  • Die Verwendung des Rorschach-Tests zur Testdiagnostik der Schizophrenie ist - gelinde gesagt - überholt. Der Rorschach-Test ist aus testpsychologischer Sicht dermaßen schlecht, daß sich seine Anwendung eigentlich überhaupt verbietet.

  • Perniziöse Katatonie wird üblicherweise initial mit einem Benzodiazepin i.v. und anschließend mit hochdosiertem Neuroleptikum therapiert.

  • Als Symptome der nichtpsychotischen Prodromalphase nennst Du psychotische Symptome.

Teilweise sind die Dinge, die mir aufgefallen sind, weiter unten bei den Amtarztfragen korrigiert, während sie oben in der Beschreibung der Störung usw. noch auftauchen. Das verwirrt den Nutzer unnötig.

Fazit: Eine Überarbeitung des Textes halte ich für ratsam.

Grüße,

Oliver Walter